Welche Länder die Welt verändern werden, Hacking und Geschichten eines Rennfahrers. Bücher für unter den Weihnachtsbaum (Tvede, Beaver, Lauda)

lauda-tvede-beaver-booksDer Geschäftsmann 2.0 legt sich drei Bücher unter den Weihnachtsbaum 2015: Anekdoten von Niki Lauda aus seinem Geschäftsleben, wie Firmennetzwerke und deren Emails gehackt werden und das unglaubliche Werk von Lars Tvede, welches mit unglaublichen Geschichten die Entwicklung des Menschen in der Vergangenheit erzählt und aufzeigt, dass kreative Gesellschaften den Run um die Weltherrschaft vor den statischen Ländern und der EU gewinnen werden

  

Hacking for Dummies von Kevin Beaver

zeigt, wie man in IT-Netzwerke eindringt. Es ist ein neues Lieblingsthema des Geschäftsmannes 2.0. Cybersecurity hat im Jahr 2015 den Verwaltungrat erreicht, wenn man sieht, wie diverse Cyber-Gangs Millionen bis Milliarden von Dollars vorallem bei Finanzinstituten erbeiteutet haben. Sehr lesenswert dazu sind auch die Berichte von Kasperski Labs zu den Carbanak APT‘s, welche sehr schön zeigen wie die Gangs vorgehen und auch oft weniger als 10 Mio USD ‘abzügeln’, damit die Fälle von den Banken nicht bei den Ermittlungsbehörden angezeigt werden. Ach ja, APT = Advanced persistent Thread (Wiki).  Hacking for Dummies: http://amzn.to/1YqOoqv

Reden wir über Geld  von Niki Lauda

dreht sich eher über die Geschäfte von Lauda und seine Beziehung zum Business. Eine wunderschöne Lektüre, das Büchlein ist in drei Stunden gelesen. Neben inspirierenden Zitaten eines kopflastigen Entrepreneurs und digitalen Exilanten gibt das Buch einen amüsanten Einblick in den Geschäftsmann Lauda. Super! Reden wir über Geld (Conny Buchberger): http://amzn.to/1MqIiKA

Creative Society von Lars Tvede:

Was soll der Geschäftsmann 2.0 dazu sagen? Wussten sie, das vor hundert Jahren Argentinien als Land weiter war als Deutschland? Und dass Deutschland heute, trotz zwei Weltkriegen, viel weiter entwickelt ist als eben dieses Argentinien? Creative Society ist ein Universalwerk: Zur Entwicklung der Menschheit und zur Entwicklung des Menschen von der Steinzeit bis Heute mit unglaublich spannenden Analogien. Er zeigt nicht nur auf, wie Ötzi ums Leben gekommen ist, wie und warum das römische Reich untergegangen ist oder warum zu viel Staat auch heute den Untergang bringt. Er zeigt auch auf, was es braucht um in Zukunft zu bestehen, dass Kreativität die unglaubliche Ressource ist, auf welche einige Länder besser zugreifen können als Andere. Creative Society: http://amzn.to/1MqInO9
Der Geschäftsmann 2.0 wünscht eine spannende Lektüre!
  • Uns werden die Ressourcen nie ausgehen” ist ein anderer Post über Lars Tvede und sein wegweisendes Buch, welches eigentlich an jeden Stammtisch gehört um die Dummschwätzer mundtot zu machen. Es sollte eigentlich auch Pflichtlektüre für die SVP und die SP sein (für die EVP und die Grünen sowieso)!

Der Einfluss der digitalen Disruption auf Leadership – Patrick Warnking Google Schweiz

Hör zu, messe und öffne einen direkten (digitalen) Kanal zu Deinen sich emanzipierenden Kunden, sonst kannst Du zukünftig nicht mehr entscheiden und führen, so Patrick Warnking von Google am 11.11.2015 an einem Vortrag der Uni Zürich.
Früher machte man Führungsentscheidungen auf Basis von wenigen und veralteten Daten. Heute und vorallem morgen muss man Entscheidungen auf Basis von Trendanalysen aktueller Daten machen, auch weil der Kunde/Käufer immer wie stärker in die Geschäftsbeziehung einbezogen ist und einflussreicher wird.

