Welche Länder die Welt verändern werden, Hacking und Geschichten eines Rennfahrers. Bücher für unter den Weihnachtsbaum (Tvede, Beaver, Lauda)

lauda-tvede-beaver-booksDer Geschäftsmann 2.0 legt sich drei Bücher unter den Weihnachtsbaum 2015: Anekdoten von Niki Lauda aus seinem Geschäftsleben, wie Firmennetzwerke und deren Emails gehackt werden und das unglaubliche Werk von Lars Tvede, welches mit unglaublichen Geschichten die Entwicklung des Menschen in der Vergangenheit erzählt und aufzeigt, dass kreative Gesellschaften den Run um die Weltherrschaft vor den statischen Ländern und der EU gewinnen werden

  

Hacking for Dummies von Kevin Beaver

zeigt, wie man in IT-Netzwerke eindringt. Es ist ein neues Lieblingsthema des Geschäftsmannes 2.0. Cybersecurity hat im Jahr 2015 den Verwaltungrat erreicht, wenn man sieht, wie diverse Cyber-Gangs Millionen bis Milliarden von Dollars vorallem bei Finanzinstituten erbeiteutet haben. Sehr lesenswert dazu sind auch die Berichte von Kasperski Labs zu den Carbanak APT‘s, welche sehr schön zeigen wie die Gangs vorgehen und auch oft weniger als 10 Mio USD ‘abzügeln’, damit die Fälle von den Banken nicht bei den Ermittlungsbehörden angezeigt werden. Ach ja, APT = Advanced persistent Thread (Wiki).  Hacking for Dummies: http://amzn.to/1YqOoqv

Reden wir über Geld  von Niki Lauda

dreht sich eher über die Geschäfte von Lauda und seine Beziehung zum Business. Eine wunderschöne Lektüre, das Büchlein ist in drei Stunden gelesen. Neben inspirierenden Zitaten eines kopflastigen Entrepreneurs und digitalen Exilanten gibt das Buch einen amüsanten Einblick in den Geschäftsmann Lauda. Super! Reden wir über Geld (Conny Buchberger): http://amzn.to/1MqIiKA

Creative Society von Lars Tvede:

Was soll der Geschäftsmann 2.0 dazu sagen? Wussten sie, das vor hundert Jahren Argentinien als Land weiter war als Deutschland? Und dass Deutschland heute, trotz zwei Weltkriegen, viel weiter entwickelt ist als eben dieses Argentinien? Creative Society ist ein Universalwerk: Zur Entwicklung der Menschheit und zur Entwicklung des Menschen von der Steinzeit bis Heute mit unglaublich spannenden Analogien. Er zeigt nicht nur auf, wie Ötzi ums Leben gekommen ist, wie und warum das römische Reich untergegangen ist oder warum zu viel Staat auch heute den Untergang bringt. Er zeigt auch auf, was es braucht um in Zukunft zu bestehen, dass Kreativität die unglaubliche Ressource ist, auf welche einige Länder besser zugreifen können als Andere. Creative Society: http://amzn.to/1MqInO9
Der Geschäftsmann 2.0 wünscht eine spannende Lektüre!
  • Uns werden die Ressourcen nie ausgehen” ist ein anderer Post über Lars Tvede und sein wegweisendes Buch, welches eigentlich an jeden Stammtisch gehört um die Dummschwätzer mundtot zu machen. Es sollte eigentlich auch Pflichtlektüre für die SVP und die SP sein (für die EVP und die Grünen sowieso)!

Der Einfluss der digitalen Disruption auf Leadership – Patrick Warnking Google Schweiz

Hör zu, messe und öffne einen direkten (digitalen) Kanal zu Deinen sich emanzipierenden Kunden, sonst kannst Du zukünftig nicht mehr entscheiden und führen, so Patrick Warnking von Google am 11.11.2015 an einem Vortrag der Uni Zürich.
Früher machte man Führungsentscheidungen auf Basis von wenigen und veralteten Daten. Heute und vorallem morgen muss man Entscheidungen auf Basis von Trendanalysen aktueller Daten machen, auch weil der Kunde/Käufer immer wie stärker in die Geschäftsbeziehung einbezogen ist und einflussreicher wird.

Wieso wird Führung im Zeitalter der Digitalen Disruption eine grössere Herausforderung? Das war die zentrale Frage beim Vortrag von Patrick Warnking. Der grösste Treiber der digitalen Transformation ist der Kunde oder der Käufer (Anm: Da ist der Geschäftsmann 2.0 absolut einverstanden).

Führung braucht BigData um richtig zu bleiben
Führung braucht zukünftig Big Data!

