Social Communities are the Armies of the 21st Century! – Vielleicht gibt es am 20.4.2012 einen weiteren Beweis dafür: Die Joseph Kony Aktion

„Ich will nicht die Welt verbessern Palo, ich will Gas geben und coole Geschäfte machen… sagte letzthin ein guter Kollege zum Geschäftsmann 2.0 als sie gemeinsam über das Thema Social Business sprachen. Fair enough sagte ich mir. Und ich, will ich denn persönlich die Welt verbessern? Ja! Unbedingt, denn dieser Weg ist dazu noch der Einfachere! Was ich damit sagen will: Ich glaube fest daran, dass diese Entwicklung – welche durch diese riesige Transformationsmaschine namens Internet irreversibel angestossen worden ist – zu einer besseren Welt führen wird, als diese heute ist und es ist grundsätzlich einfacher, mit dem Strom zu schwimmen.

Erste Beispiele haben wir ja bereits gesehen, Stichwort Jasmin-Revolutionen in Tunesien und Ägypten. Und der Geschäftsmann ist gespannt darauf, ob es der (digitalen) Community am 20. April 2012 wieder gelingt, eine weltweite Wirkung in der (realen) Welt zu erzielen:
Es geht um den ugandischen Kriegsverbrecher und Kinderverschlepper Joseph Kony. Dieser soll über 30‘000 Kinder zu Soldaten „umgepolt“ haben. Die Kony-2012 Revolutions-Kampagne verfolgt das Ziel, dass sich die weltweite Aufmerksamkeit auf diesen Mann richtet, sodass das Gleiche passiert wie z.B mit dem Diktator Gaddafi. Der 20.04.2012 wurde zum globalen Plakatiertag ausgerufen, an welchem weltweit Kony Plakate aufgehängt werden sollen um eine globale Aufmerksamkeit zu erregen.

Der Geschäftsmann 2.0 wurde erst vor einigen Tagen auf diese Kampagne aufmerksam und er war bass erstaunt, dass Viele, oder sogar die Meisten, hier schon länger und detaillierter informiert waren als er selbst. Der Geschäftsmann 2.0 hatte sich eben nicht die Zeit genommen, das  30-minütige Video anzuschauen (es lohnt sich), auf welches er gestossen war. Es blieb einige Wochen auf seiner To-Do Liste liegen. Und da er keine Zeitungen mehr liest, sind Ihm auch die Artikel in den Zeitungen (siehe Blick und 20 Minuten) nicht aufgefallen. „Kony sei Allgemeinbildung“ musste er sich dann auch im Büro anhören, denn ‚alle‘ wussten bereits davon. Nun gut.

Kony_im_Blick

Der Artikel des Blick hat lediglich gegen ein Dutzend Facebook-Likes und lediglich eine Handvoll Retweets. Da schaut die Event-Einladung zur „Kony-Plakatiernacht in Bern“ auf Facebook (oben) schon anders aus, hier gibt es immerhin über 350 Zusagen. Sprich 350 Berner haben sich dazu bereit erklärt, in der Nacht zum 20.4.2012 die Stadt mit Kony-Plakaten zuzupflastern. So eine Menge kann schon was ausrichten… …Und es geht noch drei Wochen, bis wir den 20.4.2012 haben. Seit dem European Trend Day 2012 ist mir der Spruch „Social Communities are the Armies of the 21st Cenury“ in meinem Kopf hängengeblieben. Also schauen wir, ob sich dies nach dem 20.4.2012 (wiedereinmal) bewahrheitet….

Der Geschäftsmann 2.0 hat jedenfalls auch so ein „Action-Kit“ bestellt und auch was gespendet, macht es doch auch: http://www.kony2012.com/ oder http://www.kony2012.com/get_the_kit.html

Von Schwärmen und Anführern, von Communities und Crowds (1): Top Anlass Zürich 8.3.2012

Ein Schwarm ist eine Community, es ist eine ganz besondere Community! Ein Schwarm mit einem Leiter ist eine Herde. Wodurch werden nun Schwärme charakterisiert? Ich nehme ausnahmsweise nicht Wikipedia zur Hilfe, sondern ich habe eine andere Definition:

  1. Schwärme haben keinen Führer
  2. Sie sind mehr als die Summe der Teile
  3. Sie sind robust (Ausfall von Einzelnen, gefährdet den Schwarm nicht)

Soviel zum Schwarm. In der Welt des Social Business ist die Community eines der Grundelemente und die benimmt sich weitgehend wie ein Schwarm, aber eben nur weitgehend. Es wäre aber fataler Fehler zu meinen, dass es in der Community keine Führung gibt. Die Community kennt sehr wohl Anführer / Opinion Leader. Die Anführer dürfen jedoch keinen Führungsanspruch haben, denn sonst werden diese nicht akzeptiert. Sie müssen mit Leidenschaft für die Sache einstehen und vorangehen.

Die Community zu verstehen, das ist eine der grössten Herausforderungen des Geschäftsmannes20 oder des “Social Business”. Sich die Community zu Nutze zu machen, das ist dann das Nirvana des Social Business 🙂

Es hilft ungemein, wenn man sich einmal die Zeit nimmt und sich im Detail mit Schwärmen und Crowds auseinandersetzt. Dafür kann ich den SGO-Themenabend Schwarm Intelligenz 8.3.2102 in Zürich nur empfehlen. Und der Christian Hirsig von der Atizo schafft es dazu noch ausgezeichnet, Crowd-Sourcing / Crowd-Innovation / Co-Innovation etc zu erklären.

Ich geh nochmals hin – Beim letzten Mal war es Super und ich hatte soo viele Eingebungen. Hoffentlich habe ich am 8.3.2012 weniger von diesen Eingebungen, dann kann ich länger darüber nachdenken….

Web 2.0 mal praktisch (5) – Noch nie bist Du schneller zu einem Webshop gekommen – eCommerce Plattformen

Hosted Server bei einem Provider bestellen, eCommerce-Software evaluieren, kaufen, installieren und – durch die Funktionalität selbst einfacher Produkte überwältigt – völlig überfordert konfigurieren, Domain-Namen lösen und sich eigentlich darüber nerven, dass man ja lieber etwas verkaufen möchte und nicht zum IT-Guru avancieren will…

Klar kann man wie oben beschrieben, auf dem klassischen Weg zum WebShop kommen, aber auch hier: Wieso dies nicht einem Anbieter überlassen, der das schon für tausend andere Webshops gemacht hat? Wo liegt Ihre Stärke, beim Aufbauen, beschaffen und anbieten bestimmter Produkte/Leistungen oder bei der Konfiguration eines Webshops? Meine Meinung ist klar: Ich habe die gleiche Meinung wie Jeff Jarvis , einem der profiliertesten „Ära 2.0“ Autoren: „Machen Sie das, was Sie am Besten können, für alles Andere gibt es Links“ , (oder eben solche Web 2.0 – Plattformen, die ich in dieser Blog-Serie gerade beschreibe). Kommen wir zu den Shop-Plattform Anbietern:

Webshop-Plattformen venda/demandware/magento

Magento arbeitet mit PHP und MySQL und ist Open-Source. Die Firma gehört inzwischen Ebay, Ihre Produkte sind auch im deutschsprachigen Raum beliebt, auch bei KMU. Das Gleiche gilt für Demandware, welche neben den USA auch in Deutschland und in Frankreich stark vertreten ist. Die Firma scheint eher grössere Unternehmen zu Ihren Kunden zu zählen. Der Dritte im Bunde der grossen On-Demand eCommerce Anbieter ist Venda. Die Firma ist eher im englisch sprachigen Raum präsent, aber deswegen nicht minder interessant. Hier gibt’s die Wiki-Seiten zu Magento und Demandware.

Diejenigen, die weiterhin Ihren Shop lieber auf einem eigenen Server mit „eigener Software“ hosten, empfehle ich SmartStore -Das professionelle Shop-System und CMS für den eigenen Web-Shop. Für 200 Euro bekommt man ein sehr gutes Vollpaket, mit genügend Telefonsupport nach der Produktivnahme. Das Produkt hat übrigens eine Super-Community! Freunde von mir sind mit dem Produkt sehr zufrieden.