Der Tod von Twitter und die Vergewaltigung der sozialen Netze – Umair Haque zum Missbrauch 2.0

Twitter sei am Sterben.  Umair Haque, einer der jungen Lieblingsökonomen des Geschäftsmannes 2.0 ortet in seinem Essay den Grund dafür neben mangelndem Wettbewerb die Vergewaltigung des sozialen Netzes.

Twitter: Nur noch gewalttätig, öde und Grau
Twitter: Nur noch gewalttätig, öde und grau

Der grosse Missbrauch – Umair behauptet, dass das grösste Problem der Betreiber von den sozialen Plattformen die missbräuchliche Verwendung und die Übergriffe seien. Das sei schlimmer als die Probleme mit der Monetisierung (mit dem Geschäftsmodell Geld verdienen), der Regulation, den unglaublichen Investitionskosten oder der Zensur. Twitter wurde als globaler Treffpunkt gepriesen, doch Haque verortet dort nur noch Geschrei, Belästigung, Drohungen, Mobbing, Stalking, Tyrannei und Mobbing. Da werde gewaltsam bedroht und man kann nicht einmal die Polizei rufen. Und sowieso: Twitter fühle sich nur noch an wie ein Friedhof.  Die Betreiber der Plattformen nehmen dazu keine Stellung und sehen keinen Handlungsbedarf. Der Missbrauch ist bei denen kein, Thema, lediglich mehr Werbung.

Twitter als Plattform für Polemik 2.0 und Populismus 2.0.  Für Haque haben sich die verbleibenden Benutzer, welche Twitter nicht verlassen haben, sich in themenspezifischen Stämmen zusammengeschlossen. Übt jemand Kritik oder macht jemand eine Bemerkung, welche dem „Stamm“ nicht passt, dann wird er allen Mitteln bekämpft, über und unter der Gürtellinie.

Sittenverfall 2.0 –Der grosse Sittenverfall sei auch erklärbar .  Im Zentrum der Technologie liege ja auch der Programmcode und nicht das Benehmen: „Q&A in technology is considered an issue of code — not conduct“ schreibt Haque.  Die ständigen Übergriffe passieren in den sozialen Medien überall von überall her von Individueen, welche man nie zu Gesicht bekommen wird.  Er kommt zum Schluss, dass die Gesellschaft der Übergriffe der Megatrend im Web und schlussendlich auch auf dem Globus sei (Abusive Society). Die erhoffte digitale Revolution sei zur digitalen Tyrannei mutiert.

Was meint der Geschäftsmann 2.0 dazu? – Haque hat sicher bis zu einem gewissen Grad Recht. Auch er nimmt die Entvölkerung auf Facebook und Twitter wahr. Der Ton auf Twitter ist zeitweise rüder geworden und auch der Content scheint abgenommen zu haben. Und richtig: Die Retweets haben zugenommen.  Doch es gibt immer eine Pendelbewegung. Aktuell schwenkt das Pendel eher in Richtung Ernüchterung und Desillusionierung zum Thema soziale Netze.  Aber das Pendel wird zurückschwingen und das Web 2.0 und auch Twitter werden überleben. Die Revolution ist da!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Lesen – Umair Haque: The New Capitalist Manifesto: Building a Disruptively Better Business. Harvard Business Review Press 2010. ISBN 978-1422158586 . Das war eines der ersten Bücher des Geschäftsmannes 2.0 zur grossen Disruption.

 

Verkehr 2.0 wird Europa und die Finanzindustrie mehr verändern als alles Andere

Autonome, fahrerlose Fahrzeuge und die deflationären Kräfte der Sharing Economy werden die vom Autobau geprägte europäische Wirtschaft in nicht geahntem Masse umwälzen. Das Gleiche gilt für die Versicherungsgesellschaften, deren Autoversicherungsgeschäft sich in in Luft auflösen wird.

