Zurück zur Natur? – Bullshit!

Die Technologische Revolution wird integraler Teil der Evolution. Technologie wird zur Natur, das war schon vor 50’000 Jahren so und das bleibt auch in Zukunft so.

In Urzeiten haben sich Technologien zu Natürlichkeiten entwickelt. Techniken wie Sprache, Kochen, Ackerbau, das Alphabet oder Kleidung sind ‚natürlich’ heute. Wie ist es denn mit Computerviren, Verkehrsstaus, dem Internet oder den Finanzmärkten? Selbst entstehende intelligente Nanobots?

Das sind alles Resultate unserer Evolution. Wieso sollte Evolution nur aus organischer Optik betrachtet werden? Zurück zur Natur? Nein! Der Geschäftsmann 2.0 meint im Gegenteil! Der technologische Fortschritt ist natürlich und die Natur wird auch technologisch.

Koert von Menswort’s technologische Pyramide zum Thema (klar, angelenhnt an Maslow) koert-van-mensvoort-technological-pyramid gefällt dem Geschäftsmann 2.0. Heute ist das Internet akzeptiert, für die Kinder des Geschäftsmannes ist das Internet bereits beinahe unsichtbar. Das ist technologische Evolution!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Ein Startup in 4 Stunden gegründet? Das geht mehr oder weniger! Aber danach….

Nach der vier Stunden Arbeitswoche kommt nun das vier Stunden Startup. Felix Plötz beschreibt in seinem Buch wie so etwas möglich sein soll. Wie man – ohne Druck – in vier Stunden pro Woche oder gar pro Monat ein erfolgreiches Business aufbaut, ist zwar nicht ganz unrealistisch aber doch eher selten. 

Screenshot 2016-03-06 11.49.22

Plötz ist einer der glücklichen Unternehmer, welcher sein Unternehmen bereits nach kurzer Zeit (knapp zwei Jahre) an einen grösseren Investor (in seinem Falle ein Grossverlag) verkaufen durfte/konnte.

Wenn ein Startup Business nach zwei Jahren läuft, dann gibt es meistens erneut einen Aufwands-Boost für die Unternehmer, weil das Geschäft grösser wird als die tragende Organisationsstruktur. Die Arbeitszeiten wechseln dann von ‘abnormal hoch’ zu ‘absurd hoch’, so dass häufig auch die grösste Leidenschaft – eine Kernaussage von Plötz’ Buch – zu bröckeln beginnt.

Der Geschäftsmann meint: Bereitschaft,  Leidenschaft und eine Kreditkarte sind die drei wichtigsten Grundlagen für den Beginn eines eigenen Geschäfts. Das mag am Anfang mit 4 Stunden pro ‘XYZ’ reichen, will man aber, dass die Post abgeht, dann reicht das nie! Ein Beispiel: Die Umsetzung der Gründerrezepte des des Startup-Kochbuches “Value Proposition Design” benötigen viel mehr Zeit!

Wer mehr darüber erfahren will, der kaufe sich doch einfach das Buch oder lese den kurzen Artikel im Spiegel. Den Geschäftsmann 2.0 beeindruckt immer wieder, wie wichtig der richtige Buchtitel ist! Das Büchlein (250 Seiten) ist auf jedenfall Nr. 1 auf Amazon! (März 2016)

Klar ist, das “Startup” das Potential hat, nicht nur eine vergängliche Mode zu sein, sondern sich nachhaltig sich in der Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern. Das zeigen auch die immer wie stärker nachgefragten Value Proposition Design Workshops beim Geschäftsmann 2.0

So Long, Euer Palo Stacho

 

 

Kaufen:

    [

Zuviel Bürokratie und Staat sind Gift für unsere Gesellschaft und Wirtschaft – 13 Ursachen des öffentlichen Produktivitätsproblems nach Tvede

Es geht nicht ohne Staat in dieser Welt, aber das Mass ist entscheidend. Die öffentliche Hand ist nicht in der Lage innovativ, noch nachhaltig kreativ zu sein. Der Ostblock ging unter, weil zu viel Staat da war und die Länder er den Anschluss an die Weltentwicklung verloren.

