Die 2013er Ausgabe des Videoclips, welcher das Leben des Geschäftsmannes 2.0 veränderte – Socialnomics von Eric Qualman

Mit der ersten Version dieses Videos hat alles angefangen: Der Clip und die Lektüre von Erik Qualmans Buch haben das Leben des Geschäftsmannes 2.0 verändert. Nun liegt das Video in einer 2013er Version vor. Es lohnt sich, sich das Video wieder einmal reinzuziehen, es haut einen immer noch um!

Qualman hat sein Standardwerk übrigens ebenfalls überarbeitet, es liegt in einer 2012er Version vor.

Die Abzocker-Initiative hat nun definitiv den Weg für die Revolution des Social Business in der Schweiz geebnet – Die grosse Transformation läuft jetzt voll, zumindest in der Schweiz

Da der Geschäftsmann 2.0 soviel im Vorfeld über diesen wichtigen “compelling event” für die Gesellschaft und Wirtschaft in der Schweiz geschrieben hat, muss er wohl jetzt nach der Abstimmung auch einige Zeilen dazu schreiben.

Es freut den Geschäftsmann, dass seine Vorhersagen und Analysen zum Thema Abzhocker-Initiative vollumfänglich eingetreten sind und richtig waren. Aber vor allem freut es den Geschäftsmann 2.0, dass seine Sicht auf die Revolution des Social Business durch die Abstimmung gestärkt worden ist: 2013 kommen die Aktionäre an die Macht (Beitrag hier) und auch die die Machtverschiebung, weg von den Bossen hin zu den Bürgern/ Mitarbeitern/ Aktionären/ Kunden wird sich akzentuieren!

Die Schweiz wird ein Front-Runner des Social Business werden. Das liegt einerseits auf der Hand, denn die Schweiz ist multilingual, polykulturell, globalisiert und hochdemokratisch. Andererseits hat das auch Tradition, so war die Schweiz auch bereits das zweite kontinentaleuropäische Land, welches von der industriellen Revolution erfasst wurde.

Social Business verändert die Welt! 

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0 – Palo “Pavel” Stacho

Warum sich Nachhaltigkeit für die Firma finanziell auszahlt

Einleitung

In einer Zeit, in welcher die Grenzen zwischen Firma, Markt und Kunden verschwimmen, einer Zeit in welcher anstelle des Kunden die Unternehmung gläsern wird, sich deren Marktmacht zu relativieren beginnt und sich die Kräfteverhältnisse in Richtung des Verbrauchers verschieben, in so einer Zeit ist die grundlegende Ausrichtung der Unternehmung – die Vision – zu hinterfragen und anzupassen.

Die Vision steuert massgeblich auch das Wertemodell des Organismus namens Firma. Aber auch umgekehrt sollte dies der Fall sein. Veränderte Wertewelten wie auch grundsätzliche Erwartungen der Mitarbeiter, der Aktionäre wie auch der Kunden haben in die Vision der Firma einzufliessen.

Eine reine Profitorientierung des Unternehmens führt in der heutigen Zeit in die Sackgasse, denn die Gesellschaft wird so ein Handeln strafen, die Kunden und die Mitarbeiter bleiben aus und schlussendlich wandern so auch die Aktionäre ab.

Neben den wirtschaftlichen Elementen muss die Vision des Unternehmens – und damit verstehe ich nicht nur die Dokumente, welche Ausdrücke wie “Leitbild” oder “Mission Statement” haben – auch Elemente zur Wirkung des Unternehmens in Gesellschaft und bei der Umwelt beinhalten. Neudeutsch kann das sehr schön zusammengefast werden:

Vision 2.0 covers not only Profitability, it puts focus on
Social Impact and Environmental Responsibility as well. 

Kurz: Die Unternehmung muss nachhaltig wirtschaften. Und Ihr nachhaltiges Handeln muss authentisch und transparent erfolgen, nur so kann in Zukunft das Vertrauen in die Firma aufrechterhalten werden.

