Web 2.0 mal praktisch – (9) Tradeshift: Es war nie einfacher, Rechnungen zu erstellen und zu versenden

Tradeshift wird die (Business-) Welt regieren! Diejenigen, die mich schon länger kennen, wissen, dass ich ein angefressener Tradeshift Fan bin. Wieso? Weil Tradeshift genau gleich funktioniert wie z.B Facebook. Im Gegensatz zu Facebook verfolgt man aber auf Tradeshift den Aufbau seines Netzwerks zu einem ganz klaren Zweck: Dem der Rechnungsstellung. Auf Tradeshift können sich Geschäftspartner gegenseitig Rechnungen austauschen, ganz einfach. Bestehen Fragen oder Beanstandungen zu einer Rechnung, dann können diese sehr schnell und sehr effizient direkt in einem Chat zur konkreten Rechnung bereinigt werden. Die Funktionalität geht sogar noch weiter. Die Instant-Payment Funktionalität erlaubt es einem sogar, sein Geld schneller zu bekommen, auf welches man Anspruch hat. Schlicht und einfach revolutionär.

Uebersicht über bekommene und versendete Rechnungen

Tradeshift hat im Jahr zwei seiner Existenz über 60 000 User in  160 Ländern und wird 2012 den Branchenprimus Ariba überholen, was das Wachstum anbelangt. Tradeshift hier auf Wikipedia.

Web 2.0 mal praktisch (8) – Vergiss nicht auch mit Kleinanzeigen zu werben!

In einem älteren Post bin ich bereits schon einmal auf die Kleinanzeigen Plattformen eingegangen, die im Internet verfügbar sind. Wieso soll man auch nicht dort sein Angebot anpreisen? Es muss ja nicht gleich überall sein, aber ein Inserat auf

All diese Plattformen sind gratis und es ist sehr schnell gemacht, oder?

Web 2.0 mal praktisch (7) – Noch nie war Werbung einfacher

Wir schreiben das Jahr 2012. Meine Erfahrung ist, das immer noch erschreckend viele gewerbliche Unternehmen, Dienstleister und auch Unternehmensberater die Wirkung der eigenen Homepage massiv unterschätzen! ALLE haben eine Internetpräsenz. Verhältnismässig wenige haben eine Homepage mit aktuellen Referenzen, Testimonials von Kunden (Kundenzitate) oder gar mit Preisangaben! Das ist fatal! Noch schlimmer wird es mit den Adwords (Details hier auf Wikipedia). Google verdient Milliarden mit der Online-Werbung, aber es gibt viele KMUs, die nicht Google-Adwords zum Bewerben Ihrer Leistungen auf der Homepage verwenden. Ich kenne sogar börsenkotierte Unternehmen, die diesen Werbekanal NICHT verwenden. Für jeden Werber, der up-to-date ist, ist klar, dass zu einem guten Marketing-Mix auch die ganze digitale Welt gehört, aber das hat sich noch lange nicht überall herumgesprochen.

Also: Brauchen Sie google-Adwords, schon nur durch die Verwendung erfahren Sie etwas über Besucher-Ströme oder Keyword Suchvorgänge, sie werden automatisch smarter!

Weiter: Ein wachsender Tel der Unternehmungen hat begonnen, ebenfalls eine Präsenz im Social Web aufzubauen, angefangen mit einer eigenen Facebook-Seite. Die wenigsten Firmen haben aber begriffen, dass es

  1. noch viel mehr gibt und
  2. sowas laufend Arbeit erzeugt
  3. es seine Zeit braucht

Zu 1.) Es gibt noch viel mehr! Schauen Sie sich untenstehendes Slide an: All die genannten Plattformen erlauben es Ihnen, gratis für Ihre Leistungen zu werben. Sie müssen nur der Content liefern! Apropos Content – Der muss immer relevant sein. Twittern Sie also nicht über das Wetter, sondern zB über die letzte erfolgreiche Sanierung eines Dachstocks, wenn Sie Schreiner sind, oder über die Anbringung eines Felladens für lediglich 600 Franken an einem Chalet. Das meine ich vollkommen ernst: Wieso soll ein Schreiner über seine Arbeiten nicht ein Blog führen? Ein paar Bilder oder sogar einmal ein Video sind schnell gemacht. Allzuviel muss man nicht schreiben, wenn man nicht will. Und jeden Blog-Post kann man auch über Twitter verbreiten! 

