Der Schritt vom Geschäftsmann 1.85 auf Version 1.90 – Dematerialisere Deine Arbeitsweise mit Hilfe von Apple und Evernote

Die Dematerialisierung ist einer der wichtigsten Effekte der digitalen Revolution und des Social Business. Alle Prozesse und Leistungen welche von einem phyischen Träger befreit werden können, werden in einem besonderen Masse transformiert. Das kann man ja ganz deutlich z.B. bei der Musik oder bei den Nachrichten (Medien) betrachten. Ein Song oder ein Zeitungsartikel ist ja nichts anderes als Information. Es sind also die informationslastigen Bereiche in Gesellschaft und Wirtschaft, welche umfassend verändert werden. Disruptive Transformation nennt man so etwas: Gravierende – oder gar nicht mehr vergleichbare – Unterschiede zwischen dem „Vorher“ und „Nachher“ sind die Folge.

Mac & Evernote
Mac & Evernote

Und nun steht der Geschäftsmann 2.0 selber vor der Bewältigung seines persönlichen digitalen Paradigmenwechsels: Nämlich der Dematerialisierung seiner persönlichen Arbeitsweise. Weg vom geliebten Papier. Nicht in allen Lebenslagen, aber trotzdem umfassend und wenn möglich dauerhaft.

Jeder Knowledge Worker weiss, so etwas ist eine komplette Umstellung der eigenen Arbeitsweise. Beim Geschäftsmann 2.0 ist es die Abkehr von Gewohnheiten, welche er sich in den letzten 30 Jahren Berufstätigkeit angeeignet hat. Unglaublich, 30 Jahre sind das schon! Nur, darauf kommt es nicht an. Es geht vielmehr um die Tatsache, dass er, sofern er gesund bleibt, nochmal dreissig Jahre arbeiten wird. Dabei will er nicht zum alten Eisen gehören, zumindest was die Art und Weise der Arbeitsverrichtung anbelangt.

Jeder, der noch mehr als 20 Jahre arbeitet sollte sich auf eine volldigitalisierte und weitgehend dematerialisierte (Arbeits-) Welt einstellen, ansonsten bekommt er Probleme. Mit den jüngeren Kollegen, mit der veraltenden Arbeitsweise an sich, mit einer schleichenden Ausgrenzung und Isolation, etcetera. Volldigitalisiert heisst weniger Papier, mehr iPad, Web 2.0 und Co. Der Geschäftsmann 2.0 und dessen Familie tasten sich nun seit 3 Jahren an diesen grossen Wandel heran. Zunächst wurde überall in der Nähe ein Drucker installiert, damit man Sicherheit hatte: „Zur Not kann ich es immer wieder ausdrucken“. Natürlich kamen auch Gadgets ins Haus, für die Kinder iPods und für die Frau das iPhone, der Gmann 2.0 berichtete darüber auf diesem Kanal. Dann kamen die kleinen Schritte der Verhaltensänderungen:

  • Anstelle von Notizen macht man Photos
  • Die verbleibenden Notizen werden photografiert und das Papier weggeworfen
  • Bücher werden elektronisch konsumiert (vorallem Belletristik)
  • Man hat begonnen alles zu scannen und es ist eine Wohltat! (Der Gmann 2.0 hat drei (!) moderne Scanner zu Hause – der highspeed Doppelseitenscanner ist der Hit…)
  • Alles wird im Mail oder auf der Dropbox abgelegt
  • chefkoch.de wird mehr konsultiert als das gut sortierte Regal mit den Kochbüchern
  • ….aber es gibt auch Negatives zu berichten: Plötzlich bekommt man bei einigen Sachen Mühe, diese in den elektronischen Ablagen zu finden und ist versucht, diese dann wieder auszudrucken, damit man beim nächsten Mal nicht wieder suchen muss ;-/

Erkenntnis: Die Arbeitsweise aus dem Papierzeitalter kann nicht einfach so ins digitale Zeitalter übernommen werden, das erkannte der Geschäftsmann 2.0 bereits vor einigen Jahren. Sein Web-Mail Account hat ja auch keine 200 Ordner mehr wie früher in Outlook, sondern nur noch deren vier (Inbox, Archiv, Papierkorb, Hold/InProgress). Genau so werden die Hierarchien seiner Filesysteme immer wie flacher und vor allem Tags werden immer wie wichtiger.  Also weg, weg vom Ordner, weg vom Papier, weg von Microsoft.