“Es wird weniger Autos in den Strassen haben – Vielleicht nur 30% der Menge, welche heute vorhanden ist” – Sebastian Thrun, früherer Entwicklungsleiter des Google Auto

Ein typisches Auto wird in 96% der Zeit nicht gebraucht.  Eine Studie der Columbia

Ich bin ein Disruptor - Google Auto by Angelina
Ich bin ein Disruptor;  Google Auto by Angelina

Universität sagt aus, dass die 13’000 ‘Cabs’ in New York durch 9’000 selbstfahrende Taxis ersetzt werden könnten. Eine andere Studie der OECD für die Stadt Lissabon zeigt, dass “Taxibots” die Anzahl benötigter Fahrzeuge in der Stadt um 80 bis 90 Prozent verringern würden. Gemäss dem Economist hat in der Region San Franzisco niemand Angst vor den Google Autos, Zwar nerven sie, weil die Fahrzeuge warten, bis der Fussgänger den Streifen ganz verlassen hat, aber ansonsten sind diese akzeptiert. Bis heute haben diese 2.9 Millionen Kilometer zurückgelegt, dabei gab es nur 12 kleine Unfälle, keine Verletzten und schon gar keine Toten!

Wenn 90% der Fahrzeuge in den USA selbstfahrend wären, dann würden die jährlichen Verkehrstoten von 32’000  auf 11’300 fallen und die Städte könnten die Parkplätze, welche durchschnittlich 24% der Stadtfläche ausmachen, anders nutzen.

Und in Europa? Rosige Aussichten für Google, Tesla und die USA und hoffentlich auch für Europa! Unser Kontinent wird mitgeprägt vom Autobau, sei es bei den Italienern, bei den Franzosen und bei den Deutschen sowieso. Auch Grossbritannien hat eine riesige Automobilindustrie, auch wenn es keine britischen Volumenmarken mehr gibt. Portugiesen, Spanier und Tschechen haben auch riesige Autofabriken. Natürlich freut es auch jeden Europäer, wenn seine Städte nicht mehr mit belegten Autoparkplätzen zugestopft sind und es viel weniger Unfälle und Verkehrstote gibt. Nur, was passiert mit der Automobilindustrie, was passiert mit den (europäischen) Autobauern, wenn diese nur noch ein Drittel ihres heutigen Volumens verkaufen? Was passiert mit den Automotive Zulieferern in der Schweiz, wenn die Deutschen nur noch 30% des heutigen Auftragsvolumens vergeben? Und was passiert mit den Versicherungsgesellschaften, nicht nur in der Schweiz, sondern überall? Es wird viel weniger Automobilversicherungspolicen mehr geben und da die Risiken im Strassenverkehr massiv zurückgehen werden, gibt es für die Versicherungsgesellschaften nichts mehr zu verdienen! – Wir werden über Jahrzehnte eine deflationäre Marktentwicklung erleben. Jeder Banker und Volkswirtschafter hat Angst vor einer Deflation, aber die U(e)BER-Deflation wird kommen wie das Amen in der Kirche!

Ist das gut? – Musk und Page als reizender Stachel im Fleisch der europäischen Wirtschaft  Das deflationäre Marktumfeld ist das einte, das andere ist der Arbeitsmarkt: Wie sieht denn die europäische Wirtschaft und dessen Arbeitsmarkt aus, wenn die Autobauer zukünftig 70 – 80% weniger Belegschaft brauchen?

Hoffen wir, dass Larry Page von Google und Elon Musk von Tesla als Stachel in der Europäischen Automobilindustrie genügend weh tun, dass wir uns auf dem ‘alten Kontinent’ tiefgreifend erneuern werden!

Fazit: Verkehr 2.0 wird ergo einen riesen Einfluss haben, viel mehr auf unsere Wirtschaft als auf unsere Mobilität, einverstanden?!

Wir leben in spannenden Zeiten! So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Quellen: Urban Mobility System Upgrade (see PDF), Economist, Columbia University ‘Transforming personal mobility’

Das ultimative Value Proposition Design Cheat Sheet – Der VPD Spickzettel

(Update März 2019) Hier finden Sie alles zum Einstieg und zur Arbeit mit der Value Proposition Design Methode von Alexander Osterwalder. Templates Lernhilfen, Beispiele und weiterführende Links. Uebrigens: Hier geht es zum ultimativen Business Model Generation Cheat Sheet!

