Geschäftsmann 2.0 hin oder her: Frau bleibt Frau und Mann bleibt Mann, egal welche Version

Die Evolution kann man nicht übertölpeln

Die Evolution kann man nicht übertölpeln. Allem Verstand zum Trotz, es ist einfach manchmal wie es ist. Punkt. Das musste der Geschäftsmann heute erfahren. Frauen sind Anders, Männer auch. Die heutigen Beispiele auf beiden Seiten haben mir das klar und deutlich wiedereinmal vor Augen geführt.

Heute morgen war das Unverständnis auf meiner Seite: Ich will schnell aufm iPhone meiner Frau kurz was im Internet nachschlagen. Safari (der Web-Browser) hängt und ich stelle halt das iPhone ab. Anschliessend ist das Chaos gross! Meine Frau hält mir vor, ohne Ihre Billigung IHR Telefon abgestellt zu haben, denn wir sind ausser Haus und Sie kennt Ihren PIN nicht. Im Gegenzug ist meine Bestürzung gross: Wie kann jemand a. Seinen Mobile-Nr PIN nicht kennen und wie kann b. jemand über 6 Monate sein Telefon nicht abgestellt haben…..

…am Nachmittag ist dann das Unverständnis auf der Seite meiner Frau gross: Nachdem der Ehemann sich beklagt, dass man die Tochter ohne Skiabo auf die Piste geschickt hat, weil die Tochter die neue Skijacke trägt, folgt die Bestürzung auf der Seite meiner Göttergattin: Wie kann Mann nicht merken, dass die Tochter eine neue Jacke trägt und Mann nicht daran (mit-)denkt das Skiabo zu wechseln, weil Skifahren ja Sache des Vaters ist?

Naja, ich liebe Sie trotzdem, meine Frau und meine Töchter! So Long, Pavel “Palo” Euer Gmann20

Der Geschäftsmann2.0 wird auch nachhaltig geschäften müssen, sonst hat er weniger Kunden und weniger Mitarbeiter!

Ich habe bereits in mehreren Posts, die Millenials-Generation und deren Zunahme an der arbeitenden Bevölkerung angesprochen. Viele dieser Leute, die heute zT immer noch in den Universitäten hocken, haben ganz andere Erwartungen an Ihre Arbeitgeber und an die Hersteller der Produkte, die sie konsumieren. Viele erwarten, dass die Manager und die Unternehmer sorgfältig und nachhaltig mit den Ressourcen dieser Welt umgehen, dazu gehört auch, dass wir es schaffen, das Bevölkerungswachstum zu stoppen. Zu diesem Thema empfehle ich zwei Videos und ich bitte alle, sich hier auch finanziell zu beteiligen.

Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit und schauen Sie dieses “Basis-Video” zur Bevölkerungszunahme und zur Rolle des Westens in der globalen Zukunft an. Es regt zum Nachdenken an und Hans Rosling bringt einem die Materie sehr unterhaltsam näher

Die im obigen Video gezeigte Software kann übrigens von Jedermann/-Frau downgeloadet und verwendet werden! http://www.gapminder.org/desktop/ (Versucht es, es ist echt spannend)

Inzwischen ist es erwiesen, dass eine nachhaltige und bessere Zukunft der Erde nur bewerkstelligt werden kann, wenn man in die Bildung der Frauen in den Drittweltländern investiert, denn das bringt auch die Geburtenrate runter. Das untenstehende Video gibt einen sehr schönen Ueberblick

Und spenden Sie dafür hier und nicht (nur) bei JRZ (Für Nicht-Schweizer: “Jeder Rappen zaehlt” eine Aktion des Schweizer Radios DRS 3 jeweils im Dezember, welche dazu geführt hat, dass ich inzwischen viel weniger DRS 3 höre, da ich eine Wohltätigkeits-Overdose abbekommen habe)…). Für Facebookler: Girls-Effect auf FB:

Girl-Effect Netzwerk auf Facebook

Was “Alles” gehört eigentlich zu Social Media oder Web 2.0? Überblick über die Plattformen im Internet

by Brian Solis and JESS3

Alle reden über die Social Media oder Web 2.0 Plattformen. Doch was alles gehört dazu? Einen guten Überblick darüber liefert by Brian Solis and JESS3

Brian Solis zusammen mit JESS3. Sie  haben hier eine universelle Grafik ausgearbeitet, welche aus meiner Optik das sehr schön aufzeigt. All die darin aufgeführten Plattformen haben gemein, dass sie den entsprechenden Communities eben eine Plattform bieten sich selbstständig zu organisieren, die meisten sind gratis und agieren global. Und trotzdem werfen diese Plattformen irgendwie Gewinn ab oder werden mit schwindelerregenden Werten gehandelt. “Gratis” ist eben in den Zeiten des Internet ein mögliches, erfolgreiches Geschäftsmodell. Man verdient das Geld alternativ, zum Beispiel mit Werbung: Google macht’s möglich.

