Er ist da, der Tipping Point – In den USA gibt es mehr arbeitende Millenials als Baby Boomer!

Der neue Boom: Es ist höchste Zeit, die Millenials ernst zu nehmen. In den USA hat es bereits jetzt mehr arbeitende Millenials als Baby Boomer. Die Tendenz wird dort durch die Zuwanderung gar verstärkt. 

 

 

Einer der ersten Posts des Geschäftsmannes 2.0 in 2010
Einer der ersten Posts des Geschäftsmannes 2.0 in 2010

Der Geschäftsmann begann seine Transformation zur 2.0, als er merkte, dass die Jungen so anders sind als er. Er fragte sich, wann die Jungen in Gesellschaft und Wirtschaft das Rüber übernehmen werden. Die Frage war wann und nicht ob. In den USA kommt die Entwicklung früher. Why you should start taking Millenials seriously ist ein MUST-Read für alle Gmann 2.0 Follower! Und jetzt sollte auch der letzte versuchen, die Millenials zu verstehen!

 

 

Value Proposition Design macht die Jugend zu Top Verkäufern (und zu Unternehmern?)

Macht Euch auf etwas gefasst – Die Millenials werden die besten Verkäufer werden die es je gab!

Value Proposition Design macht Junge zu Top Sales!
Value Proposition Design macht Junge zu Top Sales!

Bereits Joseph Schumpeter war über die Erkenntnis erschüttert, dass die grossen Inventionen häufig von Menschen gemacht werden, welche entweder verhältnismässig jung waren oder frisch in der jeweiligen Branche arbeiteten. Warum? Wegen dem grossen Vorteil der Jugend: “They just do it!”

Junge Leute machen einfach. Sie haben weniger Berührungsängste, weniger Versagensängste und überlegen weniger. Der Ausdruck dafür heisst “Unbekümmertheit” und ist unbestrittenermassen ein Adjektiv der Jugend! Gibt man jungen Leuten eine so coole Anleitung wie Value Proposition Design als Kochbuch zum Vertriebswesen und zum Firmenaufbau. Dann werden die Jungen zu Top Verkäufern, sie verkaufen einem dann nicht mehr deren Bauchladen sondern das Wertangebot! Der Geschäftsmann 2.0 hat das in den letzten sechs Monaten mehr als ein Dutzend Mal erlebt, wie Endzwanziger Sachen mit einer Qualität “Pitchen” welche er früher nicht erlebte! Unglaublich was da abgeht….

  • Mehr Lesen zu VPD: Das Manual zu Value Proposition Design vom Geschäftsmann 2.0
  • Mehr Lesen zum Spezialgebiet “Perfect Pitch”: Pitchen mit dem Geschäftsmann 2.0
  • Weiterlesen zu VPD bei Steve Blank: http://steveblank.com/2014/10/24/17577/

 

 

 

 

 

 

 

Bild: https://twitter.com/claptonline/status/527916896512118784/photo/1

 

So politisieren EinsNuller und deren erste Schritte mit Web 2.0 – Aktuelles Beispiel Lokalpolitik rund um die Ballsporthalle Muri

Die Berner Vorortgemeinde Muri-Gümligen möchte im Gümliger Zentrum eine Ballsporthalle bauen. Ein kleines, mehrheitlich aus älteren Leuten bestehendes Initiativkomittee macht Wind dagegen, sogar auf dem Internet. Die Befürworter haben deswegen überall begonnen, die Gemeinde für Ihr Anliegen zu motivieren, nur mit dem Internet hapert es. 

Befürworter der Ballsporthalle vor dem Einkaufszentrum Gümligen
Befürworter der Ballsporthalle vor dem Einkaufszentrum Gümligen

Das Blatt Lokal-Nachrichten heizt dabei die ziemlich einseitig und pro-bürgerlich den Abstimmungskampf für die Gemeindeabstimmung am 28. September 2014 an. Die Redaktoren Doris Schöni und Fritz Mäder haben in den LoNa bereits einige Artikel zum Thema publiziert.