Powerpoint Vorlagen

VPD-Gesamtes Powerpoint File mit den Value Proposition Design Templates zum selber ausfüllen
Alles: Powerpoint Template mit Value Proposition Design Grafiken

Lernhilfen

Value Proposition Design Value Map and Customer Profile
VPD: Value Map & Customer Profile
VPD-Gesamtes Powerpoint File mit den Value Proposition Design Templates zum selber ausfüllen
Alles: ppt Template mit VPD Grafiken
VPD Methode Mind Map (jpg)
VPD Methode MindMap (jpg)
Interaktives MindMap (Flash)
Interaktives MindMap (Flash)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erklärvideo zum Value Proposition Canvas (4 Min.) 

 

Weiterführende Links

Bücher

 

 

 

Software, Credits und Quellen

Die Mindmaps sind mit dem freien Softwareprogramm Freemind erstellt worden. Es ist verfügbar für Mac und für Windows. Erstellt wurden die Mindmaps unter Zuhilfenahme der Quellen Business Model Generation, Alexander Osterwalder, Yves Pigneur, 2011 Frankfurt a. M. / ISBN 978-3-593-39474-9 sowie Value Proposition Design ISBN 978-1118968055. Geschäftsmann 2.0 und Social Business von Palo Stacho stehen unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz.

Software Downloads

Für alles Andere – Fragen Sie mich, ich freue mich auf Ihre Nachricht:

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Die Value Proposition Design Toolbox für Unternehmer & Intrapreneure – Ein Entrepreneurial Werkzeugkasten von Alex Osterwalder

Die Value Proposition Design Toolbox ist eine Anleitung zum Firmenaufbau und eignet sich nicht nur für Startups: Wie bringe ich eine Idee oder ein Produkt zur Serienreife und wie gehe ich beim Aufbau vor? Dafür braucht es heute nur noch ein Buch, nämlich das vom Strategiestar Alexander Osterwalder. 

Business Model Generation mit seinen BMG-Canvas hat sich in weniger als 5 Jahren einen festen Platz in der Startupwelt geschaffen und zwar global. Jetzt kommt “VPD”.

Nun kommt „Value Proposition Design“

Die Value Proposition Design Toolbox ist eine Weiterentwicklung von „BMG“. Einerseits adressiert Osterwalder mit seinem neuen Buch den schwierigsten Teil im Business Model Canvas, nämlich das Wertangebot, die Value Proposition. Andererseits hat „VPD“ im Gegensatz zu „BMG“ eine dynamische Komponente: Es beschreibt den Weg, wie man Geschäftsideen oder Businessmodelle entwirft, aufbaut und prüft. Ein Werkzeugkasten für Unternehmer zum selbermachen, das ist Strategiemanagement 2.0 und noch viel mehr!

Das Alles ist Value Proposition Design Toolbox von Osterwalder - VPD
Das alles ist Value Proposition Design! Vom Entwurf bis zum Ausbau der Geschäftsidee

Das alles ist die Value Proposition Design Toolbox:

  1. Anleitung wie man Werte schafft oder werthaltige Dienstleistungen kreiert.
  2. Wie man diese Werte und DL passgenau weiterentwickelt (testen, testen, testen zuhören, zuhören), wie man dazu
  3. Die Kunden, die Abnehmer analysiert und für alles
  4. ein strategisches Cockpit und Big Picture unterhält, damit und
  5. wie man laufend viele Build-Measure-Improve Zyklen durchläuft und glechzeitig
  6. die Kommunikation intern und extern synchronisiert ausrichtet wie
  7. man auch alle Stakeholder synchronisiert und ausrichtet

Kurz: Die Value Proposition Design Toolbox ist ein Werkzeugkasten für den Entwurf und Aufbau von Geschäftsmodellen, sowie Anleitungen für den Ausbau der Leistung und der dazugehörigen Firma.

Teil 1 – Suchen

Dazu  können neben der altbekannten Business Model Canvas auch zwei neue grafische Objekte dazu, nämlich das Kundenprofil und die Value Map.