So Long, Pavel “Palo” Stacho, Euer geschäftsmann20

Überdenken Sie Ihre Organisation in Ihrem Unternehmen: Passende Firmenstrukturen für Millenials

In meinem letzten Post habe ich einige Überlegungen zur Führung der jungen Generationen angestellt. Jede Führung ist aber in eine Struktur eingebetttet, meine Generation ist mit Linien-, Stablinien, Matrix oder Projekt- Aufbauorganisationen in den Firmen aufgewachsen. Die Millenials hingegen sind in einer vernetzten Welt mit schwammigen Grenzen aufgewachsen und haben wohl deswegen ein nicht wirklich ausgeprägtes Hierarchiedenken. Wenn man diese Leute optimal einsetzen will, dann sollte sich die Führungskraft auch einige Gedanken über die Firmenstruktur machen. Welche dieser zwei Organisationsmodelle ist wohl besser für die jüngeren Mitarbeiter gedacht?

old fashioned organizational model 1.0

millenial friendly organizational model 2.0

Ich selber muss zugeben, dass das obig gezeigte, “vernetzte Modell” mir heute auch besser gefällt. Vor einigen Jahren war das anders, da war mir die vermeintliche Ordnung, die das hierarchische Modell vorgaukelt, lieber. Aber die Zeiten und die Bedürfnisse ändern sich!

So Long,  Palo Stacho

Der Geschäftsmann / Die Führungskraft und die Millenials: Führen der Generation Millenials / Y / NetGen

In einem früheren Blog bin ich bereits auf die Zunahme der Millenials in der Arbeitswelt eingegangen. Anhand eines kurzen provokativen Essays möchte ich die Führungsoptik in Bezug auf die Generation, welche zwischen 1980 – 2000 geboren ist, ausleuchten:

Was der Geschäftsmann 1.0 von den Millenials hält:
Das sind doch von Ihren Eltern verhätschelte, sprunghafte, junge Leute, ohne Konsequenz und Durchaltevermögen. Bei der Bequemlichkeit, welche sie an den Tag legen, sind sie viel zu ehrgeizig, haben keinen Respekt vor dem Alter und wollen immer mehr. Dazu sind sie unzuverlässig;  Sie halten sich nicht an die Bürozeiten, auf Telefonate antworten Sie spät und kommunizieren nur mit SMS. Sie haben immer den MP3-Player „im Ohr“ und haben laufend den Browser mit Facebook offen. Und Sie wollen immer wieder Feedback, „Ja das hast Du gut gemacht…“. Wenn man dann offen ist und mal Kritik übt, dann muss man stundenlang erklären wieso „es“ wirklich nicht gut war. Im Betrieb kann man solche Leute sowieso nicht halten, die sind spätestens nach zwei Jahren wieder weg!

Was die Millenials über den Geschäftsmann 1.0 halten:
Das sind doch alte engstirnige auf Pünktlichkeit versessene Patriarchen, die Denken dass Dienstalter wichtig sei. Die haben kein Verständnis für meine Fortbildungswünsche im Ausland. Klar freuen wir uns auch auf die Parties dort mit den ausländischen Freunden, die wir in unserem sozialen Netzwerk pflegen. Generell hocken die Alten nur im Büro und es ist ihnen egal, was sonst in der Welt passiert. Sehen die denn nicht , welche sozialen Missstände und Umweltkatastrophen sie verursachen, die es jetzt zu beheben gilt? Und dann dürfen wir unsere Tablets nicht einmal im Geschäft gebrauchen, aber das ist ja klar, „die“ können ja nicht mal ein SMS schreiben, geschweige denn beherrschen sie eine Programmiersprache!