Wieso wird Führung im Zeitalter der Digitalen Disruption eine grössere Herausforderung? Das war die zentrale Frage beim Vortrag von Patrick Warnking. Der grösste Treiber der digitalen Transformation ist der Kunde oder der Käufer (Anm: Da ist der Geschäftsmann 2.0 absolut einverstanden).

Führung braucht BigData um richtig zu bleiben
Führung braucht zukünftig Big Data!

Warnking ging darauf ein, dass Führungsentscheidungen in der Vergangenheit auf wenig und “Daten von Gerstern” gemacht wurden und immer noch werden. Heutige und vorallem zukünftige Führungsentscheidungen benötigen eine Unterfütterung von  Informationen auf breiter Basis und vorallem auf Basis von laufenden Trends, welche im Internet (Google lässt grüssen) gemessen werden können.  Oder besser: Gemessen werden müssen. Und das macht Führung zu einer grösseren Herausforderung als Sie jemals war.  Dieser Zustand wird sich noch verstärken, denn aktuell (2016) sind “nur” 3 Milliarden Menschen online, 5 Milliarden werden in den nächsten Jahren noch dazu kommen!

Die digitale Disruption erlaubt eine 1:1 Beziehung und Zuhören  Die Schweizer Uhrenhersteller kennen weniger 10 % Ihrer Kunden. Tesla oder Zalando kennen 100 % Ihrer Kunden!  Und Sie haben zusätzlich eine 1:1 Beziehung durch Ihre Apps, dem ‘Digitalen Kanal’. Weiter werden die  Kunden immer wie anspruchsvoller und sind noch mehr online. “Vierundzwanzigstundenlangonline, Shitstorms, an gutes Design gewöhnt und so weiter”: Die Kunden werden demanding und haben untereinander auch eine Beziehung, nicht nur zum Anbieter. Zuhören ist gefragt! Diese Kanäle müssen genau beobachtet werden, sagt Warnking (Google – bzw. Google Analytics – lässt erneut grüssen). Die Firmen und deren Führungen müssen die Fähigkeit zum Zuhören entwickeln. Da ist Analytics nur das technische Thema, die Ansprüche der Kunden sind da viel wichtiger, welche die Anbieter heute erkennen können und müssen, um weiterhin innovativ zu bleiben.

Fazit: Zuhören lernen, messen (BigData), anspruchsvollere, emanzipierte und immeronline Kunden, mit welchen man anhand gutem Content interagieren oder auf neudeutsch “engagen” muss.  Interessanter Vortrag von Patrick Warnking. Doch Leser dieses Kanals haben diese Erkenntnis bereits vor Jahren gemacht oder? Weiter besteht “Führung 2.0” nicht nur aus den obigen Elementen, das ist viel mehr! Da gehören viel mehr Sachen dazu, Lean, die Sharing Economy, Deflationäre Wirtschaft, Unternehmer 2.0 undundund dazu!

Beiträge des Geschäftsmannes 2.0 zu

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0  – Palo Stacho (Twitter)

PS: Die Ausführungen von P. Warnking sind persönliche Sichten und nicht die Meinung von Google.

Topic: The Department of Economics: A guest lecture by Google Switzerland’s Country Director, Patrick Warnking.

What are potential trends and success factors in the context of digital transformation? What challenges might occur for customers and us as normal human beings? In this exclusive lecture, Patrick Warnking will illustrate the changes associated with the application of digital technology in aspects of human society and what this means for business models and performance rates.

The lecture took  place on November 11, 2015 at 6.30 pm at the Department of Economics, Schönberggasse 1, 8001 Zürich 

Patrick Warnking is a member of the Advisory Board of the Department of Economics. In 2007, Warnking took on the role as Industry Leader Entertainment for Google Germany. He’s been Country Director of Google Switzerland since January 2011, currently focusing on consulting, supporting and leading (digital) transformation for customers and partners in and around Switzerland.