Nachhaltigkeit steigert den Unternehmenswert und ist finanziell messbar

Eine gute und gelebte Vision steigert den Unternehmenswert, eine Vision welche nachhaltig gestaltet ist: Sozial, ökologisch, wie auch finanziell nachhaltig. Diese Einsicht wird ebenfalls in der aktuellen Managementliteratur* einhellig geteilt. So postuliert Michael Porter, dass Nachhaltigkeit finanziell gemessen werden kann. Entgegen häufiger Meinung ist diese nicht nur langfristig messbar. Die Wirkung von gelebter Nachhaltigkeit in der Firma schlägt sich ebenfalls in kurz- und mittelfristigen finanziellen Resultaten nieder. Der Shareholder-Value wird gesteigert, heute und in Zukunft:

  1. Kurzfristig: Effektivere und effizientiere Nutzung des eingesetzten Kapitals
  2. Mittelfristig: Stärkere Umsatzzunahmen durch mehr Marktchancen und neue Produkte und Leistungen
  3. Langfristig: Der Markenwert nimmt zu
Nachfolgend werden diese Auswirkungen näher beschrieben, ohne zu stark ins Detail gehen zu wollen. Für weitergehende Informationen wird auf das Literaturverzeichnis verwiesen.

1. Effektivere und effizientiere Kapitalallokation (Kurzfristig)

Einfach gesagt erreicht man mit weniger Geld mehr, wenn man eine nachhaltige Vision hat, welcher die Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre vertrauen. Insbesondere die aktuelle Managementliteratur zum Thema Internet-Business und Web 2.0 beleuchtet die Netzwerkeffekte, welche die Geschäftstätigkeit einfacher und weniger aufwendig gestalten. Man muss jedoch nicht zwingend diese Bücher konsultieren, ein Blick und eine kurze Analyse der erfolgreichen Wirtschaftsteilnehmer im persönlichen Umfeld reicht häufig, damit man sich selber eine Meinung bilden kann. Also konkret: Was kostet weniger und wo wird mehr erreicht? Die Kosten sinken wegen dem Netzwerkeffekt, welcher durch gelebte Nachhaltigkeit “favorisiert” wird, wie auch wegen der höheren Viralität der Firma, seiner Produkte oder seiner Leistungen. Das manifestiert sich in

  • zufriedeneren und somit produktiveren Mitarbeitern
  • tieferen Recruitingkosten, schnelleren Rekrutierungszyklen
  • tieferem Aufwand und weniger Kosten bei der Werbung (Word-of-mouth, User generated Content, etc)
  • tieferen F&E Kosten (z.B: User-Feedback, Crowd-oder Co-Innovation, ..)
  • tieferen Support -und Serviceaufwänden (Community-Foren, Superfans)
  • weniger verbrauchten Ressourcen (Weniger Abfall, Ausschuss, Wasser- und Stromverbrauch, …)
  • weniger Klagen, weniger Proteste, weniger zu begegnender Polemik
  • Nutzung von allfälligen Anreizen der öffentlichen Hand (Cleantech / Greentech Subventionen)

2. Mehr Umsatz durch mehr und einfacher umzusetzende Chancen (Mittelfristig)

Gelebte Nachhaltigkeit kombiniert mit Transparenz und und authentischem Auftreten generieren das wertvollste Element des digitalen Zeitalters: Vertrauen. Wenn nun eine Firma über eine Vision verfügt, welche bei den Menschen ankommt, dann entsteht ebenfalls dieses Grundvertrauen in die Unternehmung. Die damit ausgestattete Unternehmung kann dies am Markt gewinnbringend für sich einsetzen:

  • Es können schneller und einfacher neue Märkte erschlossen werden, weil das Umfeld es der Unternehmung abnimmt, auf dem neuen, zu erschliessenden Marktgebiet auf eine gute Art und Weise erfolgreich zu sein. Das Schöne an neuen Märkten ist, dass dort die Margen höher sind und die Konkurrenz tiefer ist als in gesättigten Märkten. Gleichzeitig gestaltet sich die Erschliessung der neuen Märkte als weniger teuer, weil die Untenehmung Hilfe durch Dritte bekommen kann. Diese Unterstützung kann von der eigenen Community, durch die Unterstützung von nichtkommerziellen Organisationen oder sogar von staatlichen Institutionen kommen, insbesondere wenn es sich um den Eintritt in neue Länder handelt.
  • Bei nachhaltigen Produkten und Leistungen von nachhaltig handelnden Firmen ist dazu die Viralität höher. Ein Dialog entsteht, das Angebot bleibt im Gespräch und verbreitet sich. Damit findet die Marktausbreitung im Vergleich zu den Mitbewerbern schneller statt, somit nimmt auch die Umsatz schneller zu als bei der Konkurrenz.
  • Aufgrund der stärkeren Motivation bei den Mitarbeitern und der höhren Bereitschaft der Kunden, neue Angebote anzunehen zu, kann davon ausgegangen werden, dass in der Unternehmung eine höherer Innovationsgrad sowie eine schnellere Innovationsgeschwindigkeit vorherrschen.
  • Und zu guter Letzt sind Leistungen oder Produkte von nachhaltig agierenden Unternehmen ja sozial verträglich und umweltgerecht. So etwas gefällt reich und arm. Die LOHAS in den reichen Ländern der OECD haben es gerne nachhaltig und ärmere Gesellschaften brauchen sozial- und umweltverträgliche Leistungen, denn diese haben meistens aufgrund des Raubbaus in der Vergangenheit Mühe in diesen Gebieten, sprich Nachhaltigkeit eignet sich für reife Märkte genau gleich wie für Schwellenmärkte und -Länder.

