Ein UBER für Alles – Apps und Plattformen revolutionieren das tägliche Leben: SpoonRocket, Medicast, Alfred, Tinder etc.

“UBER ist überall – Es lebe die App für jede Lebenslage!” – Web 2.0 mal praktisch (27)

Für Alles eine App und ein wenig mehr –Von der vermeintlichen Netzwerkgesellschaft zum knallharten Plattformkapitalismus. Smartphone Apps verbunden mit Internetangeboten, welche das tägliche Leben vereinfachen sind zur Stunde ausgesprochen angesagt, versprechen Sie doch ein global skalierendes Geschäftsmodell. Wäre der Geschäftsmann 2.0 ein Angestellter oder Unternehmer in San Francisco oder in der Bay Area, dann würde sein Leben noch verAPPleter sein als es schon heute ist. Eine kleine Geschichte über Apps:

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Als der Geschäftsmann 2.0 aus seinem Haus in der Nähe von Palo Alto tritt, verabschiedet er sich von seiner kränkelnden Frau und steigt in den gerade zugefahrenen Tesla, in welchem schon zwei Personen sitzen. Seine morgendliche, anderthalbstündige Fahrt nach San Francisco in sein Office Nähe Mid-Market teilt er sich mit Hilfe von Sidecar. Im Stau in Richtung City managed er seine Kleinarbeiten mit der Assistentin von Fancy Hands. Er ist an diesem Tag nicht der Fahrer, so kann er anschliessend auch gleich den Stand der Arbeiten für sein neues Firmen-CRM prüfen. Dieses hat er über TopCoder an einen philippinischen Entwickler vergeben. Im Nachgang prüft er, immer noch im Stau, die neu entwickelten Webseitenmodule, welche er über Elance an einen lokalen Freelancer gegeben hat, denn seinen Webinhalt will er so ‘lokal’ wie möglich gestaltet haben.

Inzwischen ist er im Büro angekommen. Noch auf dem Weg zum Arbeitsplatz bespricht er mit Hilfe der supercoolen Zoom-App das neue Produktevideo. Den Art Director und Designer hat er über Tongal gefunden, einer Plattform, welche so gut ist, dass ‘dort’ sogar Super Bowl Videos produziert werden. Nun ist es bald Mittag. An einen Lunch in einem der guten Restaurants des Mission Districts ist nicht zu denken, der Tag ist vollgepackt mit Terminen und Aufgaben. Deswegen wird über die SpoonRocket-App ein leckeres Steak mit Salat bestellt. Das Mahl wird wie versprochen zeitgerecht geliefert. Der Geschäftsmann 2.0 geniesst mit seinem Team das gepflegte Mittagessen in der Kantine.

Der Nachmittag ist zwar weniger kreativ, aber nicht weniger produktiv. Zusammen mit einem Berater von Eden McCallum führt er einen Analyse Workshop für die Marktentwicklung von Osteuropa durch. Der Berater ist ein in Grossbritannien ansässiger Pole, welcher wegen seiner jungen Familie lediglich 70% teilselbstständig arbeitet. Der Geschäftsmann 2.0 ist beeindruckt von seinen Marktkenntnissen und seiner Effizienz. Und die Leistungen sind nicht allzu teuer. Eden McCallum industrialisiert die Beraterbranche, der Berater kann viel flexibler arbeiten und der Geschäftsmann profitiert von den günstigeren Tagessätzen. Noch vor vier, fünf Jahren hätte er nicht gedacht, dass solche Workshops ohne ultrateuren Technologieeinsatz möglich sind, aber dank Conceptboard, einer b2b-Kollaborationsplattform geht das ganz einfach von der Hand! Das Schwierigste dabei ist die persönliche Umgewöhnung, ‘aber ist das nicht überall so?‘ überlegt er kurz.

Gegen Abend ist der mühsamste Teil des Arbeitstages an der Reihe; Die Markenrechte für die neue Produktelinie müssen global geschützt werden. Diese wichtige, aber monotone Arbeit erledigt er mit Hilfe von InCloudCounsel. Die Kosten sind beträchtlich tiefer, als bei der klassischen Anwaltskanzlei, welche in der Vergangenheit den Markenschutz für seine Firma erledigt hat. Inzwischen ist es halb sieben Uhr Abends geworden als er sich zum Pickup-Punkt aufmacht, um seine SideCar Fahrt nach Hause anzutreten. Zum Glück geht die Fahrt um diese Zeit nur noch ein wenig mehr als eine Stunde. Da bleiben auch die Blumen für seine Frau frisch, welche er am Nachmittag über seine Bloomthat-App bestellt hat und welche gerade vorhin von einem Velokurier geliefert worden sind.

Im Auto kommt der Geschäftsmann 2.0 langsam zur Ruhe. “Schon praktisch alle diese Helferlein in App-Form…” denkt er sich “...die Snobs von der Ostküste brauchen nicht mal mehr das, dort gibt es ja neu ‘Alfred’, dieses Portal erledigt praktisch alles für Dich, was nicht business like ist.” Bald nickt er für ein paar Minuten kurz ein.

Die Frau des Geschäftsmannes 2.0 hatte einen schwierigen Tag. Ihre starke Erkältung hatte sie geschwächt, doch es gab so viel zu tun! Zum Glück hatte sie, gleich nachdem Sie Ihrem Ehemann Adieu gesagt hatte, mit Hilfe Ihrer Medicast-App einen Doktor gebucht. Kaum eine halbe Stunde später war der ältere, erfahrene Hausarzt an der Tür. Sie kannten Sich bereits, sie waren fast Nachbarn, denn der Arzt hatte vor drei Jahren seine Praxis in der Nähe von Menlo Park aufgegeben und war in die Gegend gezogen. Jetzt machte er nur noch Hausbesuche. Dank Medicast konnte er so arbeiten, wie er wollte und auf den Praxis Stress verzichten. Die Frau nahm sich vor, all Ihre Pendenzen so rasch wie möglich zu erledigen, die Medikamente wirkten bereits. Doch sie wusste, dass die Besserung nicht von Dauer sein würde, ‘also los!‘ dachte sie sich. Ihre selber bedruckten Batik T-Shirts liefen auf Etsy ziemlich gut und sie organisierte über die Lyft-App die Abholung der fünf grossen Couverts, welche heute auf den Versand warteten. Der Bote kam beinahe gleichzeitig wie sein Kollege von Washio, welcher die grossen Tischdecken gereinigt zurückbrachte. Die Decken zusammen mit dem Hemden Ihres Mannes hatte sie gestern mit Hilfe der Washio-App abholen lassen und innert 24 Stunden war alles sauber retour ins Haus geliefert worden. Am späteren Vormittag hatte sich die Klempnerin angemeldet, das sagte zumindest ihre Task-Rabbit App. Die Mischbatterie war nicht mehr dicht und musste ausgetauscht werden. Ihr Ehemann hatte Ihr die nötige Reparatur im Bad schon seit Wochen versprochen, nun hatte sie die Sache selber zur Hand genommen, “All diese Freelancer aus der Umgebung sind ja genau für so etwas da!” dachte Sie sich. Und teuer war es auch nicht.  Während Sie auf die Klempnerin wartete, erledigte sie Ihre Mails. In der Inbox hatte Sie einige Fragen zur letzten Auftragsarbeit, welche Sie diesmal auf Mechanical Turk aufgegeben hatte. Sie hatte sich nämlich dazu entschlossen, die hunderten von Flohmarktanzeigen, welche Sie in den letzen zwanzig Jahren gesammelt hatte, zu scannen und indexieren zu lassen. Für die Vergabe von kleineren Arbeiten verwendete sie normalerweise Fiverr aber dieser Job war doch recht gross, auf Fiverr fand sich kein passender Anbieter und Fancy-Hands mit Ihren rein amerikanischen Freelance-Anbietern war für qualfiziertere und somit auch teuerere Arbeiten geeignet.

