Wer braucht schon Zukunftsforscher? Niemand, macht die Augen auf und denkt!

anker der megatrends - Quelle Zukunftsinstitut (Megatrendmap)

Aber was ist, wenn man keine Zeit zum Denken hat? Der Geschäftsmann 2.0 kennt das Gefühl, keine Zeit zum Ueberlegen zu haben. Kaum ist man aufgestanden kommt das Gehirn auf Touren und füllt sich mit Ueberlegungen, Hoffnungen und Sorgen zum Projekt X, zur Offerte Y und zum Mitarbeiter Z. Am Mittag beim Business Lunch wird nicht heruntergefahren, im Gegenteil, da läuft es unter Vollast, man ist ja gleichzeitig Geschäftspartner und Privatperson. Und wenn man am Abend nach Hause kommt, freut man sich über die Begrüssung der Familie, die einen jedoch komplett vereinnahmt, als hätte man den ganzen Tag nichts gemacht. Dann fällt man totmüde ins Bett und bevor man wegdöst fragt man sich: “Was wollte ich nochmal überlegen…..?”

Da ist man plötzlich dankbar, wenn Dritte für einen Denken! Auch was die Zukunft anbelangt. Der Geschäftsmann hat sich in den Ferien mal die Vordenker ein bizzeli näher angesehen und sich nochmals die Mega-Trend Map des Zukunftsinstituts von Herrn Horx vorgeknüpft. Picture taken by Geschäftsmann 2.0War er doch im Frühjahr an einem Referat dieses Herrn an der Uni Bern eingeladen. Zugegebenermassen ist es immer megaspannend wenn diese Leute loslegen, denn insbesondere Matthias Horx ist eine imposante Person und ein ausgezeichneter Rhetoriker. Zu diesem Zeitpunkt hat der Geschäftsmann 2.0 sowas noch nicht hinterfragt. Als er sich aber nach einiger Zeit sehr angeregt mit der Innovationsmanagerin eines grossen deutschen Automobilkonzerns unterhielt, wurden Ihm die Augen geöffnet. Die Frau, welche sich durch Ihren Job ja laufend mit der Zukunft auseinandersetzt, bezeichnete Zukunftsforscher als gefährliche Populisten. “Ok“, dachte sich der Geschäftsmann 2.0: “Obacht – und – Schauen wir uns die Sache ein wenig näher an” 🙂

Zur Megatrendmap des Zukunftsinstituts: Für einen interessierten Weltbürger, der die Augen und vorallem auch die Ohren offenhält ist diese Map nun wirklich nicht Rocket Science! Das Institut listet folgende Megatrends auf:

  1. Individualisierung
  2. Female Shift
  3. Silver Society
  4. Bildung
  5. New Work
  6. Gesundheit
  7. Neo-Ökologie
  8. Connectivity
  9. Globalisierung
  10. Urbanisierung
  11. Mobilität

Im Selbstversuch fand der Geschäftsmann auf Anhieb 9 dieser Trends selber heraus, lediglich auf die Punkte Urbanisierung und Gesundheit ist er nicht sofort gekommen. Zugegebenermassen interessiert den Gechäftsmann das Thema der Zukunft, sonst würde er ja auch dieses Blog nicht führen. Trends werden übrigens auch als Tiefenströmungen des Wandels bezeichnet, welche auf erhobenen Daten fussen und weit weg von Hypothesen sind. Interessant fand der Geschäftsmann eine Alternativ-

anker der megatrends -  Quelle Zukunftsinstitutbetrachtung der Map (Hier ist der Link zur Original-Map) : Schält man die stark verbundenen Knoten in der Map heraus, bekommt man die  Elemente Wissensgesellschaft, Geotagging (?), World Wide Web, Always on, Flexibilisierung, Kreativwirtschaft, Social Networks, Work-Life Balance. Jetzt ordnen wir das mal:

Geotagging, WWW, “Always on” sind Technologien. Es sind also Disruptive Technologien, die einerseits den Wandel halten oder treiben.