Google, Mac & Evernote: A great leap forward – Ein grosser Sprung vorwärts! Mit Apple/Mac, Dropbox, Evernote und Google. Google Apps und Dropbox verwendet der Geschäftsmann schon länger. Von Dropbox ist er begeistert – NSA hin oder her. Dagegen ist Google Drive (die Filesystem Alternative von Google) keine Konkurrenz. Doch auch Google ist sehr, wirklich sehr wichtig für den Geschäftsmann 2.0 geworden. Ein Ihm bekannter anderer Blogger hat darüber einen sehr passenden Artikel mit dem Titel „Bin ich vergoogelt?“ geschrieben.  Die Googelisierung (Docs, Sites, Calendar) ist nicht einfach, der Geschäftsmann ist seit mehr als einem Jahr daran und nach wie vor nicht voll angewöhnt. Und jetzt steht obendrauf der Hauptumstieg an. Es ist quasi der Upgradepfad von Geschäftsmann V1.85 zu V1.9, um die “dematerialisierte Arbeitsweise” erreichen zu können: Es geht um die Verwendung von

Macbook / Mac OS – Dieser Upgradeschritt ist wie bereits gesagt hart für den Geschäftsmann. Gross geworden in der Welt von MS-DOS 3.0 und IBM XT wurde er von Anfang an auf Shortcuts – Tastaturkombinationen konditioniert, er arbeitet nicht nur mit der Maus. Nun, seit bald drei Monaten übt der Geschäftsmann 2.0 mit dem Mac OS rum. Und die Umgewöhnung ist echt anstrengend. Der erste Versuch zum Einstieg in den Geschäftsalltag mit Mac wurde im Juli nach einem Tag schrecklicher Uneffizienz im Job gleich wieder ausgesetzt. Die Philosophie unterscheidet sich schon erheblich von Windows und die Shortcuts sowieso. Nun wird ausserhalb des Büros ‚angelernt’.  Eins kann der Geschäftsmann auf jeden Fall sagen: Es ist schon schön, mit dem MacBook Air und mit Mac OS zu arbeiten. Und die Geräte sind übrigens gar nicht teurer als vergleichbare Windows-Maschinen, das sei hier mal gesagt! Das Thinkpad X1 Carbon ist z.B gar teurer als alle Macbooks. Wieso der Geschäftsmann 2.0 auf nach fast 30 Jahren auf Mac umsteigt? Bereits oben hat er erwähnt, dass der Umgang mit Macs sehr schön ist, haptisch ist es eine Wohltat. Kurz: Die User Experience, auf Neudeutsch “UX” ist super. Andererseits ist er Windows-Müde und dann treffen für Ihn selber alle diese Argumente zu, welche in diesem wundervollen Blogbeitrag hier angeführt werden http://stadt-bremerhaven.de/macbook-air-2013-mein-testbericht/

Evernote – Wenn man die Dokumente digitalisiert, dann muss man diese effizient suchen und finden können. Auf jedem persönlichen Gerät. Dabei helfen eine gute Suchmaschine,  gute persönliche Überschriften wie auch eine gute Verschlagwortung (Tags). Nur so ist man dann auch effizient und schnell, denn die Bandbreiten sind noch nicht soweit, dass die Systeme und Geräte innert Sekunden Vorschaulisten (Thumbnail-Previews) mit hunderten von Dokumenten mit Hunderten von Megabyte aufbauen können. Aus diesem Grund hat der Gmann 2.0 sein Evernotekonto, welches einige Jahre verwaist rumlag, wieder aktiviert. Er hat kurz nach Alternativen gesucht, wie z.B hier der Vergleich von Evernote zu Devonthink. Er hat sich aber dazu entschieden, bei Evernote zu bleiben, auch weil Ihm ein guter Freund ein paar coole Tipps gegeben hat. Wer mehr zur Verwendung von Evernote erfahren möchte, der kann sich hier kurz schlau machen, das ist ein ausgezeichneter Artikel drüber: http://www.digitalistbesser.org/evernote.

Wie es der Geschäftsmann konkret mit Evernote macht, kann im Blogpost “Starters Guide to Evernote – Evernote für Dummies” nachgelesen werden.