Interessant dabei ist, wie das unbestrittenermassen bürgerliche Lager, welches die Ballsporthalle unterstützt, die finanziellen Mittel aufwendet, um die stimmberechtigten Gemeindebürger zu mobilisieren.  Deren Aktivitäten zielen vornehmlich auf die althergebrachten Massnahmen ab. Man schreibt Briefe, legt die Pro-Flyer bei, druckt Plakate. Und: man hat sogar eine Facebook Page! Nur, wird die nirgends beworben! Auf den Flyer, Briefen und Plakaten sieht man nix! Das Gleiche gilt für die Projektseite http://www.ballsport-halle.ch/ , man hat hier offensichtlich recht Geld in die Hand genommen für eine Webseite, welche ohne Leben daherkommt, obschon sich dahinter ein ausgewachsenes CMS mit Blogmöglichkeit verbirgt.Es wird auch kein SEO (Search Engine Optimization) oder SEM (Search Engine Marketing = Google Werbung) gemacht. Auch der in der Gemeinde papiermässig omnipräsente Flyer ist mit Google nicht auffindbar! (Alternativ hier).

Sucht man bei Google “Ballsporthalle Gümligen”, so ist weder eine Webseite der Befürworter, noch die Web-Page der Gegner unter den Treffern der ersten Seite!

Web 2.0 ist Dialog, Offenheit und Klarheit. Web 2.0 ist auch Millenial-lastig. Mit einigem Glück und Aufwand kriegt man einen Netzwerkeffekt hin, eine virale Verbreitung. Die Facebook Page “Pro Ballsporthalle” konnte in den ersten 5 Tagen seiner Existenz doch knapp 400 Likes einheimsen und wurde vornehmlich von jüngeren Leuten besucht (Siehe “Age Group” rechts unten im Bild). Wieso nimmt das Initiativkomitee hier für Facebook und Google Werbung nicht ein wenig Geld in die Hand? Wieso wird für einiges Geld eine ‘tote’ Webseite aufgebaut und dann nicht mit Content beliefert?

Bei der Facebookseite "Pro Ballasporthalle" auf Facebook könnte mit Facebook Ads die Reichweite massiv verbessert werden
Mit ein wenig Facebook Werbung könnte die Reichweite ZIELGRUPPENGENAU massiv erweitert werden!

 

Direkter Dialog im Internet fehlt Das aktuelle Beispiel zeigt, dass der direkte Dialog im Internet zwischen Politik(ern) und Bürgern aktuell in der Schweiz immer noch

Der Blick der Gegner rüber zum Pro-Lager
Der Blick der Gegner hinüber zum Pro-Lager

unterentwickelt ist. Es ist nicht das erste Mal, dass der Geschäftsmann über dieses Phänomen berichtet, siehe auch den Beitrag zu TDF2013. So ein sich in den Abstimmungsresultaten niederschlagender Dialog kann ganz einfach eingerichtet (siehe FB-Seite) und angestossen (SEM/SEO) werden. Nur zur Erinnerung: Barack Obama hat Dank Social Media die beiden Wahlen 2008 und 2012 gewonnen, vorallem die Online-Kampagne 2012 konnte seinen Rückstand im Wahlkampf zu einem Vorsprung umkehren. Okay, hier geht es nicht um eine Präsidentenwahl, sondern “nur” um eine Sporthalle. Von dieser werden hauptsächlich junge Sportler profitieren. Gerade deswegen sollte man in den neuen Medien auch entsprechend präsent sein. Der Geschäftsmann 2.0 hilft gerne bei zukünftigen Kampagnen, nur melden!

