Tanz Dich Frei TDF2013 – Die Millenials, die Lernfähigkeit und die Zivilcourage

Die heutige Generation ist dialog- und kritikfähig. Als am Sonntag nach der Veranstaltung auf Facebook ein Post der Organisatoren erschien, dass es „die Polizei vergeigt“ habe, hagelte es nur so von Kritik aus den eigenen Reihen! (Siehe letzter Post) Und es entstand ein – aus der Optik des Geschäfsmannes 2.0  konstruktiver – Dialog.

Der Geschäftsmann 2.0 ist nun sehr gespannt, ob die Parteien daraus lernen und es beim nächsten mal besser machen, sofern es so einen nächsten Anlass geben wird. Er glaubt fest daran dass es beim nächsten Mal besser  und er wünscht sich, dass die Behörden und der Rest der Bevölkerung den Jungen in Bern nochmals eine Chance geben und nicht auf Repression und ultimative Kontrolle setzen.

Sollte die Veranstaltung im 2014 nochmals durchgeführt werden, dann wird von der Menge aber auch Zivilcourage gefragt sein, wenn die Situation wieder eskalieren sollte. Die Polizei kann so eine brenzlige Situation nicht selber lösen, Beamte in Schutzuniform sind in so einem Fall ja eher Öl im Feuer. Randalierer etc, müssen durch die Menge aus der Menge ausgeschlossen werden (auch nicht durch private Securityleute) und da braucht es Mut und Zivilcourage dazu.

Jetzt stellt sich die Frage, ob die auf hohe Individualität bedachten jungen Menschen als Exponenten einer Gesellschaft, in welcher eine Atomisierung der Wertewelt(en) stattfindet, überhaupt dazu in der Lage sind, so etwas wie Zivilcourage zu entwickeln. Der Geschäftsmann 2.0 weiss hierzu keine Antwort, wenn man aber die auf Facebook geführten Dialoge anschaut, dann war oft der Tenor zu hören „Wir müssen in so einem Falle hier selber eingreifen“ – Hoffen wir, dass dem – wenn wieder so eine Situation auftritt – so sein wird.

So long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS:  So eine Veranstaltung ist etwas Einmaliges! Kann man sich vorstellen, dass so ein Anlass vor dem Deutschen Bundestag oder vor dem Weissen Haus machbar wäre? Wohl nicht. Und das wissen alle. Die Organisatoren, die Tanz Dich Frei Teilnehmer und auch der Staat. Also tragen wir alle Sorge dazu!

Tanz Dich Frei TDF2013 – Die Jungen sind kritik- und Dialogfähig, reicht das?

Dialog ohne Staat: Verschiedenste Meinungen zum dumm abgelaufenen Tanz Dich Frei Anlass 2013 auf Facebook
Dialog ohne Staat: Verschiedenste Meinungen zum dumm abgelaufenen Tanz Dich Frei Anlass 2013 auf Facebook

„Du, was hältst Du vom letzten Samstag?“ Der Geschäftsmann 2.0 wurde in den letzten Tagen beinahe ein Dutzend mal auf die Vorkommnisse der diesjährigen (2013) Tanz Dich Frei Veranstaltung angesprochen. Klar ist: Der Schuss ging heuer in Bern eindeutig nach hinten raus. Eigentich gibt es nur Verlierer, die Organisatoren, die Teilnehmer und auch die Toleranz des Staates wurden eindeutig von einer radikalen Minderheit missbraucht.