So dasises, bis zum nächsten Mal, Euer Gmann “V1.9” 🙂

 

 

2013 kommen die Aktionäre mit eVoting vermehrt an die Macht – Beispiel: GV der Zurich Insurance mit der Sherpany Plattform

Dass sich im Zeitalter des Web 2.0 die Bürger, Käufer und Kunden zu emanzipieren beginnen, hat der Geschäftsmann 2.0 in Dutzenden von Beiträgen auf diesem Kanal be- und umschrieben. Er hat dabei auch erwähnt, dass eine ganz wichtige Wirtschaftsgruppe, nämlich die der Aktionäre und Investoren eine wichtige Rolle bei der Digitalen Revolution und beim Social Business spielen würde (Siehe Aktionäre an die Macht“). Nur war es dem Geschäftsmann 2.0 nicht ganz klar, wie das vonstatten gehen würde.

GV Zurich 2013 - Die Mehrzahl der Teilnehmer stimmte anhand eVoting ab!
GV Zurich 2013 – Die Mehrzahl der Teilnehmer stimmte anhand eVoting ab!

Aber jetzt liegt es auf der Hand. Aktionäre können vorallem oder fast nur an der Generalversammlung Ihre Meinung kundtun. Und bis heute dominierten zwar die Kleinanleger die Redezeit, aber es waren die grossen institutionellen Anleger, welche das Stimmvolumen im Griff hatten. Das könnte jetzt anders werden. Web 2.0- Plattformen erlauben es, dass sich viel grössere Gruppen ohne einen expliziten Führer organisieren können. Der Homo coniunctus lebt ja in digital unterstützten Netzwerkstrukturen, siehe Details hier. Und auch bei den Aktionären hält der Homo coniunctus Einzug. Inzwischen gibt es mehr unter fünfzig jährige Aktionäre, als 50+ Aktionäre, sagt eine Studie der UniZH. Aktionärsgruppierungen können z.B. auf den neuen eVoting-Plattformen für Generalversammlungen entstehen. Diese Plattformen sind für alle Anleger offen. Sie erleichtern u. A. den institutionellen Profianlegern, z.B. Pensionskassen Managern, Ihre Arbeit enorm.

Aber auch Kleinanleger profitieren: “Weisst Du Palo, ich habe jetzt mit dieser neuen Plattform nun alle meine eigenen grossen Direktinvestitionen an einem gemeinsamen Ort im Griff –  Das finde ich Super”  Das hat dem Geschäftsmann gestern ein guter Freund beim gemeinsamen Abendessen gesagt. Die Plattform, von welcher der Freund des Geschäftsmannes 2.0 sprach, ist Sherpany. In kürzester Zeit konnte Sherpany nahmhafte Kunden und Partner für sich gewinnen, so das Firmenblog.

Und die Plattform wird Rege benutzt! Die Zurich Insurance Group hat letzte Woche am 4.4.2013 eVoting zum ersten Mal Ihren Aktionären ermöglicht. Die Beteiligung war beeindruckend: Von den 2232 im Saal anwesenden Aktionären haben 1810 über Sherpany abgestimmt und gegen 37’000 Stimmen vertreten! “Respekt”, meint der Geschäftsmann 2.0. Dass eVoting in der Wirtschaft abgehen würde, das hat er sich schon gedacht, aber gerade so?! Wow!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

 

Disclaimer:  Der Geschäftsmann 2.0 hat seine neue Berufung gerade eben bei dieser Sherpany-Plattform gefunden. Er arbeitet neu für dieses Zürcher Start-Up Unternehmen.

Online-Arbeit und -Outsourcing: Deutsche Auftraggeber sind bei Elance bereits auf Platz 8 (2013)

Elance zieht fŸuer 2012 Bilanz: Immer mehr Unternehmen suchen online nach FachkrŠftenDer Geschäftsmann 2.0 berichtete bereits vor einiger Zeit über Contracting-Plattformen wie Elance oder Twago. Diese haben sich munter weiter entwickelt. Gemäss einer Mitteilung von presseportal.de nimmt insbesondere die Elance-Plattform massig Fahrt auf und zwar auch im Deutschsprachigen Raum. So verzeichnete man im 2012 eine Zunahme von 51% was die Aufträge von Deutschen Kunden anbelangt. Damit ist Deutschland auf den 8. Platz im Umsatzranking aufgerückt.

