Schon gesehen? OpenStreetMap als Alternative zu Google Maps

Öffentliche Karten und Registerdaten werden im Rahmen weltweiter OpenData Initiativen von Privatpersonen in einem freien Projekt namens OpenStreetMap zusammengeführt und mit lokalen Informationen angereichert. Die Qualität wird sich mit derjenigen von Google Maps messen können, mit der von Apple-Maps sowieso.

Die Quellmattstrasse in Ipsach (CH) auf OpenStreetmap
Die Quellmattstrasse in Ipsach (CH) auf OpenStreetmap

OpenStreetMap ist ein Projekt, welches freie geografische Daten erstellt und bereitstellt. Aus diesen Daten können zum Beispiel Straßen-, Wander- oder Fahrradkarten, Routenplaner oder andere wissenswerte Informationen erstellt werden. Unter OpenStreetMap.org kann man fast genau gleich wie z.B mit Google Maps Adressen suchen. Adressen sind wichtig für die Gesellschaft und für die Wirtschaft. Korrekte, komplette und integre Adressdaten, welche zuverlässig sind. In solchen Sachen vertrauen Behörden und Unternehmen eher öffentlichen Daten und Diensten. Google Maps ist somit eine Lösung, welche da nur bedingt geeignet ist. OSM hat aber ähnlich wie das Produkt von Google verschiedene Kartenansichten. Da gibt es ebenfalls verschiedene Kartenebenen: die Standardansicht, eine sehr gut gemachte Radfahrerkarte, Verkehrskarten, eine Mapo Karte (MapQuest Open) und eine “Humanitarian”-Karte. Letztere zeigt Sachen wie Post, Kindergarten, Bank, Schulen etc.

Zum Vergleich: Google Maps der gleichen Adresse
Zum Vergleich: Google Maps der gleichen Adresse

OpenStreetMap Community – Im Web 2.0 gibt es für fast alles eine Community, welche sich entsprechend den Gesetzen der Crowd selber organisiert. OpenStreetMap in der Schweiz wird von knapp 180 Enthusiasten getrieben, in den USA sind es gegen 280. Eine Überaschung bietet

Googlephobia by Satoshi Kimbayashi
Deutsche Googlephobie

Deutschland, dort sind es gar 1700 Leute, welche in den Strassen rumlaufen, photo- und kartographieren. Naja, eigentlich ist das keine Ueberraschung bei der Googlephobie der Deutschen. Die Mitglieder leisten Ihren Beitrag, in dem Sie die (öffentlichen) Karten- und Adressdaten korrigieren und anreichern. So hat zum Beispiel für unser Beispiel oben ein gewisser Johnny Graber auf OSM die Informationen gepflegt. Er hat einige Maps im Schweizer Seeland übearbeitet hat, wie man unten sieht:

Überarbeitungen von OpenMapData Informationen eines Community Users
Überarbeitungen von OpenMapData Informationen eines bestimmten Community Users

Eine gute Sache, meint der Geschäftsmann 2.0. Auch wenn er Google mag, vertraut er lieber auf OpenData. Nur muss sich OpenStreetMap sputen, Google hat in vielen Ländern das komplettere Karten- und Adressmaterial und vorallem die bessere Suchfunktion.

Weitergehende Links:

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Der Facebook Auftritt von PoliceBern wurde klammheimlich beerdigt

Die Facebookseite der Polizei im Kanton Bern wurde irgendwann zwischen Mai 2013 und heute (13.5.2014) vom Netz genommen. Das ist ein Armutszeugnis. Die Züricher machen das viel besser! Liebe Berner, fragt doch die Zürcher Stapo, was so etwas bringt und wie man das macht. Ansonsten berät Euch der Geschäftsmann 2.0 gerne.

Verwaister Auftritt der Berner Polizei auf Facebook
Ehemaliger Auftritt der Berner Polizei auf Facebook, der hinterlegte Link bringt keine Resultate mehr.

Der Auftritt von PoliceBern war schon lange vorher auf Facebook verwaist, wie der Geschäftsmann 2.0 hier berichtete. Klar, so eine Präsenz verursacht Aufwand und man muss sich dem Dialog, welcher dann dort entsteht, auch stellen. Es stellt sich nun die Frage, wieso man in Bern den “Weg des Abstellens” gewählt hat. Dass es auch viel besser und sympathischer geht, zeigt die Facebookseite der Stadpolizei Zürich, wie auch deren Twitter-Stream.