Warnking ging darauf ein, dass Führungsentscheidungen in der Vergangenheit auf wenig und “Daten von Gerstern” gemacht wurden und immer noch werden. Heutige und vorallem zukünftige Führungsentscheidungen benötigen eine Unterfütterung von  Informationen auf breiter Basis und vorallem auf Basis von laufenden Trends, welche im Internet (Google lässt grüssen) gemessen werden können.  Oder besser: Gemessen werden müssen. Und das macht Führung zu einer grösseren Herausforderung als Sie jemals war.  Dieser Zustand wird sich noch verstärken, denn aktuell (2016) sind “nur” 3 Milliarden Menschen online, 5 Milliarden werden in den nächsten Jahren noch dazu kommen!

Die digitale Disruption erlaubt eine 1:1 Beziehung und Zuhören  Die Schweizer Uhrenhersteller kennen weniger 10 % Ihrer Kunden. Tesla oder Zalando kennen 100 % Ihrer Kunden!  Und Sie haben zusätzlich eine 1:1 Beziehung durch Ihre Apps, dem ‘Digitalen Kanal’. Weiter werden die  Kunden immer wie anspruchsvoller und sind noch mehr online. “Vierundzwanzigstundenlangonline, Shitstorms, an gutes Design gewöhnt und so weiter”: Die Kunden werden demanding und haben untereinander auch eine Beziehung, nicht nur zum Anbieter. Zuhören ist gefragt! Diese Kanäle müssen genau beobachtet werden, sagt Warnking (Google – bzw. Google Analytics – lässt erneut grüssen). Die Firmen und deren Führungen müssen die Fähigkeit zum Zuhören entwickeln. Da ist Analytics nur das technische Thema, die Ansprüche der Kunden sind da viel wichtiger, welche die Anbieter heute erkennen können und müssen, um weiterhin innovativ zu bleiben.

Fazit: Zuhören lernen, messen (BigData), anspruchsvollere, emanzipierte und immeronline Kunden, mit welchen man anhand gutem Content interagieren oder auf neudeutsch “engagen” muss.  Interessanter Vortrag von Patrick Warnking. Doch Leser dieses Kanals haben diese Erkenntnis bereits vor Jahren gemacht oder? Weiter besteht “Führung 2.0” nicht nur aus den obigen Elementen, das ist viel mehr! Da gehören viel mehr Sachen dazu, Lean, die Sharing Economy, Deflationäre Wirtschaft, Unternehmer 2.0 undundund dazu!

Beiträge des Geschäftsmannes 2.0 zu

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0  – Palo Stacho (Twitter)

PS: Die Ausführungen von P. Warnking sind persönliche Sichten und nicht die Meinung von Google.

Topic: The Department of Economics: A guest lecture by Google Switzerland’s Country Director, Patrick Warnking.

What are potential trends and success factors in the context of digital transformation? What challenges might occur for customers and us as normal human beings? In this exclusive lecture, Patrick Warnking will illustrate the changes associated with the application of digital technology in aspects of human society and what this means for business models and performance rates.

The lecture took  place on November 11, 2015 at 6.30 pm at the Department of Economics, Schönberggasse 1, 8001 Zürich 

Patrick Warnking is a member of the Advisory Board of the Department of Economics. In 2007, Warnking took on the role as Industry Leader Entertainment for Google Germany. He’s been Country Director of Google Switzerland since January 2011, currently focusing on consulting, supporting and leading (digital) transformation for customers and partners in and around Switzerland.

Social Business kommt in die Jahre und verliert an Glanz

Cloud Computing ist nach wie vor das Top Thema und mit dem sich anbahnenden socialbusinessdownInternet der Dinge nimmt die Relevanz von “Industrie 4.0” weiter zu. Das vom Gmann20 gehegte und gepflegte “Social Business” ist auf dem absteigenden Ast, aber die Anderen verstehen darunter so profane Dinger wie Social CRM, -Collaboration oder so, was natürlich nur ein kleiner Teil ist.

Von Social Networks zur Sharing Economy hin zum Plattform Kapitalismus – Doch Cloud als Schlagwort wird sehr bald überholt werden. In den letzten fünf bis zehn Jahren sind die (Web 2.0) Plattformen oder App-basierte Plattformangebote ganz gross geworden. Der bekannte Punk Blogger Sascha Lobo hat auf jeden Fall letzten Herbst voll ins Schwarze getroffen, als er bei der in Deutschland beginnenden Googlephobie den Term Plattform Kapitalismus prägte. Inzwischen haben die Amis diesen Ausdruck wie Waldsterben oder Kindergarten übernommen!