Doch nachdem die Klempnerin gegangen war, war Schluss! Die letzte halbe Stunde Smalltalk mit der jüngeren Handwerkers-Frau war zwar amüsant – die Klempnerin erzählte von Ihren Bekanntschaften mit Tinder-Männern – aber auch anstrengend. Die für den Nachmittag angemeldete Putzfrau war mit der Homejoy-App rasch abgemeldet. Anschliessend legte sich die Frau ‘kurz’ auf das Wohnzimmer Sofa. Sie  schlief sofort ein. Als der Geschäftsmann 2.0 am Abend mit den Blumen nach Hause kam, war sie immer noch fest am Schlafen. Zum Glück gibt es die Dominos’ Pizza App, da war das Not-Abendessen rasch bestellt und man konnte dabei minutengenau verfolgen, wo die Pizzen gerade waren…..

Die Apps oder Webseiten zur Geschichte:

  • Amazon Mechanical Turk Bildschirmarbeit verrichten oder verrichten lassen
  • Alfred Die Fernsteuerung für Ihre Haushaltsarbeiten, Einkaufen, Wäsche, putzen (New York und Boston)
  • BloomThat Schnittblumen on Demand
  • Business Talent Group – BTG (Berater On-Demand)
  • Dominos Pizza Kurier
  • Elance / oDesk (Heute Upwork mit neu 10%iger Gebühr)
  • Eden McCallum Mgmt Consulting / Beratung
  • Fancy Hands Get Things Done (USA basierte Assistenten)
  • Fiverr Alle Jobs für 5 Dollar (Ist in Indien tw ein Mehrtagesverdienst)
  • HANDY Putzfrauenplattform, nun auch in Grossbritannien aktiv
  • Homejoy Cleaning
  • Instarcart Lebensmittel innert einer Stunde zu Hause (So wie seit Jahren LeShop in der Scheiz oder neu auch Shopwings in Deutschland anbietet)
  • InCloudCounsel Mechanical Turk für Rechtsangelegenheiten
  • Lyft Taxidienst
  • Medicast bringt Ihm den Hausarzt zurück.
  • MyClean.com und MyClean.ch
  • Quirky Crowdgesourcee Ideen-Wettbewerbe, ähnlich Atizo
  • Shyp bringt alles überall hin.
  • Sidecar Sharing Rides
  • Spoon Rocket Essen innert einer Viertel Stunde
  • Task Rabbit das Allrounderportal, vom Klempner bis zum Servierboy für die Gartenparty.
  • Topcoder / Appirio (Für alles ein Programmierer)
  • Tongal ist Plattform für die Erstellung von Videos, warum sollte er was anderes nehmen, wenn sie schon für Super-Bowl Clips verwendet wurden
  • Tinder, bei den Jungen sehr beliebte “Blind-Date” App
  • Uber hat der Geschäftsmann 2.0  in seinem Erfahrungsbericht schon beschrieben
  • Washio Textilreinigung on Demand

Tools:

  • ConceptBoard – Dezentrale Kollaboration inklusive virtuelle Workshops
  • Zoom Videoconferencing. Hat beim Geschäftsmann 2.0 Skype und Hangouts abgelöst (älterer Beitrag hier)

Weiterlesen:

Welche Tools habt Ihr den so im Einsatz, welche App ist aus Eurer Sicht nennenswert? Ein kurzer Kommentar würde den Geschäftsmann 2.0 freuen! – So Long, euer Pavel “Palo” Stacho.

 

Zusammenarbeit 2.0 – Kollaborationswerkzeuge für verteilte Teams, Freelancer und Vereine

Die sogenannten Transaktionskosten der Zusammenarbeit nehmen massiv ab. Man muss heutzutage nicht mehr zwingend in einer Unternehmung (angestellt) sein um mit Arbeitskollegen oder Vereinskollegen zusammenzuarbeiten. Diese Werkzeuge helfen bei der Kollaboration. 

Web 2.0 mal praktisch (26) – Projektleitung,  Sitzungen, Kommunikation, gemeinsame Arbeit an Dokumenten (CoCreation) oder gar Brainstorming-Sitzungen sind heutzutage mit “Remote-Workern” möglich. Auch die vielen Vereine im Land können von diesen Werkzeuge profitieren, die Vereinsarbeit wird dadurch massiv vereinfacht!

Concept Board ermöglicht Remote Brainstormings und Kollaboration mit entfernten Mitarbeitern und Freelancern. Xmind macht es ähnlich
Kollaboratives Remotebrainstorming ist möglich dank Concept Board (siehe unten)

1. Project Management

AsanaBasecamp, Podio und Trello, sind die bekanntesten Projektwerkzeuge. Mit dieen können Aufgaben, Aktivitäten und Arbeitsfortschritte geplant, gewiesen und kontrolliert werden. Natürlich gibt es noch viele andere dort draussen, mit diesen haben wir aber schon gearbeitet und die kostenfreien Versionen sind echt gut. Wenn man wenig Geld ausgeben kann, dann bekommt man unglaublich starke Projekt-Kollaborationswerkzeuge wie zum Beispiel Jira von Altlassian.  Mehr zum Thema kann in diesem Forbes Artikel nachgelesen werden.