  • Kundenprofil und Value Map bei der Value Proposition Design ToolboxIm Kundenprofil – dem Customer Profile werden mit Post-It’s die Kundenjobs, sowie die Kundenpains und deren Gains (Gewinne/Nutzenpotentiale) geführt.
  • In der Value Map werden die anzubietenden Produkte und Dienstleistungen, die Gaincreators (GC) und die Painrelievers (PR) geführt.

Wenn man die Value Map und wenn man das Kundenprofil abgefüllt hat, dann werden diese anhand eines Fit-Checks geprüft und anschliessend wird die (ggf. vorgängig schon abgefüllte) Business Model Canvas mit einer nun hoffentlich richtig guten Value Proposition erweitert.

Teil 2 – Gas geben

Dieses Wertangebot wird dann mit dem Lean Startup Zyklus weiterentwickelt und die Firma ausgerichtet (aligned communication, aligned stakeholders). Weiter werden alle möglichen Arten von

  • Tests und von
  • Prototying demonstriert. Dabei kommen auch sogenannte
  • Testingcards und auch
  • Learningcards zum Einsatz.

Das alles ist Value Proposition Design – So Long Euer Geschäftsmann 2.0

 

Bei Unklarheiten fragen Sie mich hier oder lesen sie unten weiter:

Die Serie des Geschäftsmannes 2.0 zur Value Proposition Design Toolbox

1. Der Werkzeugkasten für Unternehmer und Intrapreneurs
2. Wieso es das beste Strategiebuch aller Zeiten ist
3. Die Methode: Übersicht
4. Der Entwurfsprozess beim VPD
5. Der Unterschied zwischen BMG und VPD
6. Benötigte persönliche Skills für einen VPD-Moderator
7. VPD & Lean Analytics & Startup Owners Manual
8. Das VPD-Cheat Sheet, der grosse Spickzettel
9. Das grosse interaktive VPD-Mindmap
10. Das Buch welches die Wirtschaft revolutionieren wird

Die unglaubliche Grösse der Weltwirtschaft mit Hilfe von Apple und des iPhone erklärt

Die Weltwirtschaft ist unglaublich gross und die Relevanz der lokalen Märkte nimmt ab. Wie kann ein Individuum die Grösse des Weltmarktes abschätzen oder ‘spüren’? Dank Apple und deren Verkaufszahlen kann sich jedermann und -frau ein Bild machen. 

iPhone is sold 36000 times per hour in Q4/2014 - iPhone with pink cover
Ich werde 36000-mal die Stunde verkauft!

Dass das Smartphone die ‘Dampfmaschine unserer Zeit’ ist, hat inzwischen wohl jeder begriffen. Der Geschäftsmann hat schon vor Jahren hierzu ein interessantes Referat gehalten (hier). Zusammen mit dem Eroberungszug des Smartphone geht eine neue Welle der Globalisierung einher. Den aktuellen Tendenzen zur Abschottung der Märkte zum Trotz: Die Welt wird ein geminsamer grosser Markt, auch dank Smartphone und dem Internet.

Nur, wie gross ist dieser globale Markt? Welche Grössen muss man sich da vorstellen? Kann man sich das überhaupt als einfacher Mensch vorstellen?

Zum Glück gibt es Apple und das iPhone. Wir schreiben den März 2015 und in den letzen Monaten hat Apple einige Zahlen geliefert, mit welchem jeder sich vorstellen kann wie riieesig unser Globus und seine Wirtschaft ist: Im letzten ganzen Quartal hat sich ein Prozent der Weltbevölkerung ein iPhone gekauft. Das macht 74 Millionen Geräte in drei Monaten. Damit so was möglich ist, braucht es eine Fabrik, welche 34’000 iPhones die Stunde produziert, denn soviele Geräte wurden stündlich im letzten Quartal verkauft. Diese Zahlen haben dem Geschäftrsmann 2.0 geholfen, damit er die Grösse der Weltwirtschaft erahnen kann. Wie geht es Euch? Hilft das? Ein kurzer Kommentar wäre willkommen!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS: Apple hockt zur Zeit auf einem Geldberg von 178 Milliarden Dollar. Diese angehäuften Gewinne reichen z.B aus, um DEN Computerriesen des letzten Jahrtausends, die IBM einfach so kaufen zu können. Bei einem Quartalsgewinn von 18 Milliarden Dollar bräuchte Apple beim aktuellen Geschäftsgang nur zweieinhalb Jahre um so einen Geldberg anzuhäufen. Da ist Dagobert Duck ein Waisenknabe….