Zu 2.) Online-Präsenz generiert laufend Arbeit! Wenn man solche sachen, wie Blog, Twitter, Facebook- oder Google+ Seite etc zu verwenden beginnt, dann mag das zwar gratis sein, aber es kostet gleichwohl was. Unterhalten muss es werden! Wenn ein Twitterprofil vor monaten zum letzten Mal was getweetet hat, oder ein Blogeintrag ein Jahr zurückliegt, dann schaut das nicht so gut aus. Noch schlimmer ist es, wenn Kunden beginnen, über diese Kanäle mit Ihnen zu interagieren und ins Leere laufen! Sowas geht dann eher ins Auge und bedeutet schlechte Werbung. Die Benennung eines Community Managers oder zumindest die Zuteilung solch einer Rolle an einen Mitarbeiter (So was darf auch der Chef machen) macht in so einem Fall Sinn.

Ganz schlecht ist die Idee sich zu sagen: „Eben: Wir gehen mit unserer Firma nicht ins SocialWeb und wir brauchen auch keine Community, somit müssen wir nichts unternehmen“ Das ist der falsche Ansatz, denn diese Kanäle werden zukünftig massiv an Wichtigkeit gewinnen und es wird sich rächen, wenn man die Weichen nicht beizeiten stellt. Ein persönliches Beispiel: Visilab ist in der Schweiz nicht auf Twitter präsent, dort wurden schon einige „Beschwerden“ getweetet. Niemand hat es bei Visilab gemerkt. Mich hat Visilab als Kunden verloren.

Zu 3.) Es braucht seine Zeit. Es ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen, eine Community bildet sich in den seltensten Fällen innert Wochen um ein Thema. Sprich, man ist nicht von Anfang an ein Social Web Profi und eine Fangemeinde muss man sich erarbeiten. Beides braucht Monate, wenn nicht gar Jahre! Ein Grund mehr, jetzt mit der Werbung im Social Web anzufangen: Eröffnen Sie ein Blog, Twittern Sie. Erstellen Sie zumindest die Facebook-Seite Ihrer Organisation, moderieren Sie diese Seite und machen Sie Status-Updates.

Web 2.0 mal praktisch (6) – Wozu ein separater, eigener Webshop? Vielleicht tun es ja bestehende Marktplätze….

Die grossen eCommerceplattformen auch für Kleine

Wenn man seine Produkte und Dienstleistungen im Web vertreiben will, ist eCommerce Funktionalität (WebShop) notwendig. Im vorgängigen Post bin ich auf On-Demand Plattformen für Webshops eingegangen. Es fragt sich, inwiefern so eine selbstständige Präsenz notwendig ist. Vielleicht tun es ja die „Shop in Shop“ Angebote auch, die bei Ebay, Amazon, ricardo und anderen zur Verfügung stehen. Insbesondere bei Amazon gibt es grosse Anbieter, welche voll und ganz in Amazon integriert sind und gutes Business zu machen scheinen. Ich habe meinen Weber-Grill auf Amazon gekauft, jedoch nicht bei Amazon selbst, sondern bei einem Dritthändler und es hat wie immer wunderbar geklappt.

Momentan ist ein Paradigmenwechsel bei der Suche im Gange. Dank Google und Co. findet das Angebot die Kunden, und nicht mehr umgekehrt! Deswegen ist es opportun, mehr Energie darauf zu verwenden „gefunden zu werden“, als komplett selbstständige Internetpräsenzen aufzubauen.

Web 2.0 mal praktisch (5) – Noch nie bist Du schneller zu einem Webshop gekommen – eCommerce Plattformen

Hosted Server bei einem Provider bestellen, eCommerce-Software evaluieren, kaufen, installieren und – durch die Funktionalität selbst einfacher Produkte überwältigt – völlig überfordert konfigurieren, Domain-Namen lösen und sich eigentlich darüber nerven, dass man ja lieber etwas verkaufen möchte und nicht zum IT-Guru avancieren will…

Klar kann man wie oben beschrieben, auf dem klassischen Weg zum WebShop kommen, aber auch hier: Wieso dies nicht einem Anbieter überlassen, der das schon für tausend andere Webshops gemacht hat? Wo liegt Ihre Stärke, beim Aufbauen, beschaffen und anbieten bestimmter Produkte/Leistungen oder bei der Konfiguration eines Webshops? Meine Meinung ist klar: Ich habe die gleiche Meinung wie Jeff Jarvis , einem der profiliertesten „Ära 2.0“ Autoren: „Machen Sie das, was Sie am Besten können, für alles Andere gibt es Links“ , (oder eben solche Web 2.0 – Plattformen, die ich in dieser Blog-Serie gerade beschreibe). Kommen wir zu den Shop-Plattform Anbietern:

Webshop-Plattformen venda/demandware/magento

Magento arbeitet mit PHP und MySQL und ist Open-Source. Die Firma gehört inzwischen Ebay, Ihre Produkte sind auch im deutschsprachigen Raum beliebt, auch bei KMU. Das Gleiche gilt für Demandware, welche neben den USA auch in Deutschland und in Frankreich stark vertreten ist. Die Firma scheint eher grössere Unternehmen zu Ihren Kunden zu zählen. Der Dritte im Bunde der grossen On-Demand eCommerce Anbieter ist Venda. Die Firma ist eher im englisch sprachigen Raum präsent, aber deswegen nicht minder interessant. Hier gibt’s die Wiki-Seiten zu Magento und Demandware.

Diejenigen, die weiterhin Ihren Shop lieber auf einem eigenen Server mit „eigener Software“ hosten, empfehle ich SmartStore -Das professionelle Shop-System und CMS für den eigenen Web-Shop. Für 200 Euro bekommt man ein sehr gutes Vollpaket, mit genügend Telefonsupport nach der Produktivnahme. Das Produkt hat übrigens eine Super-Community! Freunde von mir sind mit dem Produkt sehr zufrieden.

Web 2.0 mal praktisch (4) – Markenaufbau a la Minute – BrandManagement für Dummies

Das gute am Internet ist die Tatsache, dass die Märkte viieeel grösser werden. Das erlaubt es wiederum den Anbietern, einen viiiieeel engeres und schärferes Angebot zu haben. Das Internet fördert eher die „Best-of-Breed“ Geschäftsmodelle als die „All-in-one“ Gemischtwarenladen-Anbieter. Branding ist aus meiner Sicht bereits eine recht enge Nische. Das darf ich auch so behaupten, denn ich bin nicht einer der aus der Werbebranche kommt 😉 buildabrand.com

Will man aber einen klaren, scharfen Auftritt und eine ebenso scharfe Positionierung, dann empfehle ich, sich mal buildabrand.com anzuschauen. Buildabrand.com ist ein Online-Branding-System, welches es Unternehmen und Einzelpersonen erlaubt, sofort ein personalisiertes Branding für Ihr Geschäft zu erstellen und das zu verwalten. Wieso lange über ein Logo, eine Firmenfarbe, über das CI/CD nachdenken? Einfach los! Es macht Spass, versuchen sie es, gehen Sie einfach auf die Homepage von buildabrand.com und geben Sie den zu brandenden Namen ein und spielen Sie mit den vorgeschlagenen Logos, Schriften und Farben!

Leider funktioniert die Business-Card Generierung (Feb 2012) immer noch nicht, aber für so was haben wir andere sehr gute Sites wie zB. www.arial.ch

Web 2.0 mal praktisch (3) – Nie war es einfacher Deine Kunden zu (Be-)fragen – Survey-Tools

Umfrage gefällig? Ich bekomme pro Jahr wohl ein Dutzend Umfragen. Ich rede hier nicht von den Web-Surveys die hochpoppen, wenn ich irgendeine Webseite besuche. Nein, es geht hier um die an mich persönlich adressierten Umfragen. Eine Umfrage pro Monat? Ja, das haut schon hin. Wenn ich den Absender nicht kenne, fülle ich die Umfrage lediglich aus, wenn mich das Thema interessiert oder wenn es ein „guter Zweck“ ist.

Kenne ich den Umfrage-Ersteller oder bin ich sogar Kunde, dann fülle ich die Umfrage in aller Regel aus. Ich würde sagen, dass ich in 4 von 5 Fällen den Fragebogen ausfülle. Die letzten 20 Prozent fallen dahin, weil diese bei mir zu lange liegen geblieben sind und das Rücksendedatum abgelaufen war.

Genau hier kommt der grosse Vorteil von Online-Umfrage Systemen zum Tragen. So eine Online-Survey bleibt bei mir auf der elektronischen todo-Liste und das hebt die Wahrscheinlichkeit, dass ich sowas dann auch abarbeite. Interessanterweise erinnere ich mich auch besser an Umfragen, die ich via Mail bekommen habe als an Umfragen, die mich auf dem Papierweg erreicht haben.