Zurück zu Social Business & Web 2.0: Mit den Schlagwörtern ist es so eine Sache. Sie nutzen sich ab. Sie werden beizeiten falsch verstanden. Irgendwann kann man ‘es’ nicht mehr hören oder es ist ganz einfach nicht mehr interessant.

Das geht dem Geschäftsmann 2.0 genau so! Langsam ist er wirklich bei der 2.0 angekommen! Auch wenn die digitale Revolution erst angefangen hat, das Umlernen hat bei Ihm nach über fünf Jahren langsam ein Ende! Ich freue mich darauf, nicht mehr nur Fachbücher zu lesen… …und er freut sich auf die interessanten Beiträge zu den Internet Plattformen!

Quelle: Artikel im Mittelstandswiki, Plattform Kapitalismus auf Spiegel Online

 

UBER – Erfahrungsbericht: Schneller, günstiger, einfacher, sauberer – Die Sharing Economy oder UBERs Weltherrschaft

Ungeachtet des aktuellen Gossip rund um UBER wird das Netzwerk das globale Taxigeschäft umwälzen. Zu Recht meint der Geschäftsmann 2.0 – Ein Erfahrungsbericht.

20 Minuten Gossip-Artikel zu UBER 2014
Der Gossip im Herbst 2014 wird UBER nicht stoppen können (Artikel 20 Minuten)

Der Geschäftsmann mag keine Taxis, insbesondere die Taxifahrer in der Schweiz. Viel zu teuer, die Grundtaxe in Zürich kostet bald 8 CHF. Zu unfreundlich, die Fahrer und die Autos in der Schlange konnte er sich auch nie ohne harsche Diskussionen aussuchen. Da kommt Ihm der UBER Dienst mit seiner Super App mehr als Recht.

Bis anhin konnte er drei Taxi-Kategorien in Zürich und in Amsterdam auspropieren. UberX sind die normalen Taxis, UberBlack sind Autos vom Typ Audi A6 oder die Mercedes E-Klasse und UberLux sind richtig angenehme Limousinen vom Kaliber der S-Klasse.

Ein kleines Preisbeispiel: UberX kostet vom Hauptbahnhof Zürich ins Hotel Dolder ca 18 CHF und der Weg zurück in der S-Klasse Limo 28 CHF. Das ist rund ein Drittel günstiger als die normalen Zürcher Taxis. Eine ähnliche Ersparnis konnte er auch in Amsterdam verbuchen.

Screenshot UBER App
Leider noch nicht in Bern. Noch zwei Klicks und das Taxi würde schon kommen – Die UBER App

Die App ist einfach der Hammer, die Bedienung ist super einfach: Die Fahrt wird bei der Kreditkarte abgebucht. Man kann wirklich easy das Taxi bestellen, mittels Geo Tagging findet der Fahrer den Fahrgast und häufig ruft er dann bei der in der App hinterlegten Telefonnummer an, wenn er in der Nähe ist und dann kommt man Ihm halt ein paar Schritte entgegen. Man sieht jederzeit, wie lange er noch zum Treffpunkt braucht, einerseits mit einer Minutenangabe und andererseits sieht man auf der Google-Maps Karte in der UBER App, wo sich der Wagen aktuell befindet. Man kann sich den ungefähren Fahrtpreis kalkulieren lassen und auch die ungefähre Ankunftszeit. Super. Und die Autos sind auch super, wie auch die Fahrer, die sind alle sehr freundlich und hilfsbereit.

Jede Fahrt muss man bewerten und wenn man von den 5 verfügbaren Punkten nur deren 3 vergibt, dann fragt die App nach dem Grund. Leider sind die Fahrten vom und zum Flughafen nicht sonderlich billiger, auch bei UBER hat sich hier ein „Premium-Preis“ eingebürgert.

Fazit: Der Geschäftsmann 2.0 wünscht sich UBER unbedingt auch in seiner Heimatstadt, dann würde er wohl noch mehr Taxi fahren! Die lokalen Taxi-Unternehmen stehen vor dem Ende, zu schlecht ist der Service und zu schlecht ist der Ruf, zu hoch sind die Preise. Die aktuellen Skandale rund ums UBER-Management können dem Erfolg der Unternehmung nichts anhaben.

Apropos Skandale – Sharing Economy hin oder her. Primär ist es eine Sharing ECONOMY, und im Web 2.0 herrscht knallharte Wirtschaft und straft das Konzept des LongTail mit Lügen, findet der Geschäftsmann 2.0.

