Das ultimative Value Proposition Design Cheat Sheet – Der VPD Spickzettel

Hier finden Sie alles zum Einstieg und zur Arbeit mit der Value Proposition Design Methode von Alexander Osterwalder. Templates Lernhilfen, Beispiele und weiterführende Links. Uebrigens: Hier geht es zum ultimativen Business Model Generation Cheat Sheet!

Powerpoint Vorlagen

VPD-Gesamtes Powerpoint File mit den Value Proposition Design Templates zum selber ausfüllen
Alles: Powerpoint Template mit Value Proposition Design Grafiken

Lernhilfen

Value Proposition Design Value Map and Customer Profile
VPD: Value Map & Customer Profile
VPD-Gesamtes Powerpoint File mit den Value Proposition Design Templates zum selber ausfüllen
Alles: ppt Template mit VPD Grafiken
VPD Methode Mind Map (jpg)
VPD Methode MindMap (jpg)
Interaktives MindMap (Flash)
Interaktives MindMap (Flash)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erklärvideo zum Value Proposition Canvas (4 Min.) 

 

Weiterführende Links

Bücher

 

 

Software, Credits und Quellen

Die Mindmaps sind mit dem freien Softwareprogramm Freemind erstellt worden. Es ist verfügbar für Mac und für Windows. Erstellt wurden die Mindmaps unter Zuhilfenahme der Quellen Business Model Generation, Alexander Osterwalder, Yves Pigneur, 2011 Frankfurt a. M. / ISBN 978-3-593-39474-9 sowie Value Proposition Design ISBN 978-1118968055. Geschäftsmann 2.0 und Social Business von Palo Stacho stehen unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz.

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Für alles Andere – Fragen Sie mich, ich freue mich auf Ihre Nachricht:

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Das ultimative Business Model Generation Cheat Sheet – Der BMG Spickzettel und Vorlagen

Hier finden Sie alles zum Einstieg und zur Arbeit mit der Business Model Generation Canvas. Vorlagen, Templates, Lernhilfen, Beispiele und weiterführende Links.

BMG ist noch besser geworden, siehe hier: Value Proposition Design Cheat Sheet!

Powerpoint-Vorlagen

Lernhifen

Business Model Generation Canvas Structure
Canvas (ppt)
LeanCanvas ppt
LeanCanvas

 

 

 

 

 

 

Starter Kit
Starter Kit
MethodeMindMap
MethodeMindMap

 

 

 

 

 

 

Weiterführende Links

  1. Der Movie, welcher alles in 2 Minuten erklärt! (Aber Achtung, danach können Sie es immer noch nicht, verwenden Sie dazu das Starterkit)
  2. Das Interview mit Osterwalder aus der Handelszeitung
  3. Ein weiteres Cheat-Sheet in Englisch, zeigt nur die Canvas
  4. Eine alternative, wirklich gute Powerpoint Vorlage/Template zur Canvas, grafisch ausgefeilt.
  5. Ning: Eine alternative Powerpointvorlage auf Deutsch (Nüchterne Version, vom Gmann 2.0 präferiert)
  6. Das “Original” der Business Model Canvas als Plakat (PDF)
  7. Und neu gibt es auch eine Toolbox zu BMG: https://strategyzer.com/
  8. Lean Canvas: Lean (Startup) und (Business Model) Canvas von Ash Maurya. Ash Maurya hat eine Adaption des Business Model Canvas auf die Lean Startup-Problematik skizziert, welche beeindruckend einfach und erstaunlich effizient ist.
  9. Video zu Lean Canvas auf Youtube
  10. Trongards Business Model Canvas erweitert das Modell um die Felder Social und Environmental Costs und Benefits (Nett, aber gehyped)
  11. Die Community: Business Model Innovation Hub (Alles Englisch)
  12. Was ein anderer Schweizer über BMG schreibt, ist hier nachzulesen (L. Lingg)
  13. Und ein wirklich gutes Blog von Tristan Kromer, welcher UserExperience, LeanStartup und BusinessModelGenaration zusammenbringt gibt es hier: http://grasshopperherder.com/

Bücher:

 

Software, Credits und Quellen

Die Mindmaps sind mit dem freien Softwareprogramm Freemind erstellt worden. Es ist verfügbar für Mac und für Windows. Erstellt wurden die Mindmaps unter Zuhilfenahme der Quellen Business Model Generation, Alexander Osterwalder, Yves Pigneur, 2011 Frankfurt a. M. / ISBN 978-3-593-39474-9 sowie Running Lean, Ash Maurya, ISBN / 978-395561127. Geschäftsmann 2.0 und Social Business von Palo Stacho stehen unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Unported Lizenz.

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Weiterlesen

  1. Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle Businesspläne
  2. Die Business Model Generation Methode
  3. Die Business Model Generation Canvas
  4. Die Lean Canvas von Ash Maurya
  5. Das ultimative Businessmodel-Generation Cheat Sheet – Der BMG-Spickzettel

Viel Vergnügen bei der Verwendung und beim Business Modeln! Euer Palo Stacho – Der Geschäftsmann 2.0

PS: Bei Fragen – Kontaktieren Sie mich, kein Problem 🙂

Die Lean Canvas von Ash Maurya

Innovationsmanagement to the Max! – Lean Startup und Business Model Generation vereint. Heute ist es so billig einfach anzufangen und ein Startup aufzubauen, dass es auch “billig” sein sollte, ein Geschäftsmodell zu skizzieren. 

blank / osterwalder / ries: Kochbücher für Entrepreneure und Innovatoren
Kochbücher für Entrepreneure von Heute und Lean Canvas ist die Synthese draus (die rote Fläche)

Think big, start small and immediatly, fail early, scale fast Will man eine Geschäftsidee umgehend umsetzen und man hat das Geld schon oder wenn die Kreditkarte für den Anfang reicht, dann muss man nicht in Schönheit sterben und einen (sowieso unzutreffenden) Businessplan schreiben. Die Lean Canvas reicht.

