Warum und wie der Geschäftsmann 2.0 auf einen eigenen Blog-/Web-Server umgezogen ist – Die WordPress Züglerei

Der Geschäftsmann 2.0 hat nun schon einige Jahre Erfahrung mit der Bloggerei und mit der verwendeten Blogging-Plattform namens WordPress. Mit WordPress kann man aber nicht nur bloggen, sondern es ist grundätzlich eine super Software zur Pflege einer Web-Präsenz. Und sie ist frei. Der Geschäftsmann braucht diese Software gratis. Und es gibt  jede erdenkliche Erweiterung für WordPress, sei es ein Web-Shop, eine Group-Buying Lösung oder ein “Buchempfehlungs-Widget” und noch vieles mehr. Auch hier ist das meiste kostenfrei. Der Geschäftsmann bloggte bis anhin auf der Gratis-Plattform wordpress.com. Es waren zwei Hauptgründe, die Ihn dazu bewogen haben, “sein WordPress” selber zu hosten:

  1. Er wollte eine eigene URL (ohne diese Übersetzung von geschaeftsmann20.com auf www.geschaeftsmann20.com)
  2. Er will ein zweites Blog führen und eine Web-Präsenz, sprich eine eigene Website aufbauen und das alles möchte er in einer einzigen gemeinsamen Umgebung pflegen.

Er hätte alternativ die Möglichkeit gehabt, bei wordpress.com für 99$ die Pro-Version zu lösen. Da hätte er die eigene URL gehabt, auch genug Platz wäre da gewesen, aber er hätte eben nicht eine eigene Webseite oder sogar mehrere davon aufbauen können.

Der ganze Umzug fand “feierabendmässig” und unkoordiniert statt. Begonnen hat er am Freitag vor drei Wochen und letzte Montagnacht war bis auf einen Punkt alles fertig. Der totale Aufwand lag unter 10 Stunden (!) wobei es nicht möglich gewesen wäre, alles am Stück zu machen, dies wegen dem Umzug der Internet-Adresse (DNS-Transfer). Für die Installation von WordPress hatte der Geschäftsmann 2.0 Hilfe von einem Kollegen, ansonsten konnte er alles selber erledigen, abgesehen von den Tipps des Bekannten. Aufgeteilt war die Arbeit in

  • die Installations-Session (2.5 Stunden)
  • 3 Abende zur Nachbearbeitung

Nun, wie lief das ab (Zeiten sind ungefähre Werte)?

