Tanz Dich Frei TDF2013 – Die Jungen sind kritik- und Dialogfähig, reicht das?

Dialog ohne Staat: Verschiedenste Meinungen zum dumm abgelaufenen Tanz Dich Frei Anlass 2013 auf Facebook
Dialog ohne Staat: Verschiedenste Meinungen zum dumm abgelaufenen Tanz Dich Frei Anlass 2013 auf Facebook

„Du, was hältst Du vom letzten Samstag?“ Der Geschäftsmann 2.0 wurde in den letzten Tagen beinahe ein Dutzend mal auf die Vorkommnisse der diesjährigen (2013) Tanz Dich Frei Veranstaltung angesprochen. Klar ist: Der Schuss ging heuer in Bern eindeutig nach hinten raus. Eigentich gibt es nur Verlierer, die Organisatoren, die Teilnehmer und auch die Toleranz des Staates wurden eindeutig von einer radikalen Minderheit missbraucht.

Das hat aus Optik des Geschäftsmannes zwei Gründe: Naivität und mangelnde Kommunikation.  1. Glaubt der Geschäftsmann, dass die mehrheitlich jungen Organisatoren der Veranstaltung das Gefahrenpotential zu wenig antizipiert hatten und sich lieber Gedanken rund um Ihre Umzugswagen gemacht haben, als ‚übergreifende Risiken‘ auszuloten. In der heilen Schweiz ist man ja eingelullt in ein gut verborgenes Sicherheitsdispositiv, welches einem gar nicht mehr auffällt. Und 2. Mangelnde Kommunikation. Ja, richtig mangelnde Kommunikation: Die Veranstaltung war ja nicht bewilligt, also gab es offiziell keine (erkennbaren/identifizierbaren) Gesprächspartner, welche sich im Gespräch auf ein allfälliges Debakel, welches leider im konkreten Fall eingetreten ist, hätten vorbereiten können Dieser Fehler ist beiden Seiten anzulasten. Die Behörden hätten besser die Veranstaltung bewilligt* und das Gespräch gesucht und die Organisatoren Ihrerseits hätten auch proaktiv auf die Behörden zugehen sollen. Und hier war die Motivation tief. Aus den Reihen der Veranstalter war zu hören: „Wir wollen einen Anlass ohne eine riesen Organisation, das geht auch ohne“.

Fazit: Auch in Zeiten von Facebook muss man zusammen (direkt) sprechen und die Jungen tun auch in Zeiten des Digitalen Zeitalters daran, beizeiten den Älteren zuzuhören. So wäre man vielleicht bereits vor dem Anlass darauf gestossen, dass der „Schwarze Block“ eine reale Gefahr darstellt.

* Der Geschäftsmann 2.0 weiss nicht, ob bei den Behörden überhaupt jemand einen so Antrag gestellt hat.

2013 kommen die Aktionäre mit eVoting vermehrt an die Macht – Beispiel: GV der Zurich Insurance mit der Sherpany Plattform

Dass sich im Zeitalter des Web 2.0 die Bürger, Käufer und Kunden zu emanzipieren beginnen, hat der Geschäftsmann 2.0 in Dutzenden von Beiträgen auf diesem Kanal be- und umschrieben. Er hat dabei auch erwähnt, dass eine ganz wichtige Wirtschaftsgruppe, nämlich die der Aktionäre und Investoren eine wichtige Rolle bei der Digitalen Revolution und beim Social Business spielen würde (Siehe Aktionäre an die Macht“). Nur war es dem Geschäftsmann 2.0 nicht ganz klar, wie das vonstatten gehen würde.

GV Zurich 2013 - Die Mehrzahl der Teilnehmer stimmte anhand eVoting ab!
GV Zurich 2013 – Die Mehrzahl der Teilnehmer stimmte anhand eVoting ab!