Der Geschäftsmann 2.0 hat bereits mehrmals auf diesem Kanal geschrieben, dass das meiste Management Knowhow heutzutage nicht mehr aktuell oder gar sträflich veraltet ist. Entrepreneurship, Führung und Innovation leben heute  nach neuen Mustern: Speziell im Anfangsstadium (aber nicht nur dort) sind Geschäftsmodellentwicklung, Produkte/Leistungsentwicklung und Markt/Kundenentwicklung  ganz anderen Gesetzmässigkeiten unterworfen als noch vor fünf Jahren. Der Geschäftsmann 2.0 hat das in seinem Beitrag “Disruptiver Stoff, das neue Rüstzeug für die Führungskraft im 21. Jahrhundert” eingehend beschrieben.

Die Lean Canvas von Ash Maurya vereint als Tool Lean Startup und die Business Model Generation Canvas. Angereichert wird die LeanCanvas durch Ideengut des (Web-) Analytics, welches sich in dem Feld “Key-Metrics” auf der Canvas niederschlägt. Maurya schlägt einen dedizierten Ablauf beim Abfüllen der Canvas vor:

Lean Canvas von Ash Maurya
Klicken für Vollansicht: Lean Canvas von Ash Maurya
 >>>  Hier klicken für Download Powerpoint Template und Anleitung Lean Canvas  <<<

Auf http://leanstack.com/ kann man das Modellierungstool LeanCanvas käuflich erwerben, die Lizenz kostet USD 19 im Monat (Der Geschäftsmann hätte 50 CHF im Jahr bezahlt, aber das dreifache ist Ihm zuviel. Weiter gibt es ein nettes Video

Last but not least: Lesen – (Um-)Denken – Anwenden! Wir haben eine (Social) Business Revolution, die da angaloppiert kommt.

 

 

 

 

 

 

Weiterlesen:

  1. Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle Businesspläne
  2. Die Business Model Generation Methode
  3. Die Business Model Generation Canvas
  4. Die Lean Canvas von Ash Maurya
  5. Das ultimative Businessmodel-Generation Cheat Sheet – Der BMG-Spickzettel

Die Business Model Generation Canvas

In diesem Artikel ist alles zur BMG-Canvas dabei: Powerpoint-Vorlagen, Beispiele und Tipps. Ebenfalls verfügbar ist ein Mindmap für den totalen Einblick und als Übersicht und als “Checkliste”.

Reales Beispiel für ein echtes und angewendetes Business Model Canvas
Ein reales Beispiel: Geschäftsmodell für Fitnessclub
Template Download Business Model Canvas Vorlage
Downloadlink für Powerpointfile siehe weiter Unten

Bevor der Geschäftsmann 2.0 mit den Teilnehmern einen BMG-Workshop durchführt hat er es sich zur Gewohnheit gemacht, diese ein wenig “einzuschwingen”. Dabei geht es nicht darum um die Leute im Detail zu schulen, sondern es geht eher um die “Aktivierung” der Teilnehmer, damit diese sich bereits mit dem Workshopthema gefühls- und verstandesmässig befassen. Dabei bewährt hat sich die Zusendung einer kurzen Präsentation, welche die Business Model Generation Canvas kurz erklärt und ein Beispiel dazu. Hier kann so eine Beispeldatei im Powerpointformat downgeloaded werden (inkl leerem Canvas zum Abfüllen): simple_businessmodelgeneration_canvas

Business Model Canvas Mindmap: So kann man sich die 9 Elemente der Canvas besser merken
Mindmap: So kann man sich die 9 Elemente der Canvas besser merken

Die 9 Felder der Canvas sind kurz erklärt

  1. Kundensegmente / Customer Segments CS
  2. Wertangebote / Value Proposition VP
  3. Kanäle / Channels CH
  4. Kundenbeziehungen / Customer Relationships CR
  5. Einnahmequellen / Revenue Streams R$
  6. Schlüsselressourcen / Key Resources KR
  7. Schlüsselaktivitäten / Key Activities KA
  8. Schlüsselpartnerschaften / Key Partnerships
  9. Kostenstruktur / Cost Structure C$

Das Canvas Mindmap für den totalen Einblick. Mit Hilfe des Mindmaps stehen auf einen Blick die meisten Ausprägungsmuster pro Feld als Anleitung zur Verfügung.  Man hat sofort den Aufhänger zu den Canvas-Dimensionen und gleichzeitig eine Checkliste für die Moderation. Die editierbare Mindmap-Datei gibt es im letzten Beitrag auch gratis dazu.

Mindmap Business Model Generation Canvas - 9 Dimensionen
Klicken für Vollansicht: Die 9 Dimensionen der Business Model Generation Canvas als Mindmap

 >>>  Hier klicken für interaktives Flash-Mindmap  <<<

Die Anwendung der Canvas – Just do it. Einfach loslegen, zwei bis drei Überarbeitungssitzungen einplanen und pro Workshop nicht länger als zwei Stunden budgetieren. Für den “Abschluss-Workshop” Open-End ins Auge fassen, damit man wirklich alles fertig machen kann und nicht nochmals zusammenkommen muss. Wenn Sie einen Moderatoren dafür brauchen, kontaktieren Sie mich. Was noch? Es gibt nen Film auf businessmodelgeneration.com in 2 Minuten ist die Canvas erklärt.

Weiterlesen:

  1. Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle Businesspläne
  2. Die Business Model Generation Methode
  3. Die Business Model Generation Canvas
  4. Die Lean Canvas von Ash Maurya
  5. Das ultimative Businessmodel-Generation Cheat Sheet – Der BMG-Spickzettel

Die Business Model Generation Methode – Innovation und Strategieentwicklung einfach gemacht

Think big, start small, fail early, scale fast – Genau das unterstützt die BMG-Methode. Ein Einblick.