  1. Vorarbeiten: Der Geschäftsmann hat sich bei Switchplus das Hosting und seinen Internetnamen gelöst (99CHF für das Hosting und 34 CHF für die .com Adresse). Der Aufwand für einen ungeübten Anwender wie den Geschäftsmann war wohl 30 Minuten, obschon das in 5 Minuten hätte erledigt werden können.
  2. Installations-Session: WordPressinstallation auf dem gehosteten Server (Zusammen mit dem Kollegen)
    1. Altes Blog exportieren, 5 Minuten
    2. WordPress-Paket aus dem Internet auf den PC runterladen und entpacken, weniger als 5 Minuten
    3. Bei Switch SQL-Datenbank aktivieren und FTP-User eröffenen, 5 Minuten
    4. Mit dem Kollegen auf dem PC das WordPress-Paket konfigurieren, Aufwand so gegen 10 Minuten,
      1. Passwort für Admin-User setzen
      2. zweiten User eröffnen
      3. SQL-Datenbank benennen / anbinden
      4. Layout aussuchen und zuordnen (So wie die Site aussehen soll)
      5. Multisite einschalten (Damit mit der gleichen Installation mehrere Internetpräsenzen / Blogs  möglich sind)
    5. Immer noch auf dem PC die alten exportierten Blogeinträge in die neue vorerst noch lokal vorhandene WordPress-Installation importieren, Aufwand weniger als 5 Minuten. Das WordPress ist nun bereit zum Upload auf den gehosteten Server
    6. Upload von WordPress auf den gehosteten Server. Da nimmt man einfach die ganze Verzeichnis-Struktur auf dem PC und kopiert das 1 zu 1 auf den Server.
    7. “Umhängen”: Ändern der DNS-Einträge bei Switch und warten bis die Aenderung überall im Internet verbreitet worden ist. Das geht im besten Fall 20 Minuten, im schlechtesten Fall 24 Stunden.
    8. Ausschalten zoneedit (Zone-Edit erledigte diese “Umleitung” von geschaeftsmann20.com auf www.geschaeftsmann20.com, die braucht es jetzt nicht mehr)
      Und fertig ist die WordPress-Installation. Ab jetzt braucht es keinen Spezialisten mehr
  3. Nacharbeiten: Als nach einigen Tagen unter der Adresse http://www.geschaeftsmann20.com dann das Blog auch erreichbar war, wurde das Zugriffsstatistik-Tool Jetpack eingerichtet, auch hier war der Aufwand weniger als 30 Minuten. Jetpack kann noch viel mehr als Statistiken, z.B. Twitter & Facebook Like-Buttons, es hat ein spezial Layout für das Lesen des Blogs via Smartphone, etc. Übrigens:
    Erweiterungen, wie z.B. diese oben beschriebene Zugriffstatistik, werden in WordPress anhand von sogenannten Plug-Ins eingespielt. Das ist unglaublich einfach: Man sucht innerhalb von WordPress im entsprechenden Menü nach dem Plug-In das man will (ähnlich einem App-Store), wählt das entsprechende Plug-In aus, klickt auf installieren und alles andere passiert quasi von selbst! Momentan (Okt 2012) gibt es 21’600 Plugins zu Auswahl.Falls beim interessierten Leser nun  die Frage aufkeimt, wieso das “Tage” in Anspruch genommen hat: Beim Installationsworkshop hatten wir vergessen, die bei Switch geänderten DNS-Einträge mit dem Speichern-Button zu bestätigen. Und so hat man Tage gewartet und es passierte nix, die DNS-Records zeigten immer noch auf das alte Blog….
  4. Nacharbeiten: Als dann die Statistiken liefen und das Blog anhand der Jetpack-Komponenten ein akzeptables Look & Feel bekam wurde in einer zweiten Feierabend-Session vor dem Fernseher noch der “Rest” gemacht. Dauer 4 Stunden, viel Zeit wurde aber damit “verbraten” die verfügbaren Plugins anzuschauen und eine Auswahl zu treffen (Diejenigen, die auf ihrem iPad z.B schon mal eine anständige Gratis-Wetter App installieren wollten, kennen das):
    1. WP to Twitter (Tweetet die Blog-Ueberschriften)
    2. Konfiguration der Facebook-Schnittstelle RSS-Graffiti (Das ist kein Plugin, sondern wird in Facebook gemacht)
    3. BWP-GXS Sitemaps (Damit Google besser findet)
    4. Nextgen-Plugin: Verbessert den Umgang mit Bildern, sprich mit der Mediathek
  5. Und zu guter Letzt wurde www.geschaeftsmann20.com “ausser Betrieb” genommen. Die Blogeinträge wurden gelöscht, damit diese nicht doppelt im Web herumstehen…

Und jetzt bloggt der Geschäftsmann 2.0 auf seiner eigenen WordPress-Installation. Hat es sich gelohnt? Ja! Es war die richtige Investition in die Zukunft, er hat jetzt alle Optionen offen, was die Ausweitung seiner Internetpräsenz anbelangt und die eigene Site ist viel schneller als die alte auf wordrpess.com. Die wenigen hundert Franken, die er dafür gebraucht hat waren es auf jeden Fall wert. Die Kosten beliefen sich auf 150 CHF für die Infrastruktur (jährlich) und 200 CHF waren die Installations- und Supportkosten (einmalig). Das wäre sogar noch billiger gegangen. Auf Fiverr.de kann man sowas schon für 5 Dollar bekommen. Der Geschäftsmann 2.0 hat aber darauf aus zwei Gründen verzichtet: Einerseits wollte er bei der Installation zuschauen und andererseits wollte er jemanden haben, mit dem er Kleinigkeiten schnell und unkompliziert auf Schweizerdeutsch besprechen konnte.

Was bleibt noch? Die Links in den alten Blogbeiträgen zeigen noch auf die alte Adresse, dies hätte man vor dem Import auf die neue Plattform korrigieren sollen! Mal schauen, was man da machen kann, der Geschäftsmann 2.0 hat momentan nicht so grosse Lust drauf, händisch seine inzwischen über 260 Artikel nachzupflegen…

…so Long Euer Gmann 2.0

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