Digitalisierung für KMU

Eine kurze Anleitung zur Digitalisierung für KMU: Wir zeigen kurz wo man anfängt und wie man’s macht. Viele kleine und mittelständische Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und wollen den Sprung in die digitalisierte Zukunft wagen. Viele Firmen wissen aber nicht, wo man mit der eigenen Digitalisierung anfangen soll und wie der Wandel vonstatten geht. Das ist die Erfahrung des Geschäftsmannes 2.0 aus seinen Digitalisierungsprojekten der letzten Jahre.
 
Kleinere und mittlere Unternehmen leisten sich weniger Berater, sind skeptischer und kostenbewusst – Digitalisierung für KMU fängt nicht mit einem Beratungsmandat an. Ressourcen sind ein limitierender Faktor und das ist meistens gut so. Dazu kommt, dass die Digitalisierung für KMU auch die Gefahr in sich birgt, dass das aktuell erfolgreiche Geschäftsmodell torpediert wird. Kein Unternehmer wird seine eigene und gut laufende Firma mit einem Schlag zu ‘digitalisisieren’! Das wäre töricht und auch nicht zielführend. Warum? Weil der Faktor Zeit und eigene Erfahrung massgebliche Komponenten sind, um sich erfolgreich zu einem digitalen KMU Unternehmen zu wandeln. Erfahrungen und gegebenenfalls auch Fehler brauchen Zeit und ein schrittweises Vorgehen macht es einfacher.  Wichtig ist, dass man einen (anpassbaren) Plan hat, eine Roadmap.
 

Der Nutzen der Digitallisierung für KMU

Kurz noch ein Wort zum Nutzen. Was bringt einem KMU die Digitalisierung? Das kann man verhältnismässig einfach zusammenfassen:
 
  • Man behält seine Kunden und seine Mitarbeiter. «Ich muss mich komplett ändern, sonst habe ich in 10 Jahren keine Kunden und auch keine Mitarbeiter mehr!» Diese lange zurück liegende Erkenntnis hat den Geschäftsmann 2.0 dazu bewogen, sein früheres Business aufzugeben. Die Geschäftswelt verändert sich und nicht nur wegen den Millenials. Der Detailhandel / Retail scheint zu sterben, aber nicht nur wegen den Millenials und den Webshops.
  • Man kann Kosten drastisch sparen. In den letzten 15 Jahren hat die Technologie unglaubliche Fortschritte gemacht. Eine Infrastruktur aus dem Jahre 2005 ist heute sträflich ineffizient, von den darauf fussenden Prozessen gar nicht zu reden.  
  • Man kann Erträge steigern oder nachhaltig sichern. Erträge steigern kann man durch mehr Kunden oder durch mehr kaufende Kunden. Das ist jedem Untermehensführer klar. Dass eine höhere Reichweite und Mehrumsatz auch die digitalen Kanäle betrifft ist heute wohl unbestritten. Dass der Umsatz nicht mehr nur in der Region gemacht wird, sondern neu gegebenenfalls sogar global stattfinden sollte, auch das wird immer wie mehr akzeptiert.
 

Digitalisierung für KMU: Wo fängt man an?

 Wo anfangen mit der Digitalisierung? Wir haben bereits einleitend erwähnt, dass man etappenweise Vorgehen soll. Unsere Erfahrungen zeigen drei Startbereiche, bei welchen man beginnen kann:
  • Auf der Stufe des Geschäftsmodells
  • Bei der Customer  Experience / Kundenfront
  • Bei den internen Abläufen (Operations) 
Start beim Geschäftsmodell: Welchen Bereich man zuerst wählt, ist abhängig von den Kompetenzen des Unternehmers oder der Geschäftsleitung. Es macht Sinn, dort mit der Wo anfangen mit der Digitalisierungdigitalen Innovation anzufangen wo man sich am ‘sichersten’ fühlt. 
Diejenigen welche auf Stufe Geschäftsmodell als Startpunkt wählen, die gehen eher einen Top-Down Ansatz. Man betrachtet das Business aus einer strategischen Optik und prüft, in welchen Geschäftsbereichen die Digitalisierung voran getrieben werden soll.  Für so etwas ist eine IST-Auslegeordnung des aktuellen Geschäftsmodells sehr sinnvoll. Für die Erstellung von so einer Auslegeordnung eignet sich  am Besten die Business Model Canvas, hat unsere Erfahrung gezeigt.
 
Start bei der Kundenerfahrung: Ohne Kunden gibt’s die Firma nicht.  Mit digitalen Ansätzen kann der Kundennutzen nachhaltig gesteigert werden, die Kundenansprache auch im Web erreicht und optimiert werden.  Unternehmen erstellen mit Hilfe des Value Proposition Designs ein entsprechendes Konzept, bevor konkrete Digitalisierungsmassnahmen in Angriff genommen werden. Oder man kann auch hemdsärmelig vorgegangen werden:  Man baut sich einen Webshop!  Damit passiert Digitalisierung dann rasch. Das hat eines unserer letzten Projekte eindrücklich gezeigt. Aber Achtung: Nicht jede Firma braucht einen Webshop. Und gleichzeitig braucht der Aufbau des Webshops das kompetente Personal. Stellen Sie dafür am besten einen ‘Mitzwanziger’ an  und schulen sie die bestehenden Mitarbeiter on-the-job 😉 
 