Kurzüberblick Business Model Generation Methode - Osterwalder / Peigneur
Strategie – Geschäftsmodellierungsprozess – Muster – Design als Disziplin – Geschäftsmodelle vs. Businesspläne

Osterwalder und Pigneur definieren in ihrem erfrischenden Buch den Term Geschäftsmodell wie folgt: “Ein Geschäftsmodell beschreibt das Grundprinzip, nach dem eine Organisation Werte schafft, vermittelt und erfasst.” Dieses Grundprinzip wird heutzutage nicht mehr mit scheingenauen, mit Tabellen vollgespickten Businessplänen beschrieben, sondern viel besser mit einer sogenannten Business Model Canvas (weitere Beispiele zur Canvas im nächsten Beitrag). Diese Canvas ist jedoch lediglich das Resultat eines umfassenden Modellierungsprozesses, welcher ziemlich viel Kenntnisse und Erfahrungen voraussetzt.

Simultane Entwicklung von zwei Geschäftsmodellen anhand der Business Model Canvas
Klicken für Grossbild: Schnappschuss nach 60 Minuten Workshop: Gleichzeitige Entwicklung von zwei Geschäftsmodellen

Trotz bestechender Einfachheit ungeahnte Vielfalt der Methode. Die oben dargestellte Business Model Leinwand – die sogenannte BMG Canvas – hat zwar nur 9 Felder (Kundensegemente, Wertangebote, Kanäle, Kundenbeziehungen, Einnahmequellen, Schlüsselressourcen, Schlüsselaktivitäten, Schlüsselpartnerschaften und Kostenstruktur), aber wie gesagt vereint Sie unglaublich viele Kompetenzen, welche dem effektiven Ausfüllen der Canvas zuträglich sind. Deswegen geht Osterwalders Buchs “Business Model Generation” vielmehr auf weitere Dritttechniken ein, welche andere bekannte Autoren bereits beschrieben haben. Andersons Long Tail wird abstrahiert, genau gleich wie J. Galbraiths Sternmodell oder die Blue Ocean Strategiemodellierung. Die BMG-Methode und sein Buch nehmen genau all diese Themen wieder auf und vereinen diese schlussendlich in der Visualisierung anhand der BMG-Canvas. Die Methode beinhaltet

  1. Die Verwendung der Canvas – Das ist ja klar, siehe nächster Beitrag
  2. Muster bei Geschäftsmodellen – Bekannte und neue , 2.0er Geschäftsmodellmuster wie Long Tail, Multi-Side Geschäftsmodelle, Gratis oder Open Business als Geschäftsmodell oder der LongTail. Speziell interessant für Intrapreneurs sind die sogenannten Entflechtungsmodelle als Muster.
  3. Die Strategiebetrachtungen im Kontext der BMG-Canvas. Die Methode eignet sich hervorragend um Strategie-Entwürfe abzubilden. Im Speziellen finden die Geschäftsmodellumgebung, die Einschätzung von Geschäftmodellen und der Umgang mit mehreren Geschäftsmodellen (in einer Strategie) Beachtung
  4.  Der Design(standpunkt) als ultimatives Basishandwerk für Innovatoren und Geschäftsmodellierer. Sie sind die Gestaltungstechniken, welche es erlauben, mit Dritten solche kreativen Prozesse anzugehen oder mitzuteilen. Als Stichworte seien hier Customer Insights, Visuelles Denken, Szenarientechnik, Storytelling oder Prototypen erwähnt. Klar ist: Der Geschäftsmann 2.0 ist in den letzten Jahren neben der Führungskraft auch zum Designer geworden, Business Model Generation hat Ihm dabei geholfen.
  5. Die fünf Phasen des Geschäftsmodellierungsprozesses und Tipps für die Anwendung sind ebenfalls eine der Hauptsäulen der Methode. Für jede der 5 Phasen  Mobilisieren, Gestalten, Verstehen, Implementieren, Durchführen werden  die notwendigen Aktivitäten, die kritischen Erfolgsfaktoren, wie auch deren Gefahren aufgezeigt.

Ablauf des Geschäftsmodell Gestaltungsprozess: 

    1. Mobilisieren – Vorbereitung, die Voraussetzung schaffen: Projektziele festlegen, vorläufige Verwendungsideen prüfen, Planen, Team zusammenstellen
    2. Verstehen – Recherche und Analyse: Umfeld abfragen, potentielle Kundne untersuchen, Experteninterviews, recherchieren, was bereits versucht wurde (und was scheiterte), Ideen und Meinungen sammeln.
    3. Gestalten – Schaffen und Testen: Brainstormin, Prototypen, Testen (Useability, Integrationsfähigkeit, Machbarkeit), auswählen
    4. Implementieren – Kommunizieren und einbeziehen
    5. Durchführen – Die Anwendung: Das Umfeld monitoren, das Geschäftsmodell laufend bewerten, das Business Model verjüngen oder überdenken, die Geschäftsmodelle der gesamten Firma in Einklang bringen, mit Synergien und Konflikten zwischen den Geschäftsmodellen umgehen

Das BMG-Mindmap für den totalen Einblick. Um während den Workshops nicht immer in den diversen Büchern rumzublättern (Ja der Geschäftsmann schlägt gerne in Literatur nach, da hat er keine Skrupel, er hat schon genug Content im Kopf) hat sich der Printout des untenstehenden Mindmaps ausbezahlt. Man hat sofort den Aufhänger zu den Themen und gleichzeitig eine Checkliste für die Moderation. Die editierbare Mindmap-Datei gibt es im letzten Beitrag auch gratis dazu.