Wissensgesellschaft, Flexibilisierung, Kreativwirtschaft, Work-Life Balance sind gesellschaftliche Komponenten, die direkt vom Individuum getrieben werden. Von welchen Individuen denn? Sicher nicht von der Babyboomer-Generation, die gehören nicht so ganz zur Wissensgesellschaft meint der Geschäftsmann 2.0 und Work-Life Balance sowie Flexibilisierung sind für die sowieso Fremdwörter. Wir haben also in diesem Gebiet ebenfalls disruptive Generationen. Stimmt das? Welche sind das denn? — Klar, die Millenials.

Update 28.3.2014 – Übrigens: Zukunftsforschung kann man auch mit Google betreiben, siehe hier.

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Umfrage zu den 1.Mai-Umzuegen: Wieviele junge Leute habt Ihr gesehen? Bitte mithelfen und weitersagen, Danke!

Der Geschäftsmann 2.0 war heute bei Kunden auf Projekteinsatz. Leider konnte er nirgends in der Stadt an einem Umzug dabei sein, umso interessierter schaute er heute Abend die Tagesschau vom 1.5.2012.

Dabei vielen Ihm bei den Beiträgen zum ersten Mai zwei Sachen auf:

  1. Die Fernsehbilder zeigten nur ältere Leute (insbesondere irgendwelche Alt-68er, die gegen die Konsumwut wetterten und einen leicht verklaerten Eindruck machten)
  2. Es gab kaum Krawalle!

Den Geschäftsmann würde es interessieren, ob  jemand live an den Umzügen war und wie dort der Anteil an jungen Leuten war, helft Ihm bitte! (Forwarden und retweeten ist erwünscht) Vielen Dank im Voraus.

Web 2.0 mal praktisch (17) – Die Plattform(en) für alle anderen Arbeiten

Sie kennen Twago oder Elance nicht? Heute müssen sie diese Plattformen nicht kennen, aber vielleicht morgen. Elance/Twago: Das sind Outsourcing-Plattformen (Hier  gibt’s nen guten Wiki-Artikel dazu). Elance positioniert sich als Fachkräfte-Markt, Twago als Ausschreibungsplattform, auf Twago bin ich schon in einem älteren Post eingegangen.

Beide Plattformen sind aus meiner Optik noch nicht ausgereift, bzw. besitzen weitgehend noch keine kritische Masse an Teilnehmern. Gibt man bei beiden Plattformen “Buchhaltung Schweiz” als Suchbegriff ein, dann sind die Resultate ernüchternd, sprich Gleich null. Elance hat dazu noch Probleme mit Umlauten, gibt man dort “Küchenhilfe” als Suchbegriff ein, dann wird nach Kchenhilfe gesucht (zugegebenermassen ist Küchenhilfe keine Fachkraft, aber trotzdem…).

Aber die Reife, die wird kommen: Auf Elance tummeln sich gemäss Wikipedia eine halbe Million Contractors und setzen auf der Plattform 400 Millionen USD um. In den nächsten Jahren, wird meiner Meinung nach die Zahl der Selbstständigen, der unabhängigen Fachkräfte zunehmen. Es gibt heute schon ein neues Wort für diese Bevölkerungsgruppe, man nennt Sie Micropreneurs. Mit der Zunahme dieser Micropreneurs werden Plattformen wie diese an Wichtigkeit gewinnen, auch bei uns.

Web 2.0 mal praktisch (1) – Lass Dir Dein eigenes Produkt fertigen

Das Sourcing Portal für Produkte

Eigenes Produkt gefällig? alibaba.com erlaubt es irgendwelche Produkte zu sourcen! Ab 30 Stück hat man eine eigene TV-Linie, bei Snowboards reichen schon 15 Exemplare um eine eigene Marke zu kreieren.  Aber zugegebener massen wird es bei grösseren Stückzahlen interessant, z.B. bei den Snowboards sind die Lieferanten erst ab einem Lot von 500/1000 Stück bereit, wirklich persönliches Customizing zu einem (sehr) angemessenen Preis anzubieten. Aus meiner Sicht ist diese Web 2.0 Sourcing Plattform ein exemplarisches Beispiel, wie das Internet die Globalisierung “hebelt”. Man kann irgendein Gut “gleich um die Ecke”, sprich im Browser entdecken und für seine Bedürfnisse produzieren lassen, egal wo sich der Produzent auf diesem Globus befindet. Geht mal durch und schaut Euch die Preise an! Viel Vergnügen beim Schmöckern…