2. Conferences, Meetings und Kommunikation

Zoom ist das Zauberwort. Das ist eine der besten Apps der letzten Monate für Cloud-Meetings, egal ob via Iphone, Android, PC oder Mac. Klar gibt es die anderen Angebote von SkypeGoogle Hangouts, GoToMeeting, join.me oder WebEx.

3. CoCreation, Annotationen und Bearbeitung/Editing

Trotz aller Liebe für Dropbox:  Google Drive ist eine Superwaffe. Man kann gleichzeitig zusammen im gleichen Textdokument oder in der gleichen Präsentation arbeiten. Bemerkungen können im Dokument den Kollegen zugewiesen werden und diese können via Mail die Antworten schreiben, welche dann umgehend auch in den Dokumenten angezeigt werden. Wenn die Doks fertig sind, dann kann man diese immer noch nach MS-Word oder Powerpoint/Keynote exportieren, wenn man will. Weitere Google Komponenten:  Google Sheets , SlidesForms ist auch für Umfragen super geeignet!

4. Brainstorming, kreative Workshops

Ncihts ist kreativer als eine gemeinsame Session am Whiteboard oder am Flipchart. Oder eine kollektive Bastelstunde mit Schere und Kleber am Design-Tisch. Es gibt aber heutzutage Mittel, das auch virtuell nachzuahmen! Dabei ist der PC/Notebook den Tablets haushoch überlegen. Um mit entfernten Mitarbeitern Brainstormings etc zu machen, empfehlen sich Tools wie Conceptboard. Damit kann man mit einem “Shared Remote-Whiteboard” Ideen mit entfernten Mitarbeitern teilen und gleichzeitig bearbeiten.  Bilder und andere Dateien können auf das Board geladen werden.

Auch Xmind (coole Evernote Integration) und  Mindmeister (hat als einziges Tool aktuell (2015) auch eine Ipad App) sind erwähnenswert. Wie bereits gesagt sind hier PC basierte Tools wegen der Bildschirmgrösse, Multiwindowfunktionalität und den Kollaborationsmöglichkeiten klar im Vorteil. Reine Mindmap-Werkzeuge wie Freemind oder “Einbenutzer-Ipad-Apps” wie Simplemind+ und Ideaboost helfen im konkreten Anwendungsfall wenig.

  • Ein Vergleich zwischen Xmind und Concept Board kann hier nachgelesen werden.

More great Tools: Mehr zu Web 2.0 Tools können sie in der beliebten “Web 2.0 mal praktisch” Beitragsserie des Geschätsmannes 2.0 nachlesen. Es gibt inzwischen mehr als 30 Beiträge!  Auch die Minerva – Schulen haben eine gute Uebersicht mit der E-Learing-Subway-Map hingekriegt:Minerva E-Learning Subway Map

 

Web 2.0 mal praktisch (25) – Teamwork ohne Email, endlich das ideale Kollaborations- und Projektmanagement-Tool! asana.com

Nach Tests von unzähligen Projektmanagement- und Kollaborationswerkzeugen ist der Geschäftsmann für seine Person fündig geworden! Asana macht Telezusammenarbeit und Projektabwicklung wirklich einfacher und ist super zu bedienen!

Projektmanagement und Teamkollaboration einfach gemacht - asana.com
Projektmanagement und Teamkollaboration einfach gemacht – asana.com

Der Geschäftsmann ist ein Knowledgeworker, Notebook und Smartphone sind Ihm, was Anderen Kelle und Lot sind. Er hockt ausgesprochen viel am Bildschirm und er arbeitet mit Leuten von nah und auch von fern zusammen. Da liegt es auf der Hand, dass er seine zu verrichtenden Aufgaben auch am Screen organisiert. Und Projekte gehen mit einem Tool besser von der Hand, auch wenn man nie vergessen sollte, die beteiligten Leute auch direkt anzusprechen und nicht nur anszusprechen.

Doch zurück zu den Tools: In der Vergangenheit hat er diverseste PM– oder GTD-Tools ausprobiert und geschrieben: Sein “Evernote für Dummies” ist ein beachteter Post und Evernote ist beim Gmann immer noch hoch im Kurs. In seiner inzwischen über 20-teiligen “Web 2.0 mal Praktisch” – Reihe hat er u. A. über seine Erfahrungen mit Samepage. Auch Trello und Basecamp hat er versucht und einige Kleinprojekte hat er mit dem inzwischen von Salesforce wieder eingestellten Do.com (inzwischen haben die ein ähnliches Werkzeug namens Chatter am Start) abgewickelt.

Ausgezeichnete Integration der Projekttasks in den Gmail-Kalender
Ausgezeichnete Integration der Projekttasks in den Gmail-Kalender

Doch jetzt ist er mit Asana (Wikipedia) ausserordentlich zufrieden. Egal ob Wasserfall-Modell, agile Projekte oder Lean-Startupkampagnen, asana ist für alles geeignet. Das Produkt des Facebook Gründungsmitglieds Dustin Moskovitz und des Entwicklers Justin Rosenstein, wurde wohl ursprünglich zur Produktivitätssteigerung von Projekten bei Facebook entwickelt. Es ist aber so gut, dass es wirklich für alle ToDo- und Projektabwicklungstasks gebraucht werden kann! Der Geschäftsmann ist schlicht und einfach begeistert. Einfache Erfassung der Tasks, gute Möglichkeiten zur Aufbau von Hierarchien und Gruppierung der Aufgaben. Superschöne und effiziente Zuordnung der Tasks an Projektmitarbeiter und eine ausgesprochen effiziente Integration von Social Functions in die Projektarbeit! (z.B können Dritte Ihre Supportbereitschaft zu einem Task kundtun, man kann sich gegenseitig followen und natürlich gibt es auch Likes 😉 Und das UI ist echt der HammerI Teamwork ohne Email eben! Eine gut designte Software erleichtert die Arbeit doch ungemein. Was es nicht ist: Es ist kein Projektrapportierungstool, weder für Arbeitszeiten oder zum Projektcontrolling. Klar gibt es Task-Kontrolle aber für Projektauswertungen ist es nicht gebaut. Und es ist auch kein Projektplanungstool mit Gant- oder Balkendiagrammen und so. Probiert es aus und sagt dem Geschäftsmann, was Ihr davon halten tut!