Eine bessere Welt und unglaubliche geschäftliche Chancen – Vivek Wadhwa (3)

Eine bessere Welt, weniger Armut, Prosperierende Wirtschaft und erfolgreiches Unternehmertun schliessen sich nicht aus. Das zeigt das Referat von Vivek Wadhwa: Der ganze Foliensatz.

In den letzten 14 Jahren ist der Anteil der Menschen, welche in absoluter Armut leben, um zwei Drittel zurückgegangen. Waren es 2000 dreissig Prozent, so sind es heute 2014 weniger als 10% (Economist). Diese Entwicklung wird DSC_0365_20140118120402995weiter anhalten, davon ist der Geschäftsmann 2.0 felsenfest überzeugt. Wenn seine Töchter gegen 2070 pensionert werden, dann wird die Technik und die Welt ebenfalls eine ganz Andere sein. Sie werden die Intelligenz der ganzen Menschheit am Handgelenk, um den Hals tragen oder implantiert haben. Bis zu diesem Zeitpunkt wird es unglaubliche geschäftliche Opportunitäten geben. Google, Amazon und Facebook sind lediglich der Anfang von umwälzenden Unternehmen und Geschäftsmodellen, sowie von Technologie 2.0!

Bildet Euch selber ein Meinung, schaut Euch den gesamten Foliensatz von Vivek Wadhwa an, wohin die Reise bei der Technologie 2.0 geht. Diejenigen Unternehmen, welche die heute bestehenden Lösungsansätze in Sachen Energieprobleme, Wasserknappheit, Bildung 2.0, Krankheitswesen oder ‘neue’ Nahrung kommerzialisieren können, werden die Alibabas von morgen sein! Klickt auf ein Bild und navigiert durch die ganze Bildergallerie.

 Euer Geschäftsmann 2.0 – Change Agent, Unternehmer, Project Leader,  Multiplier 

Fünf Beispiele von Technologie 2.0 – Lösungen für die Probleme der Menschheit para – Vivek Wadhwa (2)

Eine bessere Welt – Egal ob Energieprobleme, Wasserknappheit, Bildungsmangel, Krankheiten, Nahrungsmittelknappheit oder Armut: Technologie 2.0 und wohl auch die Globalisierung werden die grossen Probleme der Menschheit lösen. Beispiele dazu.

Vivek Wadhwa - Humanity's Grand Challenges
Wadhwa an der ACT 2014

Der Redner, “Universaltechnologe” und Unternehmer Vivek Wadhwa (Wiki) zeigte dieses Jahr an der Konferenz ACT 2014 in Kolkata mit seiner sehr eindrücklichen Präsentation, was heute alles möglich ist. Einige ausgewählte Slides will der Geschäftsmann 2.0 Euch nicht vorenthalten.

Die Herausforderungen der Menscheit (Vivek Wadhwa) Energie, Wasser, Ausbildung, Krankheiten,  Nahrung, Armut
Die globalen Herausforderungen der Menschheit

Heute haben immer noch Milliarden von Menschen keinen verlässlichen Zugriff auf Energie, welche es für das Gesundheitswesen, Bildung, Wirtschaft und Industrie braucht. Sauberes Trinkwasser ist global knapp. Es ist allgemein bekannt, dass Bildung aus der Armutsfalle führt wie auch dass Millionen von Menschen an vermeidbaren Krankheiten leiden. Wir werden in dreissig Jahren zwei Milliarden Menschen mehr auf dem Globus sein, da braucht es auch mehr Nahrung auf dem Planeten und diese zwei Milliarden Menschen mehr sollten nicht in extremer Armut leben, so wie es heute noch Milliarden tun! Doch für alles gibt es bereits jetzt Lösungen. Hier ein paar aussergewöhnliche Beispiele vom Vivek Wadhwa:

1. Energie – Der Globus benötigt 16 Terrawatt pro Jahr, die Sonne liefert uns 6000x mehr Energie. Und dann gibt es ja noch weitere alternative Energiequellen wie Windenergie oder aus Algen gewonnener Strom.