Das hat aus Optik des Geschäftsmannes zwei Gründe: Naivität und mangelnde Kommunikation.  1. Glaubt der Geschäftsmann, dass die mehrheitlich jungen Organisatoren der Veranstaltung das Gefahrenpotential zu wenig antizipiert hatten und sich lieber Gedanken rund um Ihre Umzugswagen gemacht haben, als ‚übergreifende Risiken‘ auszuloten. In der heilen Schweiz ist man ja eingelullt in ein gut verborgenes Sicherheitsdispositiv, welches einem gar nicht mehr auffällt. Und 2. Mangelnde Kommunikation. Ja, richtig mangelnde Kommunikation: Die Veranstaltung war ja nicht bewilligt, also gab es offiziell keine (erkennbaren/identifizierbaren) Gesprächspartner, welche sich im Gespräch auf ein allfälliges Debakel, welches leider im konkreten Fall eingetreten ist, hätten vorbereiten können Dieser Fehler ist beiden Seiten anzulasten. Die Behörden hätten besser die Veranstaltung bewilligt* und das Gespräch gesucht und die Organisatoren Ihrerseits hätten auch proaktiv auf die Behörden zugehen sollen. Und hier war die Motivation tief. Aus den Reihen der Veranstalter war zu hören: „Wir wollen einen Anlass ohne eine riesen Organisation, das geht auch ohne“.

Fazit: Auch in Zeiten von Facebook muss man zusammen (direkt) sprechen und die Jungen tun auch in Zeiten des Digitalen Zeitalters daran, beizeiten den Älteren zuzuhören. So wäre man vielleicht bereits vor dem Anlass darauf gestossen, dass der „Schwarze Block“ eine reale Gefahr darstellt.

* Der Geschäftsmann 2.0 weiss nicht, ob bei den Behörden überhaupt jemand einen so Antrag gestellt hat.

Weniger Organisation im Betrieb wird zur Erfolgskomponente – Chaos ist gut!

Liebe Geschäftsleute und Führungskräfte: Weniger Organisation wird zu einer Erfolgskomponente im Unternehmen. Mehr Freiheit, mehr Realtime-Demokratie, weniger Regulationen, weniger Kontrolle. 

Momentan geht es im Business und in der Politik immer noch in die andere Richtung, nicht? Ja, aber es wird sich ändern. Seit Jahren sagt der Geschäftsmann 2.0, dass es immer eine Pendelbewegung zwischen Zentralisation  und Dezentralisation gibt. Und dieses Pendel schwingt aktuell immer noch in Richtung Zentralisation/Kontrolle. Es fragt sich nur, wie lange noch. Das Pendel wird sich drehen und dies wird vor 2020 passieren, denn die Tsunamiwelle dagegen baut sich ja inzischen spürbar auf.

Unorganisiertheit, man kann dem auch Chaos sagen, wird seinen Schrecken verlieren und man wird viel mehr ad-hoc organisieren, wie im letzten Post beschrieben.

Willkommen in der Welt der 99%, Euer Gmann 2.0

In Zeiten des Social Business wird das Chaos und die Unorganisiertheit normal – Siehe occupy wallstreet, Grillini (M5S) oder TanzDichFrei

Schwierige Zeiten brechen für Organisatoren und Hierarchiefreaks an. Das Chaos feiert ein Revival. Der Begriff “Chaos” wird hier in diesem Beitrag wertefrei verwendet, ohne den negativen Sinn, den er aktuell inne hat.

Im gestrigen Post über Beppe Grillo und sein Five Star Movement hat der Geschäftsmann 2.0 erwähnt, dass diese Partei gemäss vielen Medienmeinungen “unorganisiert” sei. Die Zeit nennt das Programm der Grillini (M5S) ein Nicht-Programm und meint die M5S-Leute müssen noch viel lernen (“Hoffentlich nicht” meint Geschäftsmann 2.0, denn es braucht so frische, unverbrauchte, unvoreingenommene und noch nicht pervertierte Menschen in der Regierung, damit man den “Courant normal” durchbrechen kann).

Ebenfalls wenig organisiert scheinen andere aktuelle Phänomene zu sein. Die Tanz Dich Frei Bewegung zum Beispiel. Das Gleiche gilt für die Occupy Wallstreet Bewegung (Hier gibts eine coole Zusammenfassung) vor zwei Jahren oder für die Revolutionen der jüngsten Vergangenheit in Nordafrika. Dies lässt den Schluss zu, dass man heute viel weniger “organisieren” muss!

Man wird das Chaos in realtime organisieren, wenn  der Moment dazu gekommen ist* – Chunsch druus?

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

*: Oder noch besser: Man wird sich im Chaos zu gegebener Zeit realtime organisieren, wenn der Moment dazu gekommen ist