So Long, Euer Gmann 2.0

PS: Ein Projektmanagement-Tool macht noch lange keinen Projektleiter! Mehr zu Projektmanagement erfahren Sie hier unter der Kategorie Projektmanagement

 

 

 

Web 2.0 mal praktisch (24) – Es war nie einfacher sich die IKEA Batterien mitbringen zu lassen: bringbee.ch

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Die Akku’s vom
IKEAbringt
www.bringbee.ch

Er gibt es zu – Auch der Geschäftsmann 2.0 hat eine kleine Ikea Abhängigkeit: Er kauft alle seine Batterien und Akkus ausschliesslich bei IKEA. Seine Frau tut es Ihm gleich, für Servietten und Kerzen. Auf die Frage: “Ich geh mal kurz ins IKEA Batterien kaufen, kommst Du mit?” kommt in 9 von 10 Fällen ein postwendendes “JA!” Was dann folgt ist ein gemeinsames Kauferlebnis. Man verunfallt immer dabei und kauft mehr ein als man wollte, aber der Betrag hält sich sozusagen immer in Grenzen. Den Batteriekauf als Vorwand etwas zusammen zu unternehmen wird sich der Geschäftsmann 2.0 sicher nicht nehmen lassen.

Bildschirmfoto 2013-10-18 um 11.36.43Für alles Andere könnte http://www.bringbee.ch in die Bresche springen: Brauchst Du etwas und möchtest, dass es Dir jemand anders bringt, dann ist Bringbee eine Alternative. Gehst Du regelmässig irgendwo vorbei, wirst Du vielleicht selber zur Bringbee! Gutes Konzept. Das ist doch ein echtes Social Business Geschäftsmodell, oder? Digital, nachhaltig, für den Long Tail, sozial, intrinsisch motivert und an Werte appelierend! Der Geschäftsmann wünscht viel Erfolg dabei!

 

Der Schritt vom Geschäftsmann 1.85 auf Version 1.90 – Dematerialisere Deine Arbeitsweise mit Hilfe von Apple und Evernote

Die Dematerialisierung ist einer der wichtigsten Effekte der digitalen Revolution und des Social Business. Alle Prozesse und Leistungen welche von einem phyischen Träger befreit werden können, werden in einem besonderen Masse transformiert. Das kann man ja ganz deutlich z.B. bei der Musik oder bei den Nachrichten (Medien) betrachten. Ein Song oder ein Zeitungsartikel ist ja nichts anderes als Information. Es sind also die informationslastigen Bereiche in Gesellschaft und Wirtschaft, welche umfassend verändert werden. Disruptive Transformation nennt man so etwas: Gravierende – oder gar nicht mehr vergleichbare – Unterschiede zwischen dem „Vorher“ und „Nachher“ sind die Folge.

Mac & Evernote
Mac & Evernote

Und nun steht der Geschäftsmann 2.0 selber vor der Bewältigung seines persönlichen digitalen Paradigmenwechsels: Nämlich der Dematerialisierung seiner persönlichen Arbeitsweise. Weg vom geliebten Papier. Nicht in allen Lebenslagen, aber trotzdem umfassend und wenn möglich dauerhaft.

Jeder Knowledge Worker weiss, so etwas ist eine komplette Umstellung der eigenen Arbeitsweise. Beim Geschäftsmann 2.0 ist es die Abkehr von Gewohnheiten, welche er sich in den letzten 30 Jahren Berufstätigkeit angeeignet hat. Unglaublich, 30 Jahre sind das schon! Nur, darauf kommt es nicht an. Es geht vielmehr um die Tatsache, dass er, sofern er gesund bleibt, nochmal dreissig Jahre arbeiten wird. Dabei will er nicht zum alten Eisen gehören, zumindest was die Art und Weise der Arbeitsverrichtung anbelangt.

Jeder, der noch mehr als 20 Jahre arbeitet sollte sich auf eine volldigitalisierte und weitgehend dematerialisierte (Arbeits-) Welt einstellen, ansonsten bekommt er Probleme. Mit den jüngeren Kollegen, mit der veraltenden Arbeitsweise an sich, mit einer schleichenden Ausgrenzung und Isolation, etcetera. Volldigitalisiert heisst weniger Papier, mehr iPad, Web 2.0 und Co. Der Geschäftsmann 2.0 und dessen Familie tasten sich nun seit 3 Jahren an diesen grossen Wandel heran. Zunächst wurde überall in der Nähe ein Drucker installiert, damit man Sicherheit hatte: „Zur Not kann ich es immer wieder ausdrucken“. Natürlich kamen auch Gadgets ins Haus, für die Kinder iPods und für die Frau das iPhone, der Gmann 2.0 berichtete darüber auf diesem Kanal. Dann kamen die kleinen Schritte der Verhaltensänderungen:

  • Anstelle von Notizen macht man Photos
  • Die verbleibenden Notizen werden photografiert und das Papier weggeworfen
  • Bücher werden elektronisch konsumiert (vorallem Belletristik)
  • Man hat begonnen alles zu scannen und es ist eine Wohltat! (Der Gmann 2.0 hat drei (!) moderne Scanner zu Hause – der highspeed Doppelseitenscanner ist der Hit…)
  • Alles wird im Mail oder auf der Dropbox abgelegt
  • chefkoch.de wird mehr konsultiert als das gut sortierte Regal mit den Kochbüchern
  • ….aber es gibt auch Negatives zu berichten: Plötzlich bekommt man bei einigen Sachen Mühe, diese in den elektronischen Ablagen zu finden und ist versucht, diese dann wieder auszudrucken, damit man beim nächsten Mal nicht wieder suchen muss ;-/

Erkenntnis: Die Arbeitsweise aus dem Papierzeitalter kann nicht einfach so ins digitale Zeitalter übernommen werden, das erkannte der Geschäftsmann 2.0 bereits vor einigen Jahren. Sein Web-Mail Account hat ja auch keine 200 Ordner mehr wie früher in Outlook, sondern nur noch deren vier (Inbox, Archiv, Papierkorb, Hold/InProgress). Genau so werden die Hierarchien seiner Filesysteme immer wie flacher und vor allem Tags werden immer wie wichtiger.  Also weg, weg vom Ordner, weg vom Papier, weg von Microsoft.

