Die 12 Vorsätze des Geschäftsmannes 2.0 zum neuen Jahr

Soll ich nun auch einen Rückblick und einen Ausblick schreiben?” fragte sich der Gmann 2.0 letztens. “Neeein, ich muss nicht alles den Anderen nachmachen“. Zumindest einen Rückblick gibt es nicht, beim Ausblick 2013 wird der Geschäftsmann 2.0 es wohl nicht verhindern können, einen Artikel zu schreiben. Denn es wird wiederum ein grossartiges Jahr für den deutschsprachigen Raum werden und 2013 ist aus Optik der ZwoNull ein Kandidat für ein ungemein spannendes Jahr! Dazu mehr in späteren Posts. Dieser Artikel hier dreht sich um seine  “Geschäftsmann 2.0 – Vorsätze“. Nun, welche Dinge zur “ZwoNull” hat er sich für 2013 vorgenommen?

  1. Endlich Evernote zu brauchen
  2. Mit Google Analytics arbeiten
  3. Sich für ein neues Tablet entscheiden und kaufen
  4. Sein Passwortmanagement anhand von OpenID, gegebenenfalls mit Clavid, endlich regeln .
  5. Die Creative Commons begreifen
  6. Ein Smartphonebasiertes – ERP einführen
  7. Die Familien Homepage hochschalten
  8. Die Shit- und Hitliste einführen
  9. Den ersten Video-Blogbeitrag erstellen
  10. Eine neue Berufung finden
  11. Das Buch zu “Social Business” fertig schreiben
  12. Endlich den “Economist” und “Wired” abonnieren

Und hier noch das “Warum”:

  1. Evernote erweitert und strukturiert das eigene, wie auch das “virtuelle” Gedächtnis und der Geschäftsmann 2.0 ist momentan doch sehr gefordert mit seinem Gedächtnis und mit den Unmengen von Geräten und elektronischen/physischen Ablagen. Er weiss seit Jahren, dass Evernote DIE Hilfe ist, aber eben: Wissen ist das eine – Machen das Andere…
  2. Google Analytics: In der Welt des www kann man alles messen. Und um erfolgreich zu bleiben, muss man auch alles messen! Gewisse Sachen muss die Führungskraft auch mal selber gemacht haben, sie kann nicht alles delegieren, sie muss auch selber mal was messen können.
  3. Welches Tablet soll es sein? Sicher kein Kindle Fire. Momentan stehen drei Modelle zur Auswahl: Ipad, Ipad Mini und Microsoft Surface. Bis anhin war der kleine Microsoft Surface mit Windows 8 RT der Topkandidat. Leider bietet Microsoft diesen nicht in der Schweiz an und somit gibt es keines dieser smarten Tastaturen, die im Cover integriert sind. Der Ipad sollte beim Geschäftsmann zwar unbedingt ersetzt werden, es fehlt ja inzwischen die Hälfte des Glases, aber ab Generation 3 sind die Dinger einfach “zu” schwer und “zu” warm. Beim Ipad Mini weiss der Gmann nicht, ob er nicht zu klein ist, auch nach dem 5 Besuch des Apple Store nicht, die inzwischen verfügbaren Ipad Mini Keyboards sind aber schon cool.
  4. Der Geschäftsmann verwaltet Unmengen von Passwörtern und es werden immer mehr. Es muss eine systembasierte sichere Lösung her. Er präferiert hier OpenID und den Anbieter Clavid.
  5. Die Welt profitiert von offenem Wissen und offenen Inhalten. Die Creative Commons regeln die Rechte von “Allgemeingut” im Web. Der Geschäftsmann 2.0 möchte auch “sein Allgemeingut” im Web und deren Rechte mal regeln.
  6. Der PC stirbt und das Tablet/Smartphone übernimmt diese Rolle. ERP-Systeme gehören auf das Smarphone und in die Cloud. Jetzt anfangen, vielleicht mit Mila.
  7. Innert zwei Jahren hat das Internet den Fernseher als Leitmedium abgelöst und die ganze Familie ist aktiver und auch kritischer geworden. Digitale Bürger brauchen auch eine Plattform und ein Sprachrohr im Web (und nicht nur auf Facebook/Twitter)
  8. Auf der Shit- und Hitliste werden die schlechten und guten Erfahrungen mit Firmen dokumentiert. Da gibt es inzwischen einige Einträge für vorbildlich agierende Firmen wie auch für Unternehmen, welche Ihre Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter mit den Füssen treten!
  9. Die Zukunft wird multimedial. Und: Videos zu einem Thema ranken viel höher bei Google-Search als Text! Die Führungskraft 2.0 muss in der Lage sein, selber Web-Content zu erfassen und zu pflegen, das ist Pflicht. Mal ein Video zu erstellen hochzuladen, das ist dann die Kür (oder Hobby…).
  10. Eine neue Berufung finden: Der Geschäftsmann 2.0 sucht sich einen neuen Job! Als Führungskraft 2.0, als Coach zum Thema 2.0 und Führung oder zu Social Business, als Berater zu diesen Themen oder als Projektleiter und Business Analyst, das macht er nämlich auch gerne. Auch die Tätigkeit als CCO würde Ihn begeistern. Wenn jemand für Ihn ein Jobangebot hat, bitte melden!
  11. Trägt nicht jeder ein Buch in sich?
  12. Es gibt aus Sicht des Geschäftsmannes lediglich zwei Printmedien, welche in der heutigen Zeit es wirklich verdienen, abonniert zu werden: Den Economist für den Teil “Geschäftsmann” und “Wired” für den Teil 2.0. Und beide hat der Geschäftsmann noch nicht abonniert! Das muss sich ändern.