Auf der Plattform dominieren nach wie vor Auftragsvergaben im Bereich Programmierung, Web, Design und ähnlich. Hier gibt es immer noch starke Zuwachsraten, z.B nahmen die Vergaben im Bereich Web-Design um 205% im Vergleich zum Vorjahr zu. Doch auch Fachkräfte mit Online-Erfahrung im digitalen Segment (+190%) sowie Social Media (+132%) erhöhten ihre Einnahmen in 2012 erheblich. Alle Zahlen können hier nachgelesen werden. Der Geschäftsmann empfiehlt: “Elance einfach ausprobieren!” Wenn man ein Projekt englischsprachig ausschreibt, erhält man preislich viel tiefere Angebote. Trotzdem ist der Geschäftsmann 2.0 bisher immer davor zurückgeschreckt Aufträge z.B nach Indien zu vergeben. Und nicht vergessen: Twago gibt es auch noch….

…So Long, Euer outtaskender Geschäftsmann 2.0

Die Khan-Academy bekommt Gesellschaft – Lüneburger Uni startet 2013 Online Hochschulkurs mit Daniel Libeskind

Der Geschäftsmann 2.0 hat sich auf diesem Kanal schon in der Vergangenheit mit Bildung 2.0 befasst (Ältere Posts). Die damals beleuchteten Angebote waren vor allem im anglikanischen Sprachraum zu finden. Nun entdeckt auch Kontinentaleuropa die Schule 2.0. Die Lüneburger Universität Leuphana meldet nun den Start eines online Hochschulkurses “Thinktank Cities”. Der am 9.1.2013 erstmalig durchgeführte Architekturlehrgang mit Beteiligung des Stararchitekten Daniel Libeskind (Berner sollten diesen Mann deswegen kennen) wird von der Leuphana Digital School ausgesteckt.

Der Geschäftsmann 2.0 meint: “Du brauchst nicht mehr eine super renommierte Gross-Stadt Uni sein, um in den Zeiten des Web 2.0 erfolgreich zu sein…” 😉

Er wünscht der Leuphana und seinen über 8000 Studierenden viel Erfolg. Digital school rules!

So Long, Euer Gmann 2.0 – Pavel “Palo” Stacho

ERP-Software im Betrieb? Nur noch solche aus der Cloud! – Und: Gibt es Alternativen zu runmyaccounts.ch?

Der Geschäftsmann arbeitet mit SAP-ERP Software und mit einer Sage-Lösung. Heutzutage würde er aber voll auf die Cloud setzen. Und zwar auf eine reine Cloud-basierte, also nicht auf ein Saas-Szenario einer ERP-Lösung (Den Unterschied Cloud-ERP und SaaS-ERP kann man hier nachlesen).

Perplex ist der Geschäftsmann 2.0 aber, nachdem er sich in seinem Netzwerk bei den (jüngeren) Führungskräften herumgehört hat, wer welche Cloud-Lösung in Sachen Finanzen einsetzt. Da tönt es unisonohttp://www.runmyaccounts.ch/ ! Run my accounts ist ja keine Software, es ist eigentlich das Out-Tasking der Buchhaltung. Wenn man dann fragt, was für eine Software diese Runmyaccounts-Firma verwendet, bekommt man die Antwort “Ich weiss nicht… …ich glaube die heisst Mammut oder so…”.

Wieso muss man die Buchhaltung selber Inhouse machen? Weil wir es bis jetzt immer so gemacht haben? Denkt mal nach! Eben: Social Business wird die Geschäftswelt verändern.

Frage an Euch: Hat es da Draussen jemanden, der bereits auf Cloud-ERP setzt (abgesehen von der Run My Accounts Lösung)? Für einen kurzen Kommentar würde ich mich freuen!

Die CH-ERP Installation ist 11 Jahre alt – Die Finanzabteilungen sind noch sehr 1.0, berücksichtigt man das Durchschnittsalter der Software

Röhren-TV im 2001

Ende März 2012 fand eine Veranstaltung namens IT-Markt Report 2012 statt. Es scheint, dass der Grossteil der Schweizer Journalistengemeinde dort anwesend war, so auch das Swiss IT Magazine. In einem Artikel von Nr. 04/2012 viel dem Geschäftsmann eine Grafik zu den ERP-Systemen auf.