Stadtpolizei Zürich auf Facebook
Hohe Ratings auf FB für die StapoZH

Web 2.0 mal praktisch (25) – Teamwork ohne Email, endlich das ideale Kollaborations- und Projektmanagement-Tool! asana.com

Nach Tests von unzähligen Projektmanagement- und Kollaborationswerkzeugen ist der Geschäftsmann für seine Person fündig geworden! Asana macht Telezusammenarbeit und Projektabwicklung wirklich einfacher und ist super zu bedienen!

Projektmanagement und Teamkollaboration einfach gemacht - asana.com
Projektmanagement und Teamkollaboration einfach gemacht – asana.com

Der Geschäftsmann ist ein Knowledgeworker, Notebook und Smartphone sind Ihm, was Anderen Kelle und Lot sind. Er hockt ausgesprochen viel am Bildschirm und er arbeitet mit Leuten von nah und auch von fern zusammen. Da liegt es auf der Hand, dass er seine zu verrichtenden Aufgaben auch am Screen organisiert. Und Projekte gehen mit einem Tool besser von der Hand, auch wenn man nie vergessen sollte, die beteiligten Leute auch direkt anzusprechen und nicht nur anszusprechen.

Doch zurück zu den Tools: In der Vergangenheit hat er diverseste PM– oder GTD-Tools ausprobiert und geschrieben: Sein “Evernote für Dummies” ist ein beachteter Post und Evernote ist beim Gmann immer noch hoch im Kurs. In seiner inzwischen über 20-teiligen “Web 2.0 mal Praktisch” – Reihe hat er u. A. über seine Erfahrungen mit Samepage. Auch Trello und Basecamp hat er versucht und einige Kleinprojekte hat er mit dem inzwischen von Salesforce wieder eingestellten Do.com (inzwischen haben die ein ähnliches Werkzeug namens Chatter am Start) abgewickelt.

Ausgezeichnete Integration der Projekttasks in den Gmail-Kalender
Ausgezeichnete Integration der Projekttasks in den Gmail-Kalender

Doch jetzt ist er mit Asana (Wikipedia) ausserordentlich zufrieden. Egal ob Wasserfall-Modell, agile Projekte oder Lean-Startupkampagnen, asana ist für alles geeignet. Das Produkt des Facebook Gründungsmitglieds Dustin Moskovitz und des Entwicklers Justin Rosenstein, wurde wohl ursprünglich zur Produktivitätssteigerung von Projekten bei Facebook entwickelt. Es ist aber so gut, dass es wirklich für alle ToDo- und Projektabwicklungstasks gebraucht werden kann! Der Geschäftsmann ist schlicht und einfach begeistert. Einfache Erfassung der Tasks, gute Möglichkeiten zur Aufbau von Hierarchien und Gruppierung der Aufgaben. Superschöne und effiziente Zuordnung der Tasks an Projektmitarbeiter und eine ausgesprochen effiziente Integration von Social Functions in die Projektarbeit! (z.B können Dritte Ihre Supportbereitschaft zu einem Task kundtun, man kann sich gegenseitig followen und natürlich gibt es auch Likes 😉 Und das UI ist echt der HammerI Teamwork ohne Email eben! Eine gut designte Software erleichtert die Arbeit doch ungemein. Was es nicht ist: Es ist kein Projektrapportierungstool, weder für Arbeitszeiten oder zum Projektcontrolling. Klar gibt es Task-Kontrolle aber für Projektauswertungen ist es nicht gebaut. Und es ist auch kein Projektplanungstool mit Gant- oder Balkendiagrammen und so. Probiert es aus und sagt dem Geschäftsmann, was Ihr davon halten tut!

So Long, Euer Gmann 2.0

PS: Ein Projektmanagement-Tool macht noch lange keinen Projektleiter! Mehr zu Projektmanagement erfahren Sie hier unter der Kategorie Projektmanagement

 

 

 

Web 2.0 mal praktisch (24) – Es war nie einfacher sich die IKEA Batterien mitbringen zu lassen: bringbee.ch

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Die Akku’s vom
IKEAbringt
www.bringbee.ch

Er gibt es zu – Auch der Geschäftsmann 2.0 hat eine kleine Ikea Abhängigkeit: Er kauft alle seine Batterien und Akkus ausschliesslich bei IKEA. Seine Frau tut es Ihm gleich, für Servietten und Kerzen. Auf die Frage: “Ich geh mal kurz ins IKEA Batterien kaufen, kommst Du mit?” kommt in 9 von 10 Fällen ein postwendendes “JA!” Was dann folgt ist ein gemeinsames Kauferlebnis. Man verunfallt immer dabei und kauft mehr ein als man wollte, aber der Betrag hält sich sozusagen immer in Grenzen. Den Batteriekauf als Vorwand etwas zusammen zu unternehmen wird sich der Geschäftsmann 2.0 sicher nicht nehmen lassen.