Der CMO ist tot es lebe der CCO (Chief Community Officer)

Der Chief Marketing Officer wird in der Erfolglosigkeit untergehen, wenn er sich nicht zum Chief Community Officer wandelt!

Ich bin überzeugt, dass das Marketing sich aufgrund des Social Web umfassend verändern wird. Mit dieser Einstellung stehe ich nicht alleine da, da muss man nur einen Blick auf meine letzten paar Posts und in die verschiedensten Zeitschriften/Plattformen und Blogs werfen, die sich mit so etwas befassen.

Die Business Revolution kommt!Der Kunde wird mehr Macht bekommen und derjenige der am Besten dem Kunden zuhören könnte, der hockt im Marketing! Der Chief Marketing Officer – der CMO  – muss zum Vertreter, muss zum Sprachrohr der Community werden, welche die Produkte/Leistungen der Unternehmen verwendet. Der CMO musste früher die Produkte in den Markt “reindrücken“. Jetzt läuft es umgekehrt. Der zum CCO gewandelte ehemalige Marketingchef muss die Interessen der Community im Unternehmen wahrnehmen. Willkommen in der Welt des Social Business!

Revolutionäre Grüsse, Euer Gmann20

Die Community braucht man nicht aufzubauen, Sie ist schon da!-CMO(7)

Die Global CMO Survey postuliert, dass die Mehrheit der CMOs glaubt, es gebe drei wichtige Bereiche für Verbesserungen gibt

  • (Den heute mächtigen) Kunden der neuen Generation einen Nutzen bieten
  • Dauerhafte Beziehungen aufbauen und pflegen (inkl Interaktion)
  • Wert schaffen, Ergebnisse Messen („Harter“ Marketing ROI)

Beim Punkt „Dauerhafte Beziehungen aufbauen und pflegen“ beinhaltet die Studie aber einen fatalen Fehler, welcher umso schwerwiegender ist, weil sich der Fehler im Management Summary befindet. Dort steht, “dass die CMOs Online- und Offline-Communities zu gründen haben“! Hier wird tatsächlich den Firmen suggeriert, dass diese voll und ganz in der Lage sind, Communities zu gründen! Das ist falsch, beziehungsweise unmöglich.

Die Communities muss man nicht gründen, die sind schon da! Man kann die Communities übrigens auch nicht kontrollieren, geschweige denn für Werbezwecke missbrauchen! Man kann lediglich den Communities Produkte und Dienstleistungen anbieten und schauen, ob diese gebraucht werden. Sprich die Community treibt die Unternehmung und nicht umgekehrt und wenn das heute nicht der Fall ist, dann wird dies morgen der Fall sein!

Die Survey kann übrigens hier gratis als PDF bezogen werden:
http://www-935.ibm.com/services/us/cmo/cmostudy2011/cmo-registration.html

 

Die CMOs haben Ihre zukünftige Rolle (noch) nicht begriffen und sie richten sich deswegen falsch aus-CMO(6)

Die meisten Marketing-Chefs sind noch V1.0 und deswegen richten sich diese auch noch nach „Alt“ aus. Sie glauben immer noch, dass die klassischen Führungsqualitäten, Marktanalysen, Kreativität etc Ihre Kern-Fähigkeiten sind, um Ihrem Job gerecht zu werden.