Mindmap Business Model Generation Methode
Klicken für Vollansicht: Die Business Model Generation Methode als Mindmap

 >>>  Hier klicken für interaktives Flash-Mindmap  <<<

Die Anwendung der Methode – Just do it. Man kann die Methode problemlos selber anwenden. Natürlich macht ein erfahrener Moderator die Sache bequemer, disziplinierter, ertragreicher und einfacher. Bedient man sich eines Moderators, dann reichen  in der Regel z. B. für Strategieentwicklungen drei bis vier halbtätige Workshops. Ein Halbtag wird für Kalkulationen verwendet, der Rest ist Arbeit mit der Canvas.  Danach kann selbstständig weitergefahren werden.

Was noch? Wer nen Film sehen will, der kann das auf businessmodelgeneration.com tun – Der Movie, welcher alles in 2 Minuten erklärt ist sehr unterhaltsam. Aber Achtung, danach können Sie es immer noch nicht, verwenden Sie dazu lieber das Starterkit des Geschäftsmannes 2.0 (Kommt im letzten Post)

Weiterlesen:

  1. Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle Businesspläne
  2. Die Business Model Generation Methode
  3. Die Business Model Generation Canvas
  4. Die Lean Canvas von Ash Maurya
  5. Das ultimative Businessmodel-Generation Cheat Sheet – Der BMG-Spickzettel

Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle scheingenaue Businesspläne – Business Model Generation verändert die Wirtschaftswelt

Example Business Model Canvas
Geschäftsmodellentwurf für eine Finanzdienstleistung mit Business Model Generation

Seit 2012 hat der Geschäftsmann 2.0 “BMG” in Dutzenden von Workshops angewendet und er ist davon immer noch begeistert. In knapp 4 Jahren ist Business Model Generation von Osterwalder / Peigneur mit über 1 Mio verkauften Exemplaren zum Kultbuch geworden.  Dies ist der Start zu einer kleinen BMG-Serie auf diesem Blog.

Think big, start small, fail early, scale fast. Das Internet verändert alle Bereiche der Gesellschaft, der Wirtschaft und somit auch das Management. Wir stehen vor einer Innovationswelle ungeahnten Ausmasses. Gutes Management alleine reicht nicht aus um die disruptiven Innovationswellen meistern zu können. Business Model Generation ist zusammen mit “Lean-Startup” u. A. eine der Technologien, welche hilft, um aus der “Manage-as-usual” Falle rauszukommen. Nach Jahren Anwendung schreibt der Geschäftsmann 2.0 nun einige Artikel zum Thema:

  1. Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle Businesspläne
  2. Die Business Model Generation Methode
  3. Die Business Model Generation Canvas
  4. Die Lean Canvas von Ash Maurya
  5. Das ultimative Businessmodel-Generation Cheat Sheet – Der BMG-Spickzettel

Die zwei Ur-Artikel: Wieso Geschäftsmodell-Innovation etwas mit Agilität zu tun hat und Disruptiver Stoff – Das neue Rüstzeug für die Führungskraft im 21. Jhdt.

Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle scheingenaue Businesspläne. Der Geschäftsmann 2.0 ist immer noch erstaunt darüber. Wieviele Führungskräfte und Projektleiter den von Ihm häufig verwendeten Ausdruck “Planung ersetzt den Zufall durch den Fehler” nicht verstehen. Dabei ist es ganz einfach. Auch am Schluss eines erfolgreichen Vorhabens wird es sozusagen immer so sein, dass der am Anfang des Projektes skizzierte Plan nicht eingehalten wurde. Dafür sind grundsätzlich zwei Erklärungen möglich a.) Der Plan wurde nicht eingehalten oder b.) Es wurde falsch geplant. Meistens trifft b. zu denn man plant ja am Anfang, da ist vieles ungewiss und unbekannt.  

Übertünchen der Scheinseriösität. Wie viele Strategien bei bestehenden Unternehmen stellten sich im Nachhinen als falsch oder nicht erreichbar heraus? Sehr viele. Wie viele Business-Pläne von Jungunternehmen erweisen sich später als falsch? (sozusagen alle) Fakt ist: Fast alle Strategien und Businesspläne strotzten bis heute nur so von Kalkulationen und Prognosen. Es werden unglaubliche Aufwände betrieben, die Annahmen anhand von Analogien, Beispielen oder anderen Quellen zu rechtfertigen. Mit den Zahlen und dem vielen zusammengetragenen Material entsteht eine gefährliche Scheinseriösität. Viele Führungskräfte wollen Zahlen sehen, weil Zahlen einfach geprüft werden können. Das ist gut so! Nur ist es meistens interessanter herauszufinden, wieso die Zahl “falsch” ist. Wieso wurde Vorgabe x nicht erreicht? Ist es überhaupt die richtige Vorgabe? Doch häufig werden solche Fragen dann in den Hintergrund gestellt. Denn man hatte ja zu Beginn eine seriöse Strategie oder einen seriösen Businessplan erstellt. Man hat dies gewissenhaft erledigt und seriös gearbeitet. Nichts desto trotz basierten alle diese zeitraubenden Arbeiten auf Annahmen!

Handskizze Business Model Canvas
Die neun Flächen der Business Model Canvas

Schnell und effizient skizzierte Geschäftmodellhypothese – Es ist doch viel besser, diese Zeit und Energie darauf anzuwenden zu beweisen, wie gut oder wie schlecht all diese Annahmen gestimmt haben. Und genau das ermöglicht das Business Model Canvas. Schnell und effizient werden mit der Hilfe von Post-Its die Strategie oder ein zukünftiges Geschäftsmodell skizziert. Natürlich darf und muss man das Businessmodel dann mit einer ROI- oder Break-Even Kalkulation unterlegen. Aber Aufgrund des durch die Business Model Canvas erlangten Gesamtsicht und der Kenntnis, dass alles nur (zu prüfende) Hypothesen (Siehe Lean) sind, erscheinen die Zahlen in einer gesunder Distanz und werden nicht als sakrosankt hingenommen!