buerokratieDer Geschäftsmann 2.0 verfolgt seit der Finanzkrise besorgt die Entwicklungen in den Nachbarländern. Frankreich, Italien, Deutschland: In allen Ländern wird der Staat grösser und macht mehr “Umsatz”. Das Gefährliche dabei ist, dass dieser “Umsatz” in der Regel in eine mächtige Kennzahl Namens Bruttosozialprodukt rein gerechnet wird, wo Staatsleistungen eigentlich gar nichts verloren haben. Das ist etwa so falsch, wie wenn man Binnenumsätze zwischen vergeschwisterten Konzerngesellschaften zum Konzernumsatz zählen würde. Nimmt der Staatsanteil beim Bruttosozialeinkommen (BNP/BSP) zu, dann nimmt die eigentliche Produktivität im Land ab! Das ist gefährlich, die Entwicklung nimmt ab und die Nation verlumpt. Wussten Sie, dass z.B. vor hundert Jahren Argentinien entwicklungstechnisch weiter war als Deutschland? So etwas ist heute kaum vorstellbar, zumal Deutschland in der Zwischenzeit auch noch durch zwei Weltkriege ging!

13 Ursachen für das Produktivitätsproblem der öffentlichen Hand. Zuviel Bürokratie und Verwaltung sind ungesund für ein Land. Bürokraten tendieren dazu gegen das Interesse der Gesellschaft zu handeln, obschon Sie meinen, dass Ihr (meistens auch gut gemeintes) Handeln zum Wohle des Landes ist. Das Resultate ist mangelnde Innovation und unterdurchschnittliches Wachstum. Warum das so ist? Weil in öffentlichen Systemen die falschen Anreize vorhanden sind! Zusammenfassend sind nach Tvede(1) dreizehn Ursachen massgebend des Problems der öffentlichen Produktivität

  1. Bei Staatsorganisationen und -betrieben ist kein Wettbewerb vorhanden, welcher nötig ist, um Innovation zu erzeugen.
  2. Staatsangehörige haben keine finanziellen Anreize um Innovation zu treiben oder Rationalisierungen zu erreichen
  3. Es gibt keine Standardmechanismen zur Aufhebung von Gesetzen oder Regulatorien, deswegen wächst die Rechtslegung ins Unermessliche
  4. Technokraten übernehmen das Ruder in staatlichen Organisationen und stellen die Aufgabe der Staatsorganisation über die Bedürfnisse der Kunden/Bürger. Die ursprünglichen Staatsaufgaben erleiden gleichzeitig einen Mission Creep und mutieren über die ursprüngliche Aufgabe hinaus zum staatlichen Selbstzweck bis hin zur Ausbeutung der Privatwirtschaft und der Bürger (Sagt Ihnen der Name Kirchner etwas?)
  5. Bürokraten schaffen Arbeitsplätze für Bürokraten und die zur Verfügung stehende Zeit wird mit Arbeit aufgefüllt, die Effizienz nimmt ab. Willkommen beim Parkinsonschen Gesetz.
  6. Staatsmanager streben nach mehr Macht, indem Sie grössere Personalkörper und grössere Budgets aufbauen. Das ist das Budgetmaximierungsmodell.
  7. Eine Grosszahl der Stimmbürger wird vom Staat abhängig. Im Land entsteht eine informelle Wählerkoalition, um gar noch mehr Wohlfahrtsleistungen zu erhalten. Dem liegt die Kurzsichtigkeit vieler Bürger zugrunde, denn es ist erwiesen, dass
  8. Wähler drei mal mehr Stimmen an Politiker geben, welche neue Leistungen einführen, als an diejenigen Politiker, welche solche abbauen wollen. Das ist Mouritzens 1-3 Regel
  9. Jeder Franken ausgeschütteter Subventionszahlung erhöht den Staatshaushalt prozentual mehr als es das Einkommen des Subventionsempfängers erhöht. Bekannt ist dies unter dem Fliegenpapier (Flypaper) – Effekt.
  10. Nach der baumolschen Kostenkrankheit wird bei der öffentlichen Hand der gleiche / änhliche Lohn gezahlt, wie in der Privatwirtschaft, ohne dass sich die Staatsangestellten diesen durch Produktivitätsgewinne verdient hätten. Die öffentlichen Löhne müssen zwangsweise mit dem durchschnittlichen Lohnanstieg im Land mithalten.
  11. Via den Kronos Effekt versucht die Regierung Innovation einzudämmen um Ihr Machtmonopol abzusichern. Da fällt einem prompt Nordkorea und Argentinien ein.
  12. Der einzelne Bürger ist bereit, mehr aus der Staatskasse zu nehmen, als wenn er persönlich dafür zahlen müsste. Jeder, welcher an Firmenparties war kennt dieses Verhalten bekannt unter dem Namen Allmendeproblematik (Tragedy of the commons)
  13. Je höher die Steuerbelastung im Staat wird, umso höher fällt der Anteil der Kosten für Steuerverwaltungen und Steuervollzug aus. (Der Geschäftsmann 2.0 würde gerne wissen, welche Kosten dem US-Staat und dem IRS für die Bankenbussen entstehen und: Was machen die, wenn die letzte Bank gemolken sein wird?)