2. Wasserknappheit – 71% des Planeten ist mit Wasser bedeckt, da wär es ja gelacht, wenn man dieses Problem nicht lösen könnte! Und ja, man braucht nur eine stabile Stromversorgung: Ein Plasmawandler reinigt Schmutz und Salzwasser in Trinkwasser um (mehr Details im nächsten Beitrag)

3. Bildungsmangel – Smartphone, Tablets und Web 2.0 werden die Bildung revolutionieren. Wer diesen Kanal schon länger liest, dem muss der Geschäftsmann 2.0 nicht mehr erklären (Details hier)

4. Krankheiten. Gedruckte Organe, bionische Prothesen und Erweiterungen oder auf den Patienten zugeschnittene Gentherapien, alles wird erschwinglich. Eine Genomentschlüsselung eines Menschen kostete im Jahr 2000 hundert Millionen Dollar, heute (2013) kostet diese weniger als zehn Tausend Dollar! Tendenz weiter fallend

5. Nahrungsmittelknappheit – Wer sagt dass wir zukünftig auf Fleisch verzichten müssen. Es gibt schon heute Studien zu Zuchtfleisch – In vitro Meat. Und natürlich werden die Äcker in die Höhe wachsen, Stichwort “Vertical Farms”. Aber vielleicht ist das ja gar nicht nötig, siehe digitale Disruption auf dem Bauernhof.

Armut – Die digitale Revolution wird weiterhin zu verminderter Armut führen. Dieser Effekt wird durch die Hyperglobalisierung unterstützt. Im Jahr 2000 lebten 30% der Menschheit unter der absoluten Armutsgrenze, heute im 2014 sind es weniger als 10% (Economist).

Im nächsten Post gibt es dann die volle Dröhnung in Sachen Wadhwa, so Long, Euer Gmann 2.0

Digitale Disruption auf dem Bauernhof

24. Mai 2014 – Manager der traditionellsten Branche der Welt misstrauen einer vielversprechenden Technologie.  

Ausgepflanzt, das Prescriptive Planting (Rezepfpflanzung) von Monsanto macht Ackerbauern überflüssig - Geschäftsmann 2.0 ccby
Ausgepflanzt – Bei der Rezeptpflanzung von Monsanto braucht es keine Ackerbauern mehr

INNOVATION – Hört man dieses Wort, dann fallen einem kleine, agile Startups ein, welche clevere Ideen mit modernster Technik umsetzen. Aber Innovation ist ebenfalls in angestammten und bereits lange etablierten Industrien vital und es gibt wohl nicht viel Älteres als die Landwirtschaft. Viele Landwirte können den engstirnigsten Managern zugerechnet werden, so ist es keine Überraschung, dass bei ihnen eine neue und umwälzende Idee mit dem Namen Prescriptive Planting, der Rezeptpflanzung, für Nervösität sorgt. Es ist ein System, welches den Bauern mit grösster Präzision vorgibt, welche Samen auf welchem Acker zu pflanzen und zu kultivieren sind. Dies könnte zum umfassendsten Wandel  der Landwirtschaft in den reichen Staaten seit der Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut führen. Es ist mindestens so umstritten, wirft es doch grundlegende Fragen auf, wem eigentlich die Informationen gehören, auf welchen das System basiert. Und es wirft die im Dreck wühlenden Bauern in die Welt von Big Data und Auseinandersetzungen rund um die Privatsphäre.

Das System zur Rezeptpflanzung von Monsanto – FieldScripts – war im letzten Jahr in der Versuchsphase. Heute (2014) ist es in vier US-Bundesstaaten offiziell verfügbar. Seine Geschichte reicht zurück ins Jahr 2006 zu einem Silicon Valley Startup namens Climate-Corporation. Gegründet durch zwei ehemalige Google Mitarbeiter, verwendete die Firma Luftbildfernerkundung und andere kartographische Techniken, um jedes einzelne Feld in Amerika (25M an der Zahl) zu vermessen. Weiter überlagerten sie diese Karten mit allen Klimainformationen, welche verfügbar waren. Bis zum Jahr 2010 wuchs die Datenbank auf über 150 Milliarden Bodenmessungen und auf 10 Billionen Wetter-Simulationspunkte an.

Die ursprüngliche Geschäftsidee der Climate-Corporation war, den Bauern eine Ernteversicherung zu verkaufen. Doch im Oktober 2013 kaufte Monsanto die Firma für geschätzt eine Milliarde US Dollar, eine der grössten Übernahmen für einen Datensammler per dato. Monsanto, einer der weltweit grössten Hybrid-Saatguthersteller, verfügt über ein Portfolio mit Hunderttausenden von Samen und Terabytes von Daten in Bezug auf deren Erträge. Fügt man dieses Knowhow der Boden- und Wetterdatenbank der Climate-Corporation hinzu, dann bekommt man eine eine Landkarte von Amerika, welche einem sagt, unter welchen Bedingungen welche Saat auf welchem Feld am Besten gedeiht.