Aber jetzt liegt es auf der Hand. Aktionäre können vorallem oder fast nur an der Generalversammlung Ihre Meinung kundtun. Und bis heute dominierten zwar die Kleinanleger die Redezeit, aber es waren die grossen institutionellen Anleger, welche das Stimmvolumen im Griff hatten. Das könnte jetzt anders werden. Web 2.0- Plattformen erlauben es, dass sich viel grössere Gruppen ohne einen expliziten Führer organisieren können. Der Homo coniunctus lebt ja in digital unterstützten Netzwerkstrukturen, siehe Details hier. Und auch bei den Aktionären hält der Homo coniunctus Einzug. Inzwischen gibt es mehr unter fünfzig jährige Aktionäre, als 50+ Aktionäre, sagt eine Studie der UniZH. Aktionärsgruppierungen können z.B. auf den neuen eVoting-Plattformen für Generalversammlungen entstehen. Diese Plattformen sind für alle Anleger offen. Sie erleichtern u. A. den institutionellen Profianlegern, z.B. Pensionskassen Managern, Ihre Arbeit enorm.

Aber auch Kleinanleger profitieren: “Weisst Du Palo, ich habe jetzt mit dieser neuen Plattform nun alle meine eigenen grossen Direktinvestitionen an einem gemeinsamen Ort im Griff –  Das finde ich Super”  Das hat dem Geschäftsmann gestern ein guter Freund beim gemeinsamen Abendessen gesagt. Die Plattform, von welcher der Freund des Geschäftsmannes 2.0 sprach, ist Sherpany. In kürzester Zeit konnte Sherpany nahmhafte Kunden und Partner für sich gewinnen, so das Firmenblog.

Und die Plattform wird Rege benutzt! Die Zurich Insurance Group hat letzte Woche am 4.4.2013 eVoting zum ersten Mal Ihren Aktionären ermöglicht. Die Beteiligung war beeindruckend: Von den 2232 im Saal anwesenden Aktionären haben 1810 über Sherpany abgestimmt und gegen 37’000 Stimmen vertreten! “Respekt”, meint der Geschäftsmann 2.0. Dass eVoting in der Wirtschaft abgehen würde, das hat er sich schon gedacht, aber gerade so?! Wow!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

 

Disclaimer:  Der Geschäftsmann 2.0 hat seine neue Berufung gerade eben bei dieser Sherpany-Plattform gefunden. Er arbeitet neu für dieses Zürcher Start-Up Unternehmen.

Weniger Organisation im Betrieb wird zur Erfolgskomponente – Chaos ist gut!

Liebe Geschäftsleute und Führungskräfte: Weniger Organisation wird zu einer Erfolgskomponente im Unternehmen. Mehr Freiheit, mehr Realtime-Demokratie, weniger Regulationen, weniger Kontrolle. 

Momentan geht es im Business und in der Politik immer noch in die andere Richtung, nicht? Ja, aber es wird sich ändern. Seit Jahren sagt der Geschäftsmann 2.0, dass es immer eine Pendelbewegung zwischen Zentralisation  und Dezentralisation gibt. Und dieses Pendel schwingt aktuell immer noch in Richtung Zentralisation/Kontrolle. Es fragt sich nur, wie lange noch. Das Pendel wird sich drehen und dies wird vor 2020 passieren, denn die Tsunamiwelle dagegen baut sich ja inzischen spürbar auf.

Unorganisiertheit, man kann dem auch Chaos sagen, wird seinen Schrecken verlieren und man wird viel mehr ad-hoc organisieren, wie im letzten Post beschrieben.

Willkommen in der Welt der 99%, Euer Gmann 2.0

In Zeiten des Social Business wird das Chaos und die Unorganisiertheit normal – Siehe occupy wallstreet, Grillini (M5S) oder TanzDichFrei

Schwierige Zeiten brechen für Organisatoren und Hierarchiefreaks an. Das Chaos feiert ein Revival. Der Begriff “Chaos” wird hier in diesem Beitrag wertefrei verwendet, ohne den negativen Sinn, den er aktuell inne hat.