Mehr zum Thema:

PS: Sollten die Lokalnachrichten von Muri-Gümligen auf diesen Artikel stossen: Sie müssen die Namen der Webseitenbetreiber von http://www.moos-guemligen.ch/ nicht anonymisieren. Diese sind eh öffentlich, jedermann und -frau kann einfach auf Whois von Switch gehen und die URL eingeben. Einen Klick später sieht man, dass eine Frau Sandra Kistler die Webseite betreibt. Das ist nicht einmal Web 2.0, das ist schon seit Beginn des Internet eingebaut!

Junge Wähler in D erreicht man am Besten über das Plakat – Deutsche Digital Natives sind wohl eher Deutsch als Digital Natives

Ein Blogpost auf Heise.de zeigt, dass man die deutschen Millenials als Wähler am besten via Wahlplakat zu erreichen scheint. Ein krasser Gegensatz zu den USA.

Der Beitrag auf Heise.de zeigt, dass die Wahrnehmung der Digital Natives in Sachen Wahklampf vorallem über das Plakat gesteuert wird. Ganz anders als in den USA, wo doch in den letzten Präsidentenwahlen (2008 / 2012) Social Media zur “Waffe” geworden ist (Artikel dazu vom Gmann 2.0 gibt es hier).

Der Geschäftsmann 2.0 hat bis jetzt immer gemeint, die Millenials / Digital Natives sind global “gleicher” – und das ist nicht wertend gemeint – als andere Generationen vor Ihnen. Aber das scheint grenzen zu haben. Klar.

So Long, Euer Gmann 2.0

Aufkleber 2.0 erklären was die Deutschen unter der “vierten Industrielle Revolution” verstehen – familystickers.com

familystickers.com trägt durch hochintegrierte Design- und Produktionsprozesse den Individualisierungswünschen vieler jüngerer Auto Fahrer Rechnung und die Aufkleber-Plattform ist ein Paradebeispiel für die sogenannte vierte “Industrielle Revolution”.

Beispiel von Familien Aufklebern - familystickers.com
Voll im Web individualisierbare Autoaufkleber, ideal für Millenial-Eltern

Früher war es der Grindelwald-Schriftzug (Ferienwohnung nötig?), die Plakette des Rotary-Clubs oder der Motfahrer- / Grenadiers- Kompanie, ein Hufeisen oder der TCS Kleber, welcher die Autos zierte. Zu dieser Zeit war die Gruppenzugehörigkeit wichtiger als der Ausdruck der Individualität. Zu dieser Zeit waren die Fahrer auch mehr Männer, von welchen viele weniger Famillien-Affinität hatten als die heutigen Väter.

Solche Plaketten haben heute in der Welt des Social Business ausgedient. Neue Werte sind angesagt: Familie, Beziehung, Individualität: Und genau diese adressiert die Webseite familystickers.com . Wirklich toll, was man hier alles für (Auto-) Kleber bestellen kann. Und natürlich ist alles voll integriert, man kann sich die Kleber selber zusammenstellen. Einige Tage darauf bekommt man die personalisierten Kleber zugeschickt. In einer digitalisierten Welt ist so etwas möglich, der Benutzer kann Produkte direkt von der Fabrik beziehen und dazu noch individualisiert. In Deutschland versucht man dem Industrie 4.0 zu sagen und man möchte ein neues Modewort kreieren, der Geschäftsmann hat darüber berichtet.  Die Deutschen meinen, dass nach der digitalen Revolution (3.0)  inzwischen eine vierte industrielle Revolution im Gange ist. Das ist nach wie vor übertrieben. Alles zusammen, was seit dem Jahrtausendwechsel bei uns abgeht, ist frei nach Huntington die “dritte Welle der Globalisierung” und die “Zweite Industrielle Revolution”. Reicht doch, oder?

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

72 Prozent der Buben und 92 Prozent der Mädchen sind mehrmals täglich online und zwar auf WhatsApp

Wer nach Gründen von Facebook für den Kauf von WhatsApp sucht, der wird bei bei einem guten Artikel der österreichischen Computerwelt fündig. Gemäss dem Artikel zur “Social Media Nutzung der 14- bis 19- jährigen” ist die “Generation Now” stark online vernetzt und achtet bei den Firmen stark auf die Marken-Authentizität.