Fazit: Ein Staat 2.0 ist ein schlanker Staat von einem schlanken (kleinen) Land. Der Weg, welchen die EU-Länder beschreiten, ist der Falsche. Übrigens: Der Geschäftsmann 2.0 hat über 15 Jahre gebraucht, um bei dieser Frage zu einer Meinung zu kommen.

Mehr zum Problem der öffentlichen Produktivität, dem Kronos Effekt oder wieso “Klein das Zukunftsmodell” ist:

 

 

 

 

 

 

So Long, Euer Gman 2.0

(1) Lars Tvede – Creative Society: How the future can be won

Hinschauen! Der Streik Konflikt von Verdi rund um Amazon ist richtungsweisend!

Im Weltbild der 2.0 haben Gewerkschaften im eigentlichen Sinne ausgedient. Die Gewerkschaft Verdi macht aktuell Wind gegen Amazon und will, dass deren Mitarbeiter bis Weihnachten 2015 streiken. Es ist sehr spannend, ob diese für die Zukunft der Weltentwicklung schädliche Aktion gelingt!

amazon-verdiDer Geschäftsmann 2.0 kommentiert das aktuelle Weltgeschehen nur sehr selten. Aber das ist nun doch sehr interessant. Wir sind in einer Zeit, in welcher speziell in Deutschland die plattformkapitalistischen Unternehmen des Internetzeitalters unter Beschuss stehen. Aber auch im Hauptland USA sind diese unter Beschuss, dort werden die milliardenschweren Chefs dieser ehemaligen Unicorns ja inzwischen als Robber Barons, als “Raubritter” bezeichnet.

Wir erleben gerade einen interessanten Machtkampf, in welcher sich eine 1.0er Machtorganisation, nämlich eine reaktionäre Gewerkschaft sich mit einem 2.0er Tycoon, mit Jeff Bezos und seiner Amazon anlegt. Der Ausgang wird wegweisend sein und man wird daran messen können, wie stark die Revolution des digitalen Zeitalters in Deutschland angekommen ist. Zugegebenermassen ist Verdi schon ein wenig mehr als 1.0, denn die Gewerkschaft hat inzwischen das Web und die sozialen Medien für Ihre Gewerkschaftspolemik entdeckt. Es ist lustig, schaut euch mal das an: https://www.amazon-verdi.de/ und https://www.facebook.com/verdi.bei.amazon

Edit 23.12.2015 – Die vom Geschäftsmann 2.0 bestellten Waren kamen problemlos an, gar einen Tag früher als angegeben (Am 22.12.2015 anstelle 23.12.2015)

Emanzipierte Bürger brauchen keine Gewerkschaft, welche sie “schützt”. Oder was meint Ihr?

Liebe Grüsse und schöne Weihnachten

Mehr Lesen zu den sich emanzipierenden 99% kann man hier

Von 40 auf 130 – Die Verdreifachung der Unicorns oder wie man coole Webgrafiken macht

Anfangs 2014 gab es 40 Unicorns auf der Welt, nun sind es gemäss Wall Street Journal 131 Startups mit einem Wert von mehr als einer Milliarde Dollar. Die Grafik dazu ist sehenswert, Ihre Interaktivität ebenso, auch wenn es eher eine Spielerei ist.

The Billion Startups - WSJ ("Play" drücken ;-)
The Billion Startups – WSJ (“Play” drücken 😉

Zur 2.0 gehört ebenfalls das Konzept des Startups dazu. Es sind heute nicht mehr IBM, HP undsoweiiter, welche die Innovationen auf desem Globus treiben, sondern “kleine” agile und mit der Kredikarte gegründete Startups. Bei den Unicorns reicht die Kreditkarte nicht mehr, dafür gibt es aber dann die VCs! So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Übrigens: Startup = Lean beziehungsweise Business Model Generation!