Im gestrigen Post über Beppe Grillo und sein Five Star Movement hat der Geschäftsmann 2.0 erwähnt, dass diese Partei gemäss vielen Medienmeinungen “unorganisiert” sei. Die Zeit nennt das Programm der Grillini (M5S) ein Nicht-Programm und meint die M5S-Leute müssen noch viel lernen (“Hoffentlich nicht” meint Geschäftsmann 2.0, denn es braucht so frische, unverbrauchte, unvoreingenommene und noch nicht pervertierte Menschen in der Regierung, damit man den “Courant normal” durchbrechen kann).

Ebenfalls wenig organisiert scheinen andere aktuelle Phänomene zu sein. Die Tanz Dich Frei Bewegung zum Beispiel. Das Gleiche gilt für die Occupy Wallstreet Bewegung (Hier gibts eine coole Zusammenfassung) vor zwei Jahren oder für die Revolutionen der jüngsten Vergangenheit in Nordafrika. Dies lässt den Schluss zu, dass man heute viel weniger “organisieren” muss!

Man wird das Chaos in realtime organisieren, wenn  der Moment dazu gekommen ist* – Chunsch druus?

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

*: Oder noch besser: Man wird sich im Chaos zu gegebener Zeit realtime organisieren, wenn der Moment dazu gekommen ist

Italiens “Abzocker Initiative” beziehungsweise Beppe Grillo und die 99% – M5S: Die Fünf-Sterne-Bewegung

M5S, The Five Star Movement, MoVimento 5 Stelle oder die Fünf-Sterne-Bewegung, alles Bezeichnungen (Wiki) für eine Partei, welche einen fulminanten Einstieg in die italienische Politik feiern durfte. Ungeachtet des Trauerspiels um Berlusconi und Konsorten, auch in Italien passiert aus der Optik der digitalen Revolution Aussergewöhnliches.

Grillo Elezioni: Beppe Grillo's Blog
Grillo Elezioni: Beppe Grillo’s Blog

Da ist ein Schwarm, die M5S. Diese “Partei” hat 163 der total 945 Sitze in Senat (24%) und Abgeordnetenkammer (25%) geholt. Ohne Anführer, denn Beppe Grillo will nicht der Anführer sein, sondern nur der Sprecher. Unorganisiert oder zumindest lediglich über das Internet organisiert.

Was hat nun diese M5S-Partei mit der Abzocker-Initiative gemein? Nun, man könnte den Grillo durchaus mit dem Minder gleichsetzen. Noch mehr Gemeinsamkeiten kommen zutage, wenn man die Headlines des kurzen und in der Tiefe stark variierenden Parteiprogrammes der M5S-Bewegung anschaut (Auszug):

  • Einführen einer Obergrenze für Löhne im Top-Management
  • Die Abschaffung von Aktienoptionsprogrammen
  • Beschränkung auf zwei Legislaturperioden für politische Ämter
  • Abschaffung der öffentlichen Finanzierung der politischen Parteien
  • Mehr Stromsparen und vermehrter Einsatz erneuerbarer Energien
  • Mehr Velospuren
  • Qualifikation/ Beurteilung der Uni-Professoren durch Ihre Studenten (Ricardo Semler lässt grüssen!)

Grillo ist übrigens ein echter Politiker 2.0. Er will ein Teil des Schwarms – des Kollektivs sein. Er wird durch das Kollektiv legitimiert und nicht umgekehrt. Er weiss, dass im Zeitalter des Social Business viel weniger Organisation nötig ist. Er bloggt und zwar aus dem Herzen und nicht als Notwendigkeit. Er twittert und benutzt diese machtvolle Plattform als Hauptführungs- und Informationskanal für seine 1 Million Follower.

Der Anfang des Aufbegehrens der italienischen 99%? Vielleicht wollten viele Italiener mit der Wahl der Grillini einfach nur “basta” sagen. Aber vielleicht ist da auch mehr. Vielleicht ist das der Anfang der aufbegehrenden 99% in Italien… …mal schauen, wie sich die Sache entwickeln wird. Die Grillini-Community scheint ja neben ihrem populistischem Opportunismus auch eine starke Portion Realismus zu haben, wollen Sie ja die öffentlichen Ausgaben kürzen.

