Der Einfluss der digitalen Disruption auf Leadership – Patrick Warnking Google Schweiz

Hör zu, messe und öffne einen direkten (digitalen) Kanal zu Deinen sich emanzipierenden Kunden, sonst kannst Du zukünftig nicht mehr entscheiden und führen, so Patrick Warnking von Google am 11.11.2015 an einem Vortrag der Uni Zürich.
Früher machte man Führungsentscheidungen auf Basis von wenigen und veralteten Daten. Heute und vorallem morgen muss man Entscheidungen auf Basis von Trendanalysen aktueller Daten machen, auch weil der Kunde/Käufer immer wie stärker in die Geschäftsbeziehung einbezogen ist und einflussreicher wird.

Wieso wird Führung im Zeitalter der Digitalen Disruption eine grössere Herausforderung? Das war die zentrale Frage beim Vortrag von Patrick Warnking. Der grösste Treiber der digitalen Transformation ist der Kunde oder der Käufer (Anm: Da ist der Geschäftsmann 2.0 absolut einverstanden).

Führung braucht BigData um richtig zu bleiben
Führung braucht zukünftig Big Data!

Warnking ging darauf ein, dass Führungsentscheidungen in der Vergangenheit auf wenig und “Daten von Gerstern” gemacht wurden und immer noch werden. Heutige und vorallem zukünftige Führungsentscheidungen benötigen eine Unterfütterung von  Informationen auf breiter Basis und vorallem auf Basis von laufenden Trends, welche im Internet (Google lässt grüssen) gemessen werden können.  Oder besser: Gemessen werden müssen. Und das macht Führung zu einer grösseren Herausforderung als Sie jemals war.  Dieser Zustand wird sich noch verstärken, denn aktuell (2016) sind “nur” 3 Milliarden Menschen online, 5 Milliarden werden in den nächsten Jahren noch dazu kommen!

Die digitale Disruption erlaubt eine 1:1 Beziehung und Zuhören  Die Schweizer Uhrenhersteller kennen weniger 10 % Ihrer Kunden. Tesla oder Zalando kennen 100 % Ihrer Kunden!  Und Sie haben zusätzlich eine 1:1 Beziehung durch Ihre Apps, dem ‘Digitalen Kanal’. Weiter werden die  Kunden immer wie anspruchsvoller und sind noch mehr online. “Vierundzwanzigstundenlangonline, Shitstorms, an gutes Design gewöhnt und so weiter”: Die Kunden werden demanding und haben untereinander auch eine Beziehung, nicht nur zum Anbieter. Zuhören ist gefragt! Diese Kanäle müssen genau beobachtet werden, sagt Warnking (Google – bzw. Google Analytics – lässt erneut grüssen). Die Firmen und deren Führungen müssen die Fähigkeit zum Zuhören entwickeln. Da ist Analytics nur das technische Thema, die Ansprüche der Kunden sind da viel wichtiger, welche die Anbieter heute erkennen können und müssen, um weiterhin innovativ zu bleiben.

Fazit: Zuhören lernen, messen (BigData), anspruchsvollere, emanzipierte und immeronline Kunden, mit welchen man anhand gutem Content interagieren oder auf neudeutsch “engagen” muss.  Interessanter Vortrag von Patrick Warnking. Doch Leser dieses Kanals haben diese Erkenntnis bereits vor Jahren gemacht oder? Weiter besteht “Führung 2.0” nicht nur aus den obigen Elementen, das ist viel mehr! Da gehören viel mehr Sachen dazu, Lean, die Sharing Economy, Deflationäre Wirtschaft, Unternehmer 2.0 undundund dazu!

Beiträge des Geschäftsmannes 2.0 zu

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0  – Palo Stacho (Twitter)

PS: Die Ausführungen von P. Warnking sind persönliche Sichten und nicht die Meinung von Google.

Topic: The Department of Economics: A guest lecture by Google Switzerland’s Country Director, Patrick Warnking.

What are potential trends and success factors in the context of digital transformation? What challenges might occur for customers and us as normal human beings? In this exclusive lecture, Patrick Warnking will illustrate the changes associated with the application of digital technology in aspects of human society and what this means for business models and performance rates.

The lecture took  place on November 11, 2015 at 6.30 pm at the Department of Economics, Schönberggasse 1, 8001 Zürich 

Patrick Warnking is a member of the Advisory Board of the Department of Economics. In 2007, Warnking took on the role as Industry Leader Entertainment for Google Germany. He’s been Country Director of Google Switzerland since January 2011, currently focusing on consulting, supporting and leading (digital) transformation for customers and partners in and around Switzerland.