Bildschirmfoto 2013-10-18 um 11.36.43Für alles Andere könnte http://www.bringbee.ch in die Bresche springen: Brauchst Du etwas und möchtest, dass es Dir jemand anders bringt, dann ist Bringbee eine Alternative. Gehst Du regelmässig irgendwo vorbei, wirst Du vielleicht selber zur Bringbee! Gutes Konzept. Das ist doch ein echtes Social Business Geschäftsmodell, oder? Digital, nachhaltig, für den Long Tail, sozial, intrinsisch motivert und an Werte appelierend! Der Geschäftsmann wünscht viel Erfolg dabei!

 

Tanz Dich Frei TDf2013 – Es fehlt immer noch der direkte Dialog zwischen Staatsführern und der Bevölkerung

Der Dialog ist dort zu führen wo er stattfindet! Der Geschäftsmann 2.0 hat am Sonntag nach der ‚verunglückten‘ Tanz Dich Frei 2013 einige Stunden auf Facebook verbracht und hat sich die Kommunikation eingehend angeschaut. Da wurde diskutiert, gestritten, Konsens gesucht, Erklärungen wurden gemacht und Partei für jede involvierte Partei (Organisatoren, Schwarzer Block, Polizei, Politiker, etc) ergriffen. Doch zwei Exponten fehlten in dieser Diskussion: Die Staatsführung und die Staatsführer!

Nichts sagendes Weichspülprofil des Polizeidirektors Reto Nause
Nichts sagendes Weichspülprofil des Polizeidirektors Reto Nause

Die nachfolgenden Zeilen haben nichts mit Government Bashing zu tun: Leider hat der Staat es unterlassen, dort mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Offensichtlich besteht hier nach wie vor ein Graben zwischen den Millenials und den (älteren) Führungsschichten. Diesen gilt es aufzufüllen, wir Alle können uns ein von der Bevölkerung entkoppeltes Politisches System nicht leisten. Aktuell sonnen sich die Politiker lieber im Schweinwerferlicht der Fernsehkameras und ziehen das Hofieren der Journalisten um Ihre Person vor, als sich dem Dialog mit der (jüngeren) Bevölkerung zu stellen. Diese Behauptung des Geschäftsmannes 2.0 wird gestützt durch die Betrachtung der Facebookprofile von Reto Nause (u.A Polizeidirektor) und Alexander Tschäppat (Stadtpräsident Bern).  Das FB-Profil von Hrn. Nause gibt nicht wirklich viel her bis auf die Erkenntnis, dass sicher nicht Herr Nause himself das Profil eingerichtet hat. Und Herr Tschäppat selber hat noch nie ein Posting abgesetzt! Wieviele Facebook-Nutzer haben wir in der Schweiz nocheinmal? 3 Millionen! Da sind wohl auch ein paar Berner dabei…

Leeres Facebook Profil des Berner Stadtpräsidenten
Leeres Facebook Profil des Berner Stadtpräsidenten
Verwaister Auftritt der Berner Polizei auf Facebook
Verwaister Auftritt der Berner Polizei auf Facebook

Nachtrag 12.5.2014 – Den Facebook Auftritt der Kantonspolizei Bern http://www.facebook.com/PoliceBern gibt es inzwischen nicht mehr – Ein Armutszeugnis!

Tanz Dich Frei TDF2013 – Die Millenials, die Lernfähigkeit und die Zivilcourage

Die heutige Generation ist dialog- und kritikfähig. Als am Sonntag nach der Veranstaltung auf Facebook ein Post der Organisatoren erschien, dass es „die Polizei vergeigt“ habe, hagelte es nur so von Kritik aus den eigenen Reihen! (Siehe letzter Post) Und es entstand ein – aus der Optik des Geschäfsmannes 2.0  konstruktiver – Dialog.