Der Geschäftsmann 2.0 macht’s besser, seine Sicht auf die Millenials:
Er schätzt Ihre Beweglichkeit und Flexibilität und Ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und neue Chancen zu ergreifen. Damit seine jungen Mitarbeiter die richtige Anleitung bekommen, führt er Mentoringprogramme ein und ermöglicht in den HR-Prozessen spontane Feedbackschlaufen, die von beiden Seiten angestossen werden können. Er plant mindestens quartalsweise ein lockeres, aber formelles Kurz-Mitarbeitergespräch und plant proaktiv mit Ihnen die Ausbildungen und allfällige Auszeiten. Er weiss, dass die Landesgrenzen je länger wie weniger Bedeutung haben. Deshalb baut er auf ein internationales Geschäftsmodell. Er unterstützt mobile Arbeitsplätze, gleichzeitig hilft er aber seinen jungen Mitarbeitern zur Einsicht zu gelangen, dass Face-to-Face Gespräche immer wichtig bleiben werden. Er hat kein Problem mit der paralellen Arbeitsweise der Jungen, doch er weist diese ständig darauf hin, dass einerseits Aufmerksamkeit unteilbar ist, wie auch die Konzentration auf eine einzige Sache in der Regel bessere Resultate bringt. Er hat sich auch daran gewöhnt, dass er sich beizeiten als Babysitter vorkommt, denn das gehört eben dazu!

Die Sicht der Millenials auf den Geschäftsmann 2.0:
Er gibt uns am Anfang den kollegialen Rückhalt, den wir von Zuhause her gewöhnt sind. Er ist ein Vorbild und er kommuniziert mit uns auf gleicher Augenhöhe. Er ermöglicht es uns mit Leuten in einem Team zusammenzuarbeiten, die wir mögen und welche von überall her kommen. Dabei lässt er uns entsprechende Freiräume, er lässt Flexibilität zu und nicht nur bei den Arbeitszeiten.  Das Unternehmen, welches er führt, zeigt nicht nur Respekt gegenüber den jungen Generationen sondern es übernimmt auch soziale Verantwortung ausserhalb der Firma und trägt Sorge zur Umwelt. Das macht die Firma zusätzlich zu den guten Fortbildungsmöglichkeiten noch attraktiver für uns!

Social Media ist was nur für Junge? Falsch. Hier der Beweis!

Letzthin war ich an einer Diskussion beteiligt, in welcher einige Gesprächspartner behaupteten, dass nur die “Dreissiger” und Jünger “Social Media Affinität” besitzen.
Dem ist nicht so, denn die Mitglieder der Community rund um die Johann Sebastian Bach Stiftung sind älter als 45 Jahre im Durchschnitt. Und genau diese Stiftung kam dieses Jahr mit “Bach er lebt” unter die Top 3 bei den Social Media Award Wahlen! Hier gehts auf die Facebookseite des Awards.

Anbei die Pressemitteilung der Bach-Stiftung zum Thema.

Erstellung eines Manifesto: Was wir Geschäftsleute 2.0 von einem Paar-Therapeuten lernen können

In meinem letzten Post habe ich empfohlen, anstelle einer Unternehmens-Strategie ein Manifesto für die Firma zu erstellen. Bei weiteren Recherchen habe bin ich auf der Seite des australischen Paar-Therapeuten Peter Fox gelandet. Dieser geht auch auf das Thema Manifest ein und zwar mit viel kreativeren Ansätzen als “Man schreibe ein zentrales Dokument...” Reinschauen lohnt sich.

Wer braucht eine Social Media Strategie? Niemand!

Die Unternehmensberatungs-Firmen haben nun jetzt auch Social Media entdeckt. Ernst & Young hat sich zum Beispiel  bei ITACS Training mit einem ganzen Kurs namens Audit & Control of Social Media “eingemietet”. Kernelement scheint neben dem von den Herren Unternehmensberatern entwickelten “Social Media Governance Maturitätsmodel” auch das Element “Social Media Strategie” zu sein. Ich persönlich finde so eine Social Media Strategie einen guten Start, es ist aber lediglich nur ein Anfang. Besser ist eine Unternehmensstrategie, welche inhärent Social Media und deren Mechanismen fördert oder vorgibt. Sprich eine “Social Media enabled Unternehmensstrategie” (man entschuldige mein Neudeutsch), welche die Nutzung von “SoMe” im Business, also in allen Unternehmensbereichen und Unternehmensprozessen, fördert oder vorsieht.

Apropos Strategie: Marcel Bernet beschreibt die Entwicklung in diesem Feld im Detail. Sein Beitrag, wohin die Reise bei Unternehmen in Sachen Social Media  geht , zeigt dies eindrücklich auf. Ein anderer Beitrag geht auf die Studien zur Verankerung von Social Media im Unternehmen anhand einer Strategie (welche besser Abteilungsübergreifend zu sein hat) ein. Wer noch an mehr Studien dazu interessiert ist, der bekommt das hier .