 3. Höherer Markenwert (Langfristig)

Eine Unternehmung mit starker und nachhaltiger Vision hat meistens eine starke Kultur und ebenfalls einen entsprechenden Imagevorteil. Es ist wohl beinahe unmöglich, die Kultur einer Firma mit einer Finanzgrösse zu benennen. Beim Image hingegen ist das anders. Image hat neben der Reputation und der Kredibilität sehr viel auch mit dem im obigen Abschnitt beschriebenen Vertrauen zu tun und schlägt sich schlussendlich im Markenwert wieder. Der Markenwert inzwischen von diversen Agenturen erhoben und publiziert. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass im Markt der Imagevorteil veranwortungsbewusster, sprich nachhaltiger Unternehmensführung immer wichtiger wird.

So das ist es, So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Weiterlesen: Hier gibt es mehr Überlegungen zum authentischen und für transparentes Handeln in der Wirtschaft und dessen Marktteilnehmer.

Literaturverzeichnis: (1), (3), (5), (12), (15)

You don't have a sufficient version of Flash Player to display this animation.

 

Themenabend: Manager-Generation 3.0 an der HWZ-Arena #hwzarena

Grosses und breites Podium an der HWZ-Arena

Manager-Generation 3.0 – titelte das Thema an der heutigen HWZ-Arena (Hashtag #hwzarena). Sybille Sachs und Ihre Kollegen suchten anhand eines öffentlichen Aufrufs die Manager 3.0. Diese Generation von Führungskräften zeichnet sich gemäss Sachs z.B. dadurch aus, dass diese eher Innovatoren sind und nicht nur Kostenkürzer und Kontrolleure. Manager 3.0 betrachten Ihre Mitarbeiter nicht als Personalressourcen sondern als Kollegen, Mitarbeiter und Menschen. Auch sind diese Manager Netzwerker und zwar nicht (nur) auf dem Golfplatz. Stellvertretend für diese “neue” Generation wurden 4 Personen eingeladen: D. Bernauer, B. Rigassi, M. Eichelberger und H. Gassler. Diese referierten jeweils kurz über Ihr persönliches Führungsverständnis

Dieter Bernauer von den Swisscom Beteiligungen sprach von Vertrauen, Respekt, Begeisterung & “Don’t give up”. Bei seiner Führungsarbeit setzt er stark auf Story-Telling und gab den Teilnehmern mit auf den Weg, während den Geschichten auf die ‚aber’ der Gesprächspartner zu achten und für jedes aber dankbar zu sein

Monika Eichelberger, Direktorin vom “Schlössli Biel-Bienne” ist seit 20 Jahren im Business tätig im Bereich Management und Pflege. Das Schlössli ist eine Institution, welche Patienten aufnimmt, aber es noch nicht klar ist, ob diese dann effektiv wieder nach Hause kommen. Frau Eichelberger sprach über Ihr Managementverständnis, welches sie als Komplexitätsbewältigung über ein bekanntes Instrumentarium definierte. Bei Ihrem Verständnis stehen die Begeisterung, wie auch andere weichen Faktoren im Vordergrund. “Begeisterung an die Mitarbeiter weitergeben” war Ihr Punkt, wie auch dann auch die “Arbeit anzupacken”.