Digitale Disruption auf dem Bauernhof

24. Mai 2014 – Manager der traditionellsten Branche der Welt misstrauen einer vielversprechenden Technologie.  

Ausgepflanzt, das Prescriptive Planting (Rezepfpflanzung) von Monsanto macht Ackerbauern überflüssig - Geschäftsmann 2.0 ccby
Ausgepflanzt – Bei der Rezeptpflanzung von Monsanto braucht es keine Ackerbauern mehr

INNOVATION – Hört man dieses Wort, dann fallen einem kleine, agile Startups ein, welche clevere Ideen mit modernster Technik umsetzen. Aber Innovation ist ebenfalls in angestammten und bereits lange etablierten Industrien vital und es gibt wohl nicht viel Älteres als die Landwirtschaft. Viele Landwirte können den engstirnigsten Managern zugerechnet werden, so ist es keine Überraschung, dass bei ihnen eine neue und umwälzende Idee mit dem Namen Prescriptive Planting, der Rezeptpflanzung, für Nervösität sorgt. Es ist ein System, welches den Bauern mit grösster Präzision vorgibt, welche Samen auf welchem Acker zu pflanzen und zu kultivieren sind. Dies könnte zum umfassendsten Wandel  der Landwirtschaft in den reichen Staaten seit der Einführung von gentechnisch verändertem Saatgut führen. Es ist mindestens so umstritten, wirft es doch grundlegende Fragen auf, wem eigentlich die Informationen gehören, auf welchen das System basiert. Und es wirft die im Dreck wühlenden Bauern in die Welt von Big Data und Auseinandersetzungen rund um die Privatsphäre.

Das System zur Rezeptpflanzung von Monsanto – FieldScripts – war im letzten Jahr in der Versuchsphase. Heute (2014) ist es in vier US-Bundesstaaten offiziell verfügbar. Seine Geschichte reicht zurück ins Jahr 2006 zu einem Silicon Valley Startup namens Climate-Corporation. Gegründet durch zwei ehemalige Google Mitarbeiter, verwendete die Firma Luftbildfernerkundung und andere kartographische Techniken, um jedes einzelne Feld in Amerika (25M an der Zahl) zu vermessen. Weiter überlagerten sie diese Karten mit allen Klimainformationen, welche verfügbar waren. Bis zum Jahr 2010 wuchs die Datenbank auf über 150 Milliarden Bodenmessungen und auf 10 Billionen Wetter-Simulationspunkte an.

Die ursprüngliche Geschäftsidee der Climate-Corporation war, den Bauern eine Ernteversicherung zu verkaufen. Doch im Oktober 2013 kaufte Monsanto die Firma für geschätzt eine Milliarde US Dollar, eine der grössten Übernahmen für einen Datensammler per dato. Monsanto, einer der weltweit grössten Hybrid-Saatguthersteller, verfügt über ein Portfolio mit Hunderttausenden von Samen und Terabytes von Daten in Bezug auf deren Erträge. Fügt man dieses Knowhow der Boden- und Wetterdatenbank der Climate-Corporation hinzu, dann bekommt man eine eine Landkarte von Amerika, welche einem sagt, unter welchen Bedingungen welche Saat auf welchem Feld am Besten gedeiht.

FieldScripts nutzt alle diese Daten, um Maschinen von der Firma Precision Planting zu steuern, ein Unternehmen, welches 2012 durch Monsanto gekauft wurde. Es ist ein Anbieter von Pflanzautomaten und von anderen Gerätschaften, welche an einen Traktor angehängt werden. Seit den Anfangszeiten, als diese noch einfache Kisten waren welche den Samen regelmässig in den Boden gedrückt haben, haben sich Sähmaschinen radikal verändert. Einige dieser Geräte werden jetzt mit GPS gesteuert, geladen mit Daten von Monsanto, um einen Acker mit verschiedenen Sorten in unterschiedlichen Tiefen und Abständen zu bepflanzen, abhängig von der Wettersituation. Der Vorgang ist so individuell, als könne der Bauer jede seiner Pflanzen beim Namen nennen.

Rezeptpflanzung gewinnt schnell an Boden. Im November 2013 hat ein weiterer Saatguthersteller, Du Pont Pioneer, sich mit dem Landwirtschaftsmaschinen Hersteller John Deere zusammengetan, um die Beratung in Sachen Saatwahl und Düngung  bei den Landwirten massiv anzukurbeln. Die Bauerngenossenschaft Land O’Lakes, kaufte im Dezember ‘13 Geosys, ein Satelliten-Imaging-Unternehmen, um Ihr Farm-Datengeschäft weiter voranzutreiben.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Landwirte, welche das Monsanto-System ausprobiert hatten, konnten die Erträge um rund 5% über zwei Jahre hinweg erhöhen. Das ist ein Kunststück, welches bisher keine andere Einzelmassnahme bewerkstelligen konnte. Die Saatgut-Unternehmen denken, dass mit der Bereitstellung von mehr Daten zu Handen der Landwirte der Maisertrag Amerikas von 160 Scheffel pro Acre (10 Tonnen pro Hektar) auf 200 Scheffel möglich ist. Das wäre ein toller Sprung für die tiefen Margen der Erzeuger.