Sind sie im Business, dann machen Sie sicher auch Umfragen. Wenn nicht, fangen Sie damit an. Wenn Sie nicht zur ganz seltenen Kaste von Geschäftsleuten gehören, die weder Kunden noch Mitarbeiter haben (Das gibt’s!), dann sollten/müssten Sie wirklich Umfragen durchführen. Und seit einiger Zeit gibt es dafür Plattformen für jedermann: Polldaddy, SurveyMonkey, Google, Facebook,

1.) Facebook hat eine eigene Umfrage/Abstimmungs-Funktion, die erreicht aber nur die im FB registrierten User

2.) Polldaddy ist inzwischen ziemlich bekannt geworden, vorallem auch wegen dem Facebook PlugIn, das Tool gefällt mir aber nicht.

3.) SurveyMonkey ist da schon sehr viel besser! Das ist eine Profi-Plattform für Umfragen, aber die kostet, denn die Gratisversion geht nur bis 100 Teilnehmer und nur bis 10 Fragen. Wenn man mehr will, muss man gegen 30 Dollar / Monat hinblättern. Wenigstens kann man diese kostenpflichtige Profi-Funktionalität aussetzen, wenn man diese nicht braucht und diese dann reaktivieren, wenn man wieder was „Grösseres“ rauslässt.

4.) Gratis und eigentlich genau so gooood sind Umfrage-Formulare in Google-Docs! Umfrage-Formular erstellen und an Teilnehmer vermailen! Alles Gratis! Zugegebenermassen ist die Statistikfunktion nicht so sexy, aber wenn man im 2-3 stelligen Teilnehmerbereich Umfragen versendet, ist das sicher problemlos verschmerzbar.

Ich verwendete einige Zeit SurveyMonkey, habe aber gemerkt, dass es für mich google-Docs Umfrage-Formulare bei Weitem auch tun! So long, Euer Geschäftsmann20, Pavel „Palo“ Stacho

Web 2.0 mal praktisch (2) – Hol Dir Dein Design, günstig, schnell und einfach

Welcher Geschäftsmann kennt es nicht: Man hat seinen Grafiker, der liefert die visuellen Elemente für die Unternehmung schon seit Jahren. Man hat Ihn lieb gewonnen, oder man hat sich aneinander gewöhnt, zumindest weiss der Grafiker was er wie zu liefern hat und selber weiss man was man bekommt. In so einer Situation geraten die Kosten ein wenig in Vergessenheit. Meistens fällt die Rechnung nicht ins Gewicht, wieso also etwas an der angenehmen Situation was ändern?

Wieso? Weil man trotzdem mächtig Geld sparen kann, ohne bei der Qualität Abstriche zu machen! Weil man die Prozesse vereinfachen kann, zum Beispiel schon nur durch den Sachverhalt, dass man etwa die Web-Agentur mit dem Designbüro zusammenlegt. Oder weil man wirklich Zeit spart undoder die Sachen plötzlich innert Tagen geliefert bekommt und nicht mehr 10 Tage warten muss. Oder weil man mal einfach etwas Neues versuchen sollte! Dazu bieten sich drei bekannte Plattformen an, die schon seit einigen Jahren im Geschäft sind:

Die bekannteste ist ganz klar 99designs.com eine der ersten Plattformen bei welcher der Term “Crowdsourcing” bekannt wurde. Diese Plattform hat beim Start bei der graphischen Gemeinde rechte Kontroversen ausgelöst, inzwischen hat sich das gelegt. Hier bekommt man zB eine komplett durchgestilte WebSite für unter 500 Franken und man erkennt, dass es überall gute Grafiker gibt, Qualität kann man auch in Sri Lanka haben, jedoch zu einem ganz anderen Preis als der lokale Grafiker.

Hat man weniger Lust mit einem anglo-amerikanischen Portal zu arbeiten, dann ist 12designer.com eine valable Alternative. Neben deutschen Anbietern tummeln sich auch schweizerische Anbieter. Die Anbieterschaft ist aktuell nicht so global, deswegen ist das Preisniveau wahrscheinlich „europäischer“, doch schon das spanische Preisniveau ist erheblich tiefer als das deutschsprachige! Hier wird der Schwerpunkt auf Schnelligkeit und auf die deutsche Sprache gelegt.

Viele Designer tummeln sich auch auf twago.de, wenn man nicht für jede Arbeit, die man auswärts geben möchte, ein eigenes Portal verwenden will, kann man das dort ebenfalls versuchen.

Wie funktionierts? Einfach: Projekt definieren, dieses dann Kategorie(n) zuordnen und dann ausschreiben. Die Ausschreibung kann offen sein, ober man kann direkt Anbieter anschreiben (zB bei 12designer.com kann man 25 Parteien zur Ausschreibung einladen)

Ich habe 12designer.com gewählt.