Uns werden die Ressourcen nie ausgehen und die Zukunft der Schweiz wird viel besser werden, als die Meisten meinen! Lars Tvede’s kreative Gesellschaft

Im Deutschen wird Kreativität meistens mit Kunst oder mit persönlicher Entfaltung verknüpft. Der packende Vortrag von Lars Tvede zeigte auf, das Kreativität im Kontext von Gesellschaft, Wirtschaft, Technologie und Innovation zu den wichtigsten menschlichen Eigenschaften gehört und dass der einsetzende Netzwerkeffekt unter kreativen Aktoren zu sämtlichen Umwälzungen der Vergangenheit geführt hat und in der Zukunft noch zu viel mehr Disruption führen wird. Gut für die Schweiz, denn die ist kreativ mitten drin!

eo-learning-event-2015-november-lars-tvede (Large)

Am 12.11.2015 konnte der Geschäftsmann 2.0 im Impact Hub Zürich einer exklusiven Runde von Unternehmern beiwohnen, die zu einem höchst interessanten Vortrag von Lars Tvede eingeladen hatten. Tvede ist ein grosser Denker und Zukunftsforscher, welcher zu ähnlichen Schlüssen kommt, wie andere Speaker (“Wir stehen erst am Anfang eines unglaublichen Aufschwungs”), welche der Geschäftsmann in den letzten Jahren gesehen hat. Zwei Sachen machten jedoch seinen Speach speziell: Er hat die Schweiz im Blick. Und er fokussiert auf die menschliche Kreativität als strategischen Wettbewerbsvorteil. Kreativität stellt für Ihn die Währung der Zukunft dar und die Schweiz stehe als Kreativitätsweltmeister vor einer brillianten Zukunft.

Geschäftsmodelle der Zukunft

Die Zukunft der Arbeit werde auf zwei “Geschäftsmodellen” aufbauen, so Tvede. Entweder werden die Arbeitskräfte Kreativität vermitteln und somit die superexponentielle Innovation treiben oder sie werden die ‘emotionale’ – sprich menschliche – Jobs inne haben. Der Rest der Arbeit wird automatisch, ggf durch Roboter erfolgen. Nationalitäten, welche nicht in der Lage sind innovativ (kreativ) zu sein und in welchen schwach emotionale Gesellschaften vorherrschen, werden in der Zukunft ein massives Problem haben, so wie z.B. der Mittlere Osten.

Lars Tvede’s Sicht auf drei grosse Disruptionen

Während der Diskussion wurden die Disruptionen, welche ‘gleich um die Ecke lauern’, angesprochen. Tvede sieht hier konkret drei grosse Umwälzungen

  1. Im Pharmabereich die biologische Medizin, also lebende Medikamente, ‘engineered’ aus Körperstoffen oder aus körperähnlichen Stoffen (Individuelle Wirkstoffe und die Genetik lassen grüssen)
  2. AI – Artificial Intelligence. Die künstliche Intelligenz wird riesig werden. Sofortanalysen von allem werden in Zukunft dem Individuum zur Verfügung stehen (Sofortanalysen: Siehe hierzu auch einen der letzten Blogposts)  und
  3. Drittens die Nukleare Evolution (Kernfusion) wird – sofern es der Gesellschaft gelingt, diese technologische Revolution herbeizuführen – die fossilen Brennstoffe überflüssig machen, wie auch die  erneuerbaren Energien.

Er schloss damit, dass sich die Menschheit von der Knappheit zum Überfluss entwickelt, dass alles was möglich und erstrebenswert sei, auch entwickelt werden wird und dass sich der wissenschaftliche Fortschritt exponential entwickeln wird. Uns werden die Ressourcen nie ausgehen, war seine Konklusion. Er warnte aber auch, dass der menschliche und natürlich angeborene Zentralisierungszwang uns an dieser rosigen Zukunft hinder könnte. Denn auch wenn Zentralisierung Skaleneffekte erlaube, so töte sie die so dringend benötigte Kreativität.

Glänzende Zukunft der Schweiz

Wieso gemäss Tvede die Schweiz eine glänzende Zukunft vor sich hat kann man diesem Beitrag hier entnehmen. Es ist Fakt, dass die Schweiz alle Grundlagen für eine zukünftige, noch grössere Blüte mitbringt. Sie ist nämlich gespickt den dafür nötigen Zutaten: Mit kleinen Einheiten (und wenig Staat), Change Agents und sie ist voll von effektiven Netzwerken (Kein Land ist vernetzter als die Schweiz). Weiter verfügen wir hier über einen ausgeprägte gemeinsame “Erinnerungs/Erfahrungsspeicher” (Shared memory systems) und über viel Wettbewerb.