WhatsApp dominiert den Allltag
WhatsApp dominiert den Allltag

Die Studienleiterin Charlotte Hager vom Marktforschungsinstitut comrecon hat in Ihrer Studie viele interessante Findings über die Millenials und Jünger (dieser Bevölkerungsgruppe sagt man wohl jetzt eher “Generation Z” oder “Generation Now”) rausgefunden. 72 Prozent der Buben und 92 Prozent der Mädchen sind mehrmals täglich online, brauchen hauptsächlich WhatsApp um mit Ihren engsten Freunden zu chatten, verwenden Twitter um Ihren Lieblingsstars zu folgen und brauchen Skype selten, denn sie haben ja ein Gratis-Mobile-Abo.

Selbstinszenierung und die Produktion multimedialer Inhalte gehört zum guten Ton, wie auch eine gewisse Vorsicht bei Postings aus Facebook, wie es scheint. Und es scheint, dass die Jungen ein explizites Communityverständnis entwickelt haben. Sie wissen was eine Community ist, was diese kann und zu welcher sie sich selber zugehörig bezeichnen. Deswegen gefällt dem Geschäftsmann 2,.0 im Artikel ganz besonders die Aussage zum Erfolgsgeheimins des Hit Radios Ö3 zu ihrem Community Aufbau: “Genau zuhören und die Wünsche der Community respektieren.”

Kurz: Werte Unternehmen, stellen sie wieder den Kunden in die Mitte Ihrer Geschäftstätigkeit, seien sie transparent und authentisch und keine Lippenbekenntnisse bitte!

Hier gehts zur Zusammenfassung der Studie

Infografik – Nur 29% der Millenials finden persönliche Meetings nützlich: Wenn das bloss NICHT stimmt…

 

Dass 42 % der Teenager sagen, sie besitzen ein Telefon sozusagen nur deswegen, um (Kurz-) Nachrichten zu verfassen, das liegt auf der Hand. Auch die Tochter des Geschäftsmannes 2.0 sagt, Ihre liebste App sei WhatsApp.

Nur kommen da noch andere Zahlen ans Licht: Nur 29% der Millenials meinen, dass persönliche Meetings nützlich meinen (BabyBoomer: 45%) und 43% der 18-24 jährigen meinen Texten sei gleich nützlich wie eine persönliche Unterhaltung! Millenials denken gar häufig, dass ein Telefonanruf ein Eingriff in Ihre persönliche Privatsphäre sei! Kein Wunder, wenn 83% der gleichen Altersgruppe mit dem Smartphone ins Bett gehen (BabyBoomer: 50%).

Kommunikationsform altersmässig anpassen? Aus Sicht des Geschäftsmannes 2.0 könnte man hier effektiv von sozialen Defiziten sprechen. Nur sehen das die Jungen sicher anders! Trotzdem: In den letzten Jahren hat der Geschäftsmann immer wie mehr bemerkt, dass das persönliche Gespräch DIE wichtigste Kommunikationsform darstellt….  Der Geschäftsmann 2.0 dankt dem Accredited online College für die untenstehende Infografik:

Phone_text_email1

Weitere Quelle: http://www.socialnomics.net/2013/11/14/infographic-phone-vs-text-vs-email/

Mehr Lesenswertes zum Thema Millenials, GenY oder Homo Coniunctus könnt Ihr hier nachlesen.

Zukünftig gehört Programmieren zu den Grundfertigkeiten

Vor etwa 5 Jahren hatte der Geschäftsmann 2.0 ein persönliches Schlüsselerlebnis. Er war in einem Anstellungespräch mit einem jungen und aufgeweckten Berater. Der Junge, ein aufgeweckter Endzwanziger hatte sich für einen Posten als Junior BI-Consultant beworben und er wollte den Job unbedingt. Im Gespräch fragte der Geschäftsmann dann den Kandidaten, ob er gegebenenfalls Programmierkenntnisse hat  – Die Antwort war “Nein”.