Wie Alphabet/Google aktiv den deutschen Sprachraum diskriminiert. Der Film “Code Girl” ist trotzdem sehenswert!

Väter und Töchter, schaut den Film Code Girl, das ist mehr als Inspiration, leider nicht auf Deutsch! Wenn nicht bis am 5.11.2015 gratis auf Youtube, dann halt im Kino.

Nur bis am 5.11.2015 - Der Codegirl Film auf Youtube als Sneak Preview - Made with Code Initiative
Nur bis am 5.11.2015 – Der Codegirl Film auf Youtube als Sneak Preview

Vom ländlichen Moldavien, übers städtische Brasilien bis hinzu ins zu einer Agglomeration in Massachusetts: Der Film folgt CODEGIRL Teams im High-School-Alter. Mädchen aus aller Welt, die drei Monate Zeit haben, um eine mobile Anwendung zu entwerfen, welche ein Problem in ihrer Gemeinde löst. Das Siegerteam erhält zehntausend Dollar, um ihre App zu vervollständigen. Aber jedes Mädchen entdeckt für sich etwas Wertvolles auf dem Weg. Deutschsprachige Codegirls: Meldet Euch doch hier an! https://www.madewithcode.com/

Nur bis am 5.11.2015 – Der Codegirl Film auf Youtube als Sneak Preview:  

Leider nicht auf Deutsch. Der Geschäftsmann 2.0 wollte diesen Film mit seiner Tochter auf Deutsch sehen, leider hat er Ihn nicht gefunden! Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Hindi sind auf Youtube vorhanden, aber nicht auf Deutsch. Meint Ihr, ist das Absicht?

Sagt dem Geschäftsmann 2.0 Eure Meinung, So Long, Euer Palo Stacho.

Steve Jobs’ wichtigstes Vermächtnis ist weder das Iphone, noch das Ipad sondern gute User Experience! (Und was Denon falsch macht)

Steve Jobs und Apple haben haben die Menschheit an eine gute Benutzererfahrung – gute User Experience (UX) – gewöhnt. Hersteller wie Denon, welche keine gut bedienbaren Produkte herstellen, werden untergehen. Ausnahmen vorbehalten. 

Bad UX with Denon Products - AVR Receiver
Unterirdische Benutzererfahrung bei Denon – AVR4311

Denon war zusammen mit Sony eine der liebsten Audio Marken des Geschäftsmannes 2.0. Guter Sound, gutes (äusseres) Design, stabile Geräte und gute Reputation. Die letzte Denon Anschaffung vor einigen Jahren kostete schon einige tausend Franken. Der Audio / Video Receiver AVR-4311 (8tung: die 5 Sternebewertung gilt nur für Nerds!) ist ein richtiger Alleskönner und er sieht gut aus. Auf dem Papier versprach das gegen 30 kg schwere Gerät alles, was ein Männerherz begehrt: 11 Kanäle, reichlich Power, über ein Dutzend HDMI Ein- und Ausgänge, Bedienung via Web und App. Beim Auspacken überwältigte einen schon nur die Fernbedienung.

Schlechte UX, kein WAF sind der Untergang –  Am Anfang war die überladene

Horror Denon Remote
Wer will heute noch so etwas bedienen?

Fernbedienung noch beeindruckend, aber das war dann schon alles. Die Ehefrau, wie auch die Kinder sind vom Gerät überfordert. Da helfen auch die Iphone/Ipad Apps nichts, diese sind dermassen schlecht programmiert und vom Bedienungskonzept so von gestern, dass sie stark an ein SAP-Gui erinnern! Wer will schon auf einer Smartphone-App Pfeiltasten bedienen?! Firmen, welche eine schlechte Benutzererfahrung anbieten haben heute und in der Zukunft ein massives Problem. Dass dem so ist, das ist eindeutig Apple und Steve Jobs zu verdanken. Er hat die Leute mit seinen Geräten an gute, einfache Bedienung gewöhnt. Und das ist gut so. Die technik- und featureverliebten Japaner, insbesondere Denon, müssen da brutal nachbessern, die neuen Geräte sind nicht viel besser geworden. Kein Wunder ist heute Sonos, Bose, Harman & Kardon, das was früher Sony, Denon und Marantz einmal war!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0 – Always improving the WAF!