Das Buch  “The Creative Society – How the Future can be Won”  ist absolut lesenswert und sehr unterhaltend!

Taschenbuch:

600 Beiträge in 5 Jahren! Feiert mit dem Geschäftsmann 2.0 die digitale Transformation oder besucht ein Executive MBA dazu

Wir sind stolz. In 5 Jahren haben wir 600 Beiträge auf diesem gerne gelesenen Blog geschrieben. Die Transformation des Geschäftsmannes zur 2.0 ist weitgehend abgeschlossen.  Es gäbe aber immer noch viele Themen, über welche es zu berichten gäbe und neuerdings auch MBA-Kurse dazu.

Geschäftsmann 2.0 - 600 Beiträge in fünf  Jahren

Das hätte sich der Geschäftsmann 2.0 im Herbst 2010 nie gedacht, dass er auf seinem Blog, dereinst mal 600 Posts veröffentlichen würde. Was damals als digitales Transformationswerkzeug eines digitalen Exilanten begann  ist heute ein breit gefächerter Fundus zur “ZwoNull”.

Persönlicher Wandel vollzogen und Ausnahmeerscheinung

Die letzten fünf Jahre waren sehr befruchtend und unglaublich lehrreich. Die Welt richtet sich auf neue, andere Werte aus und die Geschäftswelt ändert Ihre “Businesslogik”. Solche Veränderungen zu verstehen – und vorallem dann die Veränderung zu vollziehen und zu leben, hat den Geschäftsmann viel Kraft gekostet. Trotzdem ist er sehr froh darüber. Aber er ist auch zu einer bedenklichen Erkenntnis gekommen: Die meisten Führungskräfte in seinem Alter haben bei sich selbst keinen Handlungsbedarf erkannt. Sie arbeiten nach guter 1.0er Manier weiter und entfremden sich je länger wie mehr von der Basis!

Executive MBA Digital Transformation

Denjenigen Führungskräften, welche sich gegebenenfalls schulisch weiterbilden möchten, denen sei zumindest in der Schweiz der Executive MBA Digital Transformation der HTW Chur zu empfehlen. Studienorte sind in Zürich und dann in den USA. Kollegen des Geschäftsmannes können über diesen Kurs nur Gutes berichten. Und nätürlich hilft es auch, dieses Blog mit rss zu abonnieren.

Top 5 Beiträge dieses Jahr und Danke!

Bei so einem Jubiläum richtet man auch mal gerne den Blick zurück. Was waren denn die erfolgreichsten Beiträge des Geschäftsmannes 2.0 im 2015? Das Ranking der Top 5 Posts ist wie folgt:

  1. Das ultimative Business Model Generation Cheat Sheet – Der BMG Spickzettel und Vorlagen
  2. Helft Ihm: Kann man den PC des Geschäftsmannes 2.0 aufrüsten? – Medion Akoya P4010d
  3. Das beste Managementbuch aller Zeiten: Zusammenfassung Semco-System von Ricardo Semler (Demokratisches Managementmodell)
  4. Wie eine der 100 begehrenswerten Frauen dieser Welt im Web 2.0 diskriminiert wird – Denise Milani und Ihr Wikipedia Boykott
  5. Verwenden von Hermes 5 Standardszenarien – Arbeiten mit Hermes-Online am Beispiel eines agilen IT-Entwicklungsprojekts (Teil 7)

Der Platz 1 freut den Geschäftsmann ganz besonders, ist doch sein Blog inzwischen eine  der bekannteren Quellen im Web für Business Model Generation und für Value Proposition Design geworden. Nicht nur im Internet findet dieses Angebot beachtung: Erneut durfte er dieses Jahr über ein halbes Dutzend “BMG” Workshops für Kunden durchführen.  Interessant sind weiter die Plätze 6-10, dort sind weitere Beiträge zu Value Proposition Design und zu Projektmanagement zu finden.

Danke! Der Geschäftsmann 2.0 bedankt sich bei den treuen Leserinnen und Lesern seiner 600 Posts und wünscht allen schöne Weihnachten!

Blue Origin: Es passiert ein Meilenstein der Menschheit und fast niemand schaut hin! Wieso?