Aber Vorkommnisse rund um das Thema Rezeptpflanzung sind auch ein warnendes Beispiel für die entstehenden Konflikte, wenn datengetriebene Unternehmer auf altbackene Geschäftsleute treffen. Viele Landwirte stehen bereits jetzt mit gemischten Gefühlen der Technik gegenüber: Es werden zwar die Erträge gesteigert, aber gleichzeitig vermindert sich die Rolle und die bis anhin benötigte Fachkenntnis des Bauern im Ackerbau, sprich der Landwirt wird weitgehend seiner Kernkompetenz beraubt. Das aktuell noch grössere Problem ist das, dass die Bauern den Anbietern dieser neuen Methode misstrauen. Sie befürchten, dass die aus den Pflanzungen und Ernten entstehenden, detaillierten Datenströme missbraucht werden könnten. Die Geschäftsgeheimnisse der Bauern könnten an konkurrierende Farmer verkauft oder sonstig weitergegeben werden; Im schlimmsten Fall wird befürchtet, dass die Anbieter der Rezeptpflanzung Ihre Daten sogar dazu verwenden könnten, um schlecht laufende Bauernhöfe aufzukaufen und dass die Konzerne dann damit anfangen würden, die Landwirte direkt zu konkurrenzieren. Oder die Daten über die Ernte(-Prognosen) könnten zu Ungunsten der Bauern für Spekulationen an den Rohstoffbörsen verwendet werden.

Dem geschenkten Gaul ins Maul geschaut Um solchen Sorgen entgegen zu wirken, hat die grösste Bauernvereinigung, das American Farm Bureau, mit der Erstellung eines Code of Conduct – eines Verhaltenskodex begonnen. Darin wird festgehalten, dass die Daten über die Äcker den Bauern gehören und diese die Kontrolle darüber behalten müssen. Dass die Anbieter der Daten diese lediglich für den ursprünglichen, freigegebenen Zweck zu verwenden haben und dass die Daten nicht an Dritte weitergegeben oder verkauft werden dürfen. Die Konzerne sind mit diesen Regelungen grundsätzlich einverstanden, auch wenn deren Verträge diesen Sachverhalt aktuell nicht immer widerspiegeln. Man könnte behaupten, dass die Eigentumsrechte nicht mehr gültig sind, wenn die Daten einmal weitergereicht und anonymisiert wurden, es ist zur Zeit also nicht genau klar, welche Rechte den Bauern effektiv zustehen. Aus diesem und anderen Gründen haben sich einige Texaner Landwirte zusammengeschlossen und die Grower Information Services Cooperative (Erzeuger Datendienst Kooperative) gegründet, um den grossen Datenanbietern entgegenzutreten und mit ihnen verhandeln zu können.

Eine weitere grosse Sorge ist, dass die Landwirte in die Lieferantenfalle tappen, da die Informationen nicht transferierbar sind. Die Bauern könnten somit in eine Lock-In Situation geraten, wo sie einem einzelnen Anbieter hilflos ausgeliefert sind. Um diese Bedenken zu zerstreuen, hat die Climate Corporation einen kostenlosen Informationsspeicherungsdienst aufgebaut. Auf die darin gehaltenen Acker- und Pflanzdaten kann durch Dritte nur mit Einwilligung der jeweiligen Bauern zugegriffen werden. Auch treten aktuell neue Datenmanagement-Unternehmen in diesen Nischenmarkt ein, was zu einer verbesserten Wettbewerbssituation führen wird.

In der näheren Zukunft werden aber die Grossunternehmen die Rezeptpflanzung, das Prescriptive Planting, weiterhin dominieren. Sie sammeln im grössten Masse die Informationen und wissen diese besser zu nutzen als jeder andere. Und das wirft das Problem auf, welches allen bei Big Data Anwendungsfällen vorliegt. Rezeptpflanzung steigert die Ernteerträge überall, genau gleich wie massenhaft verfügbare anonymisierte Patientendaten das Gesundheitswesen umfassend verbessern können.