Quellen:

Verwendung von Big Data zur Bekämpfung von Extremismus – Twitter und radikale Hashtags

Ein aktueller Fall einer jungen britischen Islamistin zeigt, wie der Twitter Stream dieser Person zur Prävention oder zur Bekämpfung des extremen Islamismus ausgewertet werden könnte. Shamina Begum’s Hashtags.

In den letzten ein zwei Jahren wurde und wird immer wieder der Film Minority Report herumgereicht, wo da irgendwelche drei Weisen im Wasser liegen und die Zukunft, wie auch Verbrechen voraussagen. Dem Geschäftsmann 2.0 ist diese Thematik beinahe seit Jahrzehnten bekannt. Um die Mitte des letzten Jahrzehnts begannen die ersten Projekte, welche unter dem Thema “Predictive Analytics” liefen. So war der Geschäftsmann z.B mit einem Projekt konfrontiert, bei welchem ein Schweizer Finanzdienstleister das Konsumverhalten von Retailkunden voraussagen wollte. Damals war das unglaublich komplex und die Prognosegenauigkeiten waren tief. Doch heute ist das anders.
Shamina Begums radikale Hashtags - Isys calling (Economist)
Shamina Begums Hashtags (Quelle Economist)

Die Britische Zeitung Economist hat aufgezeigt, wie man den Twitter-Stream eines Individuums auswerten kann und dabei die Radikalisierung der Person misst. Shamima Begum, eine junge Schottin, welche heute wahrscheinlich irgendwo in Syrien an Seite des sogenannten “Islamic State” kämpft, war auch auf Twitter (hier ein Bild) aktiv. Ihre über 11’000 Tweets sind voll von Hashtags. Diejenigen mit radikalem Charakter nahmen immer wie mehr zu. Die Zeitung hat dafür die letzten 200 Tweets ausgewertet.

Regierungsstellen werten so etwas sicher heutzutage schon aus, oder sie sind mit Hochdruck dran, solche Systeme aufzubauen. Es würde den Geschäftsmann 2.0 sehr interessieren, ob das Twitter API solches Datenabsaugen zum Zweck der Bürgerüberwachung erlaubt bzw. ob Twitter hier mit den Regierungen zusammenarbeitet. Weiss da jemand mehr?
Das ist leider die schlechte Ausprägung des Homo Coniunctus….So Long Euer Geschäftsmann 2.0

BigData in einer Stunde erklärt – Tom Davenports Webcast zu Analytics 3.0

BigData ist in aller Munde. Auch auf diesem Kanal wurde in den letzten Monaten darüber berichtet. Wichtig sind für den Geschäftsmann 2.0 nicht die neuen Technologien wie z. B Hadoop etc. Sondern es ist der Approach: Die Geschäftsmodelle der Unternehmungen werden von Anfang an so gestaltet, dass der Geschäftsgang laufend gemessen werden kann und laufende Anpassungen gemacht werden. Agiles Geschäften – das ist disruptiv.

Tom Davenports Entwicklung zu Analytics 3.0 und Big Data
Tom Davenport: Nach BigData kommt Analytics 3.0

Wenn Sie in einer Stunde herausfinden das Wichtigste über BigData wollen, dann sollten Sie sich diesen Web Cast der Harvard Business Review Blogs anschauen. Darin finden sich auch viele der Beispiele, welcher der Geschäftsmann 2.0 auf diesem Kanal präsentiert hat.