FieldScripts nutzt alle diese Daten, um Maschinen von der Firma Precision Planting zu steuern, ein Unternehmen, welches 2012 durch Monsanto gekauft wurde. Es ist ein Anbieter von Pflanzautomaten und von anderen Gerätschaften, welche an einen Traktor angehängt werden. Seit den Anfangszeiten, als diese noch einfache Kisten waren welche den Samen regelmässig in den Boden gedrückt haben, haben sich Sähmaschinen radikal verändert. Einige dieser Geräte werden jetzt mit GPS gesteuert, geladen mit Daten von Monsanto, um einen Acker mit verschiedenen Sorten in unterschiedlichen Tiefen und Abständen zu bepflanzen, abhängig von der Wettersituation. Der Vorgang ist so individuell, als könne der Bauer jede seiner Pflanzen beim Namen nennen.

Rezeptpflanzung gewinnt schnell an Boden. Im November 2013 hat ein weiterer Saatguthersteller, Du Pont Pioneer, sich mit dem Landwirtschaftsmaschinen Hersteller John Deere zusammengetan, um die Beratung in Sachen Saatwahl und Düngung  bei den Landwirten massiv anzukurbeln. Die Bauerngenossenschaft Land O’Lakes, kaufte im Dezember ‘13 Geosys, ein Satelliten-Imaging-Unternehmen, um Ihr Farm-Datengeschäft weiter voranzutreiben.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Landwirte, welche das Monsanto-System ausprobiert hatten, konnten die Erträge um rund 5% über zwei Jahre hinweg erhöhen. Das ist ein Kunststück, welches bisher keine andere Einzelmassnahme bewerkstelligen konnte. Die Saatgut-Unternehmen denken, dass mit der Bereitstellung von mehr Daten zu Handen der Landwirte der Maisertrag Amerikas von 160 Scheffel pro Acre (10 Tonnen pro Hektar) auf 200 Scheffel möglich ist. Das wäre ein toller Sprung für die tiefen Margen der Erzeuger.

Aber Vorkommnisse rund um das Thema Rezeptpflanzung sind auch ein warnendes Beispiel für die entstehenden Konflikte, wenn datengetriebene Unternehmer auf altbackene Geschäftsleute treffen. Viele Landwirte stehen bereits jetzt mit gemischten Gefühlen der Technik gegenüber: Es werden zwar die Erträge gesteigert, aber gleichzeitig vermindert sich die Rolle und die bis anhin benötigte Fachkenntnis des Bauern im Ackerbau, sprich der Landwirt wird weitgehend seiner Kernkompetenz beraubt. Das aktuell noch grössere Problem ist das, dass die Bauern den Anbietern dieser neuen Methode misstrauen. Sie befürchten, dass die aus den Pflanzungen und Ernten entstehenden, detaillierten Datenströme missbraucht werden könnten. Die Geschäftsgeheimnisse der Bauern könnten an konkurrierende Farmer verkauft oder sonstig weitergegeben werden; Im schlimmsten Fall wird befürchtet, dass die Anbieter der Rezeptpflanzung Ihre Daten sogar dazu verwenden könnten, um schlecht laufende Bauernhöfe aufzukaufen und dass die Konzerne dann damit anfangen würden, die Landwirte direkt zu konkurrenzieren. Oder die Daten über die Ernte(-Prognosen) könnten zu Ungunsten der Bauern für Spekulationen an den Rohstoffbörsen verwendet werden.

Dem geschenkten Gaul ins Maul geschaut Um solchen Sorgen entgegen zu wirken, hat die grösste Bauernvereinigung, das American Farm Bureau, mit der Erstellung eines Code of Conduct – eines Verhaltenskodex begonnen. Darin wird festgehalten, dass die Daten über die Äcker den Bauern gehören und diese die Kontrolle darüber behalten müssen. Dass die Anbieter der Daten diese lediglich für den ursprünglichen, freigegebenen Zweck zu verwenden haben und dass die Daten nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft werden dürfen. Die Konzerne sind mit diesen Regelungen grundsätzlich einverstanden, auch wenn deren Verträge diesen Sachverhalt aktuell nicht immer widerspiegeln. Man könnte behaupten, dass die Eigentumsrechte nicht mehr gültig sind, wenn die Daten einmal weitergereicht und anonymisiert wurden, es ist zur Zeit also nicht genau klar, welche Rechte den Bauern effektiv zustehen. Aus diesem und anderen Gründen haben sich einige Texaner Landwirte zusammengeschlossen und die Grower Information Services Cooperative (Erzeuger Datendienst Kooperative) gegründet, um den grossen Datenanbietern entgegenzutreten und mit ihnen verhandeln zu können.