“Social Communities are the armies of the 21st Century”

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Die Abzocker-Initiative hat nun definitiv den Weg für die Revolution des Social Business in der Schweiz geebnet – Die grosse Transformation läuft jetzt voll, zumindest in der Schweiz

Da der Geschäftsmann 2.0 soviel im Vorfeld über diesen wichtigen “compelling event” für die Gesellschaft und Wirtschaft in der Schweiz geschrieben hat, muss er wohl jetzt nach der Abstimmung auch einige Zeilen dazu schreiben.

Es freut den Geschäftsmann, dass seine Vorhersagen und Analysen zum Thema Abzhocker-Initiative vollumfänglich eingetreten sind und richtig waren. Aber vor allem freut es den Geschäftsmann 2.0, dass seine Sicht auf die Revolution des Social Business durch die Abstimmung gestärkt worden ist: 2013 kommen die Aktionäre an die Macht (Beitrag hier) und auch die die Machtverschiebung, weg von den Bossen hin zu den Bürgern/ Mitarbeitern/ Aktionären/ Kunden wird sich akzentuieren!

Die Schweiz wird ein Front-Runner des Social Business werden. Das liegt einerseits auf der Hand, denn die Schweiz ist multilingual, polykulturell, globalisiert und hochdemokratisch. Andererseits hat das auch Tradition, so war die Schweiz auch bereits das zweite kontinentaleuropäische Land, welches von der industriellen Revolution erfasst wurde.

Social Business verändert die Welt! 

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0 – Palo “Pavel” Stacho

Früher hätte es einen bewaffneten Aufstand gegeben – Heutzutage gibt es eine Abstimmung!

Der Geschäftsmann 2.0 ist sehr froh, in Europa und in einer Demokratie leben zu dürfen. Und zur heutigen Zeit. Zum Abschluss der ganzen Abzocker-Thematik will er kurz nur noch eine Überlegung mit den Lesern seines Blogs teilen:

Früher hätte so etwas wohl in einem bewaffneten Aufstand gemündet. Ein Rädelsführer hätte die Massen scharf gemacht, dann hätte sich die Meute mit Waffen ausgerüstet und wäre losgezogen.” 

Heute wird eine Initiative lanciert und abgestimmt und dann umgesetzt. Fertig. Die Schlachten finden in den Medien statt, egal ob neue Medien oder alte.”

Stimmt oder? Oder liege ich falsch? So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS – Nicht vergessen: Social communities are the armies of the 21st century

Daniel Vasella der Königsmacher – Lang lebe König Thomas Minder!

Der Minder wird der neue Blocher werden. Und er ist mit viel weniger Ressourcen dorthin gekommen, als der Herr Blocher mit seinem jahrzehntelang aufgebauten Parteinetzwerk und seinen Millionen. Thomas Minder ist, so glaubt der Geschäftsmann 2.0 zumindest, immer noch parteilos und “nur” ein “Klein-Unternehmer* “. Wie hat er das geschafft? Sicher mit Beharrlichkeit und Energie. Und komplett mittellos ist der Herr Minder ja auch nicht. Geholfen haben Ihm neben der jahrelangen Ignoranz, welche den nötigen Gegendruck aufbauen liess, sicher auch die neuen Medien, oder?

IMAG0542Und natürlich mit Hilfe von Daniel Vasella. Sein Statement, “er sei seinen Lohn wert” im Sonntagsblick vom 27.1.2013 war wohl – neben der kürzlichen Publikation seines Abgang-Entgelts – das Ereignis, welches den Herrn Minder zur Schweizer Lichtfigur werden liess….