Angestellt wurde der Mann trotzdem und es war eine gute Entscheidung. Doch das war nicht das angekündigte Schlüsselerlebnis. Dies kam etwa zwei Monate später. Als der Geschäftsmann durch die Büroräume ging, sah er den jungen Berater hinter dem Bildschirm, eifrig am tippen. Er ging zu Ihm, und sah, dass er ein hochkomplexes Visual-Basic Script auf seinem Laptop editierte. Auf die Frage “Was machst Du da?” kam die Antwort: “Ich scripte hier etwas kleines”. Auf die Antwort des Geschäftsmanns 2.0 “Aber Du hast mir gesagt, du könntest nicht programmieren?!” entgegnete er “Das ist ja nicht wirkliches Programmieren!”

Im Weltbild des jungen Millenial, war Programmieren nichts besonderes….
….so wird das auch bei allen anderen jungen Leuten sein, welche ständig mit dem Computer unterwegs sind. Programmieren kann heute nicht nur der Programmierer, sondern viele andere Leute auch!

Bildschirmfoto 2013-10-02 um 19.48.32Ein schönes Beispiel ist Alexandra “Alex” Jordan. Sie ist in der vierten Klasse (2013) und sie programmiert eine Social-Media Plattform für Ihre Gspänli mit Ruby on Rails.

Schaut mal ins Video rein: Hier auf TechCrunch nachzuschauen!

So Long, Euer Gmann 2.0

Führung 2.0 – alles anders? Der “Berner Leaderanlass” vom 12.9.2013 mit über 400 Gästen

So ein Thema durfte sich der Geschäftsmann 2.0 natürlich nicht entgehen lassen! Die Alumni Vereinigung der BFH Bern und die Leute rund um JCI-Bern steckten den inzwischen 8. Leaderanlass mit dem sehr interessanten Thema “Führung 2.0” an der BernExpo aus. Gregor Doser, Nadja Lang und Jean-Pierre Remund diskutierten unter der Leitung von Patrick Rohr zum Thema «Führung 2.0 – alles anders?» Ergo war der Gmann sehr gespannt auf den Inhalt des Abends.

Nadja Lang, Gregor Doser und Jean-Pierre Remund bei der Diskussion am 8. Leaderanlass in Bern
Nadja Lang, Gregor Doser und Jean-Pierre Remund bei der Diskussion am 8. Leaderanlass in Bern

Der OK-Präsident Christian Hirsig eröffnete den Abend mit der Frage, “Was ist der Unterschied des Kommunikationsverhaltens zwischen einem Unterstufenschüler und einem Oberstufenschüler? – Antwort: Der Unterstufenschüler kommuniziert mit Whatsapp und der Oberstüfeler mit Facebook…”

Anschliessend folgte eine circa stündige Diskussion mit Frau Lang von der Havelaar Stiftung, Hrn. Remund von der Kästli Beteiligungen AG und mit Gregor Doser von Google. Es wurden auch Fragen vom Plenum aufgenommen.

