Steve Jobs: Der erfolgreichste Geschäftsmann 1.0 ist tot, einige seine Erfolgskomponenten gelten auch in der Geschäftswelt 2.0

Apple-Homepage verkündet den Tod von Steve Jobs
6.10.2011: Mein Mac heute morgen beim Starten von Safari und der Apple Homepage

Steve Jobs war unbestrittenermassen der aktuell erfolgreichste Geschäftsmann, hat er doch Apple zum wertvollsten Unternehmen gemacht. Er war auch ein grossartiger Unternehmer welcher im gleichen Atemzug mit Richard Branson, Jeff Bezos oder den Herren Page/Brin genannt werden kann. Ich habe mich jetzt nicht im Detail mit Steve Jobs und mit Apple befasst. Trotzdem kann ich sagen, dass sein unternehmerisches Handeln vorbildlich war und weitgehend auch in der “Geschäftswelt 2.0” zum Erfolg führen kann.  Ich gebe ganz kurz die allgemeinen Elemente seines Erfolges wieder, die ich erkennen konnte:

1.) Abstecken einer wohldefinierten Nische
2.) Eine klare Message haben
3.) Produkte haben, die nicht vollumfänglich kopiert werden können
4.) Ein klares und scharfes Profil aufbauen und pflegen

1.) Abstecken einer wohldefinierten Nische
Mit Nische meine ich ein Marktsegment, das so gross ist, dass man darin “gewinnen” kann. Apple ist eine grosse Firma, deswegen sind auch die Segmente in denen sie sich tummelt, so gross wieMärkte oder Teilmärkte.

 

2.) Eine klare Message haben und diese immer fortwährend kommunizieren
Steve Jobs hatte immer eine klare Vision und er hat nicht aufgehört, diese so breit wie möglich zu streuen. Das hat auch was mit Marketing zu tun, aber nicht nur. Wenn Du mehr erfahren willst, schau mal hier nach.

3.) Produkte haben, die nicht vollumfänglich kopiert werden können
Hier muss ich nicht detailliert drauf eingehen. Ein Ipod ist ein Ipod und nicht ein MP3/MP4 Player, right? Aber: Apple hat Produkte! …und nicht nur Dienstleistungen…

4.) Ein klares und scharfes Profil aufbauen und pflegen
Das hat definitiv was mit Marketing zu tun, aber auch hier: Nicht nur. Hier baut man Werte auf und schafft einen “genetischen Code” für das Unternehmen, dessen Produkte und deren Mitarbeiter.

Aber eben, ein “Zwo-Nuller” war Jobs nicht, auch wenn  Apple  die Web 2.0 / SocialMedia Tools virtuos beherrscht. Folgende Aspekte seines Handelns und der Tätigkeit von Apple liegen gemäss meinem Dafürhalten im krassen Gegensatz zum Geschäftsmann 2.0:

1.) Er war der Verfechter eines” geschlossenen” Systems (IOS, Ipod-Dock, etc)
2.) Er war ein Imperialist
3.) So wie es scheint war er auch kein Freund von Partnerschaften
4.) Die Sorge zur Umwelt und zu den Ressourcen dieser Welt war, soviel ich persönlich erkennen kann,  für Ihn und für seine Firma von untergeordneter Bedeutung

Man könnte mir nun vorhalten, der Erfolg gebe Ihm Recht, aber in diesem Blog geht es ja um den Geschäftsmann 2.0 und nicht um Erfolg. Uebrigens, echte Geschäftsleute 2.0 verfolgen die News zu Jobs nicht im Blick, im Spiegel, im Bild oder im 20min.ch! Sondern entweder bei Wikipedia/Wikinews oder bei Google 😉

Google würdigt Steve Jobs auf seine Weise
6.10.2011 Hommage von Google an Steve Jobs

S0 long, Palo 6.10.2011

2 Replies to “Steve Jobs: Der erfolgreichste Geschäftsmann 1.0 ist tot, einige seine Erfolgskomponenten gelten auch in der Geschäftswelt 2.0”

  1. Woher kommt denn Deine fast schon grün-liberale Einstellung und die Bemerkung über die Umweltunverträglichkeit von Apple? Ich bin da absolut einer Meinung mit Dir. Natürlich werden Apple-Anhänger (wobei ich eigentlich auch einer bin, nur nicht fanatisch…) bemerken, dass auch alle anderen in China nicht sehr sauber produzieren – aber Apple ist halt der einzige Hersteller, der seine Zulieferkette nicht offiziell bekannt gibt. Tolle Produkte auf jeden Fall, eigentlich gibts ja nur das iPhone und das iPad (cash cows), alles andere scheint irgendwie wie ein Hobby der Firma.

    Ganz gelungener Artikel :-)! Zum Umweltthema empfehle ich: http://www.taz.de/!64689/

    Gruss
    Guenter

    1. Guenter,
      Danke für die Blumen und den Link über die “giftigen Zulieferer”!
      Zu meiner schon “fast grün liberalen Einstellung”: Ich interpretiere da ein bisschen Überraschung Deinerseits. Nun, es ist so, dass es mich sehr traurig macht zuzusehen, wie die Welt den Bach runter geht. Nochmehr traurig macht mich die Tatsache, dass ich mehr als andere dazu beitrage. Ich bin mobiler als viele andere, ich fliege mehr, ich fahre mehr (Mehr Zug und Velo als Auto) und ich bin als Führungskraft mehr in der Verantwortung, denn Profitorientierung war bis heute das A und O. Und aus meiner Sicht ging wirtschaftlicher Erfolg immer mit Profitorientierung einher und Profitorientierung immer mit Ressourcenverschwendung. Was sollte ich da machen, es war mein Job und meine Verantwortung gegenüber meinen Mitarbeitern! Woher nun der Wandel? Nun, ich bin überzeugt, dass, wenn man in Zukunft in der westlichen Welt erfolgreich sein will, eine Firma zukünftig auch am “Social Impact” und am “Environmental Footprint” gemessen werden wird. Sei es von den Kunden, von (potentiellen) Mitarbeitern oder von Behörden.
      Kurz: Firmen werden grün werden müssen um nachhaltig erfolgreich zu sein!

      Zwote Anmerkung: “….alles andere scheint irgendwie ein Hobby der Firma” – Ich sehe das auch so, Du hast aber eines Vergessen: Die Mac-Computer, die sind auch noch da. Und je jänger wie mehr spiele ich mit dem Gedanken, 26 Jahre Microsoft Erfahrung über Bord zu werfen und mal was Neues zu probieren.

      Gruss Palo

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