Letzen Montag am 23.11.2015 war ein historischer Augenblick  – Der New Shepard von Blue Origin ist nach einem Weltraumflug als ganze Rakete auf der Erde gelandet. Und fast niemand schaut hin, wieso? 

Vor einer Woche am 23.11.2015 landete die Blue Origin Weltraumrakete wieder ganz auf der Erde.
Ein historischer Augenblick – Vor einer Woche am 23.11.2015 landete eine ganze Weltraumrakete wieder auf der Erde. (Bild Wikipedia)

Das Video der historischen Landung einer Weltraumrakete hat den Geschäftsmann 2.0 umgehauen und er war bass darüber erstaunt, dass das nicht DAS Event der letzten Woche war! Wieso? Weil wir in einer Zeit von vielen Umwälzungen leben. Vor dreissig Jahren (1985) wäre das ein Mega-Event in dem Medien gewesen! Und es hätte nur zwei Player gegeben, die sowas gekonnt hätten. Die ehemaligen Supermächte USA und UdSSR.

Blue Origin ist gehört keiner Supermacht, sondern einem Super-Entrepreneur. Jeff Bezos von Amazon und seine erstaunlich kompakte Crew hat im stimmen Kämmerlein einen historischen Schritt vollzogen. Allen Unkenrufen zum Trotz (Keine Erdumrundung und dass das Flugobjekt mit 100.5 KM lediglich einen halben Kilometer in den Weltraum eingedrungen sei) ist es eine Superleistung.

Solche Superleistungen nehmen von Jahr zu Jahr zu: Elektroautos, gar selbstfahrende Autos, Plasmakanonen, Organzucht, erneuerbare Energien und auch das Smartphone (das ist erst 8 Jahre alt), und und und. – Wir sind erst am Anfang! Der Geschäftsmann 2.0 ist darauf gespannt, welche Berufe seine Kinder in der Zukunft einmal ausüben werden. Revolution happens!

So Long, Euer Geschäftsmann 2. 0 – Palo Stacho

PS: Wollt Ihr was in den Weltraum hochknallen, bei NanoRacks könnt Ihr Payload kaufen und zu Preisen, welche vor 10 Jahren als undenkbar günstig gegolten hätten.

Das Smartphone als Einstiegsdroge für Aufmerksamkeit – cooler Speach von Gary Vaynerchuk, dem berühmtesten Ex-Weinhändler

Im Leben geht es um Geschichten und man verkauft am Besten, wenn man eine gute Geschichte dazu hat! Gary Vaynerchuk spricht zur “Breaking News style Story Telling”

Schon interessant, der Geschäftsmann 2.0 durfte gerade gestern an einem Workshop erneut den “Wert der Geschichte für den Menschen” brainstormen und nun stösst er auf diesen, spannenden Vortrag von Gary Vaynerchuk – dem ehemaligen Weinhändler und dem Verfasser des Buches – “Die Thank You Economy”  und “Der Kampf um Kunden”.

70 % der Leute sind genervt, wenn das Telefon mal klngelt. Wieso? Weil man inzwischen der Herr über die eigene Zeit geworden ist, man schaut ja auch nicht mehr jeweils am Sonntag Abend den Tatort, sondern dann wann man will! Und wie erlangt ein Anbieter in so einer Welt die Aufmerksamkeit eines potentiellen Käufers? Schaut das Video, es hat die Antwort dazu! 🙂  Nur zwei kurze Sätze dazu: Hört auf die Social Media Plattformen als Distributionskanäle zu sehen! Jede eigene Plattform hat einen eigenen Kontext, Leute auf Twitter erwarten eine andere “Story (Stream/Post/Tweet)” als auf Pinterest!

 

PS: Ist euch schon aufgefallen, wieviel Ihr mit einer guten Story erreichen könnt? Bei Mitarbeitern, Kunden, Frauen, Kollegen? Interessiert? Na dann hilft Euch vielleicht Pitchen mit dem Geschäftsmann 2.0 weiter!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0 – Pavel Stacho

Selbstfahrende Autos und Wearables waren vor 4 Jahren ‘unbekannt’ – Auch Gartner mit seinen Hype Cycle erkennt nicht alles

Ehemals hippe Themen wie Group Buying, virtuelle Welten sind out, dafür sind neue Technologien wie selbstfahrende Autos oder Wearables auf der Grafik für 2015. Der Vergleich der Jahre 2011 und 2015 zum Gartner Hype Cycle der neuen Technologien bringt interessante Aufschlüsse an den Tag.

