So politisieren EinsNuller und deren erste Schritte mit Web 2.0 – Aktuelles Beispiel Lokalpolitik rund um die Ballsporthalle Muri

Die Berner Vorortgemeinde Muri-Gümligen möchte im Gümliger Zentrum eine Ballsporthalle bauen. Ein kleines, mehrheitlich aus älteren Leuten bestehendes Initiativkomittee macht Wind dagegen, sogar auf dem Internet. Die Befürworter haben deswegen überall begonnen, die Gemeinde für Ihr Anliegen zu motivieren, nur mit dem Internet hapert es. 

Befürworter der Ballsporthalle vor dem Einkaufszentrum Gümligen
Befürworter der Ballsporthalle vor dem Einkaufszentrum Gümligen

Das Blatt Lokal-Nachrichten heizt dabei die ziemlich einseitig und pro-bürgerlich den Abstimmungskampf für die Gemeindeabstimmung am 28. September 2014 an. Die Redaktoren Doris Schöni und Fritz Mäder haben in den LoNa bereits einige Artikel zum Thema publiziert.

Interessant dabei ist, wie das unbestrittenermassen bürgerliche Lager, welches die Ballsporthalle unterstützt, die finanziellen Mittel aufwendet, um die stimmberechtigten Gemeindebürger zu mobilisieren.  Deren Aktivitäten zielen vornehmlich auf die althergebrachten Massnahmen ab. Man schreibt Briefe, legt die Pro-Flyer bei, druckt Plakate. Und: man hat sogar eine Facebook Page! Nur, wird die nirgends beworben! Auf den Flyer, Briefen und Plakaten sieht man nix! Das Gleiche gilt für die Projektseite http://www.ballsport-halle.ch/ , man hat hier offensichtlich recht Geld in die Hand genommen für eine Webseite, welche ohne Leben daherkommt, obschon sich dahinter ein ausgewachsenes CMS mit Blogmöglichkeit verbirgt.Es wird auch kein SEO (Search Engine Optimization) oder SEM (Search Engine Marketing = Google Werbung) gemacht. Auch der in der Gemeinde papiermässig omnipräsente Flyer ist mit Google nicht auffindbar! (Alternativ hier).

Sucht man bei Google “Ballsporthalle Gümligen”, so ist weder eine Webseite der Befürworter, noch die Web-Page der Gegner unter den Treffern der ersten Seite!

Web 2.0 ist Dialog, Offenheit und Klarheit. Web 2.0 ist auch Millenial-lastig. Mit einigem Glück und Aufwand kriegt man einen Netzwerkeffekt hin, eine virale Verbreitung. Die Facebook Page “Pro Ballsporthalle” konnte in den ersten 5 Tagen seiner Existenz doch knapp 400 Likes einheimsen und wurde vornehmlich von jüngeren Leuten besucht (Siehe “Age Group” rechts unten im Bild). Wieso nimmt das Initiativkomitee hier für Facebook und Google Werbung nicht ein wenig Geld in die Hand? Wieso wird für einiges Geld eine ‘tote’ Webseite aufgebaut und dann nicht mit Content beliefert?

Bei der Facebookseite "Pro Ballasporthalle" auf Facebook könnte mit Facebook Ads die Reichweite massiv verbessert werden
Mit ein wenig Facebook Werbung könnte die Reichweite ZIELGRUPPENGENAU massiv erweitert werden!

 

Direkter Dialog im Internet fehlt Das aktuelle Beispiel zeigt, dass der direkte Dialog im Internet zwischen Politik(ern) und Bürgern aktuell in der Schweiz immer noch

Der Blick der Gegner rüber zum Pro-Lager
Der Blick der Gegner hinüber zum Pro-Lager

unterentwickelt ist. Es ist nicht das erste Mal, dass der Geschäftsmann über dieses Phänomen berichtet, siehe auch den Beitrag zu TDF2013. So ein sich in den Abstimmungsresultaten niederschlagender Dialog kann ganz einfach eingerichtet (siehe FB-Seite) und angestossen (SEM/SEO) werden. Nur zur Erinnerung: Barack Obama hat Dank Social Media die beiden Wahlen 2008 und 2012 gewonnen, vorallem die Online-Kampagne 2012 konnte seinen Rückstand im Wahlkampf zu einem Vorsprung umkehren. Okay, hier geht es nicht um eine Präsidentenwahl, sondern “nur” um eine Sporthalle. Von dieser werden hauptsächlich junge Sportler profitieren. Gerade deswegen sollte man in den neuen Medien auch entsprechend präsent sein. Der Geschäftsmann 2.0 hilft gerne bei zukünftigen Kampagnen, nur melden!