Weiterlesen:

  1. Attraktive Geschäftsmodellhypothesen anstelle Businesspläne
  2. Die Business Model Generation Methode
  3. Die Business Model Generation Canvas
  4. Die Lean Canvas von Ash Maurya
  5. Das ultimative Businessmodel-Generation Cheat Sheet – Der BMG-Spickzettel

 

Weihnachtsgrüsse von Crayon Pop, DER K-Pop Band und der Musikgruppe 2.0 – “Lonely Christmas”

26.12.2013 – späte Weihnachtgrüsse auf Koreanisch von Crayon Pop:

Die K-Pop Band Crayon Pop
Die K-Pop Band Crayon Pop

Crayon Pop ist eine K-Pop (Korean Pop Band) und unglaublich angesagt in Asien, seit diese im Sommer den Hit BarBarBar landete. Doch die Band ist speziell, denn sie ist kein Produkt eines der drei grossen koreanischen Musikstudios (SM Entertainment, YG, oder JYP). Nein, Sie gehört zu Chrome Entertainment, welches erst 2011 vom ehemaligen Photograph und Unternehmer Hwang Hyun-Chan gegründet wurde

Und der Herr Hwang und die Mädels haben es auch anders gemacht, als die anderen Girlie-Bands oder Boy-Groups der grossen Firmen, welche zunächst 3 Jahre intern Gesangsuntericht nehmen und Tanzschritte üben. Ganz im Sinne des Lean Startup Gedanken, über welchen der Geschäftsmann schon einige Posts gechrieben hat, ging die Band sehr schnell, kollaborativ und mit einem “lückenhaften Setup” an den Markt. Man startete halt mit einem “Minimum Viable Product“. Die Bandmitglieder und deren Fans tapezierten die U-Bahn Stationen selber mit Klebern der Band, und die Lücken bei der Choreographie wurden live bei Auftritten geschlossen. Und das war gut so: So konnte das Publikum auch miterleben, wie die 5 Mädchen laufend besser wurden!

Im Nachhinein, noch fröhliche Weihnachten – Euer Geschäftsmann 2.0,-
welcher zumindest im Geiste immer wie “leaner” wird, Mahlzeit!

Einige Gedanken zu Innovation –> Erneuerung –> Veränderung

Vielen Dank lieber Beat Krippendorf:

  • Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer der, der er schon ist
  • Viele sind schon mit 18 gestorben, werden aber erst mit 80 beerdigt
  • Innovation beginnt im Kopf,  wer nicht will – tut nichts
  • Wer heute den Kopf in den Sand steckt, der knirscht morgen mit den Zähnen!

Deswegen tut der Geschäftsmann 2.0 seit über drei Jahren soo viel Neues, was er vorher nie machte! Change or you’ll be changed, liebe Führungskräfte. Habt Ihr Mühe, damit zu beginnen? Kein Problem, ich kenne das Problem nur zu gut. Just send me a message –> http://geschaeftsmann20.com/kontakt/

  • Und einer vom Geschäftsmann 2.0 : Willst Du Deine Organisation und Deine Leute nachhaltig verändern, dann musst Du sie zuerst gerne haben!

Aufgeschnappt am Cno-Panel #13 – So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Wieso Geschäftsmodell Innovation oder -Entwicklung zwingend etwas mit Agilität zu tun hat – Lean Startup, Business Model Generation & Agile

Mehr als nur agil: Das Lean-Modell ergänzt oder ersetzt zukünftig die Wasserfall-Projektmodelle.

Viele organisatorische Problemstellungen oder “Herausforderungen” werden früher oder später in irgendein Softwaresystem gegossen oder zumindest durch Software unterstützt. Und Software, zumindest grössere Lösungen, führt man mit Projekten ein. Weitverbreitet ist dabei das Wasserfall-Prinzip, so wie es der Geschäftsmann 2.0 in Dutzenden Projekten (gegen 50) gemacht hat.

Innovation: Am Anfang ist eine (Geschäfts-) idee oder ein Geschäftsmodell nur ein Satz von Hypothesen. Das Gleiche gilt für das Produkt und die angepeilten Kunden
Innovation: Am Anfang ist eine Idee oder ein Geschäftsmodell nur ein Satz von Hypothesen. Das Gleiche gilt für das Produkt und die Kunden

LEAN: Will man dagegen LAUFEND innovativ sein, oder befindet man sich am (zeitlichen) Anfang einer Organisation (=Startup) oder einer Marktleistung, dann ist die (Software-) Projektabwicklung Gift für die Innovation. Man will anhand des MVP (Minimum Viable Product) schnell Fehler machen! Man will die Fehler messen und schnell Gegensteuer geben, sprich man will schnell Lernen und Erfahrungen machen, z.B auch unter Zuhilfenahme von A/B Tests.

 

 

Maximaler Lerneffekt pro Zyklus Bei der Gmod-Innovation oder in Startupphasen versucht man also besser, möglichst viele kurze Iterationen zu machen. Man hält das Ausmass des Schadens möglichst klein und es wird schnell nachjustiert. Weiter wird so grob wie möglich und so detailliert wie nötig entwickelt, aber die Veränderungen der Kundenreaktion werden so genau wie möglich gemessen! So etwas kann nur “Agile Entwicklung”!