Henri Gassler, HR-Chef der Firma Endress+Hauser Flowtec AG. Herr Gassler betont dass die Endress+Hauser ein Familienunternehen ist. Seine innerste Überzeugung ist, dass nicht nur die Strategie die Leitlinie in seiner Firma ist, sondern vorallem die Kultur das tragende Element ist. Und diese Kultur wird von allen Mitarbeitern getragen und gibt auf dem Weg unglaublich viel Kraft, welche sehr viel bewegen kann. Eine weitere Maxime ist “auf gleicher Augenhöhe” für Ihn. Vertrauen ist auch für Ihn elementar wichtig und dass man über seine Grenzen – über seine eigene Authentizität hinaus – tritt (Sprich: Dritte, die man ggf nicht so mag genau gleich zu akzeptieren).

Zum Schluss sprach Frau Dr. Barbara Rigassi über Ihre drei Führungsgrundsätze: Inspiration, mobilisieren und absichern. Inspiration mit und durch die Arbeitskollegen sei das Öl im Betrieb, welche neue Ansätze von draussen in der Welt reintragen, sie helfe da sehr viel mit und deswegen bewege sie sich stark in Ihrem grossen Netzwerk. Zum Thema mobilisieren sprach Frau Rigassi, dass auch Dritte im Driver-Seat sein dürfen, es müsse nicht immer sie sein, welche vorne führt, und Fehler dürfen zugelassen werden dürfen. Sie sichtet eine bei sich im Betrieb die grosse Herausforderung mit dem Umgang mit Teilzeitangestellten im Betrieb, auch Sie arbeite “lediglich” 90%. Mit Absicherung meint Frau Rigassi die Rückendeckung und den Rat durch Ihr Team und Ihren Verwaltungsrat.

Abschliessend interviewte der Handelszeitungs-Redaktor und Moderator Pascal Ihle Hrn Uwe Baumann von der Credit-Suisse und Daniel Humbel von der Transa: Beide betonten die Notwendigkeit von einer neuen (Firmen)Struktur und Hr. Humbel fügte an, dass man als Mensch und Führungskraft in der Organisation immer noch spürbar sein muss! (Anm: Kleine Einheiten bleiben!)

Fazit vom Geschäftsmann 2.0: Abgesehen von der grassierenden Versionitis war es ein fruchtbarer Abend! Auch wenn die für die Mgr-Generation 3.0 stellvertretenden Arena-Teilnehmer eher älteren Datums waren war es ein frischer Abend, welcher zeigte dass es neben den Homo-Oeconomicus Managern auch andere Führungskräfte im Markt aktiv sind: Eben echte Leader! Nur: Echtes Leadership ist nicht 3.0 ! Das ist 0.1! Ohne Leadership kommen wir weder auf 1.0, noch auf 2.0 und auch gar nicht auf 3.0. Der Geschäftsmann meint: Führungsqualitäten braucht es heute mehr denn je! Lest doch wieder mal Good to great 😉 Der Geschäftsmann 2.0 muss sagen, dass Ihm der Uwe Baumann von der Credit Suisse am Besten gefallen: “Management ist ein Handwerk, das nicht neu erfunden werden muss” (Anm: richtig) und um welches “Viel zu lange zu viel Schall und Rauch” (Anm: Richtig) gemacht wird. Und dann fand er es auch toll, dass sich die Diskussion dann klar in Richtung “Ethik & Führung” ging! (Danke Frau Sachs).

Rappelvolles Auditorium an der HWZ

Der Gmann 2.0 meint: Alle nötigen Managementmodelle sind schon da, man muss keine neuen erfinden! ABER Achtung! Es gibt klar Maximen, nach welchen man sich richten muss, da gehört – zumindest aus Sicht des Geschäftsmannes 2.0 – Nachhaltigkeit, Wertorientierung*, Menschlichkeit und direkte Führung dazu! Und vorallem hält er es mit dem Votum eines der Besucher: Es ist nicht die 3.0 Führungsaufgabe, welche neu aufgesetzt werden muss, sondern es sind die Rahmenbedingen, welche sich ändern und auf welche man sich jetzt auch in der Führung einstellen muss! – Der Abend war ein schöner Wakup-Call!

(*Zum Glück hat jemand vom Publikum noch den Aspekt der “wertorientierten Führung” erwähnt, denn dieser Punkt wurde von niemandem vorher angesprochen).