Doch der Erfolg hängt schlussendlich davon ab, ob die Datenanbieter die Benutzer – seien es Landwirte oder Patienten – davon überzeugen können, ihnen zu vertrauen. Wenn die Nutzer glauben, dass sie dabei ein zu grosses Risiko eingehen und dass die Datenanbieter zu stark profitieren, dann wird das (in des Zeiten des Social Business so unglaublich wichtige) Vertrauen Mangelware bleiben.

Originaltext http://www.economist.com/news/business/21602757-managers-most-traditional-industries-distrust-promising-new-technology-digital

 

Weitere Links

5 Schritte zur Digitalen Transformation? Mitnichten, das Stufenmodell von IDC greift zu kurz

Die dritte Plattform und das dafür vorgeschlagene fünfstufige Transformationsmodell der IDC für den CIO genügt leider den Anforderungen an die Zeit des Social Business nicht. 

3. Plattform Geräte: Geeignet für Cloud Computing, Mobility, Social Business und Big Data
3. Plattform Geräte: Geeignet für Cloud Computing, Mobility, Social Business und Big Data

Die “Spezialisten” von IDC haben es sicher gut gemeint, nur der vorgeschlagene Weg, den CIOs gehen “müssen”, um bei diesem langfristigen Wandel der IT-Welt den maximalen Nutzen für das gesamte Unternehmen zu generieren, der ist schlichtweg unvollständig.

Reicht die 3. Platform? IDC versucht beim CIO ein neues Modewort zu installieren. Die sogenannte “Dritte Plattform” oder – 3. Platform. Was ist das? Kurz, die Weiterentwicklung der IT-Abteilung im Unternehmen hin zu Cloud Computing, Mobility, Social Business und Big Data.  Wenn die IT diese Herausforderungen zu Gunsten des Unternehmens gemeistert habe, dann sei die digitale Transformation gemeistert, so wird suggeriert. Um auf diese 3. Platform zu kommen, hat IDC marketingwirksam ein Umsetzungs Modell publiziert und verschiedene Maturatätsstufen auf dem Weg zur dritten Plattform definiert:

  1. Ad hoc: Core IT (Status Quo, reaktionär, arm an ITIL etc…)
  2. Opportunistic: 2nd Plattform IT
  3. Repeatable: 3rd Platform IT
  4. Managed: Business Innovation.
  5. Optimized: Business Transformation

Das ist Gut und Recht – Nur wer meint, dass dann die IT Abteilung immer noch die Abteilung sein wird, der irrt. Schon lange empfiehlt der Geschäftsmann 2.0, die IT Abteilung in diesem Jahrzehnt dem Marketing anzuhängen. Mehr dazu in diesem Artikel “Wohin mit der IT im Unternehmen?

Wer sich trotzdem für das Transformationsprozess interessiert, der kann hier im CIO Magazin weiterlesen

So Long Euer Gmann 2.0

Mal kurz ruhiger oder anders treten – Die Reise des Geschäftsmannes 2.0 ins digitale Zeitalter ist weit gediehen

“Von Dir habe ich wenig gelesen in letzter Zeit!“ – Dies war die Begrüssung eines guten Kollegen, als man sich letzthin zu einem Bier traf.  Einerseits hat diese Aussage den Gmann 2.0 ja sehr gefreut, dass man seine Beiträge liest und sich sogar mehr wünscht. Andererseits hat es ihn geärgert – nein, er hat sich über sich geärgert, weil in den letzten Monaten seine Beiträge schon weniger geworden sind.

"Wieder mal ein normales Buch lesen..."
“Wieder mal ein normales Buch lesen…”

Seit drei Jahren befindet sich der Geschäftsmann in seiner Transformation zum „Digital Citizen“ und diese ist weit gediehen. Unzählige Fachbücher hat er dazu gelesen, wie es sich gehört (teilweise) auf dem KIndle. Social Media, Marketing 3.0, Umgang mit Millenials / GenY’lern, Google, Facebook, SEM/ SEO und so weiter. Seine Familie wurde überschwemmt mit digitalen Gadgets: Smartphone, Tablets, iPads, iPods, Kindles, Skype-Cams, Smart-TVs, Squeezeboxes. Und von den benutzten Apps und Plattformen wollen wir gar nicht anfangen zu reden. Apropos Passwörter: Gute Idee – Der Geschäftsmann geht mal seine Passwörter zählen, mal schauen wieviele er hinbekommt…

Die Veränderung ist gemäss eigenem Dafürhalten sehr weit gediehen und fundamental. Wo der Geschäftsmann aktuell steht? Etwa bei „Version 1.85“. Und was ist anders? Viel!