Die Grafik besagt, dass die Top 5 – Anbieter sich lediglich 28 % des Marktes teilen und der Restmarkt von 82 Prozent sich über weitere 90 Lösunganbieter verteilt. Der Geschäftsmann wollte noch herausfinden, wie stark der Anteil von Cloud-basierten ERP-Lösungen ist, er konnte aber nirgends die Rohdaten im Web ausmachen, auch beim Datenlieferanten Profondia nicht.  Nur wäre die Suche nach in der Cloud eingesetzter Software auch nicht nötig gewesen, denn wenn man überlegt, dass gemäss Profondia die ERP-Lösungen mehr als elf (11) Jahre im Einsatz sind, dann kommt man mit reinem Überlegen dazu, dass Cloud-basierte ERP-Lösungen wirklich keine statistische Relevanz haben und somit de facto nicht vorhanden sind.

Funktionalität, die 11 Jahre alt ist – ist sicher weitgehend 1.0 oder? 2001 gab es noch kein Facebook, alle leckten sich die Wunden nach der Dotcom  – Blase und die Desillusionierung zum Wundermittel Internet war zu diesem Zeitpunkt  wohl am Höchsten. 2001 schaute der Geschäftsmann noch auf Röhrenfernsehern fern. Er ging von Zuhause aus noch mit einem Modem ins Internet und hatte ein Sony-Ericsson T68i Handy (Neueste Funktion Bluetooth: nie gebraucht) und das Gerät begann gerade, den mittelmässig geliebten Psion Revo abzulösen. SAP’s Software hiess damals noch R/3, Releasestand 4.6. Zu dieser Zeit entwickelte man brandneu mit Java und Servlets, in der Hitparade läuft Stan von Dido/Eminem…  …Man kann von einem Softwareprodukt aus dieser Epoche nicht erwarten, dass dieses disruptive Technologien anwendet oder sogar verteilte und volldigitale Prozesse unterstützt.

Röhren-TV im 2001Der Fernseher des Gmann20 im 2001

Weitere Infos zum IT-Markt Report: Artikel dazu im IT-Markt, alternativer und guter Artikel bei Foto-Intern

Wie sich Google die Zukunft vorstellt: “Project Glass” oder projectglass

Na, da kommt ja noch auf uns was zu, wenn wir in nicht allzuweiter Zukunft so durchs Leben schreiten sollen. 2 Minuten dauert der Clip. Die Reaktion der Frau des Geschäftsmannes 2.0 wahr eher Unbehagen, die junge Tochter hingegen sagte “Und?” und zuckte mit den Schultern. Hier gibt es das Video und hier ist die Page auf google+

Übrigens, das ist es, was ich unter DISRUPTIVEN TECHNOLOGIEN verstehe.

Nachtrag No. 3 zu WEB 2.0 mal praktisch – Es war nie einfacher Tickets für seinen Event anzubieten und das Geld zu kriegen


Dematerialisierung auch beim Ticketverkauf fürs “Grümpelturnier” – Ticketino

Die Töchter des Geschäftsmannes 2.0 gehen ins Ballett und einmal pro Jahr organisiert die New Dance Academy eine Tanzgala mit den Kindern als Stars und den Eltern als begeisterte Zuschauer. Es versteht sich von selbst, dass der Geschäftsmann hier im Publikum hockt. Doch er hat letztes Jahr nicht schlecht gestaunt, als beim Eintritt hier junge Damen voll professionell mit Scanner-Pistolen die Billette entwertet haben!

Offensichtlich setzt auch die New Dance Academy in Bern auf die Dienstleistung von Ticketino. Das Schweizer Unternehmen, welche ebenfalls im Ausland (insbesondere Deutschland) aktiv ist, hat hier schon seit einiger Zeit ein Super Produkt rausgebracht und seit letztem Jahr schreibt die Firma sogar Gewinne. Auch der kleinste Anlass kann hier seine Billette “managen”. Event anmelden, Ticketklassen definieren, Verkaufskanäle auswählen, Einkaufslink auf der eigenen Homepage oder in den Einladungsmails einpflegen und los gehts! Das Inkasso macht dann Ticketino und schickt einem dann das Geld zu.

Mann kann selber die Eintrittsbillette verkaufen, oder es dem Kunden überlassen, diese bei verschiedensten Verkaufsstellen wie z.B. bei der SBB oder bei der Migros zu kaufen. Selbstverständlich steht bei Ticketino die “Print at Home” zur Verfügung, mit welcher man sich die Tickets zu Hause ausdrucken lassen kann.