So Long, Euer Pavel “Palo” Stacho

Weitere Infos unter http://www.fh-hwz.ch oder http://www.fh-hwz.ch/g3.cfm/s_page/64780/s_name/hwzarenamanagergeneration

36. SGO Herbsttagung – Management Revolution: Zusammenfassung der Keynotes vom 25.10.2012

Am 25.10.2012 fand im Hyatt in Zürich die alljährliche Hauptkonferenz der alterhwürdigen Schweizerischen Gesellschaft für Organisation SGO statt. Das Hauptthema namens Management-Revolution wurde recht erfolgreich in den meisten Beiträgen und Forums behandelt (Beiträge zu folgenden Themen: International Business, Social Business, Selbstmanagement, Neue Organisation, Neuroleadership, Agiles Management, Management- und Führungsmodelle der Zukunft , Strategische Initiativen, Schwarmintelligenz)

Folie aus der Keynotepräsentation

Die Keynote wurde von David Bosshard gehalten. Der Geschäftsmann 2.0 hat schon mehrmals über Referate dieses Mannes auf diesem Kanal berichtet. Sein anregendes Referat zur Zukunft des Konsums oder zur Zukunft generell war spannend, nur teilt der Geschäftsmann 2.0 nicht alle Statements von Bosshard: “Der Mensch wird immer wie weniger wichtig” – Nicht einverstanden. “Um die Zukunft zu verstehen muss man zurückschauen undoder Historiker sein” – Nicht einverstanden. Es gab aber wieder Statements, welche zum Nachdenken anregten: Die zukünftige Weltbevölkerung von 9 Mia Menschen kann man mit den heutigen Mitteln nicht ernähren. In den nächsten Jahren erwarten wir eine Verzwanzigfachung ( x 20) der Datenströme. Unsere Abhängigkeit von der Technologie wird noch zunehmen. Alles wird programmiert werden, überall werden Algorhythmen und Programme und angewendet werden – Sprich die Maschinen werden das Denken für uns übernehmen! Weiter sprach er über die Beschleunigung der Welt, Bosshard zitierte hier George Clooney: ” The slower you move, the faster you die” ist die Herausforderung für den (Enscheidungs-) Verstand. Und gegen Ende postulierte er (wieder) seine Zweifel, dass wir hier in Europa / in der Schweiz unseren Status wohl nicht werden halten können… (Auch hier meint der Geschäftsmann 2.0: Bedingt einverstanden! 😉 )

Der soziale Wandel verstärkt sich. Folie aus Referat T. Roos der SGO-Herbsttagung

In der zweiten Keynote hielt Georges T. Roos ein Referat zu “Zukunft verstehen” . Dieser Mann ist neben Matthias Horx ein weiterer Zukunftsforscher, über welchen der Geschäftsmann 2.0 dieses Jahr auf diesem Kanal berichtet (Artikel hier). Unser heutiger Blick in die Zukunft kann nicht mehr so wie früher auf den Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen, so wie es z.B während der industriellen Revolution möglich war. Deswegen basieren unsere heutigen aktuellen Zukunftsüberlegungen auf einer “Grundangst” oder “Grundunsicherheit“. Anschliessend tauchte Roos in die Risk-Management Thematik ein und dabei zeigte er unsere menschlichen Schwächen ein, Risiken zu beurteilen und abzuschätzen. Der Geschäftsmann 2.0 verzichtet hier auf die detaillierte Beschreibung der diversesten Fehlüberlegungen, welche wir bei der Risikoabschätzung machen können, er nimmt einfach mit, “dass es immer anders kommt, wenn es dann mal kommt…” (Ja, der Gmann 2.0 findet Riskmanagement überbewertet). Auch er geht auf die technische Beschleunigung ein, auch er spricht von Globalisierung und Flexibilisierung ein und auch er postuliert wie der Geschäftsmann 2.0 auch den Effekt dass sich der soziale Wandel beschleunigt! Roos geht dann auf die Beschleunigung des Lebenstempos ein., auch wieder ein Thema, welches der Geschäftsmann 2.0 als überbewertet ansieht. Er referenziert am Schluss auch den Hans Rosling, über welchen den Gmann 2.0 in der Vergangenheit auch schon auf diesem Kanal berichtet hat, er hat ja den Gapminder auch bei sich auf dem Notebook installiert. Zusammenfassend hat Roos für einen “Zukunftsforscher” hat ziemlich viel Vergangenheit gezeigt und ziemlich wenig Zukunft….