PS: Und dass sich der 30kg schwere Player immer wieder aufhängt und man das Ding vom Strom trennen muss, macht die Sache nicht besser! 😉

 

 

 

7 Wege um auf Social Media Leads zu genieren – Guter Blogpost von Pam Neely

Email-Marketing ist immer noch die beste Waffe, dazu gesellen sich die Beantwortung von User-/Kunden-Fragen, sinnvoller Content und 5 weitere und gute Tipps.

Email Marketing wirkt immer noch am besten!
Email Marketing wirkt immer noch am besten!

Pam Neely hat auf scoop.it einen super Hands-On Beitrag zum Thema Kundenakquise mit Social Media für KMU geschrieben. Der Geschäftsmann 2.0 findet das einen ausgezeichneten Post. Kurz zusammengefasst: Email-Marketing ist die sicherste und immer noch die erfolgversprechendste Lösung, Social Media ist die absolute Kür, schwierig aber mit entsprechendem Potential, wenn es einmal einschlagen sollte (8tung: In beide Richtungen, nach oben und nach unten). Weiter sind folgende sieben Regeln sinnvoll und im Auge zu behalten:

  1. Beantworte Fragen
  2. Liefere den sinnvollsten Content zu welchem Du fähig bist
  3. Direktansprache. Richte Dich direkt an Deine Kunden und Prospects
  4. Recycle or Die: Kuratiere Content (so wie es der Geschäftsmann genau diesen Post von Pam macht)
  5. Bezahlte Werbung. Google Ads ist einfach ein Must.
  6. Bewerbe Gated-Content. Hier geht es nicht darum kostenpflichtige Inhalte gratis zu veröffentlichen, sondern so wie es der Geschäftsmann 20 macht. Analysiere z.B einen McKinsey oder einen komplexen IBM-Report oder ähnlich.
  7. Brauche Video: So einfach, aber trotzdem so schwierig einmal damit anzufangen. Ein Smartphone Video tut es übrigens auch!

 

Ohne einen Rappen zu zahlen Social Media und Web 2.0 Wissen aneignen – Felix Beilharz’ eBook-Liste

33ebooks-profil-182x182Im Umfeld von Online-Marketing, Web 2.0 und SocialMedia hat das Buchpapier definitiv ausgedient. Felix Beilharz Liste von 33 aktuellen und kostenlosen eBooks zu Social Media und Web 2.0  bietet alles was das Herz des Geschäftsmannes 2.0 begehrt. Wir gratulieren zu dieser Compilation und bedanken uns dafür.

Viel Spass beim Stöbern und Lesen! So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Verkehr 2.0 wird Europa und die Finanzindustrie mehr verändern als alles Andere

Autonome, fahrerlose Fahrzeuge und die deflationären Kräfte der Sharing Economy werden die vom Autobau geprägte europäische Wirtschaft in nicht geahntem Masse umwälzen. Das Gleiche gilt für die Versicherungsgesellschaften, deren Autoversicherungsgeschäft sich in in Luft auflösen wird.

“Es wird weniger Autos in den Strassen haben – Vielleicht nur 30% der Menge, welche heute vorhanden ist” – Sebastian Thrun, früherer Entwicklungsleiter des Google Auto

Ein typisches Auto wird in 96% der Zeit nicht gebraucht.  Eine Studie der Columbia

Ich bin ein Disruptor - Google Auto by Angelina
Ich bin ein Disruptor;  Google Auto by Angelina

Universität sagt aus, dass die 13’000 ‘Cabs’ in New York durch 9’000 selbstfahrende Taxis ersetzt werden könnten. Eine andere Studie der OECD für die Stadt Lissabon zeigt, dass “Taxibots” die Anzahl benötigter Fahrzeuge in der Stadt um 80 bis 90 Prozent verringern würden. Gemäss dem Economist hat in der Region San Franzisco niemand Angst vor den Google Autos, Zwar nerven sie, weil die Fahrzeuge warten, bis der Fussgänger den Streifen ganz verlassen hat, aber ansonsten sind diese akzeptiert. Bis heute haben diese 2.9 Millionen Kilometer zurückgelegt, dabei gab es nur 12 kleine Unfälle, keine Verletzten und schon gar keine Toten!

Wenn 90% der Fahrzeuge in den USA selbstfahrend wären, dann würden die jährlichen Verkehrstoten von 32’000  auf 11’300 fallen und die Städte könnten die Parkplätze, welche durchschnittlich 24% der Stadtfläche ausmachen, anders nutzen.