Social Media hat enormes Transformationspotential für die Unternehmung. Es ist aber nicht der einzige Treiber, da kommen weitere neue Themen dazu, wie zB “Mobile Internetnutzung”, “Demographischer Wandel”, “Zunahme von Nischenmärkten” (LongTail), “Clean/Green Tech” , “Neue Arbeitsmodelle” oder “Umgang mit Millenials” um nur Einige zu nennen. Aus meiner bescheidenen Sicht ist dies noch ein Grund mehr dafür, dass eine Social Media Strategie alleine nicht ausreicht, um für die Zukunft, welche uns viele Veränderungen bringen wird, gewappnet zu sein.

Kurz: Erstellen sie nicht eine Social Media Strategie, erarbeiten Sie gleich eine neue Unternehmens-Strategie, oder noch besser ein Manifesto. (Uebrigens: Nur die “Alten” assoziieren diesen Term mit was Negativem….)

So Long, Palo 31.10.2011

Handelszeitung-Artikel: Nichts da mit einem Facebook-Kater. Die effektive Nutzung im Business kommt erst jetzt

Kurz: Facebook & Co nur bei der Werbung und Kundenattraktion zu nutzen ist eine beschränkte Sicht. Die Mechanismen dieser Plattformen können in Bereichen wie Kampagnen, Verkauf, Projektabwicklung, Kundensupport, Personalsuche etc verwendet werden.

 
In der Handelszeitung vom 20.10.2010 hinterfragt Constantin Gillies den Nutzen von Social Media und redet von Erwartungen die nicht erfüllt wurden.

Abgesehen davon, dass es mich sehr wunder nähme, wie alt dieser Mann ist und ob er auch mit (Geschäfts-) Leuten unter 30 darüber gesprochen hat ist die Sichtweise einfach zu eng, siehe hierzu au meinen Post von gestern. Um den Blick zu erweitern möchte ich hier einige Denkbeispiele aufzeigen, die auf realen Cases beruhen – Werbekampagnen, Verkauf, Projektabwicklung, Kundensupport, Personalsuche.

  • Werbekampagne: Konsumgüter-Firma x organisiert flashmobs mit seinen Kunden an zentralen Orten, abgelichtet durch professionelle Photographen. Die Werbewirkung ist erheblich, auch in den klassischen Medien
  •  Marketing: Investitionsgüter Firma Y sammelt Kunden-Ideen, Kunden-Testimonials, Präsentationen von Kunden als zentrales Thema, hauptsächlich gesourced durch Facebook (und JETZT haben wir eine Interaktion mit der Marke….)
  • Verkauf: Kabelfirma ermuntert Ihre Benutzer Neukunden anzuwerben. Die 20 erfolgreichsten Anwerber werden dafür Finanziell entschädigt und öffentlich auf der WebSite gelistet
  • Support: Technologiefirma Z hat für Ihre Produkte KEIN Call-Center mehr! Die Benutzer erledigen den Kundensupport unter sich, Erfolgreiche Supporter werden von der Technologiefirma entschädigt (oder gar angestellt!)
  • Projektmanagement: Wickeln sich doch mal ein Projekt u.A. mit google+ ab, sie werden dieses Tool nie mehr aus der Hand geben wollen
  • Personalrekrutierung: Handelsfirma unterstützt Ihre Personalrerutierung indem Sie in Ihrem elektronischen Newsletter einmal monatlich auch eine „Stellen-Sektion“ vermailt und dort drauf den Click-Stream misst und dann entsprechend handelt. Gleichzeitig rekrutiert diese Firma auch gezielt Ihre Mitarbeiter unter Ihren Facebook-Likers und honoriert Empfehlungen von Facebook-Likers, die auf potentielle neue Mitarbeiter hinweisen.

Also liebe Manager und Journalisten, hört auf, Social Media immer nur aus Sicht des Marketings und der Kommunikaiton anzuschauen. Social Media ist der Tipping Point, der aus dem Internet ein menschengerechtes Medium macht. Da ist eine Revolution im Gange, die am Ende auch das Management umkrempeln wird.

Der Geschäftsmann 2.0 ist ein aktiver Reputations-Manager

Reputation Management - Die 6 Dimensionen und 20 Attribute des Reputations-Quotients

Reputation Managment ist heute in Mode. Fakt ist aber, dass moderne Firmen, welche das “Business Model 2.0” umsetzen, vermehrt – nein vorallem auch “Digitale Brands” sind. Um zukünftig weiterhin erfolgreich zu sein, müssen die Firmen den Aspekten des Reputations-Managements vermehrt Rechnung tragen, denn die Kunden draussen im Markt sind im Wandel. Es wachsen Generationen heran, die in den genannten Dimensionen des Reputations Managements in der untenstehenden Grafik viel “feinfühliger” sind.