Eine weitere grosse Sorge ist, dass die Landwirte in die Lieferantenfalle tappen, da die Informationen nicht transferierbar sind. Die Bauern könnten somit in eine Lock-In Situation geraten, wo sie einem einzelnen Anbieter hilflos ausgeliefert sind. Um diese Bedenken zu zerstreuen, hat die Climate Corporation einen kostenlosen Informationsspeicherungsdienst aufgebaut. Auf die darin gehaltenen Acker- und Pflanzdaten kann durch Dritte nur mit Einwilligung der jeweiligen Bauern zugegriffen werden. Auch treten aktuell neue Datenmanagement-Unternehmen in diesen Nischenmarkt ein, was zu einer verbesserten Wettbewerbssituation führen wird.

In der näheren Zukunft werden aber die Grossunternehmen die Rezeptpflanzung, das Prescriptive Planting, weiterhin dominieren. Sie sammeln im grössten Masse die Informationen und wissen diese besser zu nutzen als jeder andere. Und das wirft das Problem auf, welches allen bei Big Data Anwendungsfällen vorliegt. Rezeptpflanzung steigert die Ernteerträge überall, genau gleich wie massenhaft verfügbare anonymisierte Patientendaten das Gesundheitswesen umfassend verbessern können.

Doch der Erfolg hängt schlussendlich davon ab, ob die Datenanbieter die Benutzer – seien es Landwirte oder Patienten – davon überzeugen können, ihnen zu vertrauen. Wenn die Nutzer glauben, dass sie dabei ein zu grosses Risiko eingehen und dass die Datenanbieter zu stark profitieren, dann wird das (in des Zeiten des Social Business so unglaublich wichtige) Vertrauen Mangelware bleiben.

Originaltext http://www.economist.com/news/business/21602757-managers-most-traditional-industries-distrust-promising-new-technology-digital

 

Weitere Links

Es muss Video sein: Youtube, dessen Werbeumsätze und der Tod der althergebrachten Zeitungen

Niemand bestreitet mehr den Niedergang der werbefinanzierten Zeitungsindustrie, was aber dabei vielleicht erstaunt, ist die herausstechende Rolle von Youtube und von Online-Video 

Früher wurde bei den Zeitungen und Zeitschriften Content produziert, um möglichst viel Werbeeinnahmen zu generieren und Leser zu gewinnen (Die Verleger werden wohl behaupten, dass es genau umgekehrt war, aber was solls). Heute gilt das nach wie vor, nur einfach im Web und vorallem bei den Online-Videos.

Dem Geschäftsmann 2.0 ist in den letzten Monaten der sprunghafte Anstieg der Werbung bei den Youtube Videos aufgefallen. Das nervige “in …Sek können sie die Werbung überspringen” scheint irgendwie beinahe die Regel von beliebten Clips zu werden. Inzwischen können Werbeeinnahmen bei Online-Videos auf Youtube mehr einbringen als klassische Bannerwerbung (umgerechnet auf 1000er-Views) und sie können sogar noch mehr Werbeinträge als Fernsehwerbung generieren! – Und wer ist das leidtragende Werbemedium. Nicht die Fernsehstationen. sondern die Printmedien.  Denn Fernehen bleibt beliebt: In den USA Haushalten wird pro Tag 4.5 Stunden TV geglotzt und 1 Stunde Online Videos geschaut. Wenn man dies berücksichtigt, dann ist es verständlich, dass inzwischen über 20 % aller Werbeausgaben in den USA auf “Online” fallen. Vor 2 Jahren hat der Geschäftsmann 2.0 noch geschrieben, dass die CMO “es” (Web 2.0 & Co) noch nicht begriffen haben. Das ändert. Und wer ist der Nutzniesser? Fast nur eine Firma: Google! Nur zwei Zahlen dazu: Die Firma macht aktuell 60 Milliarden USD Umsatz und 13 Milliarden Gewinn. Womit? Hauptsächlich mit Werbung).

Garantiert werbefrei, zumindest bei Netflix
Garantiert werbefrei, zumindest bei Netflix

Professionell gemachtes Online-Video wird heute nicht mehr nur dazu ins Web gestellt, um Image zu erhöhen, Werbeeinnahmen zu generieren, einen Webshop zu befeuern oder um Benutzer länger auf der Webseite zu halten. Der Blockbuster “House of Cards” (Beitrag des Gmanns zum Totengräber Netflix ist hier) fällt ebenfalls in die Kategorie Online-Video und der Produzent Netflix will mehr Abnonnenten auf seinem werbefreien Fernseh-Netzwerk. Genau so produziert Microsoft die Pulp-Serie, um mehr Xboxen zu verkaufen….