Doch einige Unterschiede und Unerwartetes beim Vergleich 2011 und 2015
Doch einige Unterschiede und Unerwartetes beim Vergleich 2011 und 2015

Gartner hat dieses Jahr wieder den Hype Cycle für die neuen Technologien publiziert (Hype Cycle for emerging Technologies 2015). Der Geschäftsmann 2.0 hat sich die Mühe genommen und den aktuellen Report mit dem letzten von 2011 verglichen. Da gibt es doch einige interessante Erkenntnisse:

  • Die 2011 Themen Group Buying, Social TV und virtuelle Welten gibt es nicht mehr auf der aktuellen Gartnerwelle. Das ist aus heutiger Sicht nachvollziehbar. Group Buying wurde überbewertet, Social TV spielt sich auf dem Tablet und in den Apps ab und Second Live ist schlicht und einfach eingegangen.
  • 3D Printing ist ready und in produktivem Einsatz. Sogar die Ehefrau des Geschäftsmannes 2.0 überlegt sich inzwischen, ob sie ihre CupCake Formen mit 3D Druck selber machen soll.
  • Big Data gibt es so als alleiniges Thema nicht mehr. Vielmehr ist von Advanced Analytics und Self-Service…. etc die Rede.
  • Unerwartetes, Neues – Selbstfahrende Fahrzeuge, KryptoWährung und Wearables waren 2011 bei Gartner noch nicht auf der Liste. Der Geschäftsmann 2.0 sagt ja schon seit Jahren, dass man 2025 nicht mehr selber auf den Autobahnen wird fahren dürfen. Seit der Economist Ausgabe vom 31. Oktober 2015 weiss nun wohl jeder Manager, dass die Blockchain die Welt verändern wird.
  • AI fehlt: Und wo bleibt die Artificial Intelligence? Sofortige Analysen zu allem auf Knopfdruck?

Der disruptive Technologische Wandel hat erst begonnen. Linsen, welche den Blutzucker messen, nukleare Energie (Kernfusion), welche den Strombedarf der Welt decken wird, etc, etc. Es bleibt spannend!

gartner-emerging-technologies-2015 Hype Cycle
Gartner 2015
gartner-emerging-technologies-2011 Hype Cycle
Gartner 2011

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0  – Palo Stacho

Der Einfluss der digitalen Disruption auf Leadership – Patrick Warnking Google Schweiz

Hör zu, messe und öffne einen direkten (digitalen) Kanal zu Deinen sich emanzipierenden Kunden, sonst kannst Du zukünftig nicht mehr entscheiden und führen, so Patrick Warnking von Google am 11.11.2015 an einem Vortrag der Uni Zürich.
Früher machte man Führungsentscheidungen auf Basis von wenigen und veralteten Daten. Heute und vorallem morgen muss man Entscheidungen auf Basis von Trendanalysen aktueller Daten machen, auch weil der Kunde/Käufer immer wie stärker in die Geschäftsbeziehung einbezogen ist und einflussreicher wird.

Wieso wird Führung im Zeitalter der Digitalen Disruption eine grössere Herausforderung? Das war die zentrale Frage beim Vortrag von Patrick Warnking. Der grösste Treiber der digitalen Transformation ist der Kunde oder der Käufer (Anm: Da ist der Geschäftsmann 2.0 absolut einverstanden).

Führung braucht BigData um richtig zu bleiben
Führung braucht zukünftig Big Data!

Warnking ging darauf ein, dass Führungsentscheidungen in der Vergangenheit auf wenig und “Daten von Gerstern” gemacht wurden und immer noch werden. Heutige und vorallem zukünftige Führungsentscheidungen benötigen eine Unterfütterung von  Informationen auf breiter Basis und vorallem auf Basis von laufenden Trends, welche im Internet (Google lässt grüssen) gemessen werden können.  Oder besser: Gemessen werden müssen. Und das macht Führung zu einer grösseren Herausforderung als Sie jemals war.  Dieser Zustand wird sich noch verstärken, denn aktuell (2016) sind “nur” 3 Milliarden Menschen online, 5 Milliarden werden in den nächsten Jahren noch dazu kommen!