Google, Mac & Evernote: A great leap forward – Ein grosser Sprung vorwärts! Mit Apple/Mac, Dropbox, Evernote und Google. Google Apps und Dropbox verwendet der Geschäftsmann schon länger. Von Dropbox ist er begeistert – NSA hin oder her. Dagegen ist Google Drive (die Filesystem Alternative von Google) keine Konkurrenz. Doch auch Google ist sehr, wirklich sehr wichtig für den Geschäftsmann 2.0 geworden. Ein Ihm bekannter anderer Blogger hat darüber einen sehr passenden Artikel mit dem Titel „Bin ich vergoogelt?“ geschrieben.  Die Googelisierung (Docs, Sites, Calendar) ist nicht einfach, der Geschäftsmann ist seit mehr als einem Jahr daran und nach wie vor nicht voll angewöhnt. Und jetzt steht obendrauf der Hauptumstieg an. Es ist quasi der Upgradepfad von Geschäftsmann V1.85 zu V1.9, um die “dematerialisierte Arbeitsweise” erreichen zu können: Es geht um die Verwendung von

Macbook / Mac OS – Dieser Upgradeschritt ist wie bereits gesagt hart für den Geschäftsmann. Gross geworden in der Welt von MS-DOS 3.0 und IBM XT wurde er von Anfang an auf Shortcuts – Tastaturkombinationen konditioniert, er arbeitet nicht nur mit der Maus. Nun, seit bald drei Monaten übt der Geschäftsmann 2.0 mit dem Mac OS rum. Und die Umgewöhnung ist echt anstrengend. Der erste Versuch zum Einstieg in den Geschäftsalltag mit Mac wurde im Juli nach einem Tag schrecklicher Uneffizienz im Job gleich wieder ausgesetzt. Die Philosophie unterscheidet sich schon erheblich von Windows und die Shortcuts sowieso. Nun wird ausserhalb des Büros ‚angelernt’.  Eins kann der Geschäftsmann auf jeden Fall sagen: Es ist schon schön, mit dem MacBook Air und mit Mac OS zu arbeiten. Und die Geräte sind übrigens gar nicht teurer als vergleichbare Windows-Maschinen, das sei hier mal gesagt! Das Thinkpad X1 Carbon ist z.B gar teurer als alle Macbooks. Wieso der Geschäftsmann 2.0 auf nach fast 30 Jahren auf Mac umsteigt? Bereits oben hat er erwähnt, dass der Umgang mit Macs sehr schön ist, haptisch ist es eine Wohltat. Kurz: Die User Experience, auf Neudeutsch “UX” ist super. Andererseits ist er Windows-Müde und dann treffen für Ihn selber alle diese Argumente zu, welche in diesem wundervollen Blogbeitrag hier angeführt werden http://stadt-bremerhaven.de/macbook-air-2013-mein-testbericht/

Evernote – Wenn man die Dokumente digitalisiert, dann muss man diese effizient suchen und finden können. Auf jedem persönlichen Gerät. Dabei helfen eine gute Suchmaschine,  gute persönliche Überschriften wie auch eine gute Verschlagwortung (Tags). Nur so ist man dann auch effizient und schnell, denn die Bandbreiten sind noch nicht soweit, dass die Systeme und Geräte innert Sekunden Vorschaulisten (Thumbnail-Previews) mit hunderten von Dokumenten mit Hunderten von Megabyte aufbauen können. Aus diesem Grund hat der Gmann 2.0 sein Evernotekonto, welches einige Jahre verwaist rumlag, wieder aktiviert. Er hat kurz nach Alternativen gesucht, wie z.B hier der Vergleich von Evernote zu Devonthink. Er hat sich aber dazu entschieden, bei Evernote zu bleiben, auch weil Ihm ein guter Freund ein paar coole Tipps gegeben hat. Wer mehr zur Verwendung von Evernote erfahren möchte, der kann sich hier kurz schlau machen, das ist ein ausgezeichneter Artikel drüber: http://www.digitalistbesser.org/evernote.

Wie es der Geschäftsmann konkret mit Evernote macht, kann im Blogpost “Starters Guide to Evernote – Evernote für Dummies” nachgelesen werden.

So dasises, bis zum nächsten Mal, Euer Gmann “V1.9” 🙂

 

 

Web 2.0 mal praktisch (22) – Es war nie einfacher ein Diagramm oder einen Prozess ohne Visio oder Powerpoint zu zeichnen #BPMN

Wenn der Geschäftsmann 2.0 ein Tool beherrscht, dann ist es Powerpoint. Ein anderes Werkzeug, das er (mega) gut im Griff hat(te) ist Visio. Nur – für das Erstellen von Diagrammen oder gar Prozessdiagrammen (nach BPMN 2.0) ist Powerpoint nicht geeignet*. Und Visio hat nicht jeder Kunden-PC installiert. Was tun?  Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Arbeite mit einem Web-basierten Diagrammtool
  2. Installiere ein Open Source Programm lokal auf dem PC oder
  3. quäle Dich weiter mit Visio oder mit Diagrammketten in Powerpoint

Nach jahrzehntelangem Schmerz mit Variante 3. hat der Geschäftsmann 2.0 sich endlich den Optionen 1. und 2. zugewandt. Vorallem die Web-basierten Diagrammtools haben es Ihm angetan. Da er öfters** mit Prozess-Design nach BPMN V2.0 zu tun hat, will er vor allem die in diesem Kontext zur Verfügung stehenden Werkzeuge betrachten.

1.Web-basierte Diagrammtools

Der Knaller: draw.io Open Source Grafik-Tool
Der Knaller: draw.io Open Source Grafik-Tool

Man kann es nicht anders sagen: http://www.diagram.ly oder https://www.draw.io/ sind einfach unglaublich. Lediglich Browser starten und draw.io als URL eingeben und schon kann man mit einem Killer-Werkzeug Diagramme oder Prozesse zeichnen. Die Grafiken kann man dann lokal speichern oder in der Cloud ablegen: Insbesondere die Integration von draw.io mit Google-Drive, dem Dropbox-Konkurrent und Nachfolger von Google-Docs ist beeindruckend.

Integration von draw.io in Google-Drive (ex Google-Docs)
Integration von draw.io in Google-Drive (ex Google-Docs)

Da bei draw.io keine Kommerzialisierung erkennbar ist, kommt man als Geschäftsmann nicht drumrum, sich zu fragen, woher und was das Tool eigentlich ist. Ganz kurz: Es ist ein Open Source Tool, welches weiterbestehen wird und hat seine Ursprünge in der Java-Communitiy (Ein Schweizer hat mal JGraph an der ETH Zürich geschrieben). Draw.io hat einen kompletten Satz von BPMN V2.0 Grafikelementen und man kann damit sehr schnell grosse Diagramme erstellen und bearbeiten. Das Handling mit den Pfeilen (Connectors/Konnektoren) ist umständlicher als beim nächsten Tool, aber dafür ist die Positionierungfunktionalität besser und die Palette von Diagrammelementen lässt keine Wünsche offen.