Fazit: Beide Referate waren zwar anregend, aber eher problem- und nicht lösungsfokussiert! Anstelle von Lösungen wird von den Herausforderungen, von den Problemen von Heute oder gar von zukünftigen Problemen gesprochen (welche wir heute gar nicht wissen, ob diese dann effektiv eintreten werden). Die Meinung des Geschäftsmannes 2.0 ist, dass beide Referate mit Vorsicht zu geniessen waren! Wieso? Weil die Referate einen gefährlichen Mindset bei den Teilnehmern der Tagung favorisieren, er sagts auf English: Instead thinking about how to win we start to think about how not to loose! So lieber Leser: Do you prefer to play to win or do you play for not to loose? (Entschuldigen Sie das schlechte Englisch…)

Soviel zu den Keynotes, die Forumsbeiträge hat der Gmann mal nicht zusammengefasst, bis auf den Eigenen, der folgt nächstens.

$o Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Glauben Sie nicht alles, was Sie denken! – und besuchen Sie….

…die 36 Herbsttagung der SGO am 25.10.2012 in Zürich.

Dieser Blogbeitrag ist nicht ganz uneigennützig, ist doch der Geschäftsmann 2.0 einer der Workshopleiter an diesem sehr interessanten Kongress mit dem Thema:

Management Revolution – glauben Sie nicht alles, was Sie denken”

Die SGO hat im Jahre 2012 einen Veranstaltungszyklus zum Thema «Management Revolution – glauben Sie nicht alles, was Sie denken» durchgeführt. Die SGO und der Geschäftsmann 2.0 sind der Überzeugung, dass neue Erkenntnisse (z.B. im Umfeld Neuroleadership), weitergehende technische Möglichkeiten (z.B. Social Medias) und intensivierte internationale Vernetzungen zu grundlegend neuen, veränderten Herausforderungen für Management und Mitarbeitende aller Stufen führen. Es zeigt sich immer deutlicher, dass wir weniger vor einem Erkenntnis- als vor einem Umsetzungsproblem stehen. Das Ziel ist, die Gesellschaft und das Management für die Entwicklung und das Umsetzen des «Neuen in der Welt», in Institutionen zu begeistern, zu stärken und zu vergrössern. Bereiten Sie sich vor auf die Welt des Social Business!

Merken, Anmelden und Weitersagen: 25.10.2012 Besucht den Geschäftsmann 2.0 an der SGO Herbsttagung 2012

 

 

Bravo Herr Mölleney! „Wir brauchen ein neues Führungsverständnis“ Ja, es entwickelt sich bereits, schaut bei den Jungen direkt hin und nicht an die Unis! #NZZ am So.

Der Geschäftsmann 2.0 hat sich nach der letzten frustrierenden Erfahrung mit einem am Sonntag erscheinenden Blatt gestern lieber die “NZZ am Sonntag” Nr. 33 gekauft. Diese erfrischte Ihn mit erstaunlich viel Inhalt von “ausserhalb des Züricher Seebeckens”! Im Teil NZZexcutive stach dem Geschäftsmann eine Überschrift sofort ins Auge:

“Wir brauchen ein neues Führungsverständnis”

hiess es da und war im Kontext zu dieser Frage zu lesen (Zitat): Ist die Weiterbildung im Management auf der Höhe der Zeit? “Es ist Zeit, ein neues Führungsverständnis zu entwickeln; dabei muss auch die Weiterbidlung mitmachen. Wir werden unser zahlenorientiertes Denken um die menschliche Perspektive erweitern müssen. Die wichtigsten Dinge im Leben wie Vertrauen, Wertschätzung, Hoffnung lassen sich nicht in Zahlen ausdrücken. Einige Weiterbildungsinstitute haben das schon erkannt.

“Wow”, dachte sich der Geschäftsmann, das ist ja genau die Richtung, in welche der Geschäftsmann 2.0 forscht und schreibt! Der Herr Mölleney ist Ihm echt sympathisch. Ein Mann, der ebenfalls genau hinschaut und hinhört in die Welt da draussen. Und der Geschäftsmann 2.0 hat fast die gleichen Ansichten wie der Herr Mölleney, ausser dass er meint, dass zumindest Vertrauen und Wertschätzung in der Welt des Social Business sehr wohl messbar sind! (Weitestgehend könnte man dem “Social Media Monitoring” / “Sentiment Analysis” oder so sagen).

Was das “neue Führungsverständnis” anbelangt, da ist der ehemalige HR-Schef der Swissair ein bizzeli schwammig geblieben, da wurde “dienende Führung” erwähnt. “Richtig, Herr Mölleney” meint der Gmann, das ist aber lediglich eine Facette für die neue Führungsform (siehe Präsentation), welche es für das Zeitalter des Social Business und die darin aufwachsenden Millenials braucht.