Mehr zum Thema:

PS: Sollten die Lokalnachrichten von Muri-Gümligen auf diesen Artikel stossen: Sie müssen die Namen der Webseitenbetreiber von http://www.moos-guemligen.ch/ nicht anonymisieren. Diese sind eh öffentlich, jedermann und -frau kann einfach auf Whois von Switch gehen und die URL eingeben. Einen Klick später sieht man, dass eine Frau Sandra Kistler die Webseite betreibt. Das ist nicht einmal Web 2.0, das ist schon seit Beginn des Internet eingebaut!

Junge Wähler in D erreicht man am Besten über das Plakat – Deutsche Digital Natives sind wohl eher Deutsch als Digital Natives

Ein Blogpost auf Heise.de zeigt, dass man die deutschen Millenials als Wähler am besten via Wahlplakat zu erreichen scheint. Ein krasser Gegensatz zu den USA.

Der Beitrag auf Heise.de zeigt, dass die Wahrnehmung der Digital Natives in Sachen Wahklampf vorallem über das Plakat gesteuert wird. Ganz anders als in den USA, wo doch in den letzten Präsidentenwahlen (2008 / 2012) Social Media zur “Waffe” geworden ist (Artikel dazu vom Gmann 2.0 gibt es hier).

Der Geschäftsmann 2.0 hat bis jetzt immer gemeint, die Millenials / Digital Natives sind global “gleicher” – und das ist nicht wertend gemeint – als andere Generationen vor Ihnen. Aber das scheint grenzen zu haben. Klar.

So Long, Euer Gmann 2.0

Die Zukunft liegt in China, aber gleichzeitig beginnt das Land Vergangenheit zu werden…

china_flagDer Geschäftsmann 2.0 hat seit 2007 ein Auge auf Fernost geworfen. Seither hat er mehrere Male die Wirtschaftsmetropolen in Asien bereist und x-mal mit verschiedensten asiatischen Geschäftsleuten und Unternehmern gesprochen. Nach wie vor ist er davon überzeugt, dass die Zukunft vorallem in Indien und China liegt. Das statistische Material, welches er in der letzten Zeit zusammengetragen hat, spricht für sich (Hans Roslings Gampinder ist immer noch der Knaller). Aber trotzdem: Die Chinesen scheinen dem Geschäftsmann 2.0 zu fremd und die Inder zu “unselbstständig”. Deswegen hat sich der Geschäftsmann auch entschieden den geplanten Besuch des  Unternehmeranlasses in Indien abzusagen und er wird stattdessen 2013 sich mal Manila und die Philippinen zu Gemüte führen.

Aber zurück zum Thema China. Die sind wirklich anders als wir. Die engen Freundinnen und Freunde, welche in Hong Kong oder direkt im Reich der Mitte wohnen, bestätigen das einem immer wieder. Aber auch dort gibt es Millenials. (Seine Tags dazu im Blog: Millenials) und auch dort schreitet die “digitale Revolution” voran, siehe unten. Daneben stehen auch noch zwei andere umwälzende Meilensteine in Sachen China an:

  1. Bis im Jahr 2015 wird es kostenmässig keinen Unterschied mehr machen, ob Firmen in Amerika produzieren lassen oder in China. Deswegen haben Firmen wie Apple, Lenovo, Ford oder auch General Electric damit begonnen, die Produktion wieder “nach Hause” zu nehmen. (Quelle: Economist 19.1.2013)
  2. Dieses Jahr 2013 wird das erste Jahr mit einer abnehmenden Zahl an Arbeitskräften in China sein (Quelle: Economist WorldIn2013)
  3. Der neue Parteivorsitzende Herr Xi Jinping trifft auf die neue Facebook-Generation von Chinesen. Der anstehende Prozess im März 2013 gegen den beliebten Bo Xilai wegen Korruption wird der erste Mega-Event in China werden, welcher breit in den (chinesischen) Sozialen Medien behandelt werden wird. Nicht vergessen: Social Communities are the armies of the 21st century – auch in China. Details hier und hier.