Ein weiterer reiner Cloud-Anbieter ist Gliffy.com. Auch hier: Lediglich gliffy.com aufrufen (Hier muss man noch einen Account anlegen, wie mühsam 😉 , das muss man bei draw.io nicht…) und Diagramme zeichnen. Bis 5 Diagramme ist es gratis, dann kostet es monatlich einen kleinen Obulus. Bei Gliffy sind aber nicht die Kosten das Problem, sondern die Tatsache, dass kein kompletter BPMN V2.0 Elemente-Satz vorhanden ist.

Gliffy, ein weiteres starkes  Cloud-Grafik-Werkzeug. Super!
Gliffy, ein weiteres starkes Cloud-Grafik-Werkzeug. Super!

Gliffy hat eine eigene Dateiablage in der Cloud und man kann die Diagramme in verschiedensten Dateiformaten exportieren. Der Geschäftsmann 2.0 verwendet dieses kommerzielle Werkzeug gerne, weil die Positionierung der Elemente sehr angenehm ist, trotz dem fehlenden BPMN V2.0 Satz (V 1.x ist aber vorhanden und reicht eigentlich vollauf, findet der Gmann)

2. Open Source Programme zur Client Installation

ech_bpm_uebersicht

 

Für eine lokale Installation auf dem PC gibt es das “eCH-0096 BPM-Tool”. Für Prozessberater, welche vermehrt mit der (schweizerischen) öffentlichen Hand zu tun haben, ist dieses eCH-Tool relevant. Das Werkzeug benötigt das Eclipse SDK, sprich fast eine lokale Java-Entwicklungsumgebung, um auf dem PC zu laufen. Die Bedienung ähnelt denn auch eher einer Programmier-Workbench, als einem Endbenutzer freundlichen Modellierungswerkzeug. Aber das ist Geschmackssache. Das Gute an dem eCH-Tool ist, dass es einerseits ein Werkzeug ist und gleichzeitig einen dokumentierten (Schweizer Behörden-) Modellierungsstandart beinhaltet: Den Schweizerischen Standard “eCH-0140 Prozesse”. Mit diesem Werkzeug kann man auch ansprechende Grafiken machen, jedoch ist der Bedienungskomfort nicht wahnsinnig und die zur Verfügung stehenden Grafik-Elemente sind auch begrenzt:

Open Source: eCH-0096 BPM Tool auf Eclipse-SDK Basis.
Open Source: eCH-0096 BPM Tool auf Eclipse-SDK Basis.

Nun, welches Werkzeug würde Geschäftsmann 2.0 empfehlen? Klar draw.io , nur hatte er bei einigen PCs Probleme mit der Integration in sein Google-Drive. Deswegen verwendet er heute Gliffy für Kundenprojekte und das eCH-0096 Tool bei der öffentlichen Hand oder bei der firmeninternen ISO9001:2008 Dokumentation.

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

*Verschieb und manipulier mal Diagrammketten in Powerpoint ;-(
**Ja, der Geschäftsmann 2.0 ist auch ein Organisations- und Prozessberater  😉

Die einfachste Art das Web zu überwachen: Google Alerts

Der Geschäftsmann kennt Google-Alerts seit einer halben Ewigkeit. Seit der negativen Polemik in der Presse um seine Person vor einigen Jahren sollte er eigentlich auf der Hut sein vor sich im Web aufbauenden Lügenkampagnen. Dafür ist Google-Alerts eines der einfachsten Hilfsmittel: Gib einfach Deinen Namen ein und du bekommst täglich/wöchentlich/etc ein Mail, wenn Google etwas Neues dazu findet!

Der Geschäftsmann 2.0 hat nun endlich Google-Alerts eingerichtet und muss sagen: Einfaches und universell einsetzbares Tool! Man so etwas wirklich umfassend einsetzen: z.B. Zum Überwachen, was im Web so zum Thema Bank 2.0 abgeht. Oder was die Konkurrenz macht. Oder zum Linkaufbau und somit zur Stärkung der eigenen Webseite.

Wer von Euch braucht Google-Alerts oder beginnt jetzt damit?

So Long, GM20.

 

http://www.imwebsein.de/linkaufbau-mit-google-alerts

 

Web 2.0 mal praktisch (20) – Es war nie einfacher, sich von Microsoft Exchange zu lösen

Alle “älteren” Kollegen des Geschäftsmannes 2.0 brauchen Outlook und Exchange. Das ist bei den “jüngeren” Kollegen des Geschäftsmannes gar nicht der Fall. Microsoft ist eine Krake, welche den Benutzer mit seiner Funktionalität umgarnt. Alle Manager schimpfen zwar über SAP und den Lock-in, in welchem sich viele Führungsleute mit dieser “ERP-Software” befinden.  Aber Microsoft ist schlimmer! Viel schlimmer. Wieso? Weil – zumindest ist das die Sicht des Geschäftsmannes 2.0 – durch Microsoft-Produkte die Innovationskraft der Organisation geschmälert wird, die Agilität und die Flexibilität ist tiefer. Bei Microsoft kostet ja fast alles immer etwas. Das ist z.B bei Google nicht der Fall. Die Gegenfrage könnte hier heissen: “Und was ist mit den Lock-in Gefahren bei Google?” Ja – Die gibt es selbstverständlich auch, aber der Geschäftsmann 2.0 ist der Meinung, dass der Vorteil der stärkeren Agilität und Flexibilität bei Google, sowie die dadurch höheren Innovations-Möglichkeiten die Nachteile aufwiegen! Vorallem für KMUs und bei Jungfirmen ist man sofort und unkompliziert operativ.

Google – Apps ermöglicht den Aufbau einer kompletten “Büroautomations / Workgroup Infrastruktur” innert Stunden. Auch Nicht-Techniker können das erledigen, Dummy Anleitungen gibt es im Web genug, wie z.B hier. Will man sich nicht sofort komplett von der Microsoft / Windows Welt lösen, dann muss man ja nicht gleich alles von Google verwenden.  Man kann ja mit Gmail und dem Google-Kalender und -Adressbuch starten und daneben Cloud-basierte File-Ablagen wie z.B Dropbox oder Skydrive (Microsoft) verwenden. Gmail erlaubt auch Imap und wenn man diesen Dienst zusammen mit einer Cloud-File Ablage nutzt, dann muss man sich fürs Erste keine Gedanken zum Backup machen (Der Geschäftsmann 2.0 arbeitet mit zwei Notebooks und hat die Daten dazu noch in der Cloud, sprich seine Daten sind redundant auf 3 Systemen vorhanden).