Eine Frage und eine Anmerkung an den Hrn. Mölleney hätte der Geschäftsmann 2.0 noch: Frage – Welche Weiterbildungsinstitute haben es denn erkannt, dass man zukünftig ein neues Zukunftsverständnis braucht?” Anmerkung – Der Geschäftsmann kann es nicht glauben, dass sich seine Führungsprizipien – wie von Hrn. Mölleney im Artikel erwähnt – in den letzten 30 Jahren nicht geändert, sondern lediglich “verschoben” haben!

So long, Euer Geschäftsmann 2.0, Palo Stacho

Einladung zum SGO-Anlass über neue Führungs- und Geschäftsmodelle für den Homo coniunctus am 5.7.2012 17.00-19.00

1. Disruptive Kommunikationformen
2. Neue Technologien ändern alles
3.
Globalisierung 3.0 …

… und die Jungen folgen irgendwie anderen Regeln, welche wir nicht kennen.

Wer zukünftig weiterhin erfolgreich wirtschaften will, der braucht neue Führungs- und Geschäftsmodelle.

Besucht diesen spannenden Anlass!

Wie der Geschäftsmann 2.0 zufrieden bemerkt hat, wird der Anlass inzwischen ebenfalls auf anderen News Portalen wie z.B Moneycab gelistet. Die obigen Themen werden am Donnerstag den 5. Juli 2012 im Zunfthaus zur Meisen in Zürich mit einer hochkarätigen Referententruppe ausgeleuchtet (siehe unten). Es würde den Geschäftsmann sehr freuen, Euch an diesem SGO-Anlass begrüssen zu dürfen. Der detaillierte Flyer zum Anlass ist hier und zur Anmeldung kann der untenstehende Link verwendet werden:

http://www.sgo.ch/weiterbildung/news-veranstaltungen/veranstaltungen/uebersicht-2012/detail/article/sgo-themenabend-social-business/?cHash=c6ea74276c92686f90677670042f210c

Programm:

  • 16.30 Begrüssungskaffee
  • 17.00 Eröffnung durch Dr. Markus Sulzberger, SGO Präsident
  • 17.05 Impulsreferat: Social Business Palo Stacho, Geschäftsmann 2.0
  • 17.25 Impulsreferat: Business-Turbo Special Web, Adrian Locher, COO / Gründer DeinDeal.ch sowie«HSG Gründer des Jahres 2012»
  • 17.40 Impulsreferat: Aktionärsaktivismus – Chance oder Risiko? Tobias Häckermann, Geschäftsführer / Mitgründer onlineGV.ch sowie«Winner Venture Leaders 2012»
  • 17.55 Impulsreferat: Social Business auf dem Healthcare Markt Alexander Schachinger, Gründer und GF von healthcare42.com sowie Forscher an der Humboldt Universität zu Berlin
  • 18.10 Podiumsdiskussion – Moderation: Frank Pohl, Geschäftsführer SGO Training AG
  • 19.00 Apéro Riche, Networking
  • 20.30 Ende der Veranstaltung

Eine Anmeldung würde den Geschäftsmann 2.0 ausserordentlich freuen! Selbstverständlich ist es nicht verboten, den Anlass „weiterzusagen“ 😉

Zum 200en Post: Social Business verändert die Welt! Einladung zu unserem Anlass über neue Führungs- und Geschäftsmodelle vom 5.7.2012 17.00-19.00

Liebe Leser des Geschäftsmannes 2.0

Disruptive Kommunikationformen sowie neue Technologien ändern alles, die Globalisierung hat eine neue Stufe erreicht und die Jungen folgen irgendwie anderen Regeln, welche wir nicht kennen. Wer zukünftig weiterhin erfolgreich wirtschaften will, der braucht neue Führungs- und Geschäftsmodelle.

