Werte im Zeitalter des Social Business – Ranking und Zusammenfassung der Werte und die Hauptimplikationen für Unternehmen Werte-Index 2012 (1)

Zusammenfassung der neu aufkommenden Werte generell:

  1. Freiheit (1)
  2. Familie (3)
  3. Gesundheit (4)
  4. Gemeinschaft (10)
  5. Sicherheit (4)
  6. Erfolg (2)
  7. Anerkennung (8)
  8. Gerechtigkeit (9)
  9. Natur (6)
  10. Einfachheit (7)
  11. Ehrlichkeit (11)
  12. Transparenz (-)
  • Der wichtigste Aufsteiger ist der Wert “Gemeinschaft”
  • Den deutlichsten Rangverlust verzeichnet der Wert “Erfolg”
  • Das Design von “Vertrauen/Beziehung” (Trust-Design) übersteuert den bestehenden Ansatz des “Emotional Design”. Konsumenten werden kritischer und sind sich Ihrer widersprüchlichen Interessen als Mitarbeiter, Kunde, Familienangehöriger, Bürger und Aktionär bewusst.
  • Die Grenzen der Maximierung des persönlichen Grenznutzens sind erreicht: Selbstoptimierung verliert seine Stellung als alleiniger Sinn (unternehmerischen) Handelns, sondern soll das Resultat sein, wenn neben den finanziellen auch soziale und ökologische Ziele erreicht werden.
  • Die “Öffnung” hin zu Social-Media wird Mainstream, einfach mal auch das machen, was alle anderen auch machen
  • Die Entkoppelung vom globalen System in lokalen Zusammenschlüssen gibt einem die Kontrolle oder das Kontrollgefühl zurück. In lokalen Gemeinschaften oder virtuellen, vertrauenswürdigen Communities gibt jeder was er kann: Zeit, Aufwand/Arbeit oder Geld

Zusammenfassung in Bezug auf die Implikationen für Unternehmen:

  • Der neue Schlüsselfaktor wird sein, gute Partner und Mitarbeiter zu finden und diese zu halten. Dafür muss man selber ein guter Partner sein und Vertrauen ist das Schlüsselmerkmal dafür.
  • Wer sich um das Wohlergehen seiner Peers sorgt, wird erfolgreich bleiben. Michael Porter hat das als “creating shared value” benannt. Die Erweiterung der Unternehmensziele mit sozialen und ökologischen Vorgaben wird notwendig. Profit alleine kann es nicht sein. Wenn die Unternehmen diese Erweiterung nicht selber machen, dann werden es die Regulationsbehörden tun.
  • Die Arbeitskollegen werden die Träger und Repräsentanten der Unternehmens- und Markenkultur. Alle. Eine Trennung zwischen internen und externen Botschaften ist nicht mehr möglich.

Quelle: Werte-Index 2012 (Wippermann/Krüger)