 

 

 

Dieser Vorgang kann durchaus als Kräfteverschiebung von den “Grossen” zu den “Kleinen” interpretiert werden. Und deswegen schreibt der Geschäftsmann 2.0 darüber, denn das sind revolutionäre Veränderungen in unserer Gesellschaft. Zugegebenermassen schreibt aktuell jeder darüber, aber meistens geschieht dies aus der politschen Optik und nicht aus Optik des Veränderungspotentials der digitalen Medien und der nachrückenden Generationen.  Die Schweiz ist auf dem Weg zur 2.0…

…unten noch der genaue Wortlaut zum “ich war meinen Lohn wert”:

IMAG0543a* Der Unternehmer wird die grossen Veränderungen herbeiführen, nicht der Politiker und nicht der Manager. Damit er das aber kann, braucht er die Legitimation, das Vertrauen und die Akzeptanz der Crowd.

Die Minder-Initiative stärkt die Schweiz, der Gegenvorschlag ist für die KMU gefährlich #srfarena , #bilanzstandpunkte

arenaabzockerinitiativeDer Geschäftsmann 2.0 war die letzten Tage bettlägerig und langweilte sich zu Tode. Als es Ihm besser ging, schaltete er den Fernseher ein und prompt landete er zunächst bei der “Bilanz Standpunkte” und dann in der “SRF-Arena” zur Abzocker Initiative (Schaut rein!). Eine Sache fiel Ihm dabei auf: Der Geschäftsmann 2.0 hatte während beiden Sendungen ein schlechtes Gefühl, wenn sich irgendwelche Vollblutpolitiker oder gar Chefbeamte zum Thema Unternehmensführung, Verwaltungsrat etc äusserten. Natürlich dürfen die das! Es war einfach so, dass aus Optik des Gmanns niemand dieser Leute gegen Hrn. Minder eine Chance hatte!

Warum die Schweiz mit der Abzockerinitiative eine riesen Möglichkeit hat, ein “Frontrunner des Social Business” zu werden, erklärte der Geschäftsmann 2.0 hier in diesem Post. Doch tendierte er zu Beginn in Richtung Gegenvorschlag, so ist er jetzt wirklich wirklich total unschlüssig geworden. Warum? Die Initiative fokussiert nur die “Börsenkotierten”, der Gegenvorschlag nimmt alle AG’s in die Pflicht (Vergleich hier). Das haben wir in Bundesbern wieder super hinbekommen! Eigentlich gefällt der Gegenvorschlag, aber bitte nur bei den Börsenkotierten… …Naja, egal, wie am 2. März 2013 abgestimmt wird, der Geschäftsmann 2.0 meint, es wird kein “Nein” geben. Initiative oder Gegenvorschlag werden angenommen, schon nur dem Herrn Vasella wegen (Details im nächsten Beitrag).Dass es in diese Richtung gehen wird, war auch beim Publikum der SRF-Arena zu spüren: Ständerat und Unternehmer Thomas Minder schloss die Sendung mit dem Statement “Man fragt zuerst, bevor man nimmt und das gehört in die Verfassung” und das Publikum applaudierte.

Vorher zu fragen ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Leider ist sowas in den letzten 30 Jahren in Vergessenheit geraten, wie andere Selbstverständlichkeiten auch: Dem Geschäftsmann fällt z.B. da die Anschrift in den Zürcher Trams ein, die Schuhe nicht auf die Stühle zu tun. Dass man heutzutage so etwas explizit niederschreiben muss, ist traurig aber wohl eine Notwendigkeit. Willkommen im Digitalen Zeitalter….

PS: Alle Beiträge zum Thema Minder-Initiative / Abzocker-Initiative / Lex Vasella / 99-Prozent gibt es hier nachzulesen.

Die Minder-Initiative: Kampagnen Reichweite der Webseite genau-hinschauen.ch

abzocker_rausgeschmissenes
offline-2-online schwach

Der Geschäftsmann 2.0 ist kein SEM-Spezialist. SEM heisst Search Engine Marketing und umfasst alle Werbe-Massnahmen zur Gewinnung von Besuchern für eine Webpräsenz über Suchmaschinen. Aber einiges Knowhow hat er schon 😉

Also hat er sich mal die Seite genau-hinschauen.ch vorgenommen und die Reichweite analysiert. Diese Seite (übrigens ohne Disclaimer! fahrlässig so etwas) wird, wahrscheinlich wie die Plakatlawine auch, hauptsächlich von der BDP finanziert. Mal gucken ob sich so etwas rechnet…

…Zu diesem Zweck hat er zwei Sachen analysiert. Einerseits hat er das Interesse am Thema gemessen, indem er mal die mögliche Suchbegriffe zum Thema “Minderinitiative” im Google Keyword Tool eingegeben hat und geschaut hat, wieviele Suchanfragen dafür abgesetzt worden sind. Andererseits hat er auf Alexa das Ranking der Page selber abgefragt. Alexa ist so der bekannteste “Statistiker” im Web, Details dazu hier im Wiki.