Der Geschäftsmann 2.0 ist nun sehr gespannt, ob die Parteien daraus lernen und es beim nächsten mal besser machen, sofern es so einen nächsten Anlass geben wird. Er glaubt fest daran dass es beim nächsten Mal besser  und er wünscht sich, dass die Behörden und der Rest der Bevölkerung den Jungen in Bern nochmals eine Chance geben und nicht auf Repression und ultimative Kontrolle setzen.

Sollte die Veranstaltung im 2014 nochmals durchgeführt werden, dann wird von der Menge aber auch Zivilcourage gefragt sein, wenn die Situation wieder eskalieren sollte. Die Polizei kann so eine brenzlige Situation nicht selber lösen, Beamte in Schutzuniform sind in so einem Fall ja eher Öl im Feuer. Randalierer etc, müssen durch die Menge aus der Menge ausgeschlossen werden (auch nicht durch private Securityleute) und da braucht es Mut und Zivilcourage dazu.

Jetzt stellt sich die Frage, ob die auf hohe Individualität bedachten jungen Menschen als Exponenten einer Gesellschaft, in welcher eine Atomisierung der Wertewelt(en) stattfindet, überhaupt dazu in der Lage sind, so etwas wie Zivilcourage zu entwickeln. Der Geschäftsmann 2.0 weiss hierzu keine Antwort, wenn man aber die auf Facebook geführten Dialoge anschaut, dann war oft der Tenor zu hören „Wir müssen in so einem Falle hier selber eingreifen“ – Hoffen wir, dass dem – wenn wieder so eine Situation auftritt – so sein wird.

So long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS:  So eine Veranstaltung ist etwas Einmaliges! Kann man sich vorstellen, dass so ein Anlass vor dem Deutschen Bundestag oder vor dem Weissen Haus machbar wäre? Wohl nicht. Und das wissen alle. Die Organisatoren, die Tanz Dich Frei Teilnehmer und auch der Staat. Also tragen wir alle Sorge dazu!

Tanz Dich Frei TDF2013 – Die Jungen sind kritik- und Dialogfähig, reicht das?

Dialog ohne Staat: Verschiedenste Meinungen zum dumm abgelaufenen Tanz Dich Frei Anlass 2013 auf Facebook
Dialog ohne Staat: Verschiedenste Meinungen zum dumm abgelaufenen Tanz Dich Frei Anlass 2013 auf Facebook

„Du, was hältst Du vom letzten Samstag?“ Der Geschäftsmann 2.0 wurde in den letzten Tagen beinahe ein Dutzend mal auf die Vorkommnisse der diesjährigen (2013) Tanz Dich Frei Veranstaltung angesprochen. Klar ist: Der Schuss ging heuer in Bern eindeutig nach hinten raus. Eigentich gibt es nur Verlierer, die Organisatoren, die Teilnehmer und auch die Toleranz des Staates wurden eindeutig von einer radikalen Minderheit missbraucht.

Das hat aus Optik des Geschäftsmannes zwei Gründe: Naivität und mangelnde Kommunikation.  1. Glaubt der Geschäftsmann, dass die mehrheitlich jungen Organisatoren der Veranstaltung das Gefahrenpotential zu wenig antizipiert hatten und sich lieber Gedanken rund um Ihre Umzugswagen gemacht haben, als ‚übergreifende Risiken‘ auszuloten. In der heilen Schweiz ist man ja eingelullt in ein gut verborgenes Sicherheitsdispositiv, welches einem gar nicht mehr auffällt. Und 2. Mangelnde Kommunikation. Ja, richtig mangelnde Kommunikation: Die Veranstaltung war ja nicht bewilligt, also gab es offiziell keine (erkennbaren/identifizierbaren) Gesprächspartner, welche sich im Gespräch auf ein allfälliges Debakel, welches leider im konkreten Fall eingetreten ist, hätten vorbereiten können Dieser Fehler ist beiden Seiten anzulasten. Die Behörden hätten besser die Veranstaltung bewilligt* und das Gespräch gesucht und die Organisatoren Ihrerseits hätten auch proaktiv auf die Behörden zugehen sollen. Und hier war die Motivation tief. Aus den Reihen der Veranstalter war zu hören: „Wir wollen einen Anlass ohne eine riesen Organisation, das geht auch ohne“.

