Achtung: Die falsche Zeitungslektüre ist verblödend und kann Ihre Intelligenz vermindern! – Beispiel Süddeutsche Zeitung

Zeitungen werden von den Journalisten und deren Reaktoren geprägt. Viele Medienschaffende scheinen ein veraltetes Weltbild und eine erstaunliche Angst gegenüber Neuem zu haben und zeichnen immer noch ein Bild des ausgebeuteten Arbeitnehmers und des nicht zur Innovation fähigen KMU. Ein erschreckendes Fazit der Lektüre der Ausgabe des 23.12.2015 der Süddeutschen Zeitung.

Deutscher Kartellentscheid gegen Booking.com auf der Titelseite der Süddeutschen vom 23.12.2015 - Die Bestpreisklausel ist unlauter
Digitale Giganten auf der Titelseite der Süddeutschen vom 23.12.2015: Bezos von Amazon und der Kartellentscheid gegen Booking.com

Zeitungen sind eigentlich etwas Schönes. Zumindest wenn man die Musse dafür hat und genug Platz, um die grossen Formate richtig auseinandergefaltet lesen zu können. Der Geschäftsmann 2.0 gönnt sich über Weihnachten / Neujahr 2015 zwei Wochen (fast) ohne Smartphone und Computer. Dafür widmet er sich der klassischen Lektüre, kulinarischen Leckerbissen und beizeiten auch dem Sport. Zu diesem Zweck hat er Lesematerial eingekauft, seine Buchempfehlungen konnten bereits im letzten Post nachgelesen werden. Er hat sich auch ausnahmsweise eine Zeitung gekauft, für stolze fünf Franken (!) die Süddeutsche Zeitung. Majestätisches Format und die interessanten Headlines waren der Grund für den Kauf, ist doch Jeff Bezos von Amazon einer der interessantesten Unternehmer der heutigen Zeit und der deutsche Kartellentscheid gegen Booking.com zur Bestpreisklausel ist ebenfalls interessant (Mehr dazu in der Leseprobe der Zeitung).

Eschreckend reaktionäres Gedankengut – Der Bezos Artikel und zum Kartellentscheid zu booking.com waren in der Tat interessant. Dafür war der Rest umso erschreckender. Da wird mit kurzfristiger und offensichtlich durch eine stark links angehauchte Brille gegen den Plattformkapitalismus (böse US-Firma booking.com, arme DE-Reisefirma HRS) gewettert. Man zeigt sich besorgt um die armen deutschen KMU-Automobilzulieferer und deren Angestellte, welche zukünftig nicht mehr das richtige liefern können (Welcher Elektromotor braucht noch Einspritzpumpen) und schürt in alter Boulevardmanier Ängste gegen syrische Immigranten (IS-Terroristen?) oder chinesische Banken (Wird mit chinesischem Geld Deutschland gekauft?).

Deutsche Zeitungen sind nicht nur anders, sie sind besorgniserregend – Der Geschäftsmann 2.0 muss feststellen, dass Deutsche Zeitungen anders sind. Er hofft weiter, dass die Leute, welche diese Zeitungen lesen, sich nicht allzu von diesen beeinflussen lassen! Der Geschäftsmann 2.0 meint, dass die Lektüre dieser Zeitungsausgabe den Leser nicht bildet, sondern eher das Gegenteil.

Nachtrag 5.1.2016: Den Artikel zu Jeff Bezos gibt es hier: Captain Future – http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/44019/

 

Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ich verabschiede mich in diesem Jahr von Euch, liebe Leser! Ich werde den Jahreswechsel offline feiern und freue mich darauf! So Long, Euer Palo Stacho.

 

 

 

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