Web 2.0 mal praktisch (1) – Lass Dir Dein eigenes Produkt fertigen

Das Sourcing Portal für Produkte

Eigenes Produkt gefällig? alibaba.com erlaubt es irgendwelche Produkte zu sourcen! Ab 30 Stück hat man eine eigene TV-Linie, bei Snowboards reichen schon 15 Exemplare um eine eigene Marke zu kreieren.  Aber zugegebener massen wird es bei grösseren Stückzahlen interessant, z.B. bei den Snowboards sind die Lieferanten erst ab einem Lot von 500/1000 Stück bereit, wirklich persönliches Customizing zu einem (sehr) angemessenen Preis anzubieten. Aus meiner Sicht ist diese Web 2.0 Sourcing Plattform ein exemplarisches Beispiel, wie das Internet die Globalisierung “hebelt”. Man kann irgendein Gut “gleich um die Ecke”, sprich im Browser entdecken und für seine Bedürfnisse produzieren lassen, egal wo sich der Produzent auf diesem Globus befindet. Geht mal durch und schaut Euch die Preise an! Viel Vergnügen beim Schmöckern…

WEB 2.0 mal praktisch (0) – Business-Anwendungen für den Geschäftsmann 2.0

Am Ende dieses Jahrzehnts, wenn die Bevölkerungsgruppe der Digital Natives die kritische Masse in den Geschäftsleitungetagen überschritten  hat (Details hier), wird niemand mehr daran zweifeln, dass die Zukunft der Businessanwendungen in der Cloud liegt. So lange muss der innovative und kostenbewusste Geschäftsmann nicht warten. Es gibt bereits jetzt Cloud-basierte Anwendungen, die sich mit bestehenden on-„premise“ Lösungen durchaus messen können. Andere Lösungen sind vielleicht noch nicht so ausgereift, aber preislich oder in Bezug auf einen sexy-Lösungansatz sehr interessant. Dieser Post ist der Beginn einer kleinen Serie „Cloud mal praktisch“ in welcher diverse Plattformen vorgestellt werden, die für den geschäftlichen Verwendungszweck gedacht sind. Anbei ein kurzer Ausblick auf die Serie (Update 11.2.2012 mit Links):

  1. Lass dir dein eigenes Produkt fertigen
  2. Hol Dir Dein Design, günstig, schnell und einfach
  3. Nie war es einfacher Deine Kunden zu (Be-)fragen
  4. Markenaufbau a la Minute
  5. Noch nie bist Du schneller zu einem Webshop gekommen
  6.  Wozu ein Webshop? Vielleicht tun es ja bestehende Marktplätze
  7. Noch nie war Werbung einfacher
  8. Vergiss nicht auch mit Kleinanzeigen zu werben!
  9. Es war nie einfacher, Rechnungen zu erstellen und zu versenden
  10. Wieso immer e-Banking: Zahlwesen für Business mal anders
  11. Für Projektmananager 2.0 : Von diesen Tools sollte man Kenntnis haben
  12. Wer braucht noch eine Telefonzentrale?
  13. Nie war es einfacher, dass Dritte Dir helfen, Deine Produkte/Leistungen verkaufen
  14. Wenn man schon einen Anwalt braucht, dann so
  15. In 4 Tagen unter 1000 CHF zur eigenen AG
  16. Die Plattform für Kleinarbeiten, vorallem für Kleinarbeiten 2.0
  17. Die Plattform für alle anderen Arbeiten
  18. Die virtuelle Post, echt gut
  19. Es war nie einfacher, sich mit seinen Mitarbeitern und Partnern auszutauschen
  20. Tipps für Sicherheitsbewusste
Vielleicht ist etwas für Euch dabei. Aber eins ist aus meiner Sicht ganz sicher:  Die Liste lässt erahnen, dass das Internet – insbesondere das “Social Web” – wirklich eine disruptive  Technologie ist. Diese hat erst jetzt damit begonnen, unsere Geschäftswelt so richtig umzukrempeln. Wir stehen erst am Anfang einer Business Revolution und auch am Anfang einer Management Revolution, denn sowas braucht auch andere Führungskräfte!  

Interessiert? Dann bleibt in den nächsten Wochen auf diesem Kanal!

