36. SGO Herbsttagung – Management Revolution: Zusammenfassung der Keynotes vom 25.10.2012

Am 25.10.2012 fand im Hyatt in Zürich die alljährliche Hauptkonferenz der alterhwürdigen Schweizerischen Gesellschaft für Organisation SGO statt. Das Hauptthema namens Management-Revolution wurde recht erfolgreich in den meisten Beiträgen und Forums behandelt (Beiträge zu folgenden Themen: International Business, Social Business, Selbstmanagement, Neue Organisation, Neuroleadership, Agiles Management, Management- und Führungsmodelle der Zukunft , Strategische Initiativen, Schwarmintelligenz)

Folie aus der Keynotepräsentation

Die Keynote wurde von David Bosshard gehalten. Der Geschäftsmann 2.0 hat schon mehrmals über Referate dieses Mannes auf diesem Kanal berichtet. Sein anregendes Referat zur Zukunft des Konsums oder zur Zukunft generell war spannend, nur teilt der Geschäftsmann 2.0 nicht alle Statements von Bosshard: “Der Mensch wird immer wie weniger wichtig” – Nicht einverstanden. “Um die Zukunft zu verstehen muss man zurückschauen undoder Historiker sein” – Nicht einverstanden. Es gab aber wieder Statements, welche zum Nachdenken anregten: Die zukünftige Weltbevölkerung von 9 Mia Menschen kann man mit den heutigen Mitteln nicht ernähren. In den nächsten Jahren erwarten wir eine Verzwanzigfachung ( x 20) der Datenströme. Unsere Abhängigkeit von der Technologie wird noch zunehmen. Alles wird programmiert werden, überall werden Algorhythmen und Programme und angewendet werden – Sprich die Maschinen werden das Denken für uns übernehmen! Weiter sprach er über die Beschleunigung der Welt, Bosshard zitierte hier George Clooney: ” The slower you move, the faster you die” ist die Herausforderung für den (Enscheidungs-) Verstand. Und gegen Ende postulierte er (wieder) seine Zweifel, dass wir hier in Europa / in der Schweiz unseren Status wohl nicht werden halten können… (Auch hier meint der Geschäftsmann 2.0: Bedingt einverstanden! 😉 )

Der soziale Wandel verstärkt sich. Folie aus Referat T. Roos der SGO-Herbsttagung

In der zweiten Keynote hielt Georges T. Roos ein Referat zu “Zukunft verstehen” . Dieser Mann ist neben Matthias Horx ein weiterer Zukunftsforscher, über welchen der Geschäftsmann 2.0 dieses Jahr auf diesem Kanal berichtet (Artikel hier). Unser heutiger Blick in die Zukunft kann nicht mehr so wie früher auf den Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen, so wie es z.B während der industriellen Revolution möglich war. Deswegen basieren unsere heutigen aktuellen Zukunftsüberlegungen auf einer “Grundangst” oder “Grundunsicherheit“. Anschliessend tauchte Roos in die Risk-Management Thematik ein und dabei zeigte er unsere menschlichen Schwächen ein, Risiken zu beurteilen und abzuschätzen. Der Geschäftsmann 2.0 verzichtet hier auf die detaillierte Beschreibung der diversesten Fehlüberlegungen, welche wir bei der Risikoabschätzung machen können, er nimmt einfach mit, “dass es immer anders kommt, wenn es dann mal kommt…” (Ja, der Gmann 2.0 findet Riskmanagement überbewertet). Auch er geht auf die technische Beschleunigung ein, auch er spricht von Globalisierung und Flexibilisierung ein und auch er postuliert wie der Geschäftsmann 2.0 auch den Effekt dass sich der soziale Wandel beschleunigt! Roos geht dann auf die Beschleunigung des Lebenstempos ein., auch wieder ein Thema, welches der Geschäftsmann 2.0 als überbewertet ansieht. Er referenziert am Schluss auch den Hans Rosling, über welchen den Gmann 2.0 in der Vergangenheit auch schon auf diesem Kanal berichtet hat, er hat ja den Gapminder auch bei sich auf dem Notebook installiert. Zusammenfassend hat Roos für einen “Zukunftsforscher” hat ziemlich viel Vergangenheit gezeigt und ziemlich wenig Zukunft….

Fazit: Beide Referate waren zwar anregend, aber eher problem- und nicht lösungsfokussiert! Anstelle von Lösungen wird von den Herausforderungen, von den Problemen von Heute oder gar von zukünftigen Problemen gesprochen (welche wir heute gar nicht wissen, ob diese dann effektiv eintreten werden). Die Meinung des Geschäftsmannes 2.0 ist, dass beide Referate mit Vorsicht zu geniessen waren! Wieso? Weil die Referate einen gefährlichen Mindset bei den Teilnehmern der Tagung favorisieren, er sagts auf English: Instead thinking about how to win we start to think about how not to loose! So lieber Leser: Do you prefer to play to win or do you play for not to loose? (Entschuldigen Sie das schlechte Englisch…)

Soviel zu den Keynotes, die Forumsbeiträge hat der Gmann mal nicht zusammengefasst, bis auf den Eigenen, der folgt nächstens.

$o Long, Euer Geschäftsmann 2.0

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