Google Keyword Tool

Das Interesse nach dieser Seite zu suchen ist schlicht und einfach schwach. Urteilen Sie selbst:
genau-hinschauen-keyword

Übrigens: Versuchen sie das Tool einfach mal aus, es ist ganz einfach! http://www.googlekeywordtool.com/

Ranking von genau-hinschauen.ch auf Alexa

Alexa kennt die Webseite nicht einmal! Diese Page taucht nicht in den Statistiken auf, siehe den  Printscreen unten. Zum Vergleich hat der Geschäftsmann 2.0 seinen Blog ebenfalls mit Alexa analysiert. Seine Webseite “geschaeftsmann20.com” wird wenigstens geranked.

genau-hinschauen.ch taucht in den Statistiken des WWW nicht einmal auf!
genau-hinschauen.ch taucht in den Statistiken des WWW nicht einmal auf!
Zum Vergleich: geschaeftsmann20.com wird statistisch erfasst, sprich wird angesurft! :-)
Zum Vergleich: geschaeftsmann20.com wird statistisch erfasst, sprich die Seite wird angesurft! 🙂

Fazit: Die Parteien haben noch Verbesserungspotential was “offline-2-online” anbelangt. Die Seite wird fast nicht genutzt. Ob das zum Fenster rausgeschmissenes Geld ist, das kann nur die BDP beurteilen. Die Nutzung wird sicher noch zunehmen. Es geht ja noch 40 Tage bis zum 3. März 2013, dem Tag der Entscheidung.

So, das war der letzte Post zum Thema “Minder-Initiative” oder “Abzocker-Initiative”. Mal schauen wie die Abstimmung verlaufen wird, der Geschäftsmann ist auf jeden Fall sehr gespannt!

So Long Euer Pavel “Palo” Stacho

PS: Kann einer dem Geschäftsmann sagen, wieviel die wohl für die Plakatwerbung ausgegeben haben?

Die Minder-Initiative: Im Web sieht man gut wohin der Trend geht

Man muss nur im Web die Likes anschauen und man weiss, wie am 3. März 2013 abgestimmt wird. Untenstehend zwei Beispiele aus dem Web, Kommentare auf der Basler Zeitung Online und auf Blick Online. Schauen Sie sich die Like / Dislike Verhältnisse mal an!abzocker_initiative_kommentare_baz_27122912

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In diesem Zusammenhang fragt sich der Geschäftsmann: Wozu brauchen wir eigentlich noch Meinungsforscher? Die lagen in der Vergangenheit ja eh falsch, weil Sie Ihre Daten eben NICHT im Netz erhoben hatten…

Im nächsten Post schauen wir mal die Reichweite von so einer Contra-Minder Webseite an…

So Long Euer Pavel “Palo” Stacho

Die Minder-Initiative ist gut, aber Sie ist schlecht! Ein Überblick und eine Meinung

Bevor wir im nächsten Beitrag zum aktuellen Impact der Kampagne im Web kommen, schaut sich der Geschäftsmann mal an, um was alles es bei dieser “Abzocker-Initiative” geht. Die revolutionäre Sprengkraft in Sachen “Pensionskassen und die 99%” hat er ja bereits detailliert im letzten Post beschrieben, jetzt geht es um einen generellen Überblick.