Und in Europa? Rosige Aussichten für Google, Tesla und die USA und hoffentlich auch für Europa! Unser Kontinent wird mitgeprägt vom Autobau, sei es bei den Italienern, bei den Franzosen und bei den Deutschen sowieso. Auch Grossbritannien hat eine riesige Automobilindustrie, auch wenn es keine britischen Volumenmarken mehr gibt. Portugiesen, Spanier und Tschechen haben auch riesige Autofabriken. Natürlich freut es auch jeden Europäer, wenn seine Städte nicht mehr mit belegten Autoparkplätzen zugestopft sind und es viel weniger Unfälle und Verkehrstote gibt. Nur, was passiert mit der Automobilindustrie, was passiert mit den (europäischen) Autobauern, wenn diese nur noch ein Drittel ihres heutigen Volumens verkaufen? Was passiert mit den Automotive Zulieferern in der Schweiz, wenn die Deutschen nur noch 30% des heutigen Auftragsvolumens vergeben? Und was passiert mit den Versicherungsgesellschaften, nicht nur in der Schweiz, sondern überall? Es wird viel weniger Automobilversicherungspolicen mehr geben und da die Risiken im Strassenverkehr massiv zurückgehen werden, gibt es für die Versicherungsgesellschaften nichts mehr zu verdienen! – Wir werden über Jahrzehnte eine deflationäre Marktentwicklung erleben. Jeder Banker und Volkswirtschafter hat Angst vor einer Deflation, aber die U(e)BER-Deflation wird kommen wie das Amen in der Kirche!

Ist das gut? – Musk und Page als reizender Stachel im Fleisch der europäischen Wirtschaft  Das deflationäre Marktumfeld ist das einte, das andere ist der Arbeitsmarkt: Wie sieht denn die europäische Wirtschaft und dessen Arbeitsmarkt aus, wenn die Autobauer zukünftig 70 – 80% weniger Belegschaft brauchen?

Hoffen wir, dass Larry Page von Google und Elon Musk von Tesla als Stachel in der Europäischen Automobilindustrie genügend weh tun, dass wir uns auf dem ‘alten Kontinent’ tiefgreifend erneuern werden!

Fazit: Verkehr 2.0 wird ergo einen riesen Einfluss haben, viel mehr auf unsere Wirtschaft als auf unsere Mobilität, einverstanden?!

Wir leben in spannenden Zeiten! So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Quellen: Urban Mobility System Upgrade (see PDF), Economist, Columbia University ‘Transforming personal mobility’

Hans Rosling erklärt, wieso die Bootsflüchtlinge nicht den Flieger nehmen

Des Geschäftsmanns 2.0 liebster Statistiker Hans Rosling erklärt, wieso die armen Leute im Boot über das Mittelmeer fliehen anstelle das Flugzeug zu nehmen. Zwei Minuten erfrischende Information über ein sehr trauriges Thema.

Rosling zeigt, dass die EU es den Fluggesellschaften aufgebrummt hat, zu entscheiden, wer ein Flüchtling ist oder nicht, denn die Airlines müssen auf eigene Kosten den Passagier wieder an den Anfangsort zurückfliegen, wenn er nicht alle Papiere hat!

Übrigens: Der Statistiker 2.0 Hans Rosling hat das Weltbild des Geschäftsmannes nachhaltig hier verändert, siehe hier. Und Wahrheitsliebende sollten sich den GapMinder runterladen!

Wenn dein Videorekorder ohne dein Wissen echtes Geld produziert

Das Internet der Dinge könnte sich als schlimmste Gefahr seit Jahrzehnten zeigen, wenn die betroffenen Geräte gegen den Menschen missbraucht werden.

Eine amoklaufende Insulinpumpe. Ein sich beim Fahren deaktiverendes Bremssystem in einem Auto. Ein Botnetz bestehend aus Millionen von Fernsehern. Der Geschäftsmann ist kein Panikmacher, aber das Internet hat seine Unschuld schon vor längerer Zeit verloren. Da geht es nicht um Internet-Porno oder so, sondern dass (internetbasierte) Software die Welt grundlegend die Gesellschaft und Wirtschaft verändert (Software is eating the World). Social Business hatte noch was mit “Mensch-Netz-Geschäft-Netz-Mensch” zu tun. Aber nun tun sich vermeintlich gefährliche Mechanismen rund ums Internet of Things auf (Maschine-Geschäft-Maschine).