So long, Palo Stacho, Euer Geschäftsmann20

Fibre to the Home (FTTH) ist die Zukunft und NOETIG, aber da ist die offizielle Schweiz anderer Meinung

In der Schweiz wurden für wohl für Milliarden von Franken Glasfasern verlegt. Dies ist eine der wichtigsten und am meisten verkannten Investitionen hierzulande!!! Irgendwann mal kommt das Kabel (das Koax-Kabel) an seine Grenzen, das Telefon-Kabel ist es bereits. Dann muss auf Glas gewechselt werden, LTE ist hier keine Option.

Kleines Beispiel: Wenn bei mir im Haus meine Kinder, meine Frau und ich gleichzeitig HD-Video (youtube etc) streamen und ich gleichzeitig meine Fotobücher mit Dropbox synchronisiere, dann brauche ich schon Saft. Diese Tendenz wird noch zunehmen! Nur scheinbar ist das keine Grundanforderung, meint das die Eidg. Kommunikations-kommision (ComCom). So steht’s wenigstens in der Netzwoche. Gspunna….
oder besser: Kurzsichtig! Geschäftsleute 2.0 gibt es auch in den Bergregionen, so wie auch breitbandhungrige Millenials!

Wenigstens hat man den Monopol-Bemühungen der Swisscom einen Riegel geschoben, sofern ich die Meldung richtig verstanden habe. Zur Wichtigkeit von Glasfaser, hier noch ein Ausschnitt aus einer Samstagsausgabe der NZZ vom letzten Herbst….

Spielen-Kaufen-Teilen: Echte Beispiele revolutionärer neuer Werbung dank Social Media

Bereits in einem älteren Post bin ich auf das „spielerische Element“ in unserem Alltag eingegangen. Letzthin durfte ich einem tollen Beitrag von Paul Adams, Head of Digital bei Leo Burnett London beiwohnen, bei welchem er aufgezeigt hat, wie sich dieses „spielerische Element“ als der Grundpfeiler neuer Werbeformen zu etablieren scheint. Dabei erkennt man langsam, wie die neuen, interaktiven und kollaborativen Ansätze von Social Media beginnen, die Werbemechanismen umzuwälzen. In seinem Referat fokussierte zeigte er auf, wie mit den Komponenten

Spielen – Kaufen – Teilen (Play – Buy – Share)

die „Grundanreize“ der Kunden angesprochen werden und somit den Menschen auch mehr Freude machen: Da ist einerseits das „Spielerische Element“,  welches die Bindung zur Marke fördert und den Kauf vorbereitet und anregt. Dann ist da der effektive Kauf, bei welchem eben ein Kauferlebnis entsteht, welches weit über den reinen Mausklick hinausgeht. Schlussendlich besteht die Möglichkeit zu interagieren und seine Story mit Anderen zu teilen, denn jeder Mensch möchte eine Geschichte erzählen. Adams zeigte einige Beispiele, welche alle auf verschiedene Art und Weise es den Kunden erlauben, untereinander oder mit der Marke zu interagieren. Jedes Beispiel verwendet dabei eines oder mehrere der Anreize um die Interaktion untereinander anzuregen (Express/Explore/Compete/Collaborate):

Sich Ausdrücken, sich Messen, Erforschen und Zusammenarbeiten

Es lohnt sich, die Beispiele durchzusehen!

  • Heineken hat eine Wettspiel-App für Fussball entwickelt, da geht es klar um den Wettbewerb (leider nur auf IOS von Apple, Itunes-Link), hab auch schon damit gespielt (Beim letzten Champions League Spiel vom FCB)
  • Birchbox zielt auf die Entdeckerin in der Frau (Das Geschäftsmodellscheint mir top! Wer klont wohl dies für die Schweiz?) Wenn man auf Youtube Birchbox eingibt kommen 7000 Videos! Hier kann man sich das Geschäftsmodell anschauen:
  • Das Waschmittel Cheers  mit einem TopSong: Dig it-get-it zielt auf Statements (Express yourself). Die 40’000 Kleidungsstücke, die man gewinnen konnte waren innert kürzerster Zeit vergeben! (Man konnte im Video auf die Klammotten klicken!). Details hier, und hier gehts zur FB-Homepage mit 70K FB-Likes!
  • Canon mit Ihrer Photo-Chain Plattform hat gleich alle Elemente adressiert: Kollaboration, das sich „Ausdrücken“, die Kollaboration anhand von Workshops/PodCasts und schlussendlich auch die Wettbewerbskomponente

Das ist coole Werbung, oder? Was ist Eure Meinung? Liebe Grüsse Pavel “Palo” Stacho