Start bei den betrieblichen Abläufen: Heute gegründete Firmen  haben Abläufe, Werkzeuge und Hilfsmittel, die 10x schneller sind und 100x weniger* Kosten als vor 5 Jahren! Effizienzgewinne und Kosteneinsparungen von ungeahntem Ausmass sind möglich.  Der Einsatz neuer ‘Tools’ und von digitalisierten Prozessen benötigt eine ‘überarbeitete Kommunikationskultur’. Operations und ‘Execution’ hat häufig viel mit Kommunikation zu tun.  Es reicht nicht, dass man den alten Exchange-Mailserver durch z.B. Office365 oder Google-Apps ersetzt, auch wenn das ein sehr guter Anfang ist (Weg mit den alten, innovationshemmenden und teuren ‘IT-Altlasten’).  Die gleichzeitige Einführung eines ‘Kommunikationsleitfadens für das digitale Zeitalter’, gibt einen positiven Boost. Zurück zu den betrieblichen Abläufen:  Definieren Sie ienen Geschäftsprozess, den Sie erneuern wollen (Rechnungstellung, Einkauf, Personalwesen, Produktionsteile, etc) und beginnen Sie, Erfahrungen zu sammeln.
 
Natürlich sind Mischformen möglich.
 

Digitalisierung für KMU: Wie macht man es?

 
Wir erklären die Digitalisierungstreiber, welche man im Unternehmen einführen und anwenden kann.  Etablieren Sie einige dieser ‘digitalen Kompetenzen bei sich im Geschäft! So digitalisieren Sie sich selbst und verpassen Ihrer Unternehmung einen digitalen Core!
 
D
 
 
  
  1. Selbstständigkeit ermöglichen: Aktive und selbstständige Mitarbeiter: Millenials versuchen gerne, machen gerne was alleine, fragen vielleicht nicht, obschon man es erwarten würde. Das gilt für Kunden und
  2. Nach Lean vorgehen! Agieren nach dem Lean-Startup Modell. Bei der Produkte-, Angebots- oder Dienstleistungsentwicklung mit einem MVP (Minimum Viable Product) beginnen. mit kleinen und kurzen Iterationen die Projekte treiben und die Verbesserung (oder Verschlechterung) messen und analysieren. Das Lean Startup Buch ist nicht nur für Startups! Unbedingt lesen oder die Methodologie hier kennenlernen. 
  3. Freelancer anstellen: Personal bei Bedarf. Das ist nichts schlechtes! Sei es Upwork, Designcrowd oder Fiverr. Klare Tasks können dort ganz einfach ausgeschrieben werden.  Wenn Sie noch keinen PayPal Account haben, dann erstellen Sie sich zu allererst ein Konto. Wollen Sie mehr zu diesem Thema wissen, dann lesen Sie diesen Beitrag von uns.  
  4. Die Community zu nutzen beginnen: Mit Hilfe von Communities oder der Crowd kann man den Geschäftsgang hebeln, das ist erwiesen. Das ist auch nicht teuer! Ganz wichtig ist, dass das KMU begreift, dass es die Community und die Crowd bereits heute gibt. Und sie gehört ‘einem’ nicht.
  5. Engagement erzeugen: Es gibt Methoden und Techniken, mit welchen man die Mitarbeiter, das Firmenumfeld und die ‘zugewandten Köpfe’ aktivieren kann und so die Geschäftsaktivitäten ‘multiplizieren’. Gamification, Ranking, Peer-Review sind nur drei Schlagwörter hier.
  6. Die Sharing Economie nutzen: Infrastruktur bei Bedarf ist das Stichwort und nicht nur beim benötigten Rechenpower
  7. Analytics’ verwenden:  Viele Experten reden heute von der ‘Data Driven Company’ Fangen Sie an, irgendeinen Geschäftsbereich zu messen, zu analysieren und zu visualisieren. In Ihrem nächsten Evolutionschritt werden später Bauchentscheide durch datenbasierte Erkenntnisse und Entscheide ersetzt
  8. Der Firma einen digitalen Kern verpassen: Einfach gesagt, aber häufig nicht so einfach. Eine digitale oder digitalisierte Firma entwickelt und benötigt gemäss unserer Erfahrung immer einen digitalen Kern. Dieser Kern manifestiert sich einerseits auf der kulturelle Seite. Salopp kann man sagen, dass sich die Unternehmenskultur auf das digitale Zeitalter adaptiert hat und das Unternehmen auch ein ‘Transformatives Leitbild’ vorzeigen kann. Und andererseits verfügt ein digitalisiertes Unternehmen immer irgendwo über ein ‘transformatives IT-Kernsystem’. Das ist quasi der digitale Warp-Antrieb des digitalen Geschäftsmodells.
  9. Altlasten loswerden: In den Firmen gibt es IMMER Innovationshemmer! Schauen Sie dorthin wo es wehtut: Identifizieren und trennen Sie sich von den Prozessen, Systemen oder anderen Ressourcen, die keine Zukunft mehr haben! Ich (Der Geschäftsmann 2.0) kann Sie auch besuchen kommen, ich finde die Altlasten häufig rasch. 

 

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