  1. Link zum stündigen Webcast des HBR-Blogs von T. Davenport
  2. Link zur Slideshare Präsentation Analytics 3.0 von Tom Davenport

Mehr zu Big Data:

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0 – Und er bleibt immer noch 2.0

Social Media ist nicht Social Business, das zeigen auch diese Zahlen

Eine im Herbst 2014 veröffentlichte Studie zeigt, dass die meisten Unternehmen zwar Social Media machen aber nicht Social Business.

“Social Media machen” heisst, das bestehende Geschäftsmodell auf Web 2.0 und die Socialen Netzwerke anpassen. Social Business heisst, ein Geschäftsmodell aufbauen, welches sich in allen Geschäftsbereichen die heute möglichen Web 2.0 Angebote und Plattformen zu Nutze macht. So eine Firma sieht dann ganz anders aus, einen CIO gibt es dort wohl nicht mehr, die Unternehmenskultur wird nicht mehr vom HR-Leiter getrieben und der Pressesprecher hat dort wohl auch keinen Platz mehr. Die Innovation und die Produkteentwicklung treibt die Crowd, mehr als die Hälfte der Mitarbeiter sind extern und in der Firma gibt es gar kein Microsoft mehr. Nur, welche gestandene Firma kann so weit gehen, sich solche Überlegungen machen und hat den Mut, diese dann umzusetzen?

Zur Studie und zu den Zahlen: Sie wurde von der Uni ZH gemacht zusammen mit Lithium. Man sieht, dass unter Social Business eben ‘nur’ Social-Marketing, Social-Recruiting, Social-Support oder Social-Commerce verstanden wird. Bestehende Geschäftsmodell-Elemente verwenden “social” als Turbolader. Siehe untenstehende Grafik:

social_business_lithium_unizh_activities

 

Und folgende Zahlen sind dem Gmann noch besonders ins Auge gesprungen:

92 Prozent der Unternehmen nutzen Facebook, aber nur 17 Prozent haben eigene Foren oder Communities. Ein fataler Fehler findet der Gmann, eigene Communities sind ebenfalls zu bauen!

70 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass sie Social Media intensiv nutzen, das trifft aber in Wirklichkeit nur auf 48 Prozent zu. Es ist meistens nur Facebook und häufig viel zu wenig Google…

Hier kann die ganze Studie downgeloadet werden, sie ist nicht zu gross (gut)!

Und hier gehts noch zum Artikel, wo die ersten schon das Ende des Social Business verkünden…. ….so Long, Euer Geschäftsmann 2.0, Pavel Stacho

Internetnutzung heute – Medienwandel in der Schweiz 2015 und Socialnomics 2015

2015 gibt es 1.4 Mia Facebook User, wovon 890 Mio täglich aktiv sind, so der Bernet Blog. Trotzdem sind Private Social Media Plattformen wie WhatsApp oder SnapChat im Vormarsch, siehe weitere Internettrends 2015. Der Medienwandel ist immer noch nicht abgeschlossen.  Aktuell gibt es 2.7 Mia Internet-Benutzer und langsam setzt das Internet of Things zum Vormarsch an. Das Internet wird weniger amerikanisch, 1996 waren zwei Drittel der www-User Amis, heute ist es nur noch jeder Zehnte!

Aus Schweizer Sicht sieht das heute so aus: Die Familie des Geschäftsmannes ist 4 Monate im Jahr online, die durchschnittliche CH-Familie gibt 3500 CHF im Internet aus und pro Jahr gibt es 300 neue Sendemasten in der Schweiz.  Das untenstehende Fünf Minuten Video der Uni ZH ist zwar nicht mehr ganz taufrisch, aber immer noch brandaktuell und beinhaltet noch viel mehr Infos.