Was dem Geschäftsmann bei Google weiter gefällt: Man kann bei Gmail sofort und einfach seinen Account einrichten. Man kann gratis sogar seinen eigenen Domain-Namen hinterlegen. Bis 10 Nutzer ist der Dienst gratis. Will man die Werbung weg haben oder hat man mehr als 10 Nutzer, dann kostet das ca 5$ pro User und Monat.

Wie löst man sich nun von Exchange und migriert auf Google? Hier ein kurzer Beschrieb:

  1. Man sammelt erste Erfahrungen mit einem einzelnen Gmail Account
  2. Man löst bei Switch oder einen eigenen Domain-Namen
  3. Man richtet über Google-Apps die neue Umgebung ein (Eröffnung der Benutzer und der Mail-Adressen, es können mehrere Adressen pro User, sogenannte Aliase vergeben werden; Einpflegen des Domainnamens wie z.b [email protected] oder so.; etc)
  4. Man passt Gmail seriöser für seine Bedürfnisse an, insbesondere:
    1. Nicht vergessen gleich am Anfang die Labels einzurichten, welche der “Ordner-Ersatz” sind. Gmail kennt keine Ordner, sondern Labels. Das Gute ist, ein Mail kann mit mehreren Labels versehen werden.(Zahnrad –> Einstellungen –> Labels)
    2. Weitere sinnvolle Anfangseinstellungen (Zahnrad–> Einstellungen –> Allgemein)
      • Tastaturkürzel aktivieren
      • Immer https verwenden
      • Konversationssicht deaktiveren (für diejenigen, die gar nicht zschlag damit kommen)
      • Desktopbenachrichtigungen für Chats einschalten
    3. Auch die Signatur gleich am Anfang erstellen. (Ebenfalls Zahnrad–> Einstellungen –> Allgemein: ganz unten)
  5. Adress-Migration: Man hat die Möglichkeit, alles (Mails/Kalender/Adressen/ToDo’s/etc) zu migrieren. Wenn man einen sauberen Schnitt machen will, dann ist es gegebenenfalls besser, per Zeitpunkt X einfach umzuswitchen und die “alten” Elemente einfach auf dem alten Outlook-Client zu belassen.
    Wenn man sich für die zweite Variante entschliesst, dann braucht man trotzdem die Adressen. Das ist der einzige knifflige Teil der Umstellung. Hier das grobe Vorgehen mit Tipps:

    1. Im Outlook (2010) Datei–> Oeffnen–> Importieren–> “In Datei exportieren” wählen
    2. Kommagetrennte Werte (Windows) wählen: Ergibt ein CSV – Format
    3. Den zu exportierenden Kontaktordner wählen. Tipp: Neben dem Standardordner “contacts” gibt es auch den Ordner “Vorgeschlagene Kontakte” , denn sollte man in einem zweiten Schritt ebenfalls exportieren, denn dort sind diejenigen Email-Adressen drin mit welchen man häufig mailt!
    4. Filenamen wählen und – wichtig – anhand “Benutzerdefinierte Felder zuordnen” eine eigene Filestruktur erstellen! Die gruppierten Kontaktfelder wie zb +Name (Dahinter verbergen sich die Einzelfelder Anrede, Vorname, Weitere Vornamen, Nachname, Suffix) sind DIE Fehlerquelle für den nachfolgenden Import.
      Export laufen lassen und nun ist man bereit für den Import in Gmail.
  6. Import der CSV-Datei wie hier beschrieben.  Achtung, der Import läuft sehr schnell durch, nicht erschrecken. Und dann wichtig, wenn die Kontaktübersicht leer bleibt, bitte den Browser aktualisieren (F5) und nicht mehrmals auf den Import-Button klicken, so wie der Geschäftsmann 2.0 es getan hat.

Und schon kann man ohne Microsoft-Exchange / Outlook existieren! Was jetzt noch übrig bleibt ist das einrichten des Offline-Mails entweder anhand Google-Chrome  (Anleitung) oder mit dem ausgezeichneten Mailclient Thunderbird.

So Long, Euer nun exchangefreier Geschäftsmann 2.0 – Palo Stacho

Web 2.0 mal praktisch (21) – Es war nie einfacher einen Anlass oder eine Party zu organisieren – Eve & Cate

Gala Diner EO University 2011 Amsterdam
Tafeln mal anders: Gala Diner in einer Kirche gefällig?

Nein, bei Eve und Cate geht es nicht um ein Beziehungsdrama: http://www.eveandcate.com ist ein Portal, auf welchem man seinen persönlichen Festanlass planen kann. Das Gute daran ist, dass es ein Deutschsprachiges Portal ist, gemacht von Schweizern. Eveandcate ist nicht neu, hat es doch bereits 2010 den Bronze-Preis von Best of Swiss Web gewonnen. Darum ist die zentrale Datenbank schon gut gefüllt, Sie hat aktuell über 5500 Einträge (Okt 2012). Darunter befinden sich zum Beispiel

366 Eventagenturen,
824 Caterer,
2.356 Lokalitäten und
511 Künstler

Der Geschäftsmann 2.0 hat sogar was für seinen Bedarf gefunden, auch in seiner Nähe sind Anbieter gelistet. Für einen Anlass im Raum Bern suchte er jemanden, welcher für die Abend-Gesellschaft kocht und die dafür nötige Infrastruktur benötigte er auch. In der Rubrik “Mietkoch” hat er doch einige Anbieter gefunden, die Ihn angesprochen haben:

  • Antonia Koch von Bern (macht auch Kochevents)
  • fatto in casa von Niederscherli (schon von früher her bekannt, Gut)
  • Marianna Buser von Kirchlindach (man kann bei Ihr “zu Hause”  in Säriswil mitkochen)

Und das Geschirr kann man auch lokal mieten, wie z.B. beim Restaurant Bauernhof in Ulmiz. Früher hätte man Stunden oder gar Tage gebraucht um sowas zu organisieren, heute dauert es weniger als eine Stunde. Dank solchen Plattformen wie eveandcate.com ….

