Uns werden die Ressourcen nie ausgehen und die Zukunft der Schweiz wird viel besser werden, als die Meisten meinen! Lars Tvede’s kreative Gesellschaft

Im Deutschen wird Kreativität meistens mit Kunst oder mit persönlicher Entfaltung verknüpft. Der packende Vortrag von Lars Tvede zeigte auf, das Kreativität im Kontext von Gesellschaft, Wirtschaft, Technologie und Innovation zu den wichtigsten menschlichen Eigenschaften gehört und dass der einsetzende Netzwerkeffekt unter kreativen Aktoren zu sämtlichen Umwälzungen der Vergangenheit geführt hat und in der Zukunft noch zu viel mehr Disruption führen wird. Gut für die Schweiz, denn die ist kreativ mitten drin!

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Am 12.11.2015 konnte der Geschäftsmann 2.0 im Impact Hub Zürich einer exklusiven Runde von Unternehmern beiwohnen, die zu einem höchst interessanten Vortrag von Lars Tvede eingeladen hatten. Tvede ist ein grosser Denker und Zukunftsforscher, welcher zu ähnlichen Schlüssen kommt, wie andere Speaker (“Wir stehen erst am Anfang eines unglaublichen Aufschwungs”), welche der Geschäftsmann in den letzten Jahren gesehen hat. Zwei Sachen machten jedoch seinen Speach speziell: Er hat die Schweiz im Blick. Und er fokussiert auf die menschliche Kreativität als strategischen Wettbewerbsvorteil. Kreativität stellt für Ihn die Währung der Zukunft dar und die Schweiz stehe als Kreativitätsweltmeister vor einer brillianten Zukunft.

Geschäftsmodelle der Zukunft

Die Zukunft der Arbeit werde auf zwei “Geschäftsmodellen” aufbauen, so Tvede. Entweder werden die Arbeitskräfte Kreativität vermitteln und somit die superexponentielle Innovation treiben oder sie werden die ‘emotionale’ – sprich menschliche – Jobs inne haben. Der Rest der Arbeit wird automatisch, ggf durch Roboter erfolgen. Nationalitäten, welche nicht in der Lage sind innovativ (kreativ) zu sein und in welchen schwach emotionale Gesellschaften vorherrschen, werden in der Zukunft ein massives Problem haben, so wie z.B. der Mittlere Osten.

Lars Tvede’s Sicht auf drei grosse Disruptionen

Während der Diskussion wurden die Disruptionen, welche ‘gleich um die Ecke lauern’, angesprochen. Tvede sieht hier konkret drei grosse Umwälzungen

  1. Im Pharmabereich die biologische Medizin, also lebende Medikamente, ‘engineered’ aus Körperstoffen oder aus körperähnlichen Stoffen (Individuelle Wirkstoffe und die Genetik lassen grüssen)
  2. AI – Artificial Intelligence. Die künstliche Intelligenz wird riesig werden. Sofortanalysen von allem werden in Zukunft dem Individuum zur Verfügung stehen (Sofortanalysen: Siehe hierzu auch einen der letzten Blogposts)  und
  3. Drittens die Nukleare Evolution (Kernfusion) wird – sofern es der Gesellschaft gelingt, diese technologische Revolution herbeizuführen – die fossilen Brennstoffe überflüssig machen, wie auch die  erneuerbaren Energien.

Er schloss damit, dass sich die Menschheit von der Knappheit zum Überfluss entwickelt, dass alles was möglich und erstrebenswert sei, auch entwickelt werden wird und dass sich der wissenschaftliche Fortschritt exponential entwickeln wird. Uns werden die Ressourcen nie ausgehen, war seine Konklusion. Er warnte aber auch, dass der menschliche und natürlich angeborene Zentralisierungszwang uns an dieser rosigen Zukunft hinder könnte. Denn auch wenn Zentralisierung Skaleneffekte erlaube, so töte sie die so dringend benötigte Kreativität.

Glänzende Zukunft der Schweiz

Wieso gemäss Tvede die Schweiz eine glänzende Zukunft vor sich hat kann man diesem Beitrag hier entnehmen. Es ist Fakt, dass die Schweiz alle Grundlagen für eine zukünftige, noch grössere Blüte mitbringt. Sie ist nämlich gespickt den dafür nötigen Zutaten: Mit kleinen Einheiten (und wenig Staat), Change Agents und sie ist voll von effektiven Netzwerken (Kein Land ist vernetzter als die Schweiz). Weiter verfügen wir hier über einen ausgeprägte gemeinsame “Erinnerungs/Erfahrungsspeicher” (Shared memory systems) und über viel Wettbewerb.

Das Buch  “The Creative Society – How the Future can be Won”  ist absolut lesenswert und sehr unterhaltend!

Taschenbuch:

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