Sträflicherweise werden Technologie-Knowhow, Wissen im Social Media Bereich und Finanzwissen vernachlässigt. Doch genau diese Kompetenzen braucht der CMO 2.0! Die Technologische Kompetenz braucht er, um das Abgreifen der Kundeninformationen aus den riesigen digitalen Datenströmen steuern und führen zu können, vielleicht – nein hoffentlich – kommt ja auch die IT-Abteilung in seine Verantwortung (Siehe Post „Wohin mit der IT im Unternehmen). Das Social Media Knowhow braucht er, weil sich dort seine Kunden tummeln. Er muss dort hinschauen, hinhören und eigentlich auch mitmachen, als Privatperson wie auch als Firmenvertreter. Und zum Finanzwissen: Heutzutage lässt sich der Erfolg des Marketings effektiv messen. Der Marketing-ROI ist Fakt, den Datenströmen aus den „Elektronischen Netzwerken“ sei Dank.

IBM Global CMO SurveyQuelle: IBM Global CMO Survey

Massiver Innovationsbedarf beim CMO führt zu erheblicher externer Untersützung in der Marketingabteilung – CMO(5)

Um die aktuellen Herausforderungen besser bewältigen zu können, planen die Marketing-Chefs den Hinzuzug externer Spezialisten, was selbstverständlich auch den Geschäftsmann 2.0 freut. Er meint aber, dass es besser wäre, diese Hilfe nicht nur auf das Marketing anzusetzen, sondern den angepeilten Support  direkt im CEO- / COO- Office einzugliedern!

IBM Global CMO Survey 2012

An alle interessierten Marketeers: Der Geschäftsmann 2.0 ünterstützt Sie gerne in den in der Studie genannten Herausforderungen mit detailliertem Know-How, insbesondere bei

  1. Datenexplosion (BigData),
  2. Social Media,
  3. dem ändernden Verbraucherverhalten

auf strategischer und bei 1. und 2. ebenfalls auf operativer Ebene 🙂

Schwierige Ausgangslage des Chief Marketing Officers für die Zukunft – Der Einseitige Einfluss des CMO in der GL -CMO(4)

Die CMOs haben eine doppelt schwere Ausgangslage:
a.) Die „Firma“ wird genau gleich wichtig wie das Produkt
b.) Die „kastrierte“ Ausgangslage beim Marketing-Mix

a. Die Firmenreputation ist heute genau gleich wichtig wie das Produkt/Dienstleistung.
Heute kann der Kunde via Social Media oder generell über das Internet sehr viel mehr zum Unternehmen in Erfahrung bringen, als nur Produktinformationen oder Angaben zum Dienstleistungsspektrum. Der Kunde findet heraus,

eine Firma seine Produkte herstellt. Wie es mit den Mitarbeitern umgeht. Die ökologische Einstellung des Unternehmens kann genau gleich herausgefunden werden, wie die Löhne der Geschäftsleitung. All dies beeinflusst heute die Kaufentscheidung der Kunden. Nur leider ist für das Sourcing/Rohmaterialbeschaffung z.B. der Einkauf zuständig, für die Kultur das Personalwesen, etc. Dort kann der CMO nicht Einfluss nehmen.

 b. Marketing-Mix. Die Aufgabe der meisten Marketeers ist lediglich, die Produkte an den Mann/Frau zu bringen. Bei der Produktegestaltung, der Platzierung oder bei der Preisfindung haben die meisten wenig zu sagen, das zeigt die folgende Grafik aus der Global CMO Survey der IBM:

IBM Global CMO Survey

Kastrierte Ausgangslage für die CMO

Die CMOs haben „es“ nicht begriffen und schauen nicht hin, der (neue) Kunde bleibt unverstanden – CMO(3)

Der Wandel bleibt unverstanden, denn die Firmen schauen zuwenig hin. Wenn man den „Kunden 2.0“ zukünftig verstehen will sollte man hinhören, und das sind die gelben Elemente der nachfolgenden Grafik. Stattdessen funktioniert man noch nach dem „Modus 1.0“ und verwendet Informationsquellen wie Marktforschung, Unternehmensstrategie, Wettbewerbsvergleiche und Kundenanalysen (wenigstens das!)