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS: Wir hätten auch einen Zauberer dazu buchen können, wir haben aber darauf verzichtet…

Nachtrag No. 4 zu WEB 2.0 mal praktisch – Es war nie einfacher seine Webpräsenz zu erstellen und zu PFLEGEN

Für den Geschäftsmann 2.0 ist es ein Must, sich aktiv bei den elektronischen Medien zu beteiligen. Eigentlich muss er nicht, er macht das auf ganz natürliche Weise. Denn er zieht einen konkreten Nutzen draus und es ist (s)eine Art und Weise, mit seinen Kollegen und seiner Umwelt zu kommunizieren, sich zu vernetzen und schlussendlich so auch Geschäfte zu machen. Er beherrscht also Twitter, Weblogs, Facebook und gegebenenfalls auch weitere Plattformen.

Unter den “weiteren Plattformen” ist sicher auch der Webauftritt zu verstehen. Jeder Geschäftsmann 2.0 MUSS in der Lage sein, seine Web-Page oder die seiner Company zu pflegen (und das ohne vorher seinen Rechtsdienst zu fragen 😉  Heute kann man das, man muss allfällige Aenderungen nicht mehr dem externen Grafiker, der externen Web-Agentur oder der Marketing-Abteilung geben. Die besten Produkte sind sogar gratis.

Beispiel WordPress: WP ist als eine Weblog-Plattform bekannt, aber schlussendlich ist es ein ausgewachsenes CMS-System. Die schnellste Inbetriebnahme liegt bei unter einer Stunde Aufwand für versierte Laien, Profis scheinen das in Minuten zu schaffen). So geht das:

  1. Domain zusammen mit Web-Hosting z.b bei  https://www.switchplus.ch oder bei http://www.united-domains.de/ lösen (10 Minuten) und Hosting wie auch DNS aktivieren
  2. Zugang zum Hosting einrichten (Administrator einrichten inkl Passwörter, Zugänge einrichten wie FTP oder Shell- / Dateimanager – Zugriffe, etc. Das geht zwischen 10 Minuten und Stunden, wenn man nicht drauskommt oder nicht mehr in Übung ist)
  3. WordPress hier downloaden und auf dem Webhosting extrahieren und installieren (10 Minuten)

Und schon kann man an seiner Web-Präsenz arbeiten. Ich empfehle eine “Abkürzung” zur obigen Vorgehensweise: Mache 1.) Die Registration der Domain und des Webhostings selber und outsource 2.) und 3.) via fiverr.de . Dort gibt es genug Profis, die dies für einen Appel und ein Ei für Dich erledigen (KeinWitz, einfach den obigen Link drücken und schauen).

Alternativ: Man kann man auch einen WordPress Pro Account lösen. Dann lebt die eigene Webpräsenz auf den Servern von wordpress.com und man muss sich nicht um die Server etc. kümmern. Diese Option kostet 99$ im Jahr und man kann sich damit alle obenstehenden Schritte sparen.

Andere Anbieter: Es gibt zig andere solche Gratis-CMS: Kollegen von mir, die es gerne komplexer und “interessanter” haben, verwenden Typo 3, andere eben WordPress oder Drupal. Ein Vergleich der gängigsten CMS-Produkte kann hier eingesehen werden:

http://www.schulhomepage.de/cms_test/test_empfehlung_cms.php?cms=24

Alternative zur WebEx: Premium Abo von Skype für 3 Schtutz pro Monat

Ich bin auf “Telko’s” oder “WebEx”-Sessions angewiesen. Da ich das nicht so häufig mache bin ich ungeübt. Meistens plage ich mich mit goto-Meeting der Firma Citrix oder mit WebEx von Cisco herum. In 99% der Fälle würde mir ein Mehrbenutzer-Video Chat mit Desktop-Sharing reichen. Genau das erlaubt mir der Premium Account von Skype. Für knapp 3€ /Monat kann ich das nämlich. Weitere Ueberlegungen zu Skype habe ich ja letzthin in meinem Post:  “Web 2.0 mal praktisch (12) – Wer braucht noch eine Telefonzentrale?” dargelegt. So Long, Euer Gmann20

Nachtrag No. 3 zu WEB 2.0 mal praktisch – Es war nie einfacher Tickets für seinen Event anzubieten und das Geld zu kriegen


Dematerialisierung auch beim Ticketverkauf fürs “Grümpelturnier” – Ticketino

Die Töchter des Geschäftsmannes 2.0 gehen ins Ballett und einmal pro Jahr organisiert die New Dance Academy eine Tanzgala mit den Kindern als Stars und den Eltern als begeisterte Zuschauer. Es versteht sich von selbst, dass der Geschäftsmann hier im Publikum hockt. Doch er hat letztes Jahr nicht schlecht gestaunt, als beim Eintritt hier junge Damen voll professionell mit Scanner-Pistolen die Billette entwertet haben!

Offensichtlich setzt auch die New Dance Academy in Bern auf die Dienstleistung von Ticketino. Das Schweizer Unternehmen, welche ebenfalls im Ausland (insbesondere Deutschland) aktiv ist, hat hier schon seit einiger Zeit ein Super Produkt rausgebracht und seit letztem Jahr schreibt die Firma sogar Gewinne. Auch der kleinste Anlass kann hier seine Billette “managen”. Event anmelden, Ticketklassen definieren, Verkaufskanäle auswählen, Einkaufslink auf der eigenen Homepage oder in den Einladungsmails einpflegen und los gehts! Das Inkasso macht dann Ticketino und schickt einem dann das Geld zu.

Mann kann selber die Eintrittsbillette verkaufen, oder es dem Kunden überlassen, diese bei verschiedensten Verkaufsstellen wie z.B. bei der SBB oder bei der Migros zu kaufen. Selbstverständlich steht bei Ticketino die “Print at Home” zur Verfügung, mit welcher man sich die Tickets zu Hause ausdrucken lassen kann.

Der Geschäftsmann findet, dass der Franz Wyss und seine Truppe das toll hingekriegt haben. Kein Wunder hat die Unternehmung Kunden verschiedenster Couleur und Grösse, wie  Microsoft, Valiant, SBB, UBS, Die Post, Swisscom, SRF, Kaba oder Autoscout24. Aber auch bei Kultur- und Sportanlässen sind gibt es einige namhafte Veranstaltungen, die Ticketino verwenden. Da ist das Festival da Jazz, oder Boxring Zürichsee, Musikclub Exil, Theater Duo Fischbach, Stadtmusik Zürich, etc etc.

Ach ja, die Scannerpistolen bekommt man zugeschickt und kann diese nach dem Anlass einfach wieder zurückschieben. Ist das zu kompliziert 🙂 dann stellt die Firma einem bei Bedarf auch noch gleich das Personal. Weitere Infos auf Ticketino