Diskutiert wurde dann vorallem über Führungsgrundsätze. Da hörte man Schlagwörter wie Offenheit, Vertrauen, Transparenz. Eine Vision und eine Strategie seien nötig und eine entsprechende Priorisierung sei ebenfalls notwendig, hiess es da. Weiter wurde erwähnt, dass “kleine Teams sinnvoll seien und gleichzeitig aber flache/keine Hierarchien vorzuleben seien. Der Manager als Diener/Enabler für seine Mitarbeiter und nicht als Obriger. Kommunikaton sei essentiell, Freiheiten für die Mitarbeiter – aber auch klare Ziele – sind heute notwendig. Militärische Führungserfahrung sei inzwischen kein Thema mehr in der Schweiz. Und vorallem sollte man sich als attraktiver Arbeitgeber positionieren können, das ginge auch “Ohne Rutschbahnen, so wie es Google habe” 😉 Auch wenn man über notwendige finanzielle Bonus-System sprach, so sei das Geld nicht zentral für die Attraktivität einer Firma.Gegen Ende wurde die Diskussion dann schon noch knackiger: Der Wertewandel in der Gesellschaft und neue Ansprüche der Mitarbeiter an Ihre Führungskräfte wurden dann angesprochen. Nicht mehr Worklife-Balance sondern Life-Balance sei ein Thema bei Google und dort werden auch keine Mails am Abend oder über’s Wochenende verschickt. Die Ausführungen von Hrn. Remund (Kästli Bau) offenbarten ein gegensätzliches Verhalten: Mails am Wochenende, aber auch erwähnt, dass direkte Kommunikation sehr grosser Wert gelegt werde. Am Ende der Diskussion wurde einhellig festgestellt, dass der Umgang zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten im wie weniger formell wird.

Take Home Value: Was hat der Geschäftsmann 2.0 mit nach Hause mitgenommen? Bei Ihm sind – vorallem zwei Stichworte hängen geblieben: “Fehler machen dürfen” und “Transparenz”: Dieses Element ist ein zentrales Element des digitalen Zeitalters! Er hat dies ja bereits auch schon z.B bei seinem zugegebenermassen radikalen Artikel zur Demokratischen Unternehmensführung – Management im 21. Jahrhundert – explizit hervorgehoben. Ansonsten war der “Take Home Value” des Abends eher ernüchternd. Aus Optik des Geschäftsmanns 2.0 wurde viel zu wenig auf die “Erwartungen der Millenials an Ihre Führungskräfte” und auf “für Millenials angepassten Führungstechniken” eingegangen, auch wenn der Moderator versuchte, das Thema in diese Richtung zu lenken. Einzig bei Gregor Doser (Google) konnten alternative Führungsansätze erkannt werden, dass eben die Leute zwar unglaubliche Freiheiten haben, Ihnen aber auch Quartalsziele vorgegeben sind, dass die Google-Leute sich Ihrer individuellen Verantwortung umfassend bewusst sind und dass Life-Balance heute essentiell ist, weil der “mediale Load” (Druck) sehr hoch geworden sei.

Zur Führung 2.0 hätte der Geschäftsmann 2.0 auch noch Einiges ausführen können, was nicht diskutiert wurde: Zu adaptivem / agilem Management etwa, oder wieso nachhaltige und wertorientierte Unternehmensführung heute viel wichtiger ist als früher, und so weiter. Diese Themen sind ein erfolgreicher Bestandteil seiner Beratungstätigkeit! Interesse? Just call – So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Tanz Dich Frei TDf2013 – Es fehlt immer noch der direkte Dialog zwischen Staatsführern und der Bevölkerung

Der Dialog ist dort zu führen wo er stattfindet! Der Geschäftsmann 2.0 hat am Sonntag nach der ‚verunglückten‘ Tanz Dich Frei 2013 einige Stunden auf Facebook verbracht und hat sich die Kommunikation eingehend angeschaut. Da wurde diskutiert, gestritten, Konsens gesucht, Erklärungen wurden gemacht und Partei für jede involvierte Partei (Organisatoren, Schwarzer Block, Polizei, Politiker, etc) ergriffen. Doch zwei Exponten fehlten in dieser Diskussion: Die Staatsführung und die Staatsführer!