Medienwandel in der Schweiz 2015 sieht (immer) noch so aus:

 

Social Media Revolution 2015 #Socialnomics
Der Liebling vom Gmann20 ist jedoch immer noch der Erik Qualman mit seinen knackigen Socialnomics Clips. Aktuell gibt es wohl die vierte oder fünfte Version des Clips in der 2015er Ausgabe mit polarisierenden Statements: Die Menschen haben inzwischen mehr Smartphones als Zahnbürsten, oder nun die Altersklasse der Grosseltern die am meisten wachsende User-Gruppe auf Twitter ist. Die schockierendste Behauptung ist, dass die Aufmerksamkeitsspanne nun auf 7 Sekunden gesunken ist (Goldfische haben 8 Sek)! Must watch:

Das zusätzlich explizit nennenswerte – was wohl noch dieses Jahr dazu kommt – ist, dass die Smartwatches mit der Lancierung der Apple-Watch in Schwung kommen… der echte Beginn von Wearable Technologie

…so Long, Euer Geschäftsmann 2.0

16 ausgewählte Internet Trends 2015 – Das treibt das Social Business

Alle Industrien werden durch das Internet und die Smartphonification grundlegend verändert. Der technologische Wandel ist noch nicht abgeschlossen, sondern wir sind erst am Anfang, auch wenn diverse “Gurus” das Gegenteil behaupten, wie zum Beispiel der bekannte VC Peter Thiel (Innovation is slowing down).

Was geht also ab im Jahre 2015? Es folgt eine Selektion des Geschäftsmannes 2.0:

  1. Wir haben 4 bis 5 mal soviel Bildschirme zu Hause als vor 10 Jahren, kein Wunder wächst die Mobile Datenübertragung mit 82% zum Vorjahr.
  2. +52% Tablets sind 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 52% mehr geworden, der Tablet ist der neue PC, inzwischen nutzen 439 Mio Leute dieses Gerät (Laptop 789 Mio, Desktop 743 Mio)
  3. +20% Smartphone Nutzer haben im Vergleich zum Vorjahr um 20% zugenommen
  4. 30% ist die Smartphone Penetration bei den Handy-Usern, das sind 1.6 Mia Geräte (von Total 5.2 Mia Mobile Phones, in China sind gar
  5. 80% der Chinesen mit Smartphones unterwegs, nämlich 500 Mio
  6. Mobile WebSeiten sind innert Jahresfrist von 14% auf 25% angewachsen (2013 zu 2014)
  7. Twitter verdiente am aktiven Benutzer (=Werbung klickenden) 3.50$, Facebook 7$ und Google 45$ (ARPU=Average Revenue per User*)
  8. Das bedeutet, Google verdient 6 mal mehr am Benutzer verdient als FB und FB verdient doppelt soviel wie Twitter am Advertizing-klickenden MAU*
  9. Die Internetschulen werden flügge: 430Mio Views bei der Khan-Academy, 65 Mio Kurse auf ITunes U und 7 Mio auf coursera. Und alle haben Wachstumsraten von über 50%
  10. Nur rund 6% der Internetschulungs-Nutzer kommen aus Europa!
  11. Facebook verliert Aufmerksamkeit an Private Social Media Plattformen wie SnapChat oder WhatsApp
  12. Heute werden doppelt soviel Bilder auf WhatsApp geteilt als auf Facebook!
  13. Pro Tag – Im Februar 2014 wurden auf den Private Social Media Plattformen folgende Volumina von Messages oder “Swipes” pro Tag getätigt: Tinder 800 Mio, Snapchat 700 Mio, WhatsApp 50 Milliarden (pro Tag!)
  14. Ein Artikel/StatusUpdate/Tweet hat die Hälfte der Leser auf Twitter nach 6.5 Stunden erreicht und bei Facebook sind es 9 Stunden
  15. Postillion d’Amour 2.0 bzw. Dating in der Bar reloadet: Die “Proximity-” und “Matching-” Plattform Tinder generiert 11 Millionen Matches pro Tag. Tinder wird 800 Millionen mal pro Tag aufgerufen (sogenannte Swipes)
  16. Wieso BigData aktuell so viel Aufmerksamkeit bekommt: IDC sagt, dass 34 % der Daten im Digitalen Universum nützlich oder sinnvoll ist. Lediglich 7% sind klassifiziert oder bereits getagged (z.B durch Sensoren oder Internet of Things). Und nur 1% der Daten wird aktuell analysiert.

