Xing als Abzocker in der Schweiz und die Folgen davon – 83% Aufpreis führt zu Kündigungen

Der bekannte Unternehmer und Video-Blogger Philipp Sauber hat seine Kündigung der Premium Mitgliedschaft auf Facebook publiziert. Innert eines Tages haben es Ihm über 15 Facebook-Friends gleich getan. 

Kündigung Premium-Mitgliedschaft auf Xing
Kündigung Premium-Mitgliedschaft auf Xing

Philipp, ein alter Kollege des Geschäftsmannes 2.0 hat sich zu Recht über die 83% Zuschlag für eine Xing Premium Mitgliedschaft aufgeregt. Als konsequente Führungskraft hat er nun seine Mitgliedschaft gekündigt. Innert 24 Stunden haben sich Ihm mindestens 15 Personen – viele unter Ihnen Führungskräfte – angeschlossen. So schnell geht das. Die Zahl mag klein erscheinen, trotzdem sind die Bedingungen für eine virale Verbreitung gegeben und auch für eine virale Kündigungswelle in der Schweiz.

Xing – Früher Open BC war einer der Vorreiter in Sachen Social Media und der Geschäftsmann 2.0 hatte grosse Sympathien für das Deutsche Unternehmen. Leider hinkt die Firma der Entwicklung seit einigen Jahren nach und LinkedIn – leider wieder einmal eine amerikanische Firma – hat Xing den Rang abgelaufen, obschon LinkedIn einige Jahre jünger und ein eigentlicher Xing-Klon ist.

Die Drohgebärden von Xing auf die Kündigung von Philipp ist offensichtlich eine “Reaktion 1.0” und giesst lediglich Öl ins Feuer. Moderne Unternehmen (2.0) sollten keine solchen Kündigungsfristen haben, Web-Plattformen schon gar nicht. Es zeigt, ein Web 2.0 Plattformbetreiber muss nicht zwingendermassen eine Firma 2.0 sein!

Übrigens: Hier kann man seine Premium-Mitgliedschaft auf Xing kündigen. Sie müssen aus der Liste “Ich habe eine Frage (?) zu meiner Mitgliedschaft” auswählen.

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS: Es folgt ein Auszug aus dem Facebook Thread zur Kündigung von Philipp Sauber, es kommen bereits Tipps, wie man sich gegen alllfällige Schritte von Xing wappnen kann:

….gekündigt – samesame 

14 hours ago · 


Thomas Bruehwiler Das mit der neuen Karte hatte ich auch mal. Du wirst bald Post von einem Inkassounternehmen erhalten. Die sind da ziemlich unnachgiebig.



Agrippino Rovetto Wer eine Firma so führt ruiniert sie bald. Wenn ich daran Denke, wie viel Negativwerbung sie mit dieser Art machen…
13 hours ago · Like · 1


Marcel Napierala Gekündigt
13 hours ago · Like · 1



Daniela Corboz Aber im Mail zur Preiserhöhung stand doch, das man 3 Wochen lang zum nächsten Termin Kündigen kann…..seltsam dass dies jetzt doch nicht geht…
13 hours ago · Like

Dieter Pounds Zwar Deutschland. . Dennoch gekündigt. .. dann kamen freche Mails… nie mehr was gehört. Allerdings im normalen Account steht ein Hinweis.
13 hours ago · Like · 1

H

einz Rutishauser Gekündigt!
12 hours ago · Like · 1



Carlo A. Nessi Philipp Sauber Falls Du trotzdem schon jetzt kündigen möchtest, könntest Du Dich auf das neue UWG beziehen, weil die AGB’s von Xing mit einem Rollover-Vertrag den Konsumenten massiv benachteiligt. Siehe …See MoreAllgemeine Geschäftsbedingungen AGB « Stiftung für Konsumentenschutz
www.konsumentenschutz.ch Das Kleingedruckte (die sogenannten Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB) sind h…See More
7 hours ago · Like · 1



Philipp Sauber ich warte mal ab und schau ob die auf mich zu kommen. danke aber für den hinweis, sollt’s ärger geben, wird das sicherlich helfen.
7 hours ago · Like











Marc Stutz Gestern gekünigt!
7 hours ago · Like · 1






8 Replies to “Xing als Abzocker in der Schweiz und die Folgen davon – 83% Aufpreis führt zu Kündigungen”

  1. Danke für den Artikel. Ja, gerade die meist vernetzten Leute kündigen ihre Premium-Mitgliedschaft. Wie viele es sind, ist schwer zu sagen, aber allein bei mir im Bekanntenkreis sind es über 30. Das tut natürlich XING nicht weh bei einer Erhöhung um 80%.

    Aber der Wert des Netzwerkes sinkt, wenn sich die Mitglieder verschaukelt fühlen. Und XING hat bewusst eine sehr intransparente Kommunikation gewählt. Es steht da nichts von Erhöhung, sondern dass “auf vielfachen Kundenwunsch..” die Rechnung von EUR auf CHF umgestellt würde. Dann ganz hinten in der Mail spricht man von einer Anpassung. Das diese Anpassung über 80% beträgt schreiben sie nicht.

    Und was wir gar nicht mögen, ist wenn nur Schweizer die Erhöhung zahlen sollen. Dafür haben wir in der Schweiz ein schönes Wort “Abzocke”. Die genannten Gründe von XING für die Erhöhung sind fadenscheinig und verärgern noch mehr.

    1. Patrick,
      vielen Dank ich bin voll der gleichen Meinung wie Du und ja, so ein Verhalten verärgert umso mehr.

      Für mich ist es weiter ein schönes Beispiel, wie man Firma und Produkt – inbesondere wenn es ein soziales Netzwerk ist – nicht trennen kann: Das Produkt gedeiht, die Firma wächst zum Startupalter hinaus, man geht an die Börse, die Einkünfte fliessen und man beginnt die Firma “zu organisieren”. Dabei geht die innovative Kultur flöten (muss nicht) und “Prä-Digitale Muster” fliessen in das (ehemals digitale) Unternehmen ein. Diese Muster aus dem prä-digitalen Zeitalter sind auf jedenfall nicht sozial und ziehmen sich nicht für ein soziales Netzwerk. Wenn Xing diese Kultur nicht ändert, dann ist Xing in naher Zukunft am Ende, nicht nur wegen der Amazonifikation des Marktes, So Long, Palo

  2. merci für den Link, Palo. Hatte das eh auf meiner todo-Liste und jetzt ist’s erledigt. Schade, aber da können andere die Rolle der Milchkuh übernehmen.
    Keep on rolling, Gere (fertig Premium ;-))

    1. Gere, gern geschehen für den Link. Aber auch hier: Das ist geradezu schikanös, wie die Abmeldung im System versteckt ist.
      Liebe Grüsse Palo

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