Umwälzende Zeiten stehen auch in China an… …sie werden gleich teuer wie die Amis, der demografische Abschwung beginnt heute (2013) und die digitale Revolution lässt sich auch dort nicht aufhalten. Überlegt Euch mal, was das für uns Europäer oder generell für die OECD-Länder bedeutet…

….so Long Euer Geschäftsmann 2.0)

PS: Gemerkt? Der Geschäftsmann 2.0 hat wieder einen seiner Vorsätze für 2013 abhaken  können 🙂

Der Geschäftsmann 2.0 wünscht allen ein gutes Neues Jahr und zukünftig weniger solche “Bund”-Artikel!

Alles Gute zum neuen Jahr! Gerne nimmt der Geschäftsmann 2.0 ebenfalls von Euch Neujahrsgrüsse entgegen 🙂

Eine Sache wünscht sich der Gmann für 2013: Er hofft, dass er in Zukunft nicht mehr solche kurzsichtigen Artikel zugeschickt bekommt. Der Artikel im Bund “Ist es mit dem Wachstum vorbei?” vom 29.12.2012 wird kolportiert, dass technologische Innovationen den Globus (insbesondere die Schaffung von Arbeitsplätzen) nicht in dem Masse weiterbringen als früher.

Kurzsichtig! Meint der Geschäftsmann, er hat hier eine andere Meinung. Warum? Weil aktuell nicht nur eine technologische Innovation stattfindet. Vielmehr ist es eine Überlagerung mehrerer globaler Faktoren: Da sind die im Bund-Artikel erwähnten disruptiven Technologien. Aber dazu kommen potenzierend disruptive Kommunikationsmittel, die dritte Welle* der Globalisierung und eine wachsende neue globale Bevölkerungsgruppe der Millenials / GenY.

Giant Leap: Dieser Cocktail wird uns einen massiven Sprung nach vorne bringen! Und das beginnt Jetzt…

Happy New Year, Euer Palo

*Frei nach Huntington

Guter Clip zur Zuwanderung in der Schweiz – Wann werden wir 9 Millionen sein?

Avenir Suisse meint, dass wir gegen 2030 neun Millionen Leute in der Schweiz sein werden. Der Geschäftsmann 2.0 meint, dass es schneller gehen wird. Des wegen findet er den Ausbau unserer Infrastruktur eigentlich sehr gut und er hat eigentlich nichts gegen die Zuwanderung, diese tut uns nur gut und das Mittelland ist sowieso schon zersiedelt. Der Wirtschaftsverband Economiesuisse* meint auch, dass die Zuwanderung gut ist:

Da die Zuwanderung Fakt ist und vor allem hochqualifizierte Leute in die Schweiz kommen, wird die Schweiz eines der ersten 2.0-Länder werden. Und weiterhin ein Erfolgsmodell bleiben.

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

*PS: Der Geschäftsmann 2.0 ist kein voller Fan der Economiesuisse, die ist zu stark FDP und  FDP ist irgendwo 1.x 

PSPS: Danke dem Alex für den Link!

Die Khan-Academy bekommt Gesellschaft – Lüneburger Uni startet 2013 Online Hochschulkurs mit Daniel Libeskind

Der Geschäftsmann 2.0 hat sich auf diesem Kanal schon in der Vergangenheit mit Bildung 2.0 befasst (Ältere Posts). Die damals beleuchteten Angebote waren vor allem im anglikanischen Sprachraum zu finden. Nun entdeckt auch Kontinentaleuropa die Schule 2.0. Die Lüneburger Universität Leuphana meldet nun den Start eines online Hochschulkurses “Thinktank Cities”. Der am 9.1.2013 erstmalig durchgeführte Architekturlehrgang mit Beteiligung des Stararchitekten Daniel Libeskind (Berner sollten diesen Mann deswegen kennen) wird von der Leuphana Digital School ausgesteckt.

Der Geschäftsmann 2.0 meint: “Du brauchst nicht mehr eine super renommierte Gross-Stadt Uni sein, um in den Zeiten des Web 2.0 erfolgreich zu sein…” 😉

Er wünscht der Leuphana und seinen über 8000 Studierenden viel Erfolg. Digital school rules!