Super Überblick bei der NZZ. So kann man sich eine Meinung bilden! Bravo
Super Überblick bei der NZZ. So kann man sich eine Meinung bilden! Bravo

Ein klasse Überblick ist bei der NZZ zu finden. Anhand eines einseitigen PDF-Files kann sich der interessierte Bürger ausgezeichnet eine eigene Meinung zur Initiative, bzw. zum Gegenvorschlag machen. Dort sieht man, dass es sich bei der Initiative um insgesamt 24 Punkte handelt (der Gegenvorschlag hat noch zwei Punkte mehr). Die Themengebiete, um welche es dabei geht, sind schnell zusammengefasst: “Generalversammlung & Löhne”, “GV wählt VR”, “Keine Depot/Organ-Stimmvetretung mehr”, “restriktivere Statuten gegen Selbstbedienungsmentalität”, “3 Jahre Haft für Widerhandlungen” und die im letzten Post erwähnte “Zur Verantwortungsnahme der Pensionskassen” als grösste Aktionärsvertreter im Land. Anhand der NZZ-Tabelle weiss man relativ schnell, was am 3. März 2012 auf einen zukommt.

011413_1717_2013wirdein2.jpgDas Web lebt! Neben den schon früher erwähnten massiven Plakatiererei tut sich auch im Web sehr viel zur Initiative. Es gibt Plakate, welche lediglich auf eine URL verweisen, so z.B das nebenan, welches auf http://www.genau-hinschauen.ch zeigt. Daneben gibt es auch noch andere Sites des “Nein-Lagers” wie z.B http://www.minder-nein.ch/

Auch die Befürworter haben im Web bereits hochgerüstet. Da gibt es z.B http://www.abzockerinitiativeja.ch/ oder http://www.abzockerei.ch/

Daneben gibt es dann auch noch die “Sachlichen” wie z.B http://www.flexibles-aktienrecht.ch/de/minder-initiative/ . Dieses Portal liefert dann noch Unmengen von Sekundärmaterial dazu, dem Detailverliebten zu diesem Thema ist der Downloadbereich wärmstens zu empfehlen: http://www.flexibles-aktienrecht.ch/de/download/

Die Medien haben sich inzwischen aufs Thema eingeschossen, es vergeht kaum eine Stunde, wo nicht zu diesem Thema berichtet wird. Der Geschäftsmann möchte lediglich zwei Artikel vom Blick und von der BaZ aus der Anfangszeit des medialen Interesses erwähnen. Der Blick-Artikel geht auf die Millionenaufwände ein, welche für den Kampf gegen die Initiative eingestellt wurden und die BaZ schrieb im Dezember 2012, dass sich quasi die SVP gegen die Initiative formiert, doch am 16.1.2012 hat sich zumindest die Zürcher SVP für die Minder Initiative entschieden (so schnell können Kehrtwenden von Parteien passieren…)

faust2Zur Meinung. Was wird denn der Geschäftsmann abstimmen? Das Contra-Lager argumentiert, die Initiative gefährdet Arbeitsplätze, schadet allen Schweizer Firmen, bringt keine rasche Lösung. Diese Argumente sind für den Geschäftsmann nicht haltbar. Er will sowieso die Machtverschiebung zu den 99%, sprich er wird sicher kein “Nein” in die Urne legen. Ob er direkt für die Initiative stimmen wird oder sich für den Gegenvorschlag entscheidet, das weiss er noch nicht, der Trend geht eher in Richtung Gegenvorschlag.

Warum ist die Initiative gut aber schlecht? Gut findet der Geschäftsmann die Entwicklung, welche damit erst richtig angestossen wird. Die Transformation der Schweiz hin zum Social Business bekommt einen Accelerator und stärkt so unser Land im globalen Wettbewerb. Schlecht findet er, dass so was einen staatlicher Eingriff in die Marktwirtschaft darstellt, eigentlich haben wir schon zuviel Regulatorien… Aber in diesem konkreten Fall überwiegt das Gute die Nachteile, glaubt der Geschäftsmann 2.0

Der Bundesrat lehnt übrigens die Initiative ab und empfiehlt den Gegenvorschlag. So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS: Im nächsten Post analysieren wir dann ganz grob den Impact im Web…