Fazit: Auch in Zeiten von Facebook muss man zusammen (direkt) sprechen und die Jungen tun auch in Zeiten des Digitalen Zeitalters daran, beizeiten den Älteren zuzuhören. So wäre man vielleicht bereits vor dem Anlass darauf gestossen, dass der „Schwarze Block“ eine reale Gefahr darstellt.

* Der Geschäftsmann 2.0 weiss nicht, ob bei den Behörden überhaupt jemand einen so Antrag gestellt hat.

Die Community als neuer Stützpfeiler der persönlichen Existenz – Die digitale Revolution trifft jeden

Die neue 360-Grad Sicht: Die Commiunity als neuer Stützpfeiler - Grafik Geschäftsmann 2.0 / Business Man 2.0

Revolution doesn’t happen when society adapts new technology, it happens when society adopts new behaviours“, schreibt Clay Shirky in seinem Buch “Here comes everybody“. Diese neuen Verhaltensweisen werden immer wie deutlicher spürbar. Einer der wichtigsten Treiber dafür ist die Community, die Gemeinschaft, auf welches das  moderne Individuum heutzutage in jeder Lebenslage zurückgreift. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Wert “Gemeinschaft” DER Aufsteigerwert des letzten Jahres (2012) war.

Dass dies zu fundamentalem Wandel führt, möchte der Geschäftsmann 2.0 anhand von zwei Grafiken veranschaulichen (360° Sichten Gmann 1.0 versus Gmann 2.0):

Die 360-Grad Sicht vor 5 Jahren mit den klassischen drei Pfeilern: Ich, Familie, Geshchäft
Die 360-Grad Sicht vor 5 Jahren mit den klassischen drei Pfeilern: Familie, Ich, Geschäft

Im digitalen Zeitalter des Social Business gibt es nun eben diesen zusätzlichen Stützpfeiler Namens “Community“, worauf die Existenz des Einzelnen neu auch ruht:

Ein neuer Stützpfeiler im Weltbild ändert das Verhalten komplett: "Community"
Ein neuer Stützpfeiler im Weltbild ändert das Verhalten komplett: “Community”

Nicht nur der Geschäftsmann, sondern jeder moderne Mensch ist mit einer neuen Dimension in seiner Welt konfrontiert. Die (digitale) Community, auch als Social Graph bekannt, führt interessanterweise zu einem Revival der zwischenmenschlichen Beziehung! Nix da mit Vereinsamung! Mehr zur Entwicklung heutiger Gemeinschaften kann man im untenstehenden Buch nachlesen:

Clay Shirky- Here comes everybody: Dabei geht es, wie sich Organisationen im heutigen digitalen Zeitalter verhalten, wie sich Menschen durch Social Media und Web 2.0 neu formieren, sich neu finden, um Dinge zu verändern. Diese Organisationen sind heute viel häufiger ohne richtigen Leader, sprich selbstorganisiert. Die heutigen Tools und Plattformen machen es ja möglich.

So Long, Euer Gmann 2.0

PS: Das war der erste Post einer kleinen Serie zum Thema – Community

Weniger Organisation im Betrieb wird zur Erfolgskomponente – Chaos ist gut!

Liebe Geschäftsleute und Führungskräfte: Weniger Organisation wird zu einer Erfolgskomponente im Unternehmen. Mehr Freiheit, mehr Realtime-Demokratie, weniger Regulationen, weniger Kontrolle. 

Momentan geht es im Business und in der Politik immer noch in die andere Richtung, nicht? Ja, aber es wird sich ändern. Seit Jahren sagt der Geschäftsmann 2.0, dass es immer eine Pendelbewegung zwischen Zentralisation  und Dezentralisation gibt. Und dieses Pendel schwingt aktuell immer noch in Richtung Zentralisation/Kontrolle. Es fragt sich nur, wie lange noch. Das Pendel wird sich drehen und dies wird vor 2020 passieren, denn die Tsunamiwelle dagegen baut sich ja inzischen spürbar auf.

Unorganisiertheit, man kann dem auch Chaos sagen, wird seinen Schrecken verlieren und man wird viel mehr ad-hoc organisieren, wie im letzten Post beschrieben.

Willkommen in der Welt der 99%, Euer Gmann 2.0

In Zeiten des Social Business wird das Chaos und die Unorganisiertheit normal – Siehe occupy wallstreet, Grillini (M5S) oder TanzDichFrei

Schwierige Zeiten brechen für Organisatoren und Hierarchiefreaks an. Das Chaos feiert ein Revival. Der Begriff “Chaos” wird hier in diesem Beitrag wertefrei verwendet, ohne den negativen Sinn, den er aktuell inne hat.