…so Long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS; Das ist nach beinahe einem Monat Pause wieder ein Beitrag des Geschäftsmannes 2.0 – Die Projekte nahmen überhand, Freizeit, Familie und Publikationen fanden nicht statt. Nun sollte das wieder besser werden.

Sie hat es geschafft! – Sie ist die Ehefrau 1.5 – Der Weekendpost

Der September 2013 sollte eigentlich als ein Meilenstein in den Annalen des Geschäftsmannes 2.0 eingehen, seine Frau hat nämlich in diesem Monat den Milestone 1.5 erreicht!

Sie hat es nicht einmal gemerkt und für sie ist es auch nicht wichtig, aber den Geschäftsmann freut es ungemein, ist sie doch mehr in sein digitales Leben reingerückt und Ihm somit auch während des Arbeitstages ein wenig näher. Weiter freut er sich, weil er weniger Streit mit Ihr hat und auch Spannungen abgebaut worden sind. Weniger Streit: Früher – Sie: “Hast Du schon wieder vergessen, dass wir heute Abend Elternabend haben?” Heute – Sie: “Ich hab Dir eine Terminanfrage verschickt” = Spouse 1.5!

Das iPhone der Ehefrau 1.5
Das iPhone der Ehefrau 1.5

Weniger Spannungen: Früher – Sie: “Kannst Du mir das nicht persönlich sagen, anstelle mir ein Mail zu schicken?!” Heute: Es kommt ein Reply-Mail, mit einem Merci drin.

Sie hat das ganz alleine geschafft! Das Einzige, was nötig war, war Ihr ein iPhone zu besorgen. Und Ihr zwei Jahre Zeit geben (Sie hat Ihr iPhone 4 seit Herbst 2011) und Sie zu ermuntern, mal auf Zalando was zu kaufen. Und Sie bitten, einige bei uns nicht mehr gebrauchte Artikel auf Ricardo zu veräussern. Und Sie mal dazu bringen, bei Easyjet selber Flugtickets zu buchen….

So Long – Euer stolzer Ehemann V1.85

Eine Minute im Web: 70 neue Domains, Amazon macht 83K Umsatz und 2Mio Google Suchen – Blick Infografik

1.8 Millionen Facebook Likes pro Minute – Ein Statusupdate auf Facebook ist dem Geschäftsmann 2.0 ins Auge gestochen. Ein Ihm bekannter Blogger hatte die untenstehende Infografik gepostet. Gehen wir mal davon aus, dass die Daten stimmen. Der Gmann hat gar nicht gewusst, dass die beim Blick so ansprechenden Content machen können! Auch ohne die alten Chefs :-£)

 

(Was in 60 Sek im Web entsteht: Infografik Blick)
(Was in 60 Sek im Web entsteht: Infografik Blick)

 

Hillary Clinton & Twitter: Seit gestern drauf, 1 Tweet und schon über 350K Follower (11.6.2013)

Auch Hillary Clinton hat Ihr persönliches Upgrade zur 2.0 gestartet. Seit gestern ist die Frau auf Twitter. Innert Stunden kam Sie auf über 30 000 Follower. Doch der Boost kam durch den Tweet von Barack Obama:

hillary0_barack

 

Danach nahm die die Anzahl der Follower drastisch zu:

Nach 15 Stunden Twitter Existenz schon über 320K Follower
Nach 15 Stunden Twitter Existenz schon über 320K Follower

 

5 Stunden später und wieder 30K Follower mehr, total über 350K Follower
5 Stunden später und wieder 30K Follower mehr, total über 350K Follower

Wir sind gespannt, was Frau Clinton aus Ihrer Twitterpräsenz macht. Der Benchmark ist klar: Barack Obama 😉 mit seinen über 35 Millionen Twitter Followern und aktuell gegen 9000 Tweets (zum Vergleich: Der Geschäftsmann 2.0 hat es in zweieinhalb Jahren mit seinem Twitterprofil auf lediglich 1000 Tweets gebracht)

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

In der Schweiz ist das Internet dem (öffentlichen) Radio und Fernsehen gleichgestellt – Die neue SRG Konzession per 1.6.2013

Der Bundesrat hat mit der neuen SRG-Konzession das Internet allen anderen “Kanälen” gleichgestellt, schreibt die Medienwoche. Die SRG darf jetzt beinahe uneingeschränkt ins Internet reinstreamen wie in den Äther. Es dürfen auch speziell fürs Internet konzipierte Inhalte angeboten werden. Und die Verleger, finden das noch ok, auch wenn der Geschäftsmann 2.0 meint, dass sich diese von dem “Staatsverlag” doch ein wenig über den Tisch haben ziehen lassen.

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0