IBM Global CMO Survey

Nachfolgende Grafik:
Paradox ist ebenfalls die Situation bei den Prioritäten der CMOs im digitalen Zeitalter, da steht die  Stärkung der Kundentreue an erster Stelle. Doch die Kundentreue kann nicht gestärkt werden, wenn

  1. die grundsätzliche Treue abnimmt und
  2. wie wollen Sie die Treue verstärken, wenn Sie nicht hinhören (Siehe Grafik oben)

Fatal ist ebenfalls, dass lediglich 29% einen finanziellen Nutzen aus Social Media ziehen will! Denn in Social Media geht es ebenfalls ums Geld! Denn nur 33% der Kunden folgen einer Firma/Marke um sich „verbunden zu fühlen“. Die wichtigsten Aussagen der Verbraucher waren „Rabatte erhalten“ 61% und „Einkaufen“ mit 55%

IBM Global CMO Survey

Klar ist: Neue digitale Datenquellen bringen wichtige Einblicke in das Verhalten und in die Denkweise von Kunden. Um diese Einblicke aber effektiv nutzen zu können, müssen Unternehmen völlig andere Beziehungen aufbauen. Sie müssen sich in die Lage versetzen, sich mit den Kunden austauschen zu können und gegenseitige Hilfe (ja, Hilfe) ermöglichen. So kann das Unternehmen auch die „digitale Gerüchteküche“ zu seinem Wohl verwenden und das macht heute fast keiner.

Der Geschäftsmann muss die „armen“ CMOs und deren Unternehmungen ein wenig in Schutz nehmen: Einerseits ändern Technologien quasi „über Nacht“. Die Veränderung von Verhaltensweisen, Mentalitäten und Kulturen braucht da schon ungemein länger. Dazu ertrinken die Firmen in Daten (BigData), mit welchen die meisten noch nicht viel anfangen können. Dieser Aspekt der Problematik wurde bereits in einem älteren Post „Wohin mit der IT“ angeschnitten.  Der CMO wird auf jedenfall viel stärker mit dem CIO zusammenarbeiten müssen, wenn er erfolgreich bleiben will und/oder seinen Erfolg messbar machen will (Stichwort: Marketing-ROI).

Also liebe Marketeers: Hört hin, Schaut hin! Es gibt Blogs, Tweets, Verbraucherbeiträge und Facebook-Inhalte, die auf Euch warten und nur auf Interaktion warten! Braucht Ihr irgendwelche Studien um Eure Entscheidungen zu untermauern, dann holt sie euch via Bernetblog.

Datenexplosion, SocialMedia, n-Kommunikationskanäle, änderndes Verbraucherverhalten – ALLE CMOs haben das gleiche Problem und sind zuwenig vorbereitet – CMO(2)

Es ist von einem dramatischen Wandel in der Beziehung zwischen Verbrauchern und dem Unternehmen die Rede.

Herausforderungen aus der Global CMO Survey der IBM: Aus Optik der Auswirkung auf das Geschäft gaben die über 1700 Führungskräfte die Datenexplosion, Social Media, das Wachstum der Kommunikationskanäle und das änderndes Verbraucherverhalten an:

Quelle: IBM global CMO Study / copyright IBM
IBM Global CMO Survey

Interessant ist, dass alle CMOs weltweit das gleiche Problem haben, auch die “besten” Firmen:
IBM Global CMO Survey

Neue Serie: Ergebnisse der Global CMO-Study der IBM – Neutrale Zusammenfassung und Masterartikel

Ergebnisse der Global Chief Marketing Officer (CMO) Study (copyright IBM)
Untertitel: „Von Herausforderungen zu Chancen“

2011 wurde durch IBM ein C-Level Befragung bei weltweit 1734 CMO aus 19 Branchen in 64 Ländern durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse der Studie beinhalten:

  • Die proaktivsten CMOs versuchen, nicht nur Märkte zu fokussieren, sondern auch den einzelnen Kunden zu verstehen
  • Die erfolgreichsten fokussieren sich auf Beziehungen, nicht nur lediglich Transaktionen und nutzen somit die zu Ihnen stehenden Datenfluten
  • Outperformer setzen sich für die Entwicklung eines eindeutigen Unternehmenscharakters ein (Vermischung Kunde/Mitarbeiter)
  • Fast alle tun sich schwer mit dem (Marketing-) ROI