So Long, Euer Gmann 2.0 – Pavel “Palo” Stacho

Habt Ihr das gemerkt? Schon wieder bestand eine verschobene “öffentliche” Wahrnehmung bei der US-Präsidentenwahl! Die “unsichtbare” Kraft von Social Media

DEUTLICHER Sieg für Obama, uns hat man im Vorfeld was anderes erzählt

Amerika hat gewählt und Barack Obama ist der klare Sieger. Dem Radio- / Fernseh- und Zeitungskonsumenten in Europa wurde in den letzten Wochen ein ganz anderes Bild vermittelt, nämlich das eines Kopf- an Kopf-Rennens!

Die “öffentliche” Berichtserstattung lag mit den Prognosen falsch – Schon wieder! Der Geschäftsmann 2.0 errinnert sich an die Prognose-Abweichung bei der Minarettinitiative in der Schweiz, da lief das ganze Land mit seinen Vorhersagen ins Leere! Oder er erinnert sich an die Affäre um den ehemaligen Deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff, bei welcher die alten Medien über eine positive Meinung im Volk berichteten, die Internetgemeinde aber bereits schon stark negativ zu Wulff eingestellt war (Artikel hier). Wie bereits gesagt, da “verbirgt” sich eine politisch aktive Internetgemeinde von mehrheitlich jüngeren Bürgern im Netz. Und diese jüngeren Leute sind aktiver! Wer mit dem Internet aufgewachsen ist, der ist bedeutend aktiver als z.B die Generation des Geschäftsmannes 2.0 – die Baby Boomer -, welche durch das Fernsehen dauerhaft sediert worden ist.

Ein sehr interessanter Artikel von Laurence Cruz geht auf die Bedeutung der sozialen Netzwerke für die US-Wahl ein und vergleicht die Wahl 2008 mit der jetzigen im 2012 Wahl. Dabei wird ersichtlich, dass vorallem Twitter massiv an Bedeutung gewonnen hat. Bedenke: Bei der Wahl 2008 hatte Facebook weniger als 100 Millionen Nutzer und Twitter war gerade am entstehen. Heute sieht es ganz anders aus, die ganze (westliche) Welt ist auf Facebook oder Tumblr und Twitter. Diese ist DIE Plattform: 90% der US-Senatoren und 42 der Gourverneure (Es gibt soviele wie die USA Staaten hat) haben heute ein eigenes Twitter Konto. Nur ging die Obama-Seite viel effizienter mit diesen Tools um. Obamas Kampagne machte  4x mehr Postings als Romney, siehe hierzu auch das untenstehende Video.

Auch das Nutzungsverhalten der Kandidaten selber spricht eine deutliche Sprache: Obama = 29 Tweets/Tag versus Romney = 1 Tweet/Tag, auch wenn keiner der Beiden einen wirklichen Dialog mit seiner Community führte (Keiner “retweetete” oder hat Drittcontent aus der Community “geshared”). Klar berichteten Medien über Social Media im US-Wahlkampf 2012: Das Österrreichische Wirtschaftsblatt spricht vom US Wahlkampf 2.0 und der Englische Guardian fragt bereits in einem Artikel, wie die Rolle der Medien (bzw die Überbewertung der alten Medien) bei der US-Präsidentschaftswahl 2012 in die Geschichte eingehen wird.

Fakt ist: Die klassische Berichterstattung ist auf einem Auge blind und führt damit weite Teile der westlichen Gesellschaft in die Irre! Was kann man dagegen tun? Die Analyse von “Big Data” ist die Antwort dazu! Übrigens fallen dem Geschäftsmann 2.0 einige Parallelen auf zu einem älteren Artikel auf: Die CMOs analysieren Ihre Märkte auch noch nach “alt”, genau so wie es die Meinungsforschungsinstitute und die “alten” Medien tun.

Und nicht vergessen:
Social Communities are the armies of the 21st Century! 

 

So Long, Euer Gmann 2.0

Bravo Herr Mölleney! „Wir brauchen ein neues Führungsverständnis“ Ja, es entwickelt sich bereits, schaut bei den Jungen direkt hin und nicht an die Unis! #NZZ am So.

