Die jungen türkischen Unzufriedenen und das Web 2.0 sind mehr als die Summe Ihrer Teile – United Communities

occupgygezi

 

In der Türkei gibt es viele Unzufriedene. Der Geschäftsmann 2.0 konnte Anfangs dieses Monats einige Tage mit jungen Führungskräften verbringen: “Wir wehren uns gegen die zunehmenden Restriktionen in unserem Leben, Palo“, sagte mir ein junger Unternehmensleiter, welcher durchaus einiges zu verlieren hat, wenn er sich gegen die -demokratisch gewählte – Führungspartei Erdogans stellt. Trotzdem leistet auch dieser junge Mann passiven Widerstand gegen die aktive Diskrimination. Diskriminiert werden Schwule, Armenier, Atheisten, Mitglieder der islamischen – aber liberalen Alevi-Minderheit und die Säkularisten fühlen sich gegängelt durch die Einschränkung des Alkoholkonsums. Bei den Liberalen ist die Rage über die erschreckende Menge der Journalisten hinter Gittern gross und die Kurden wurden ebenfalls aufgrund der vagen Antiterror Gesetze zuhauf eingesperrt. 

Komplett verschiedene Gruppierungen mit verschiedenen Anliegen, verschiedenen Religionen und sogar mit verschiedenen Muttersprachen – aber alle unzufrieden – tun sich zusammen, einfach so, über Facebook, Tumblr, und Flickr. Es sind eben alles türkische Millenials.

Jede Gruppe für sich alleine stellt noch keine Revolution auf die Beine, aber zusammen ist das durchaus möglich. Was früher undenkbar schien gehört zur neuen Realität der Millenials – “Social communities are the armies of the 21st Century” – Und in der Türkei haben wir aktuell ‘United Communities!’

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