Der Geschäftsmann findet, dass der Franz Wyss und seine Truppe das toll hingekriegt haben. Kein Wunder hat die Unternehmung Kunden verschiedenster Couleur und Grösse, wie  Microsoft, Valiant, SBB, UBS, Die Post, Swisscom, SRF, Kaba oder Autoscout24. Aber auch bei Kultur- und Sportanlässen sind gibt es einige namhafte Veranstaltungen, die Ticketino verwenden. Da ist das Festival da Jazz, oder Boxring Zürichsee, Musikclub Exil, Theater Duo Fischbach, Stadtmusik Zürich, etc etc.

Ach ja, die Scannerpistolen bekommt man zugeschickt und kann diese nach dem Anlass einfach wieder zurückschieben. Ist das zu kompliziert 🙂 dann stellt die Firma einem bei Bedarf auch noch gleich das Personal. Weitere Infos auf Ticketino

Web 2.0 mal praktisch (18) – Die virtuelle Post, echt gut

Im letzten Post erwähnten wir den Micropreneur: Dieser wird das Angebot der Swiss Post Box http://swisspostbox.com/de/preise schätzen. Für 30 Franken monatlich öffnet und scannt Ihnen die Post Ihre physische Briefpost und stellt Ihnen diese virtuell zur Verfügung.   Für mobile Unternehmen oder Unternehmer ideal, ebenfalls gut für Firmen mit mehreren Niederlassungen, aber mit nur einem Backoffice. Diese Lösung gefällt.

Sowieso: Der Geschäftsmann dematerialisiert wo er kann!

Web 2.0 mal praktisch (12) – Wer braucht noch eine Telefonzentrale?

“Ich brauche noch ein Telefon zu Hause, alles andere ist mir viel zu unzuverlässig!” – Denken Sie so was? Dann hören Sie doch bitte mit so veralteten Ansichten auf! Wenn mich meine inzwischen über 70-jährigen Eltern zu Hause nicht erwischen, dann versuchen sie es auf meinem Mobile, wenn das nicht funktioniert, dann versuchen Sie es auf dem Mobile meiner Frau. Zum Glück sind Sie (noch) nicht auf Facebook, denn sonst bekäme ich dort auch noch nen “Post auf meiner Wall”.

Was ich damit sagen will: Heute ist Jeder über mehrere Kanäle erreichbar und auf die Zuverlässigkeit der Fix-Telefon Leitung muss nicht mehr so ein hoher Wert gelegt werden wie früher. Es gibt Alternativen zum Fixleitungs-Telefon zu Hause oder im Büro. Eine ist sicher Skype. Jeder kennt Skype. Die meisten brauchen es zu wenig. Auch Sie?

Ich verwende Skype immer wie mehr, vorallem seit Teile meiner engeren Freunde angefangen haben, Ihren Skype-Account auf das Mobile umzuleiten, wenn diese nicht online sind.

Mit Skype kann man ebenfalls eine eigene Schweizer-Telefonnummer haben. Das geht momentan in 23 Ländern, Deutschland und die ganzen skandinavischen Länder sind natürlich auch dabei. Dieser Service kostet, aber nicht allzuviel, in der Schweiz geht die Nummer-Aktivierung über die Cablecom. Dabei können Sie zwischen einer Thuner/Züricher/Genfer Vorwahl auswählen und der Spass kostet Ihnen 15€ Grundgebühr für 3 Monate oder 50€ im Jahr.

Natürlich gibt es Gründe gegen den Gebrauch von Skype als Büro- oder Hausleitung: Es ist nicht abhörsicher, Anrufe in die Vereinigten Arabischen Emirate werden gesperrt, der Technologie-Stack ist nicht SIP-kompatibel, für Notrufe ist das System nur bedingt geeignet… …oder es ist immer noch eine alte Telefonzentrale im Haus…

So Long, Pavel “Palo” Stacho

Web 2.0 mal praktisch (10) – Wieso immer e-Banking: Zahlwesen für Business mal anders – PayPal

Viele kennen bereits den Dienst von PayPal (Wiki). Auch ich verwende diese Plattform. Paypal funktioniert eigentlich wie eine PrePaid-Kreditkarte. Aufladen kann man diese entweder mit einer Belastung der normalen Kreditkarte, mit Ueberweisung von einem Bankkonto her oder eben mit Zahlungen von Dritten auf dieses Konto.