  • Netzabdeckung ist sehr wichtig geworden
  • Ohne Smartphone fühlt sich der Gmann nackt
  • Seine Frau kommuniziert anders mit Ihm (Siehe den letzten Post)
  • Er hat seine Haltung zum Elektrosmog relativiert
  • Er liest keine Zeitungen mehr
  • Die Tagesschau ist kein Fixpunkt mehr
  • Er schaut ganz anders Fern (und viel weniger)
  • Er hat andere Hobbies, er bloggt zum Beispiel
  • Er hat viel mehr soziale Kontakte und das tut Ihm gut!

Doch es gibt Veränderungen, welche wirklich viel bedeutender sind, seine persönliche digitale Transformation hat auch bewirkt

  • Dass er ist aufmerksamer geworden ist,
  • Er sich mehr engagiert und kritischer ist
  • Anders denkt
  • Anders handelt
  • Sich seine Werte verschoben haben, als Privatperson und als Geschäftsmann
  • Er die Welt mit anderen Augen sieht
  • Er der Zukunft unseres wunderschönen Planeten wieder eine Chance gibt

Aber im Grunde ist der Geschäftsmann 2.0 der Gleiche geblieben. Wir sind und bleiben Menschen. Wir sind soziale Wesen und solche werden wir bleiben. Natürlich wird sich unser Verhalten ändern und es wird unglaubliche Umwälzungen in der Gesellschaft und in der Wirtschaft geben, aber wir werden Menschen bleiben.

Der Wunsch nach Abwechslung – Der Geschäftsmann muss zugeben,: Auch wenn die Reise ins Social Business und in die digitale Welt unglaublich inspirierend war, so war sie auch anstrengend. Ssozusagen die ganze wenige Freizeit ging über Jahre dafür drauf. Das Bedürfnis nach ein wenig Abwechslung ist in den letzten Monaten aufgetaucht: Wieder mal ein ganz normales Buch lesen, ins Kino gehen (Huch, die Kinder sind älter, man könnte wieder mal mit der Frau ins Kino gehen). Am Strand Beachball spielen und kein Fachbuch verschlingen.

Deswegen hat der Geschäftsmann in den letzten zwei, drei Monaten ein wenig Pause gemacht. Und er wird es in den nächsten Wochen weiterhin ruhig angehen!

Liebe Leser, bleibt mir aber weiterhin treu, danke – So  Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Sie hat es geschafft! – Sie ist die Ehefrau 1.5 – Der Weekendpost

Der September 2013 sollte eigentlich als ein Meilenstein in den Annalen des Geschäftsmannes 2.0 eingehen, seine Frau hat nämlich in diesem Monat den Milestone 1.5 erreicht!

Sie hat es nicht einmal gemerkt und für sie ist es auch nicht wichtig, aber den Geschäftsmann freut es ungemein, ist sie doch mehr in sein digitales Leben reingerückt und Ihm somit auch während des Arbeitstages ein wenig näher. Weiter freut er sich, weil er weniger Streit mit Ihr hat und auch Spannungen abgebaut worden sind. Weniger Streit: Früher – Sie: “Hast Du schon wieder vergessen, dass wir heute Abend Elternabend haben?” Heute – Sie: “Ich hab Dir eine Terminanfrage verschickt” = Spouse 1.5!

Das iPhone der Ehefrau 1.5
Das iPhone der Ehefrau 1.5

Weniger Spannungen: Früher – Sie: “Kannst Du mir das nicht persönlich sagen, anstelle mir ein Mail zu schicken?!” Heute: Es kommt ein Reply-Mail, mit einem Merci drin.

Sie hat das ganz alleine geschafft! Das Einzige, was nötig war, war Ihr ein iPhone zu besorgen. Und Ihr zwei Jahre Zeit geben (Sie hat Ihr iPhone 4 seit Herbst 2011) und Sie zu ermuntern, mal auf Zalando was zu kaufen. Und Sie bitten, einige bei uns nicht mehr gebrauchte Artikel auf Ricardo zu veräussern. Und Sie mal dazu bringen, bei Easyjet selber Flugtickets zu buchen….

So Long – Euer stolzer Ehemann V1.85