Die digitale Disruption erlaubt eine 1:1 Beziehung und Zuhören  Die Schweizer Uhrenhersteller kennen weniger 10 % Ihrer Kunden. Tesla oder Zalando kennen 100 % Ihrer Kunden!  Und Sie haben zusätzlich eine 1:1 Beziehung durch Ihre Apps, dem ‘Digitalen Kanal’. Weiter werden die  Kunden immer wie anspruchsvoller und sind noch mehr online. “Vierundzwanzigstundenlangonline, Shitstorms, an gutes Design gewöhnt und so weiter”: Die Kunden werden demanding und haben untereinander auch eine Beziehung, nicht nur zum Anbieter. Zuhören ist gefragt! Diese Kanäle müssen genau beobachtet werden, sagt Warnking (Google – bzw. Google Analytics – lässt erneut grüssen). Die Firmen und deren Führungen müssen die Fähigkeit zum Zuhören entwickeln. Da ist Analytics nur das technische Thema, die Ansprüche der Kunden sind da viel wichtiger, welche die Anbieter heute erkennen können und müssen, um weiterhin innovativ zu bleiben.

Fazit: Zuhören lernen, messen (BigData), anspruchsvollere, emanzipierte und immeronline Kunden, mit welchen man anhand gutem Content interagieren oder auf neudeutsch “engagen” muss.  Interessanter Vortrag von Patrick Warnking. Doch Leser dieses Kanals haben diese Erkenntnis bereits vor Jahren gemacht oder? Weiter besteht “Führung 2.0” nicht nur aus den obigen Elementen, das ist viel mehr! Da gehören viel mehr Sachen dazu, Lean, die Sharing Economy, Deflationäre Wirtschaft, Unternehmer 2.0 undundund dazu!

Beiträge des Geschäftsmannes 2.0 zu

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0  – Palo Stacho (Twitter)

PS: Die Ausführungen von P. Warnking sind persönliche Sichten und nicht die Meinung von Google.

Topic: The Department of Economics: A guest lecture by Google Switzerland’s Country Director, Patrick Warnking.

What are potential trends and success factors in the context of digital transformation? What challenges might occur for customers and us as normal human beings? In this exclusive lecture, Patrick Warnking will illustrate the changes associated with the application of digital technology in aspects of human society and what this means for business models and performance rates.

The lecture took  place on November 11, 2015 at 6.30 pm at the Department of Economics, Schönberggasse 1, 8001 Zürich 

Patrick Warnking is a member of the Advisory Board of the Department of Economics. In 2007, Warnking took on the role as Industry Leader Entertainment for Google Germany. He’s been Country Director of Google Switzerland since January 2011, currently focusing on consulting, supporting and leading (digital) transformation for customers and partners in and around Switzerland.

Wie Alphabet/Google aktiv den deutschen Sprachraum diskriminiert. Der Film “Code Girl” ist trotzdem sehenswert!

Väter und Töchter, schaut den Film Code Girl, das ist mehr als Inspiration, leider nicht auf Deutsch! Wenn nicht bis am 5.11.2015 gratis auf Youtube, dann halt im Kino.

Nur bis am 5.11.2015 - Der Codegirl Film auf Youtube als Sneak Preview - Made with Code Initiative
Nur bis am 5.11.2015 – Der Codegirl Film auf Youtube als Sneak Preview

Vom ländlichen Moldavien, übers städtische Brasilien bis hinzu ins zu einer Agglomeration in Massachusetts: Der Film folgt CODEGIRL Teams im High-School-Alter. Mädchen aus aller Welt, die drei Monate Zeit haben, um eine mobile Anwendung zu entwerfen, welche ein Problem in ihrer Gemeinde löst. Das Siegerteam erhält zehntausend Dollar, um ihre App zu vervollständigen. Aber jedes Mädchen entdeckt für sich etwas Wertvolles auf dem Weg. Deutschsprachige Codegirls: Meldet Euch doch hier an! https://www.madewithcode.com/

Nur bis am 5.11.2015 – Der Codegirl Film auf Youtube als Sneak Preview:  

Leider nicht auf Deutsch. Der Geschäftsmann 2.0 wollte diesen Film mit seiner Tochter auf Deutsch sehen, leider hat er Ihn nicht gefunden! Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Hindi sind auf Youtube vorhanden, aber nicht auf Deutsch. Meint Ihr, ist das Absicht?

Sagt dem Geschäftsmann 2.0 Eure Meinung, So Long, Euer Palo Stacho.