Schlanke, iterative Explorationstechnik der Leistung/ Produkt unter Zuhilfenahme der kundengetriebenen Entwicklung
Schlanke, iterative Explorationstechnik der Leistung/ Produkt
unter Zuhilfenahme der kundengetriebenen Entwicklung

Agile Enwicklung versus Wasserfall-basierte Entwicklung: Eine Definition

Definition Agiles Entwicklung ist ein iteratiives und inkrementelles Entwicklungsmodell zur Erstellung von Produkten (Hardware, Software oder Dienstlleistungen) und bietet die Flexibilität auf Kunden-Feedback zu reagieren. Es wird akzeptiert, dass Kundenbedürfnisse und die endgültige Produktspezifikation vorgängig nicht vollständig definiert werden können. Agil ist die Antithese des Wasserfall-Modells.

Definition Wasserfall Entwicklung ist ein linear und sequentiell aufgebautes Entwicklungsmodell zur Erstellung von Produkten (Hardware, Software oder Dienstleistungen) auf Basis einer Schritt-für-Schritt Methode. Das ganze Produkt und dessen Spezifikationen werden allesamt vorgängig definiert. Jede Phase des Wasserfalls werden/können einem benannten Projektteam zugeordnet werden, um eine bessere Projekt- und Terminkontrolle sicherstellen zu können. Wasserfall ist die Antithese des Agilen Entwicklungsmodells.

Mehr zu Wasserfall, insbesondere Hermes 5 gibt es hier. Und hier kann ein weiterer Beitrag zum Spannungsfeld Wasserfall vs. Agil nachgelesen werden.

Startup: Geschäftsmodell Innovation oder Startups von Organisationen: Agilität und Lernfähigkeit der Organisation stehen im Vordergrund, nicht Termine, Kosten und vermeintliche Qualität (Es könnte Qualität eines falschen Produktes sein)
Geschäftsmodell Innovation oder Startups von Organisationen: Agilität und Lernfähigkeit der Organisation stehen im Vordergrund, nicht Termine, Kosten und vermeintliche Qualität (Es könnte Qualität eines falschen Produktes sein)

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Agile Development is the engineering method used to develop products (hardware, software or services) iteratively and incrementally with flexibility to react to customer feedback. It recognizes that customer needs and the final product spec cannot be fully defined a priori. Agile is the antithesis of Waterfall Development.

Waterfall Development is the engineering process used to devlop products (hareware, software or services) linearly, sequentially, with a stage-by-stage method. The entire product an all features are spexcified up-front. Each waterfall stage is assigned to a separate team to ensure greater project and deadline control. Waterfall is the antithesis of Agile Development.

(Steve Blank: The Step-by-Step Guide for Building a Great Company)

Noch mehr dazu: Mehr dazu: Das neue theoretische Rüstzeug für den Geschäftsmann / Unternehmer / Führungskraft des 21. Jahrhunderts 

Disruptiver Stoff: Das neue Rüstzeug für den Geschäftsmann, Unternehmer, Führungskraft des 21. Jahrhunderts

“Welches ist aktuell Euer liebstes Fachbuch?” Als der Geschäftsmann 2.0 Mitte dieses Jahres an einer Weiterbildung in Madrid weilte, fiel während eines Workshops diese Frage. Die Mehrheit der Teilnehmer – alles gestandene Unternehmerinnen und Unternehmer –  nannten “Lean Startup” als Ihren Favoriten. Und keiner kannte das aktuelle Lieblingsbuch des Geschäftsmannes: “Business Model Generation” (Anm: Dabei wird BMG im LeanStartup-Buch mehrmals referenziert)

Zur Sache: Business-Leader in den Zeiten des Social Business sind ganz andere Methoden zur Geschäftsführung und zur Geschäftsentwicklung gefragt! Das was man aktuell (2013) an der Uni oder in sonstigen Management-Kursen lernt, ist mit grösster Vorsicht zu geniessen! Heute wollen wir uns kurz Geschäftsmodellentwicklung und dem Aufbau von Unternehmen, Angeboten oder Organisationen im digitalen Zeitalter widmen.

Am Anfang ist eine Geschäftsidee oder ein Geschäftsmodell nur ein Satz von Hypothesen. Das Gleiche gilt für das Produkt und die angepeilten Kunden
Am Anfang ist eine Geschäftsidee oder ein Geschäftsmodell nur ein Satz von Hypothesen. Das Gleiche gilt für das Produkt und die angepeilten Kunden

Geschäftsmodellentwicklung, Produkte/Leistungsentwicklung und Markt/Kundenentwicklung sind im Anfangsstadium (Startup) ganz anderen Gesetzmässigkeiten unterworfen als in den Folgephasen. Das Internet hat diese Startupphase nochmals komplett revolutioniert, kann doch heute jeder mit ein wenig Geld ein “Startup-Entrepreneur” werden.

Startups, irgendwelcher Couleur – egal ob diese von Intrapreneurs oder Entrepreneurs vorangetrieben werden – können heute viel schneller voranschreiten und können viel schneller herausfinden, ob Sie mit dem gewählten (angenommenen) Geschäftsmodell erfolgreich sein können. Geschäftsmodelle werden auch heute nicht mehr mit riesigen Business-Plänen ausgearbeitet sondern mit sogenannten Business Model Canvas, von welchen der Geschäftsmann in den letzten Monaten auch schon ein Dutzend erstellt hat.

startup_lean_bmg_2In der Anfangsphase des Geschäfts ist alles unklar und unsicher. Das Geschäftsmodell, die angepeilten Kunden und das anvisierte Produkt oder Dienstleistung sowieso. Diesem Umstand tragen die neuen Managementtechniken des 21. Jahrhunderts endlich Rechnung.

Fail early – Das Interessante bei den neuen Management-Techniken ist die Tatsache, dass dabei der Fehler (The Failure) der Regelfall ist und deswegen, man möglichst viele kleine Iterationen macht um das Ausmass des Schadens möglichst klein zu halten und möglichst schnell nachzujustieren. Weiter wird so grob wie möglich und so detailliert wie nötig vorgegangen. Das ist ein komplett anderes Vorgehen als noch vor einigen Jahren!