*ARPU ergibt sich aus Googles Bruttoertrag & Comscore Unique Visitors. Auf das Jahr umgelegte Monats-Umsätze von monatlich aktiven Usern (MAU). Der Google ARPU ist berechnet mit Hilfe der Bruttoerträge von Google und der Comscore Unique Visitors. Quelle SEC Filings & Comscore, kpcb.com/InternetTrends

Weitere Quellen: Tablet & Smartphone Growth Morgan Stanley Research 5/14, Mobile Taffic Cisco Visual Networking Index 5/14, IDC 5/14, Screens: Für TV Display Search & Philips , PC Screens: Morgan Stanley Research

Die Top 5 des Geschäftsmannes im 2014

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Falsch verstandene Kindererziehung, Reue im Sterbebett, Pitchen oder attraktive Geschäftsmodellmodellentwürfe – Die persönlichen Lieblingsbeiträge des Authors im 2014.

Der Geschäfrsmann 2.0 schiebt heute sogar noch einen nach und liefert einen zweiten Rückblick für das Jahr 2014, nämlich seine persönlichen Lieblingsbeiträge:

  1. Die fünf am meisten bedauerten Dinge im Sterbebett zeigen, um was es wirklich geht im Leben. Nicht vergessen, immer daran zu denken!
  2. Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle Businesspläne – Business Model Generation ist eigentlich eine ganze Beitragsreihe, welche im ultimativen BMG-Spickzettel gipfelt. Diese Methode hat sich innert 4 Jahren auf dem ganzen Globus etabliert. Wahnsinn!
  3. Kindererziehung 2.0 falsch verstanden, aber manchmal bleibt einem nichts anderes übrig, als täglich das Wifi-Passwort zu wechseln 😉
  4. Der Good Country Index – Politiker 2.0 denken über Landesgrenzen
  5. Ackerbauern 2.0 – Digitale Disruption auf dem Bauernhof, wie die Rezeptpflanzung die Landwirtschaft revolutionieren wird. Ein super Beispiel von BigData, deswegen hat der Gmann 2.0 den Artikel extra vom Englischen ins Deutsche übersetzt.

Ich danke Euch allen, dass Ihr meinen Blog liest und Merci für Eure Treue. Ich wünsche Euch Allen ein ganz tolles, innovatives und disruptives 2015!

Liebe Grüsse Pavel Stacho

PS: Pitchen mit dem Geschäftsmann 2.0 kann ich auch noch empfehlen, der Artikel wird immer noch sehr gerne gelesen…

Bauernhof 2.0 ist vielschichtig: Vertical Farming oder Urban Farming

Wenn der Bauernhof in die Stadt kommt. In den USA werden ehemalige Industriegebäude günstig und effizient zu Bauernhöfen umgenutzt, in der Schweiz sieht das eher alternativ aus.

Gemüseanbau in der Stadt, FarmedHere oder UrbanFarmers machen Vertical Farming - Bauernhof 2.0
Ich bin ein Gemüse-Acker in der Stadt

Der Geschäftsmann war vor einigen Jahren vom Konzept der Urban Farmers, deren Anlage in Basel und von den Möglichkeiten in der Schweiz begeistert. Leider ist es um die Firma recht ruhig geworden. Urban Farming wurde auch in anderen Ländern in Angriff genommen, so rutscht z.B in den USA der Bauernhof in die Stadt rein. In Chicago betreibt farmedhere.com eine sogenannte Vertical Farm. Da wird auf vielen übereinanderliegenden Regalen in einem alten Industriegebäude auf x Stockwerken Gemüse angepflanzt. Das passiert ressourcenschonend, mit Tröpfchenanlagen (NICHT Hors Sol), LED-Lampen und unter Berücksichtigung der bestehenden Bausubstanz. Warum umbauen?! Den Bau von aussen, wie auch andere Urban Farming Konzepte kann man hier anschauen. Sehr beeindruckend. Der Witz dabei ist, das Ganze kostet weniger als ein Bauernhof!

Mehr Interesse zur Landwirtschaft und zur 2.0? Dann lesen Sie den Artikel zur digitalen Disruption auf dem Bauernhof (Rezeptpflanzung mit Hilfe von BigData), es übrigens der Lieblingsartikel des Geschäftsmannes 2.0 im Jahr 2014…

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0