Der Geschäftsmann 2.0 hat sich nach der letzten frustrierenden Erfahrung mit einem am Sonntag erscheinenden Blatt gestern lieber die “NZZ am Sonntag” Nr. 33 gekauft. Diese erfrischte Ihn mit erstaunlich viel Inhalt von “ausserhalb des Züricher Seebeckens”! Im Teil NZZexcutive stach dem Geschäftsmann eine Überschrift sofort ins Auge:

“Wir brauchen ein neues Führungsverständnis”

hiess es da und war im Kontext zu dieser Frage zu lesen (Zitat): Ist die Weiterbildung im Management auf der Höhe der Zeit? “Es ist Zeit, ein neues Führungsverständnis zu entwickeln; dabei muss auch die Weiterbidlung mitmachen. Wir werden unser zahlenorientiertes Denken um die menschliche Perspektive erweitern müssen. Die wichtigsten Dinge im Leben wie Vertrauen, Wertschätzung, Hoffnung lassen sich nicht in Zahlen ausdrücken. Einige Weiterbildungsinstitute haben das schon erkannt.

“Wow”, dachte sich der Geschäftsmann, das ist ja genau die Richtung, in welche der Geschäftsmann 2.0 forscht und schreibt! Der Herr Mölleney ist Ihm echt sympathisch. Ein Mann, der ebenfalls genau hinschaut und hinhört in die Welt da draussen. Und der Geschäftsmann 2.0 hat fast die gleichen Ansichten wie der Herr Mölleney, ausser dass er meint, dass zumindest Vertrauen und Wertschätzung in der Welt des Social Business sehr wohl messbar sind! (Weitestgehend könnte man dem “Social Media Monitoring” / “Sentiment Analysis” oder so sagen).

Was das “neue Führungsverständnis” anbelangt, da ist der ehemalige HR-Schef der Swissair ein bizzeli schwammig geblieben, da wurde “dienende Führung” erwähnt. “Richtig, Herr Mölleney” meint der Gmann, das ist aber lediglich eine Facette für die neue Führungsform (siehe Präsentation), welche es für das Zeitalter des Social Business und die darin aufwachsenden Millenials braucht.

Eine Frage und eine Anmerkung an den Hrn. Mölleney hätte der Geschäftsmann 2.0 noch: Frage – Welche Weiterbildungsinstitute haben es denn erkannt, dass man zukünftig ein neues Zukunftsverständnis braucht?” Anmerkung – Der Geschäftsmann kann es nicht glauben, dass sich seine Führungsprizipien – wie von Hrn. Mölleney im Artikel erwähnt – in den letzten 30 Jahren nicht geändert, sondern lediglich “verschoben” haben!

So long, Euer Geschäftsmann 2.0, Palo Stacho

Wer braucht schon Zukunftsforscher? Niemand, macht die Augen auf und denkt!

anker der megatrends - Quelle Zukunftsinstitut (Megatrendmap)

Aber was ist, wenn man keine Zeit zum Denken hat? Der Geschäftsmann 2.0 kennt das Gefühl, keine Zeit zum Ueberlegen zu haben. Kaum ist man aufgestanden kommt das Gehirn auf Touren und füllt sich mit Ueberlegungen, Hoffnungen und Sorgen zum Projekt X, zur Offerte Y und zum Mitarbeiter Z. Am Mittag beim Business Lunch wird nicht heruntergefahren, im Gegenteil, da läuft es unter Vollast, man ist ja gleichzeitig Geschäftspartner und Privatperson. Und wenn man am Abend nach Hause kommt, freut man sich über die Begrüssung der Familie, die einen jedoch komplett vereinnahmt, als hätte man den ganzen Tag nichts gemacht. Dann fällt man totmüde ins Bett und bevor man wegdöst fragt man sich: “Was wollte ich nochmal überlegen…..?”

Da ist man plötzlich dankbar, wenn Dritte für einen Denken! Auch was die Zukunft anbelangt. Der Geschäftsmann hat sich in den Ferien mal die Vordenker ein bizzeli näher angesehen und sich nochmals die Mega-Trend Map des Zukunftsinstituts von Herrn Horx vorgeknüpft. Picture taken by Geschäftsmann 2.0War er doch im Frühjahr an einem Referat dieses Herrn an der Uni Bern eingeladen. Zugegebenermassen ist es immer megaspannend wenn diese Leute loslegen, denn insbesondere Matthias Horx ist eine imposante Person und ein ausgezeichneter Rhetoriker. Zu diesem Zeitpunkt hat der Geschäftsmann 2.0 sowas noch nicht hinterfragt. Als er sich aber nach einiger Zeit sehr angeregt mit der Innovationsmanagerin eines grossen deutschen Automobilkonzerns unterhielt, wurden Ihm die Augen geöffnet. Die Frau, welche sich durch Ihren Job ja laufend mit der Zukunft auseinandersetzt, bezeichnete Zukunftsforscher als gefährliche Populisten. “Ok“, dachte sich der Geschäftsmann 2.0: “Obacht – und – Schauen wir uns die Sache ein wenig näher an” 🙂