Immer wie mehr Alltagsgegenstände sind mit dem Internet verbunden und haben eingebaute Intelligenz. Jedem ist klar, dass die “Smart-TVs” eigentliche Computer geworden sind. Man stelle sich vor, wenn irgendeine Hackergruppe diese Millionen installierter Geräte knackt und als Botnet missbraucht. Botnetze sind die Grundlage der Computerkriminalität und der Geschäftsmann 2.0 hat sich mehr als einmal gefragt, ob einer seiner Windowsrechner ein Zombie geworden sei. Aber sein Radio, sein TV, oder gar sein Harddisk-Videorekorder? Und genau solche Videorekorder wurden in Vergangenheit zu einem Botnet missbraucht.

Ich bin eine Bitcoin-Mine
Ich bin eine Bitcoin-Mine

Bitcoin Mining mit dem Videorekorder Hacker haben es gemäss dem Magazin Wired  tatsächlich geschafft, mit Hilfe von gekidnappeten DVRs Geld zu machen, indem sie deren Rechenkapazität zum Bitcoin schürfen missbrauchten! Da wird der Videorekorder zur Gelddruckmaschine umgewandelt! Wahnsinn…. …auch das ist irgendwie eine Version von Plattformkapitalismus (Serie hier), oder?

Serie Kriminalität und Sicherheit und Internet Mit illegalen Machenschaften kann im Web sehr, sehr viel Geld gemacht werden und nicht nur mit digitaler Erpressung, so wie hier beschrieben. In den nächsten Posts wird sich der Geschäftsmann mit diesem Thema auseinandersetzen. Ist jemand von Euch schon mal Opfer von so etwas geworden ist, dann meldet Euch doch beim Geschäftsmann 2.0 (auch privat!).

….So Long, Euer Pavel Stacho aka Gmann 2.0

 

Die Dell Hölle ist schon 10 Jahre her!

Unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Jeff Jarvis postete vor 10 Jahren am 21. Juni 2005 seinen Wutbeitrag über die schlechte Qualität und den schlechten Service von Dell.

Das führte zum ersten Shitstorm der Geschichte. Der Originalbeitrag kann hier immer noch eingesehen werden.

Original Post Beitrag über die Dell Hölle

Diese Internetplattformen sind ein Schnäppchen, kaufen Sie doch! – Yahoo, AOL, ebay, Salesforce, PayPal, Yelp, Twitter

Wurden im letzten Beitrag noch viele neue Apps und Plattformen besprochen, kommen jetzt die betagteren Player an die Reihe. Viele ältere Internetfirmen sind Kandidaten für eine Übernahme. Hier kommen die Firmen und deren Preise.

Fast keine Internetplattform zu gross um geschluckt zu werden
Fast keine Internetplattform zu gross um geschluckt zu werden

Es gibt viel Geld im Markt. Es gibt Dinosaurier wie IBM, Microsoft, SAP oder Oracle, bei welchen wenig Innovationskraft erkennbar ist, dafür umso mehr Geld (okay, IBM hat zumindest die Smarter Planet Initiative mit Ihrem Watson) .

Für solche Firmen könnten die obigen Kaufkandidaten interessant sein, aber nicht nur. Das Salesforce für Oracle und ggf auch für Microsoft interessant ist, liegt auf der Hand. Yelp oder Aol könnten für Amazon was sein. Twitter und Google, das hört man schon lange. Yahoo und Ebay, wer will schon die? Aber heute sind diese ehemaligen Kolosse des Internet eher Zwerge, nun ja, fast. Und bei PayPal muss man kein Superhirn sein um zu vermuten, dass sich früher oder später die grossen Banken oder ähnliche Finanzinstitute um diese Firma prügeln werden.

Langer Rede kurzer Sinn: Auch Internetfirmen haben einen Lebenszyklus und auch der läuft bei einigen schneller. Yelp ist 11-jährig, Twitter ist neun, zumindest Yahoo ist gerade 20 geworden. Aber der Kapitalismus macht auch vor Internetplattformen keinen Halt. Weiter Lesen zum Plattformkapitalismus:

Apropos, was ist Euer Tipp? Wer wird von wem übernommen? Thx für eine kurze Einschätzung.

 

Wenn nur jeder Zweite Ami weiss, wer Edward Snowden ist, wie ist es dann mit dem Inhalt des Patriot Act?