Die 6 Dimensionen und 20 Attribute des Reputations-Quotients
Der Reputations Quotient (tm)

Wer schnell mehr erfahren möchte, dem kann ich dieses Blog von Karsten Füllhaas empfehlen, der ist seit 2008 oder schon länger an diesem Thema dran. Naürlich gibt es auch Bücher dazu, ich kaufe mir wahrscheinlich dieses hier.

408 CHF für 37 MB Datenverkehr: Kollateralschäden beim Upgrade von Ehefrau 1.1 auf Ehefrau 1.2

Als Geschäftsmann 2.0 hat man die Welt von Social Web verinnerlicht. Man lebt in der Welt von Blog, Social Media-Plattformen und allen anderen Elementen, die das “Mitmachweb” so bietet. Nun steht man vor der Herausforderung, dass die geliebte Ehefrau auch ein Bestandteil des persönlichen sozialen Graphen (sprich ein Element der eigenen Community) werde. Wie schön wäre es, wenn zB die Ehefrau für das anstehende Abendessen mit den Nachbarn einen Facebook-Post/Thread absetzt und den finalen Termin direkt mit einer Termineinladung über den Google-, Outlook-, oder Wasauchimmer-Kalender versendet?

Nun, da hat man mit einigen kaskadierenden Hürden  zu kämpfen, beginnend mit “Ich habe keine Zeit für Facebook, ich habe Kinder und einen Haushalt“. Wie löst man das jetzt? Der Email-Account der Frau ist da, ein Mobile auch. Nur eben in der Ausprägung V 1.1, eben mit Email aber ohne Smartphone. Also wählt man die Politik der kleinen Schritte, man führt den Lebenspartner etappenweise in die schöne grosse Welt von Web 2.0 und Social Media ein.

Erster Schritt: Man organisiert ein weisses IPhone um das Upgrade auf Ehefrau 1.2 zu starten. Iphone deswegen, weil Ich meine, IOS ist frauentauglicher als Android und in Weiss ist der WAF sicher viel mehr gegeben. Und zugegebenermassen, die Freude war sehr gross, als meine Liebste das neue Gerät in den Händen gehalten hat!

Jetzt heisst es, die Partnerin in Ruhe lassen und Sie Ihre eigenen Erfahrungen machen lassen. Bloss nicht dreinreden. Über minimale Leitplanken haben wir uns schon unterhalten:

Ich – “Schatz, bitte schalt das Wifi ein und verwende doch bitte dieses zu Hause, wenn Du im Internet bist, Mails über das Smartphone liest und Apps installierst. Denn Daten kosten Extra. Ach ja Schatz, apropos Daten, bitte geh doch in den Swisscom-Shop und pass Dein Abo an, denn Du hast sicher einen älteren Vertrag…”

Sie – “Ja, ich habe schon ein SMS von der Swisscom bekommen mit so was drin…”

Ich – “Ja und? Was stand drin?”

Sie – “Ich kann es Dir nicht sagen, ich habs gelöscht (mit Ihrem neuen Iphone), ich hab gedacht, es sei Werbung.”

Ich – “Passiert halt im Eifer, machs aber, geh bitte das Abo wechseln”

Inzwischen sind einige Wochen vergangen, wir sind alle beschäftigt so auch meine Frau und am Weekend öffnet man die Post, sortiert die Rechnungen und dann sieht man(n) es: Die Rechnung von der Swisscom vom letzten Monat (September 2011) beläuft sich auf über 500 CHF. Schluck. Eine nähere Analyse ergibt, dass für 37 Megabyte Datenverkehr 408 CHF fakturiert wurden!

Ich: “Du Schatz….”. Den Rest kann man sich denken. Meine Frau hat sich Grün und Blau geärgert, was verständlich ist. Seien wir ehrlich, wenn man ein Smartphone besitzt, dann sind 37 MB Datenverkehr pro Monat wirklich sehr, sehr wenig. Man(n) kann Ihr da keinen Vorwurf machen, auch der Besuch im Swisscom-Shop (oder ein Telefon auf die Hotline) war geplant, wenn man aber laufend was um die Ohren hat und in der Agglomeration wohnt, dann passiert das eben nicht sofort. Ich konnte meine Frau inzwischen davon überzeugen, dass Sie das IPhone behält und der Besuch beim Swisscom-Shop ist auch über die Bühne, alles Paletti…..

….bis auf die Mehrausgaben für die Swisscom-Rechnung….

So long, Palo Stacho 17.10.2011