Web 2.0 mal praktisch (7) – Noch nie war Werbung einfacher

Wir schreiben das Jahr 2012. Meine Erfahrung ist, das immer noch erschreckend viele gewerbliche Unternehmen, Dienstleister und auch Unternehmensberater die Wirkung der eigenen Homepage massiv unterschätzen! ALLE haben eine Internetpräsenz. Verhältnismässig wenige haben eine Homepage mit aktuellen Referenzen, Testimonials von Kunden (Kundenzitate) oder gar mit Preisangaben! Das ist fatal! Noch schlimmer wird es mit den Adwords (Details hier auf Wikipedia). Google verdient Milliarden mit der Online-Werbung, aber es gibt viele KMUs, die nicht Google-Adwords zum Bewerben Ihrer Leistungen auf der Homepage verwenden. Ich kenne sogar börsenkotierte Unternehmen, die diesen Werbekanal NICHT verwenden. Für jeden Werber, der up-to-date ist, ist klar, dass zu einem guten Marketing-Mix auch die ganze digitale Welt gehört, aber das hat sich noch lange nicht überall herumgesprochen.

Also: Brauchen Sie google-Adwords, schon nur durch die Verwendung erfahren Sie etwas über Besucher-Ströme oder Keyword Suchvorgänge, sie werden automatisch smarter!

Weiter: Ein wachsender Tel der Unternehmungen hat begonnen, ebenfalls eine Präsenz im Social Web aufzubauen, angefangen mit einer eigenen Facebook-Seite. Die wenigsten Firmen haben aber begriffen, dass es

  1. noch viel mehr gibt und
  2. sowas laufend Arbeit erzeugt
  3. es seine Zeit braucht

Zu 1.) Es gibt noch viel mehr! Schauen Sie sich untenstehendes Slide an: All die genannten Plattformen erlauben es Ihnen, gratis für Ihre Leistungen zu werben. Sie müssen nur der Content liefern! Apropos Content – Der muss immer relevant sein. Twittern Sie also nicht über das Wetter, sondern zB über die letzte erfolgreiche Sanierung eines Dachstocks, wenn Sie Schreiner sind, oder über die Anbringung eines Felladens für lediglich 600 Franken an einem Chalet. Das meine ich vollkommen ernst: Wieso soll ein Schreiner über seine Arbeiten nicht ein Blog führen? Ein paar Bilder oder sogar einmal ein Video sind schnell gemacht. Allzuviel muss man nicht schreiben, wenn man nicht will. Und jeden Blog-Post kann man auch über Twitter verbreiten! 

Zu 2.) Online-Präsenz generiert laufend Arbeit! Wenn man solche sachen, wie Blog, Twitter, Facebook- oder Google+ Seite etc zu verwenden beginnt, dann mag das zwar gratis sein, aber es kostet gleichwohl was. Unterhalten muss es werden! Wenn ein Twitterprofil vor monaten zum letzten Mal was getweetet hat, oder ein Blogeintrag ein Jahr zurückliegt, dann schaut das nicht so gut aus. Noch schlimmer ist es, wenn Kunden beginnen, über diese Kanäle mit Ihnen zu interagieren und ins Leere laufen! Sowas geht dann eher ins Auge und bedeutet schlechte Werbung. Die Benennung eines Community Managers oder zumindest die Zuteilung solch einer Rolle an einen Mitarbeiter (So was darf auch der Chef machen) macht in so einem Fall Sinn.

Ganz schlecht ist die Idee sich zu sagen: „Eben: Wir gehen mit unserer Firma nicht ins SocialWeb und wir brauchen auch keine Community, somit müssen wir nichts unternehmen“ Das ist der falsche Ansatz, denn diese Kanäle werden zukünftig massiv an Wichtigkeit gewinnen und es wird sich rächen, wenn man die Weichen nicht beizeiten stellt. Ein persönliches Beispiel: Visilab ist in der Schweiz nicht auf Twitter präsent, dort wurden schon einige „Beschwerden“ getweetet. Niemand hat es bei Visilab gemerkt. Mich hat Visilab als Kunden verloren.

Zu 3.) Es braucht seine Zeit. Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen, eine Community bildet sich in den seltensten Fällen innert Wochen um ein Thema. Sprich, man ist nicht von Anfang an ein Social Web Profi und eine Fangemeinde muss man sich erarbeiten. Beides braucht Monate, wenn nicht gar Jahre! Ein Grund mehr, jetzt mit der Werbung im Social Web anzufangen: Eröffnen Sie ein Blog, Twittern Sie. Erstellen Sie zumindest die Facebook-Seite Ihrer Organisation, moderieren Sie diese Seite und machen Sie Status-Updates.

One Reply to “Web 2.0 mal praktisch (7) – Noch nie war Werbung einfacher”

Leave a Reply