Was Edward Snowden über Penis-Photos denkt oder: Die Hälfte der US-Amerikaner kennt Edward Snowden nicht, wie steht’s denn mit dem Patriot Act?

04.06.2015 – Hoffentlich kennen nach den Vorkommnissen der letzten Wochen mehr Leute die Tragweite, wenn der Patriot Act in den USA trotzdem ‘noch durch käme’. Was viele (zumindest Europäer) wissen: Die US Politiker konnten sich über den Patriot Act nicht einigen und eine 10 – Stunden Rede verhinderte da auch noch was. 20 Minuten titelte am 1.6.2015, dass die “Sammelwut der Amis in den USA nun eingeschränkt sei“, aber ansonsten suggerierte das Gratisblatt eher, der Patriot Act sei etwas Gutes und ‘es passiere sonst nichts‘….

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John Oliver interviewt Edward Snowden:  Alles was Sie über xKeyscore, Mystic, Muscular, Prism und versendete Nackt Selfies wissen müssen,

Das ist aber nicht so! Der Patriot Act ist gefährlich, er sieht alle Ihre Penisbilder, welche sie mit Ihrem Smartphone rumschicken! Und der sehr bekannte Late-Night Talker John Oliver geht mit Edward Snowden einig: Snowden meint, die Menschen sollten Ihre Privatsphäre behalten dürfen und kein Staatsschnüffler dürfte seine Nase in die Nackt-SMS von uns Normalbürgern stecken dürfen! Der Beitrag ist ein Knaller. Dreissig Minuten Aufklärung zum Patriot Act. Sie lernen, wie wenig Amerikaner den Edward Snowden kennen, was Section 215 ist, was der NSA alles kann und das alles auf sehr humorvolle, britische Weise. Bilden Sie sich Ihre Meinung!

Ein UBER für Alles – Apps und Plattformen revolutionieren das tägliche Leben: SpoonRocket, Medicast, Alfred, Tinder etc.

“UBER ist überall – Es lebe die App für jede Lebenslage!” – Web 2.0 mal praktisch (27)

Für Alles eine App und ein wenig mehr –Von der vermeintlichen Netzwerkgesellschaft zum knallharten Plattformkapitalismus. Smartphone Apps verbunden mit Internetangeboten, welche das tägliche Leben vereinfachen sind zur Stunde ausgesprochen angesagt, versprechen Sie doch ein global skalierendes Geschäftsmodell. Wäre der Geschäftsmann 2.0 ein Angestellter oder Unternehmer in San Francisco oder in der Bay Area, dann würde sein Leben noch verAPPleter sein als es schon heute ist. Eine kleine Geschichte über Apps:

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Als der Geschäftsmann 2.0 aus seinem Haus in der Nähe von Palo Alto tritt, verabschiedet er sich von seiner kränkelnden Frau und steigt in den gerade zugefahrenen Tesla, in welchem schon zwei Personen sitzen. Seine morgendliche, anderthalbstündige Fahrt nach San Francisco in sein Office Nähe Mid-Market teilt er sich mit Hilfe von Sidecar. Im Stau in Richtung City managed er seine Kleinarbeiten mit der Assistentin von Fancy Hands. Er ist an diesem Tag nicht der Fahrer, so kann er anschliessend auch gleich den Stand der Arbeiten für sein neues Firmen-CRM prüfen. Dieses hat er über TopCoder an einen philippinischen Entwickler vergeben. Im Nachgang prüft er, immer noch im Stau, die neu entwickelten Webseitenmodule, welche er über Elance an einen lokalen Freelancer gegeben hat, denn seinen Webinhalt will er so ‘lokal’ wie möglich gestaltet haben.

Inzwischen ist er im Büro angekommen. Noch auf dem Weg zum Arbeitsplatz bespricht er mit Hilfe der supercoolen Zoom-App das neue Produktevideo. Den Art Director und Designer hat er über Tongal gefunden, einer Plattform, welche so gut ist, dass ‘dort’ sogar Super Bowl Videos produziert werden. Nun ist es bald Mittag. An einen Lunch in einem der guten Restaurants des Mission Districts ist nicht zu denken, der Tag ist vollgepackt mit Terminen und Aufgaben. Deswegen wird über die SpoonRocket-App ein leckeres Steak mit Salat bestellt. Das Mahl wird wie versprochen zeitgerecht geliefert. Der Geschäftsmann 2.0 geniesst mit seinem Team das gepflegte Mittagessen in der Kantine.