Die theoretische Basis ist in drei – stark zusammenhängenden  – Büchern nachzulesen.

Das Rüstzeug für Geschäftsleute, Unternehmer und Innovatoren des 21. Jahrhunderts
Das Rüstzeug für Geschäftsleute, Unternehmer und Innovatoren des 21. Jahrhunderts

Business Model Generation von Alexander Osterwalder war für den Geschäftsmann 2.0 das Highlight-Buch 2012. Lean Startup von Eric Ries ist auch ein sehr gutes und enorm innovatives Werk, auch wenn es gegen Ende eher abnimmt. Und “The Startup Owner’s Manual” von Steve Blank ist regelrecht ein disruptives Werk. Und der Stoff breitet sich rasend bei den jungen Fach- und Führungskräften in aller Welt aus!

Lesen – (Um-)Denken – Anwenden! Wir haben eine (Social) Business Revolution, die da angaloppiert kommt. Untenstehend die Links zu den Büchern, S. Blank’s Buch ist als Kindle-Edition zu empfehlen, Osterwalders Buch muss man einfach auf Papier haben.

 

 

So Long, Euer Gmann 2.0

Jobst Wagners Strategierat 21 – Feedback zur Roadmap für eine Schweiz 2.0

Engagierte Schweizer Bürger, vereinigt euch! Das Land braucht eine Strategie. Ein Vorschlag.” Dies ist der Titel zum Artikel “Strategierat 21” in der 1000. Ausgabe (!) der Zeitschrift Schweizer Monat und er gehört zu einem der interessantesten und auch nahrhaftesten Beiträge, welchen der Geschäftsmann 2.0 im 2012 gelesen hat.
Der Artikel ist ein Aufruf und ein Vorschlag, wie man vorgehen könnte, um die Schweiz wieder auszurichten und so dem Land wieder eine klare Perspektive zu geben. So etwas ist es wert unterstützt zu werden und deswegen nahm sich der Geschäftsmann die Zeit, sich mit dem Inhalt von Jobst Wagner’s Artikel aus der Optik “Schweiz 2.0” auseinander zu setzen.

Sehr geehrter Herr Wagner,

Ihr Artikel spricht mir über weite Strecken aus dem Herzen. Auch mich beunruhigt die aufkommende Mentalität (der Gier) in gewissen Wirtschaftszweigen. Das Quartalsdenken und die überrissenen Managersaläre sind mir ebenfalls ein Dorn im Auge, denn Kurzsichtigkeit und Egoismus bringen unser Land nicht weiter. Die klassischen Medien sind ebenfalls nicht mehr diejenigen, welche Sie früher einmal waren. Auch mich stört deren grosses Ego, deren Machtanspruch, deren mangelnde Zurückhaltung und deren abnehmende Objektivität (Vergl: Artikel zum gleichen Thema hier).

Sie fragen, wie man in einer stark individualisierten Gesellschaft die klassischen Wertebilder wie Vertrauen, Loyalität und Anstand neu mobilisiert werden können und ob das Milizsystem noch mit dem heutigen Wertepluralismus vereinbart werden kann. Hierzu kann ich nur sagen, dass ich  insbesondere bei den Schweizer Millenials* ein Wiederaufleben dieser von Ihnen als “alten Ressourcen” bezeichneten Werte spüre. Entsprechende Studien aus dem Deutschsprachigen Raum – erhoben in den sozialen Netzwerken – untermauern diese Wahrnehmung, Details hier. Und ja, das Milizprinzip hat nach meinem Dafürhalten durchaus Zukunft, auf jeden Fall mehr als in den letzten 20 Jahren. Denn gemäss dem Werteindex 2012 ist “Gemeinschaft” der grösste Aufsteiger. Für die Gemeinschaft setzt man sich auf ganz natürliche Art und Weise ein. Solch eine Contribution ist in der Schweiz erkennbar, vor allem im Internet. Ja das Internet – Die von Ihnen erwähnte Politverdrossenheit, die von Ihnen wahrgenommene Ohnmacht und der angesprochene lähmende Zeitgeist: All das ist im Web nicht zu spüren. Die Jungen sind viel aktiver als meine Generation der Babyboomer, welche mit dem TV sediert worden ist. David Bosshart vom GDI stellt denn auch fest, dass mit dem Leitmedium Internet aufgewachsene Bürger kritischer und aktiver sind. Das stimmt, auch das von Ihnen vermisste Interesse an Staat und Gemeinschaft ist in der “jungen” Gesellschaft da! Nur sind die Aktivitäten dazu eben hauptsächlich im Internet zu finden. Eine Manifestation in der realen Welt findet lediglich im Eskalationsfall statt, so geschehen z.B. letzten Sommer mit der Bern Tanzt Bewegung. Ich fand es übrigens eine Frechheit, dass unser bernisches Politestablishment dieser Bewegung einen politischen** Inhalt absprach! Den Jungen ist eben anderes wichtig als uns Älteren. Kurz: Kann es sein, dass sie an den falschen Orten schauen?

Sie wollen die Brüche im Fundament der Schweiz wieder festigen, damit wir für die Zukunft (einer 10-Millionen Schweiz) gerüstet sind. Die dafür notwendigen Grundsatzdiskussion können jedoch nicht mehr so durchgeführt werden, wie sie die letzten 40 Jahre gemacht worden sind, ich verweise auf meinen letzten Post. Ältestenräte funktionieren nicht mehr. Für zukünftige und anders verlaufende Diskussionen sind die dafür nötigen Plattformen  sicher im Web zu suchen, bzw. sie sind bereits vorhanden. Den seriösen Diskurs, welchen Sie wünschen, sollte eigentlich eine positive und länger andauernde Version eines Shitstorms sein und muss hauptsächlich im Web stattfinden.