Zur Megatrendmap des Zukunftsinstituts: Für einen interessierten Weltbürger, der die Augen und vorallem auch die Ohren offenhält ist diese Map nun wirklich nicht Rocket Science! Das Institut listet folgende Megatrends auf:

  1. Individualisierung
  2. Female Shift
  3. Silver Society
  4. Bildung
  5. New Work
  6. Gesundheit
  7. Neo-Ökologie
  8. Connectivity
  9. Globalisierung
  10. Urbanisierung
  11. Mobilität

Im Selbstversuch fand der Geschäftsmann auf Anhieb 9 dieser Trends selber heraus, lediglich auf die Punkte Urbanisierung und Gesundheit ist er nicht sofort gekommen. Zugegebenermassen interessiert den Gechäftsmann das Thema der Zukunft, sonst würde er ja auch dieses Blog nicht führen. Trends werden übrigens auch als Tiefenströmungen des Wandels bezeichnet, welche auf erhobenen Daten fussen und weit weg von Hypothesen sind. Interessant fand der Geschäftsmann eine Alternativ-

anker der megatrends -  Quelle Zukunftsinstitutbetrachtung der Map (Hier ist der Link zur Original-Map) : Schält man die stark verbundenen Knoten in der Map heraus, bekommt man die  Elemente Wissensgesellschaft, Geotagging (?), World Wide Web, Always on, Flexibilisierung, Kreativwirtschaft, Social Networks, Work-Life Balance. Jetzt ordnen wir das mal:

Geotagging, WWW, “Always on” sind Technologien. Es sind also Disruptive Technologien, die einerseits den Wandel halten oder treiben.

Wissensgesellschaft, Flexibilisierung, Kreativwirtschaft, Work-Life Balance sind gesellschaftliche Komponenten, die direkt vom Individuum getrieben werden. Von welchen Individuen denn? Sicher nicht von der Babyboomer-Generation, die gehören nicht so ganz zur Wissensgesellschaft meint der Geschäftsmann 2.0 und Work-Life Balance sowie Flexibilisierung sind für die sowieso Fremdwörter. Wir haben also in diesem Gebiet ebenfalls disruptive Generationen. Stimmt das? Welche sind das denn? — Klar, die Millenials.

Update 28.3.2014 – Übrigens: Zukunftsforschung kann man auch mit Google betreiben, siehe hier.

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Umfrage zu den 1.Mai-Umzuegen: Wieviele junge Leute habt Ihr gesehen? Bitte mithelfen und weitersagen, Danke!

Der Geschäftsmann 2.0 war heute bei Kunden auf Projekteinsatz. Leider konnte er nirgends in der Stadt an einem Umzug dabei sein, umso interessierter schaute er heute Abend die Tagesschau vom 1.5.2012.

Dabei vielen Ihm bei den Beiträgen zum ersten Mai zwei Sachen auf:

  1. Die Fernsehbilder zeigten nur ältere Leute (insbesondere irgendwelche Alt-68er, die gegen die Konsumwut wetterten und einen leicht verklaerten Eindruck machten)
  2. Es gab kaum Krawalle!

Den Geschäftsmann würde es interessieren, ob  jemand live an den Umzügen war und wie dort der Anteil an jungen Leuten war, helft Ihm bitte! (Forwarden und retweeten ist erwünscht) Vielen Dank im Voraus.

Wie sich Google die Zukunft vorstellt: “Project Glass” oder projectglass

Na, da kommt ja noch auf uns was zu, wenn wir in nicht allzuweiter Zukunft so durchs Leben schreiten sollen. 2 Minuten dauert der Clip. Die Reaktion der Frau des Geschäftsmannes 2.0 wahr eher Unbehagen, die junge Tochter hingegen sagte “Und?” und zuckte mit den Schultern. Hier gibt es das Video und hier ist die Page auf google+

Übrigens, das ist es, was ich unter DISRUPTIVEN TECHNOLOGIEN verstehe.