Die Studie scheint herausgefunden zu haben, dass weltweit die überwältigende Mehrheit drei wichtige Verbesserungs-Bereiche ausgemacht zu haben scheint:

  1. Die Kunden der neuen Generation, die mehr Macht und mehr Möglichkeiten haben, sind besser zu verstehen und ein konkreter Nutzen ist zu bieten (bestes Produkt)
  2. Es sind dauerhafte Beziehungen zu diesen Kunden aufzubauen
  3. Der Beitrag des Marketings zum Erfolg ist in relevanten und quantifizierbaren Zahlen zu messen

Zu 1: Kunden der neuen Generation einen Nutzen bieten: Das beste Produkt zu haben gilt wieder was, denn die Werbebotschaften können heutzutage nicht über ein schwaches Produkt hinwegtäuschen, weil die digitale Revolution das Kräfteverhältnis zwischen Anbieter und Verbraucher für immer und ewig umgekehrt (verändert) hat. Kunden und Bürger haben heute mehr Macht und Möglichkeiten (und sie fangen erst damit an, diese auch effektiv zu nutzen) und lassen sich je länger wie weniger durch Werbung täuschen.

Zu 2: Kundenbeziehungen bedeuten heute beidseitige Kommunikation, aus welcher zusätzlich in den entsprechenden Kanälen Interaktion werden muss. Die Studie beinhaltet hier zwei der wenigen, aber fatalen Fehlempfehlungen: Nämlich a. die Gründung der Communities und b. die Zusammenarbeit der CMOs mit Ihren C-Level Kollegen. Was ist falsch daran? a. Communities können von den Unternehmen nicht gegründet und schon gar nicht kontrolliert werden, denn die Communities sind schon da. b. Und was ist falsch an der Zusammenarbeit mit den C-Level Kollegen? Der CMO sollte in der GL eigentlich der Vertreter der Kunden sein. Und wenn man überlegt, so ist das eigentlich die höchste Aufgabe, die es in einem Unternehmen gibt, genau so, wie es die höchste Aufgabe in einem Staat ist, ein Parlamentarier zu sein. Und dann steht man über der Exekutive. Wenn man nun diese Überlegung wieder auf das Unternehmen umlegt, dann wären ja die vermeintlichen C-Level Kollegen ja keine Kollegen sondern „Untergebene“, so wie es die Minister/Bundesräte beim Parlament sind.

Zu 3: Die Ergebnisse der Marketing-Initiativen sind finanziell messbar zu machen, man spricht von einem Marketing ROI. IBM spricht hier von der Notwendigkeit die Glaubwürdigkeit und die Effektivität der Marketingabteilung zu erhöhen. Auch hier hat sich eine fatale Fehlüberlegung eingeschlichen. CMOs können ohne direkten Support der IT und der Finanzabteilung auf lange Sicht nicht mehr erfolgreich sein. Der Vertrieb und somit der Absatz wird sich je länger wie mehr in die Online-Kanäle verlagern. Den Marketing ROI kann man zukünftig nur noch über ein entsprechendes Internet- oder SocialWeb-Monitoring umsetzen, welches zusätzlich zu einem allfälligerweise vorhandenen CRM-System verbunden wird.

In meinem früheren Post Social Business verändert die Welt wurde bereits ein Detail der Studie – die „Vorbereitungslücke“ – näher betrachtet. In späteren Posts der Serie kommentiert der Geschäftsmann 2.0 detaillierter weitere Elemente der Studie:

  1. Dieser Post: Ergebnisse der Global CMO-Study der IBM
  2. Datenexplosion, SocialMedia, n-Kommunikationskanäle, änderndes Verbraucherverhalten – ALLE CMOs haben das gleiche Problem und sind zuwenig vorbereitet
  3. Die CMOs haben „es“ nicht begriffen und schauen nicht hin, der (neue) Kunde bleibt unverstanden
  4. Schwierige Ausgangslage des Chief Marketing Officers für die Zukunft – Der Einseitige Einfluss des CMO in der GL
  5. Massiver Innovationsbedarf führt zu erheblicher externer Untersützung in der Marketingabteilung
  6. Die CMOs haben Ihre zukünftige Rolle (noch) nicht begriffen und sie richten sich deswegen falsch aus
  7. Die Community braucht man nicht aufzubauen, Sie ist schon da!
  8. Social Business gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für die Verwaltung – Der dramatische Wandel vollzieht sich auch in der Beziehung der Bürger zur Verwaltung