Diese Themen werden wir am Donnerstag den 5. Juli 2012 im Zunfthaus zur Meisen hinter dem Paradeplatz Zürich mit einer hochkarätigen Referententruppe ausleuchten (siehe unten). Es würde den Geschäftsmann sehr freuen, Euch an diesem SGO-Anlass begrüssen zu dürfen. Der detaillierte Flyer zum Anlass ist hier und zur Anmeldung kann der untenstehende Link verwendet werden:

http://www.sgo.ch/weiterbildung/news-veranstaltungen/veranstaltungen/uebersicht-2012/detail/article/sgo-themenabend-social-business/?cHash=c6ea74276c92686f90677670042f210c

Programm:

  • 16.30 Begrüssungskaffee
  • 17.00 Eröffnung durch Dr. Markus Sulzberger, SGO Präsident
  • 17.05 Impulsreferat: Social Business Palo Stacho, Geschäftsmann 2.0
  • 17.25 Impulsreferat: Business-Turbo Special Web, Adrian Locher, COO / Gründer DeinDeal.ch sowie«HSG Gründer des Jahres 2012»
  • 17.40 Impulsreferat: Aktionärsaktivismus – Chance oder Risiko? Tobias Häckermann, Geschäftsführer / Mitgründer onlineGV.ch sowie«Winner Venture Leaders 2012»
  • 17.55 Impulsreferat: Social Business auf dem Healthcare Markt Alexander Schachinger, Gründer und GF von healthcare42.com sowie Forscher an der Humboldt Universität zu Berlin
  • 18.10 Podiumsdiskussion – Moderation: Frank Pohl, Geschäftsführer SGO Training AG
  • 19.00 Apéro Riche, Networking
  • 20.30 Ende der Veranstaltung

Eine Anmeldung würde den Geschäftsmann 2.0 ausserordentlich freuen! Selbstverständlich ist es nicht verboten, den Anlass „weiterzusagen“ 😉

 

Übrigens: ICH DANKE EUCH ALLEN FÜR DAS LESEN MEINES BLOGS! 200 Posts sind durch, Yeah!

 

Zitate des Jahres: Der Geschäftsmann 2.0 hat einen neuen Lieblings Spruch, den von Clay Shirky

Das erste Lieblingszitat des Geschäftsmannes 2.0 “Social Communities are the Armies of the 21st century” kennen meine Blog-Leser ja schon bereits, ich bin im Kony2012 Artikel  ja eingehend auf das Thema eingegangen.

Nun ist der Geschäftsmann daran, die sich ändernden Verhaltensmuster in unserer Gesellschaft aufzudröseln. Deswegen das aktuelle Interesse z.B am Werte-Index. Natürlich liest der Geschäftsmann 2.0 auch Bücher und immer noch lieber auf Papier und nicht auf seinen vielen Elektronik-Gadgets (Der neue Kindle-Touch ist aber schon sehr sehr cool geworden). Beim Durchlesen des Buchs von Clay Shirky – “Here comes everybody” ist dem Geschäftsmann ein neues Top-Zitat aufgefallen:

Revolution doesn’t happen when society adopts new technologies –
It happens when society adopts new behaviours 

…und genau hier sind wir alle dran, wir ändern gerade unser Verhalten….so long Euer Palo Stacho

Warum der Geschäftsmann 2.0 auf Facebook sein muss und aus den Fehlern der Anderen lernen sollte

“Facebook – die neue Nervenbahn unserer Gesellschaft” so titelt ein Post vom Thomas Knüwer. Dieser Artikel beschreibt treffend, wieso sich Geschäftsleute bzw Führungskräfte ebenfalls auf Facebook engagieren sollten. Wertvoll sind auch die negativen Beispiele, der er dort aufzeigt, sei es von

  •  Christian Wulff, dem deutschen Präsidenten
  •  dem Burda Verlag und
  •  von Lidl.

Insbesondere der Fall Wulff ist interessant. Dort, so analysiert Knüwer, herrscht in der Blogosphäre und in der SocialMedia-Gemeinde eine negative Meinung zum deutschen Bundespräsidenten vor. Im Gegensatz dazu kommunizieren die (TV-) Medien, dass aufgrund einer Telefonumfrage 60% der Bevölkerung meint, Wulff hätte eine zweite Chance verdient. Diese Telefon-Kampagne hätte aber nur eine Minderheit der Deutschen befragt, nämlich die digitalen Exilanten und Randgruppen (Wer nimmt unter Tage noch ein Festnetztelefon ab?). Interessant.

Aber eins zeigt dieses Beispiel: Da zeichnet sich eine Management Revolution ab, Unternehmensführer und auch deren Unternehmungen und Marken, müssen sich dem Dialog im sozialen Web stellen, ansonsten, verlieren sie – egal wie, aber irgendwie!