Der Nachmittag ist zwar weniger kreativ, aber nicht weniger produktiv. Zusammen mit einem Berater von Eden McCallum führt er einen Analyse Workshop für die Marktentwicklung von Osteuropa durch. Der Berater ist ein in Grossbritannien ansässiger Pole, welcher wegen seiner jungen Familie lediglich 70% teilselbstständig arbeitet. Der Geschäftsmann 2.0 ist beeindruckt von seinen Marktkenntnissen und seiner Effizienz. Und die Leistungen sind nicht allzu teuer. Eden McCallum industrialisiert die Beraterbranche, der Berater kann viel flexibler arbeiten und der Geschäftsmann profitiert von den günstigeren Tagessätzen. Noch vor vier, fünf Jahren hätte er nicht gedacht, dass solche Workshops ohne ultrateuren Technologieeinsatz möglich sind, aber dank Conceptboard, einer b2b-Kollaborationsplattform geht das ganz einfach von der Hand! Das Schwierigste dabei ist die persönliche Umgewöhnung, ‘aber ist das nicht überall so?‘ überlegt er kurz.

Gegen Abend ist der mühsamste Teil des Arbeitstages an der Reihe; Die Markenrechte für die neue Produktelinie müssen global geschützt werden. Diese wichtige, aber monotone Arbeit erledigt er mit Hilfe von InCloudCounsel. Die Kosten sind beträchtlich tiefer, als bei der klassischen Anwaltskanzlei, welche in der Vergangenheit den Markenschutz für seine Firma erledigt hat. Inzwischen ist es halb sieben Uhr Abends geworden als er sich zum Pickup-Punkt aufmacht, um seine SideCar Fahrt nach Hause anzutreten. Zum Glück geht die Fahrt um diese Zeit nur noch ein wenig mehr als eine Stunde. Da bleiben auch die Blumen für seine Frau frisch, welche er am Nachmittag über seine Bloomthat-App bestellt hat und welche gerade vorhin von einem Velokurier geliefert worden sind.

Im Auto kommt der Geschäftsmann 2.0 langsam zur Ruhe. “Schon praktisch alle diese Helferlein in App-Form…” denkt er sich “...die Snobs von der Ostküste brauchen nicht mal mehr das, dort gibt es ja neu ‘Alfred’, dieses Portal erledigt praktisch alles für Dich, was nicht business like ist.” Bald nickt er für ein paar Minuten kurz ein.

Die Frau des Geschäftsmannes 2.0 hatte einen schwierigen Tag. Ihre starke Erkältung hatte sie geschwächt, doch es gab so viel zu tun! Zum Glück hatte sie, gleich nachdem Sie Ihrem Ehemann Adieu gesagt hatte, mit Hilfe Ihrer Medicast-App einen Doktor gebucht. Kaum eine halbe Stunde später war der ältere, erfahrene Hausarzt an der Tür. Sie kannten Sich bereits, sie waren fast Nachbarn, denn der Arzt hatte vor drei Jahren seine Praxis in der Nähe von Menlo Park aufgegeben und war in die Gegend gezogen. Jetzt machte er nur noch Hausbesuche. Dank Medicast konnte er so arbeiten, wie er wollte und auf den Praxis Stress verzichten. Die Frau nahm sich vor, all Ihre Pendenzen so rasch wie möglich zu erledigen, die Medikamente wirkten bereits. Doch sie wusste, dass die Besserung nicht von Dauer sein würde, ‘also los!‘ dachte sie sich. Ihre selber bedruckten Batik T-Shirts liefen auf Etsy ziemlich gut und sie organisierte über die Lyft-App die Abholung der fünf grossen Couverts, welche heute auf den Versand warteten. Der Bote kam beinahe gleichzeitig wie sein Kollege von Washio, welcher die grossen Tischdecken gereinigt zurückbrachte. Die Decken zusammen mit dem Hemden Ihres Mannes hatte sie gestern mit Hilfe der Washio-App abholen lassen und innert 24 Stunden war alles sauber retour ins Haus geliefert worden. Am späteren Vormittag hatte sich die Klempnerin angemeldet, das sagte zumindest ihre Task-Rabbit App. Die Mischbatterie war nicht mehr dicht und musste ausgetauscht werden. Ihr Ehemann hatte Ihr die nötige Reparatur im Bad schon seit Wochen versprochen, nun hatte sie die Sache selber zur Hand genommen, “All diese Freelancer aus der Umgebung sind ja genau für so etwas da!” dachte Sie sich. Und teuer war es auch nicht.  Während Sie auf die Klempnerin wartete, erledigte sie Ihre Mails. In der Inbox hatte Sie einige Fragen zur letzten Auftragsarbeit, welche Sie diesmal auf Mechanical Turk aufgegeben hatte. Sie hatte sich nämlich dazu entschlossen, die hunderten von Flohmarktanzeigen, welche Sie in den letzen zwanzig Jahren gesammelt hatte, zu scannen und indexieren zu lassen. Für die Vergabe von kleineren Arbeiten verwendete sie normalerweise Fiverr aber dieser Job war doch recht gross, auf Fiverr fand sich kein passender Anbieter und Fancy-Hands mit Ihren rein amerikanischen Freelance-Anbietern war für qualfiziertere und somit auch teuerere Arbeiten geeignet.

