5 Prozent der Zalando Kunden retournieren 80% Ihrer Ware

…und ein Prozent der Zalando-Kunden retourniert sogar über 90% Ihrer Bestellungen! Wer hat nicht schon von diesen ominösen Zalando-Parties gehört, bei welchen sich Teenage-Girls einen Haufen Klamotten von Zalando “leihen” und diese nach der Party wieder zurückschicken (inklusive vergessener Kondome und ähnlichen Sachen in den Taschen).

Bildschirmfoto 2014-01-01 um 14.23.51

 

Prof. Christian Schulze hat eine umfassende Studie zum Thema “Retouren & Zalando” veröffentlicht und festgestellt, dass wenn die Online-Händler diese 5 % der Kunden, welche 80% und mehr ihrer Waren (unkostenfrei, sprich gratis) zurückschicken nicht hätten, die Erträge von Zalando & Co. 50% höher ausfallen könnten. Krass nicht?

Das Zalando ein Erfolgsmodell werden wird, davon bleibt der Geschäftsmann 2.0 überzeugt. Viele Leute in seinem Umfeld wollen einfach nicht begreifen, wieso eine Firma so lange so viel Verlust macht. Die Macher von Zalando (Rocket) sind langfristig orientierte Unternehmer und nicht quartalsorientierte Manager. Und heute (2014) kann man sagen, dass Rocket so oder so gewonnen hat: Langfristig wird dieses Unternehmen Gewinn machen und wenn nicht, dann ist die Marke und User- / Kundenbasis inzwischen so wertvoll, dass ein allfälliger Käufer einen guten Preis dafür zahlen würde. Man bedenke bei der Geschichte zwei Sachen: 1. Wie die Leute von Rocket innert drei Jahren eine Top-Marke in ganz Europa aufgebaut haben, das ist eine Superleistung und eine nachhaltige dazu. 2. Man erinnere sich an Amazon, die haben vor über einem Jahrzehnt auch jahrelang Milliardenverluste geschrieben (errinnert Ihr euch noch?!) und heute stellt niemand mehr den Erfolg von Jeff Bezos in Frage.

Eine detailiertere, wenn auch schon ältere Analyse (2011) des Geschäftsmodells Zalando kann hier bei kassenzone.de nachgelesen werden.

Wieder mal Statistiken: Von 1000 Schweizern…. (Internetkäufe, Web-Access, Dienst-Software, Gadgets)

….haben 780 schon online eingekauft
….buchen 520 Ihre Ferien nur noch im Internet
….106 kaufen mindestens einmal die Woche im Internet ein
….haben 650 Ihren Internetprovider noch NIE gewechselt
….tragen 123 ein iPhone mit sich
….haben 0.5 ein iPad….und und und

Ich war letzthin im Bollwerk in Bern, in diesem Swisscom-Gebäude. Dort hingen so Info-Tafeln an den Wänden. Leider konnte ich nirgendwo ein Datum erkennen. Ich hab 4 dieser Infopanels mal abfotografiert, viel Vergnügen beim studieren!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Web 2.0 mal praktisch (6) – Wozu ein separater, eigener Webshop? Vielleicht tun es ja bestehende Marktplätze….

Die grossen eCommerceplattformen auch für Kleine

Wenn man seine Produkte und Dienstleistungen im Web vertreiben will, ist eCommerce Funktionalität (WebShop) notwendig. Im vorgängigen Post bin ich auf On-Demand Plattformen für Webshops eingegangen. Es fragt sich, inwiefern so eine selbstständige Präsenz notwendig ist. Vielleicht tun es ja die „Shop in Shop“ Angebote auch, die bei Ebay, Amazon, ricardo und anderen zur Verfügung stehen. Insbesondere bei Amazon gibt es grosse Anbieter, welche voll und ganz in Amazon integriert sind und gutes Business zu machen scheinen. Ich habe meinen Weber-Grill auf Amazon gekauft, jedoch nicht bei Amazon selbst, sondern bei einem Dritthändler und es hat wie immer wunderbar geklappt.

Momentan ist ein Paradigmenwechsel bei der Suche im Gange. Dank Google und Co. findet das Angebot die Kunden, und nicht mehr umgekehrt! Deswegen ist es opportun, mehr Energie darauf zu verwenden „gefunden zu werden“, als komplett selbstständige Internetpräsenzen aufzubauen.