Nichts sagendes Weichspülprofil des Polizeidirektors Reto Nause
Nichts sagendes Weichspülprofil des Polizeidirektors Reto Nause

Die nachfolgenden Zeilen haben nichts mit Government Bashing zu tun: Leider hat der Staat es unterlassen, dort mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Offensichtlich besteht hier nach wie vor ein Graben zwischen den Millenials und den (älteren) Führungsschichten. Diesen gilt es aufzufüllen, wir Alle können uns ein von der Bevölkerung entkoppeltes Politisches System nicht leisten. Aktuell sonnen sich die Politiker lieber im Schweinwerferlicht der Fernsehkameras und ziehen das Hofieren der Journalisten um Ihre Person vor, als sich dem Dialog mit der (jüngeren) Bevölkerung zu stellen. Diese Behauptung des Geschäftsmannes 2.0 wird gestützt durch die Betrachtung der Facebookprofile von Reto Nause (u.A Polizeidirektor) und Alexander Tschäppat (Stadtpräsident Bern).  Das FB-Profil von Hrn. Nause gibt nicht wirklich viel her bis auf die Erkenntnis, dass sicher nicht Herr Nause himself das Profil eingerichtet hat. Und Herr Tschäppat selber hat noch nie ein Posting abgesetzt! Wieviele Facebook-Nutzer haben wir in der Schweiz nocheinmal? 3 Millionen! Da sind wohl auch ein paar Berner dabei…

Leeres Facebook Profil des Berner Stadtpräsidenten
Leeres Facebook Profil des Berner Stadtpräsidenten
Verwaister Auftritt der Berner Polizei auf Facebook
Verwaister Auftritt der Berner Polizei auf Facebook

Nachtrag 12.5.2014 – Den Facebook Auftritt der Kantonspolizei Bern http://www.facebook.com/PoliceBern gibt es inzwischen nicht mehr – Ein Armutszeugnis!

Tanz Dich Frei TDF2013 – Die Millenials, die Lernfähigkeit und die Zivilcourage

Die heutige Generation ist dialog- und kritikfähig. Als am Sonntag nach der Veranstaltung auf Facebook ein Post der Organisatoren erschien, dass es „die Polizei vergeigt“ habe, hagelte es nur so von Kritik aus den eigenen Reihen! (Siehe letzter Post) Und es entstand ein – aus der Optik des Geschäfsmannes 2.0  konstruktiver – Dialog.

Der Geschäftsmann 2.0 ist nun sehr gespannt, ob die Parteien daraus lernen und es beim nächsten mal besser machen, sofern es so einen nächsten Anlass geben wird. Er glaubt fest daran dass es beim nächsten Mal besser  und er wünscht sich, dass die Behörden und der Rest der Bevölkerung den Jungen in Bern nochmals eine Chance geben und nicht auf Repression und ultimative Kontrolle setzen.

Sollte die Veranstaltung im 2014 nochmals durchgeführt werden, dann wird von der Menge aber auch Zivilcourage gefragt sein, wenn die Situation wieder eskalieren sollte. Die Polizei kann so eine brenzlige Situation nicht selber lösen, Beamte in Schutzuniform sind in so einem Fall ja eher Öl im Feuer. Randalierer etc, müssen durch die Menge aus der Menge ausgeschlossen werden (auch nicht durch private Securityleute) und da braucht es Mut und Zivilcourage dazu.

Jetzt stellt sich die Frage, ob die auf hohe Individualität bedachten jungen Menschen als Exponenten einer Gesellschaft, in welcher eine Atomisierung der Wertewelt(en) stattfindet, überhaupt dazu in der Lage sind, so etwas wie Zivilcourage zu entwickeln. Der Geschäftsmann 2.0 weiss hierzu keine Antwort, wenn man aber die auf Facebook geführten Dialoge anschaut, dann war oft der Tenor zu hören „Wir müssen in so einem Falle hier selber eingreifen“ – Hoffen wir, dass dem – wenn wieder so eine Situation auftritt – so sein wird.

So long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS:  So eine Veranstaltung ist etwas Einmaliges! Kann man sich vorstellen, dass so ein Anlass vor dem Deutschen Bundestag oder vor dem Weissen Haus machbar wäre? Wohl nicht. Und das wissen alle. Die Organisatoren, die Tanz Dich Frei Teilnehmer und auch der Staat. Also tragen wir alle Sorge dazu!