Im gestrigen Post über Beppe Grillo und sein Five Star Movement hat der Geschäftsmann 2.0 erwähnt, dass diese Partei gemäss vielen Medienmeinungen “unorganisiert” sei. Die Zeit nennt das Programm der Grillini (M5S) ein Nicht-Programm und meint die M5S-Leute müssen noch viel lernen (“Hoffentlich nicht” meint Geschäftsmann 2.0, denn es braucht so frische, unverbrauchte, unvoreingenommene und noch nicht pervertierte Menschen in der Regierung, damit man den “Courant normal” durchbrechen kann).

Ebenfalls wenig organisiert scheinen andere aktuelle Phänomene zu sein. Die Tanz Dich Frei Bewegung zum Beispiel. Das Gleiche gilt für die Occupy Wallstreet Bewegung (Hier gibts eine coole Zusammenfassung) vor zwei Jahren oder für die Revolutionen der jüngsten Vergangenheit in Nordafrika. Dies lässt den Schluss zu, dass man heute viel weniger “organisieren” muss!

Man wird das Chaos in realtime organisieren, wenn  der Moment dazu gekommen ist* – Chunsch druus?

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

*: Oder noch besser: Man wird sich im Chaos zu gegebener Zeit realtime organisieren, wenn der Moment dazu gekommen ist

Italiens “Abzocker Initiative” beziehungsweise Beppe Grillo und die 99% – M5S: Die Fünf-Sterne-Bewegung

M5S, The Five Star Movement, MoVimento 5 Stelle oder die Fünf-Sterne-Bewegung, alles Bezeichnungen (Wiki) für eine Partei, welche einen fulminanten Einstieg in die italienische Politik feiern durfte. Ungeachtet des Trauerspiels um Berlusconi und Konsorten, auch in Italien passiert aus der Optik der digitalen Revolution Aussergewöhnliches.

Grillo Elezioni: Beppe Grillo's Blog
Grillo Elezioni: Beppe Grillo’s Blog

Da ist ein Schwarm, die M5S. Diese “Partei” hat 163 der total 945 Sitze in Senat (24%) und Abgeordnetenkammer (25%) geholt. Ohne Anführer, denn Beppe Grillo will nicht der Anführer sein, sondern nur der Sprecher. Unorganisiert oder zumindest lediglich über das Internet organisiert.

Was hat nun diese M5S-Partei mit der Abzocker-Initiative gemein? Nun, man könnte den Grillo durchaus mit dem Minder gleichsetzen. Noch mehr Gemeinsamkeiten kommen zutage, wenn man die Headlines des kurzen und in der Tiefe stark variierenden Parteiprogrammes der M5S-Bewegung anschaut (Auszug):

  • Einführen einer Obergrenze für Löhne im Top-Management
  • Die Abschaffung von Aktienoptionsprogrammen
  • Beschränkung auf zwei Legislaturperioden für politische Ämter
  • Abschaffung der öffentlichen Finanzierung der politischen Parteien
  • Mehr Stromsparen und vermehrter Einsatz erneuerbarer Energien
  • Mehr Velospuren
  • Qualifikation/ Beurteilung der Uni-Professoren durch Ihre Studenten (Ricardo Semler lässt grüssen!)

Grillo ist übrigens ein echter Politiker 2.0. Er will ein Teil des Schwarms – des Kollektivs sein. Er wird durch das Kollektiv legitimiert und nicht umgekehrt. Er weiss, dass im Zeitalter des Social Business viel weniger Organisation nötig ist. Er bloggt und zwar aus dem Herzen und nicht als Notwendigkeit. Er twittert und benutzt diese machtvolle Plattform als Hauptführungs- und Informationskanal für seine 1 Million Follower.

Der Anfang des Aufbegehrens der italienischen 99%? Vielleicht wollten viele Italiener mit der Wahl der Grillini einfach nur “basta” sagen. Aber vielleicht ist da auch mehr. Vielleicht ist das der Anfang der aufbegehrenden 99% in Italien… …mal schauen, wie sich die Sache entwickeln wird. Die Grillini-Community scheint ja neben ihrem populistischem Opportunismus auch eine starke Portion Realismus zu haben, wollen Sie ja die öffentlichen Ausgaben kürzen.

“Social Communities are the armies of the 21st Century”

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0