Doch nachdem die Klempnerin gegangen war, war Schluss! Die letzte halbe Stunde Smalltalk mit der jüngeren Handwerkers-Frau war zwar amüsant – die Klempnerin erzählte von Ihren Bekanntschaften mit Tinder-Männern – aber auch anstrengend. Die für den Nachmittag angemeldete Putzfrau war mit der Homejoy-App rasch abgemeldet. Anschliessend legte sich die Frau ‘kurz’ auf das Wohnzimmer Sofa. Sie  schlief sofort ein. Als der Geschäftsmann 2.0 am Abend mit den Blumen nach Hause kam, war sie immer noch fest am Schlafen. Zum Glück gibt es die Dominos’ Pizza App, da war das Not-Abendessen rasch bestellt und man konnte dabei minutengenau verfolgen, wo die Pizzen gerade waren…..

Die Apps oder Webseiten zur Geschichte:

  • Amazon Mechanical Turk Bildschirmarbeit verrichten oder verrichten lassen
  • Alfred Die Fernsteuerung für Ihre Haushaltsarbeiten, Einkaufen, Wäsche, putzen (New York und Boston)
  • BloomThat Schnittblumen on Demand
  • Business Talent Group – BTG (Berater On-Demand)
  • Dominos Pizza Kurier
  • Elance / oDesk (Heute Upwork mit neu 10%iger Gebühr)
  • Eden McCallum Mgmt Consulting / Beratung
  • Fancy Hands Get Things Done (USA basierte Assistenten)
  • Fiverr Alle Jobs für 5 Dollar (Ist in Indien tw ein Mehrtagesverdienst)
  • HANDY Putzfrauenplattform, nun auch in Grossbritannien aktiv
  • Homejoy Cleaning
  • Instarcart Lebensmittel innert einer Stunde zu Hause (So wie seit Jahren LeShop in der Scheiz oder neu auch Shopwings in Deutschland anbietet)
  • InCloudCounsel Mechanical Turk für Rechtsangelegenheiten
  • Lyft Taxidienst
  • Medicast bringt Ihm den Hausarzt zurück.
  • MyClean.com und MyClean.ch
  • Quirky Crowdgesourcee Ideen-Wettbewerbe, ähnlich Atizo
  • Shyp bringt alles überall hin.
  • Sidecar Sharing Rides
  • Spoon Rocket Essen innert einer Viertel Stunde
  • Task Rabbit das Allrounderportal, vom Klempner bis zum Servierboy für die Gartenparty.
  • Topcoder / Appirio (Für alles ein Programmierer)
  • Tongal ist Plattform für die Erstellung von Videos, warum sollte er was anderes nehmen, wenn sie schon für Super-Bowl Clips verwendet wurden
  • Tinder, bei den Jungen sehr beliebte “Blind-Date” App
  • Uber hat der Geschäftsmann 2.0  in seinem Erfahrungsbericht schon beschrieben
  • Washio Textilreinigung on Demand

Tools:

  • ConceptBoard – Dezentrale Kollaboration inklusive virtuelle Workshops
  • Zoom Videoconferencing. Hat beim Geschäftsmann 2.0 Skype und Hangouts abgelöst (älterer Beitrag hier)

Weiterlesen:

Welche Tools habt Ihr den so im Einsatz, welche App ist aus Eurer Sicht nennenswert? Ein kurzer Kommentar würde den Geschäftsmann 2.0 freuen! – So Long, euer Pavel “Palo” Stacho.