Was viele nicht wissen: Paypal ist in Europa eine Bank mit Sitz in Luxemburg. Sprich Paypal kann in Europa eigentlich noch viel mehr, als für die Internetgemeinde Konti führen. Das hat sich z.B die von mir im letzten Post zitierte E-Rechnungsplattform http://www.tradeshift.com zu Nutze gemacht:

Der Tod des Factorings – Wenn ein Rechnungsempfänger auf Tradeshift eine gestellte Rechnung akzeptiert, so ist der Rechnungssteller in der Lage, bei Paypal fuer den Rechnungsbetrag oder einen Teil davon als „Instant Payment“ (quasi als Vorschuss/Darlehen) zu erhalten! Das ist schlicht und ergreifend revolutionär. Die Banken, die Factoring Dienstleistungen  anbieten, müssen sich in Zukunft warm anziehen! 

Man muss mindestens 18 Jahre alt sein, um bei diesem Dienst ein Konto haben. Die Firma gehört übrigens der amerikanischen Ebay. Apropos Amerikanisch: Es scheint, dass sich PayPal beizeiten so verhält wie eine US-Amerikanische Behörde. Letzten Herbst war ich bei einem Skype-Interview mit dem internierten Julian Assange, dem Gründer von Wikileaks. Dieser hatte sich damals lauthals darüber beschwert, dass zB Institute wie American Express oder eben PayPal die Konten von Wikileaks eingefroren haben. Eine kurze Recherche (siehe unten) zeigt, dass bei PayPal öfters Konten eingefroren werden (Ich habe gerechtigkeitshalber Pro- und Kontra-Statements in Bezug auf PayPalaufgelistet).

Pro:
http://einkaufen247.com/7-gruende-fuer-paypal/

Contra:
http://testberichte.ebay.de/Pay-Pal-Abzocke-durch-ebay-10-gute-Gruende-gegen-PayPaL?ugid=10000000010067487

Gut: http://www.it-recht-kanzlei.de/Brauchen_wir_PayPal.html

Ich empfehle jedem, lieber eBanking zu verwenden, weil meine Erfahrung einfach gezeigt hat, dass schon nur die Gebühren von Paypal beizeiten sehr hoch sind. Weiter kann ich persönlich so ein „Einfrier-Verhalten“ der Firma nicht akzeptieren und mir als Schweizer ist diese offensichtliche „Konto-Transparenz“ gegenüber US-Behörden ein Greuel!

Trotzdem: Die Paypalisierung der Internet-Welt wird weitergehen, schon nur weil z.B das US-amerikanische Zahlwesen immer noch von vorgestern, sprich Check-basiert ist. Ebenfalls bekommt man via Paypal (meistens) „sofort“ sein Geld…..

….und die Paypalisierung wird auch weitergehen, weil vorallem Tradeshift sich aufgemacht hat, die Business-Welt zu regieren 🙂

Web 2.0 mal praktisch – (9) Tradeshift: Es war nie einfacher, Rechnungen zu erstellen und zu versenden

Tradeshift wird die (Business-) Welt regieren! Diejenigen, die mich schon länger kennen, wissen, dass ich ein angefressener Tradeshift Fan bin. Wieso? Weil Tradeshift genau gleich funktioniert wie z.B Facebook. Im Gegensatz zu Facebook verfolgt man aber auf Tradeshift den Aufbau seines Netzwerks zu einem ganz klaren Zweck: Dem der Rechnungsstellung. Auf Tradeshift können sich Geschäftspartner gegenseitig Rechnungen austauschen, ganz einfach. Bestehen Fragen oder Beanstandungen zu einer Rechnung, dann können diese sehr schnell und sehr effizient direkt in einem Chat zur konkreten Rechnung bereinigt werden. Die Funktionalität geht sogar noch weiter. Die Instant-Payment Funktionalität erlaubt es einem sogar, sein Geld schneller zu bekommen, auf welches man Anspruch hat. Schlicht und einfach revolutionär.

Uebersicht über bekommene und versendete Rechnungen

Tradeshift hat im Jahr zwei seiner Existenz über 60 000 User in  160 Ländern und wird 2012 den Branchenprimus Ariba überholen, was das Wachstum anbelangt. Tradeshift hier auf Wikipedia.