Themengebiete – Sie schlagen für die Erarbeitung der Strategie 21 die Aufteilung in sieben Gebiete vor:

1. Direkte Demokratie / Föderalismus
2. Bildung
3. Energie
4. Finanzplatz / Bankgeheimnis
5. Handel / Globalisierung
6. Demographie / Bevölkerungswachstum
7. Sicherheit

Bevor ich mir erlaube, bei ausgewählten Gebieten einen kurzen Kommentar abzugeben, möchte ich generell zwei Sachen anmerken:

a.) Ich bin überrascht darüber, dass ein Mann des Werkplatzes Schweiz es nicht für nötig hält, diesen als separates Gebiet zu thematisieren. Der Werkplatz ist eigentlich der Schweizer hidden Champion, warum unternehmen wir nicht alles, um diesen noch mehr zu stärken, anstelle die Finanzler zu pampern?
b.) In der Auflistung fehlt mir weiter das Gebiet Innovation, obschon es mir durchaus bewusst ist, das das ein ausgesprochen abstraktes Thema ist

Kommen wir zu den konkreten Kommentaren pro Themengebiet:
1. Direkte Demokratie / Föderalismus – Sie fragen sich, wie man das System effizienter gestalten kann. Aufgrund der heutigen technologischen Möglichkeiten sind heute viel grössere selbstorganisierte Gruppierungen möglich. Ohne vermeintlichen Führer. Das Ausleben des Föderalismus und der Demokratie sollten eigentlich per sofort in den Sozialen Medien stattfinden, daraus folgend mit viel weniger Führungs- und Administrativaufwand, sowie schlanker und schneller.
Und das wird passieren, sobald eine kritische Masse von erwachsenen Millenials in der Bevölkerung vorhanden sein wird, sprich das wird bereits vor 2020 der Fall sein (Entwicklung siehe hier). Und noch ein Tipp: Die Deutsche Piratenpartei verwendet bereits heute eine Plattform zur interaktiven Demokratie namens “Liquid Feedback“. Diese Plattform wurde übrigens auch von der Occupy-Wallstreet Bewegung als Management- und Führungs-Werkzeug übernommen.
2. Bildung – Ich glaube nicht dass es mehr private Institutiionen braucht, sondern eher Bildung 2.0, welche für jeden frei verfügbar ist. Die Khan Akademie macht es uns vor und genau so etwas brauchen wir im deutschsprachigen Raum (nicht nur in der Schweiz). Das ist aufzubauen, nur ist der Pain bei uns aufgrund unserer Kleinräumigkeit einfach nicht so offensichtlich, sie haben in Ihrem Artikel ja die vielen Unis aufgezählt, welche auf kleinstem Raum vorhanden sind.
4. Finanzplatz / Bankgeheimnis – Es stimmt was sie schreiben: Die Banken müssen sich neu erfinden. Und diese werden sich neu erfinden, von alleine. Es kann durchaus sein, dass die Standardgrösse der Finanzinstitute in Zukunft viel kleiner sein wird als Heute. Die heutigen Grossbanken sind zu gross für das digitale Zeitalter. Die Bank 2.0 wird höchstwahrscheinlich kleiner sein. Ich empfehle, den Beitrag von Jacques Neyrinck an der letztjährigen Tedx Zurich anzuschauen. Sein brillianter 11minütiger Speech dreht sich um die EU und um das Problem dass die grossen Nationalstaaten die EU dominieren und die Zukunft der EU eine bessere wäre, wenn es keine so grossen Staaten geben würde. Was hat das nun mit dem Finanzplatz zu tun? Nun, ich möchte Sie bitten, dies als Analogiebeispiel für den Bankenplatz zu nehmen. Im digitalen Zeitalter sind kleinere Organisationen im Vorteil, das zeigt sich doch eindrücklich genau am Werkplatz Schweiz. Unmengen von KMUs, über die zwar niemand schreibt, aber welche trotzdem das Rückgrad der Schweiz sind (und bleiben werden!)
5. Handel / Globalisierung – Die Schweiz war in den letzten Jahrhunderten häufig ein Frontrunner. Während der industriellen Revolution war die Schweiz nach Belgien das zweite industrialisierte Land in Kontinentaleuropa! Heute sind wir bei der digitalen Revolution angelangt und neben dem weltweit höchsten Digitalisierungsgrad ist die Schweiz dazu eines der am meisten oder das am meisten globalisierte Land der Welt! Sie fragen, was wir (den Asiaten) zu bieten haben, wir haben ja “nichts”. Bei der aktuellen Situation in der EU müssen wir nichts zusätzliches bieten. Ich bin kein SVPler, aber es stimmt: Wir sind das beste was Europa zu bieten hat. Punkt.

Zum Schluss – Ich teile Ihr Anliegen zu so einem Strategierat 21, aber das muss – wie in meinem letzten Post erwähnt – irgendwie anders ablaufen, auch wenn ich noch nicht genau weiss wie. Auch ich verstehe mich als engagierten Bürger und Unternehmer. Ich verstehe mich ebenfalls als Experten in Sachen “2.0”. Ihr Artikel hat mich dazu gebracht, mir Gedanken dazu zu machen, wie unser Land möglichst effizient zu einer effektiven Schweiz 2.0 reifen kann. Ob wir dem Strategierat 21 sagen oder Schweiz 2.0 , schlussendlich gehts bei beidem in die gleiche Richtung!

Freundliche Grüsse vom Geschäftsmann 2.0, Pavel “Palo” Stacho

*Es heisst ja schon, die jungen Schweizer seien wieder “bünzlig” (Hier)
**Zur Erinnerung: In Wikipedia heisst es zu Politik zum Beispiel: „Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regeln“.