Der persönliche Tiefschlag zu Weihnachten: Wikipedia-Resistenz

Nachdem der Geschäftsmann 2.0 im letzten Post seinen Aufsteller (Sein Geschenk “Mind the Future – Kompendium für Gegenwartstrends“) zum Besten geben konnte folgt in diesem Artikel die Enttäuschung des Weihnachtsfestes. Es geht um die

Wikipedia-Resistenz der 1.x Generation(en).

Am Weihnachtstisch waren – wie es sich gehört – mehrere Generationen zugegen. Das Tafelgespräch entwickelte sich hin zum Thema “Tafelsilber” und mehrere Tischnachbarn verschiedener Generationen behaupteten, dass das verwendete “versilberte” Besteck langsam abschiesse (so ein Seich bei 800er Silber!). Der Geschäftsmann versuchte hier mit Hilfe von Wikipedia Klarheit zu schaffen. Erfolglos. Und war erschreckt über die Nichtbereitschaft der Tischnachbarn, die Meinung zu ändern. Masslos erschreckt. Wikipedia ist eben noch nicht überall angekommen. Auch in der Familie des Geschäftsmannes 2.0 nicht…..

L Gm20

 

PS: Versilberte Ware hat meistens die Zahlen 80-160, Silberware die Zahlen 800-1000. Siehe Silberstempel

2 Replies to “Der persönliche Tiefschlag zu Weihnachten: Wikipedia-Resistenz”

  1. ach palo,

    ich fühle mit dir. wobei ich jetzt die sache mit dem tafelsilber nicht so schlimm finde, die haltung dahinter allerdings kann einen fertig machen. ich hatte letztes jahr auch weihnachten eine ähnliche situation. es ging darum, ob wir auf der welt dinge voran bringen können oder nicht und mein “optimismus” (der auf jahrelanger erfahrung als therapeutin, coach und engagierter person als auch auf wissenschaftlich fundierten theorien beruht und nicht naiver idealismus ist) wurde von mehr oder weniger versammelter “mann”schaft nicht nur in frage gestellt, sondern es wurden sogar dinge behauptet, die einfach schlicht nicht, noch nie oder nicht mehr dem heutigen wissen entsprachen. auf mein mobiltelefonzücken und googlen oder wikipedia-nachschlagen wollen wurde dann ähnlich reagiert, wie du es beschreibst. ixh war danach auch ziemlich erschreckt und frustriert.

    1. Danke für das geteilte Leid! Es ist eben eine Generationskluft, die da vorliegt. Ich will es im Besten Denglisch sagen: Diverse Studien halten fest, dass heutige “Social Customers“
      -Connected (Dein Mobiltelefonzücken)
      -Empowered (Dein Wiki’len)
      -Ungeduldig (Dein sofortiges Handeln) und
      -Misstrauisch (Dein grundsätzliches Infragestellen) sind.
      So wie wir eben – Du und ich. Und „Social Customers“ sind „Social Citizens“, sprich Bürger 2.0. Meine Tischnachbarn am besagten Abend waren in keinster Weise 2.0 und deswegen dürfen wir Ihnen keine Vorwürfe machen. Die wurden eben auf eine komplett andere Art und Weise konditioniert als wir. Die lebten in starken Hierarchiesystemen, mit dem Leitmedium TV – welches ja das echte Opium fürs Volk war und immer noch ist.

      Das Problem ist, dass diese Generationen-Kluft bei bereits bei Leuten erkennbar ist, welche in meinem Alter sind! Das macht es nicht einfacher für uns 😉 So Long und guten Rutsch.

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