WEB 2.0 mal praktisch (0) – Business-Anwendungen für den Geschäftsmann 2.0

Am Ende dieses Jahrzehnts, wenn die Bevölkerungsgruppe der Digital Natives die kritische Masse in den Geschäftsleitungetagen überschritten  hat (Details hier), wird niemand mehr daran zweifeln, dass die Zukunft der Businessanwendungen in der Cloud liegt. So lange muss der innovative und kostenbewusste Geschäftsmann nicht warten. Es gibt bereits jetzt Cloud-basierte Anwendungen, die sich mit bestehenden on-„premise“ Lösungen durchaus messen können. Andere Lösungen sind vielleicht noch nicht so ausgereift, aber preislich oder in Bezug auf einen sexy-Lösungansatz sehr interessant. Dieser Post ist der Beginn einer kleinen Serie „Cloud mal praktisch“ in welcher diverse Plattformen vorgestellt werden, die für den geschäftlichen Verwendungszweck gedacht sind. Anbei ein kurzer Ausblick auf die Serie (Update 11.2.2012 mit Links):

  1. Lass dir dein eigenes Produkt fertigen
  2. Hol Dir Dein Design, günstig, schnell und einfach
  3. Nie war es einfacher Deine Kunden zu (Be-)fragen
  4. Markenaufbau a la Minute
  5. Noch nie bist Du schneller zu einem Webshop gekommen
  6.  Wozu ein Webshop? Vielleicht tun es ja bestehende Marktplätze
  7. Noch nie war Werbung einfacher
  8. Vergiss nicht auch mit Kleinanzeigen zu werben!
  9. Es war nie einfacher, Rechnungen zu erstellen und zu versenden
  10. Wieso immer e-Banking: Zahlwesen für Business mal anders
  11. Für Projektmananager 2.0 : Von diesen Tools sollte man Kenntnis haben
  12. Wer braucht noch eine Telefonzentrale?
  13. Nie war es einfacher, dass Dritte Dir helfen, Deine Produkte/Leistungen verkaufen
  14. Wenn man schon einen Anwalt braucht, dann so
  15. In 4 Tagen unter 1000 CHF zur eigenen AG
  16. Die Plattform für Kleinarbeiten, vorallem für Kleinarbeiten 2.0
  17. Die Plattform für alle anderen Arbeiten
  18. Die virtuelle Post, echt gut
  19. Es war nie einfacher, sich mit seinen Mitarbeitern und Partnern auszutauschen
  20. Tipps für Sicherheitsbewusste
Vielleicht ist etwas für Euch dabei. Aber eins ist aus meiner Sicht ganz sicher:  Die Liste lässt erahnen, dass das Internet – insbesondere das “Social Web” – wirklich eine disruptive  Technologie ist. Diese hat erst jetzt damit begonnen, unsere Geschäftswelt so richtig umzukrempeln. Wir stehen erst am Anfang einer Business Revolution und auch am Anfang einer Management Revolution, denn sowas braucht auch andere Führungskräfte!  

Interessiert? Dann bleibt in den nächsten Wochen auf diesem Kanal!

So long, Palo Stacho, Euer Geschäftsmann20

Die dunkle Seite der 2.0 (2) – Negative Auswirkungen von Social Media auf unser Hirn

Milliardenverluste durch abnehmende Aufmerksamkeit – Produktivitätsverluste durch “Multitasking” – Internet und Facebook als effektive Sucht

Durch einen franszösischsprachigen Blog-Post bin ich auf eine interessante Infografik auf buzzom.com gestossen. Dort geht man auf die weniger guten Effekte der Sozialen Netzwerke ein. Kurz:

  • Milliardenverluste (1.3 B£ in UK)  durch abnehmende Aufmerksamkeit – Vor zehn Jahren war dieAufmerksamkeitsspanne 12 Minuten, heute ist Sie 5 Sekunden!?
  • Multitasking 🙁 Massive persönliche Produktivitätsverluste durch Unterbrechungen (Interruptions)
  • Internet und Social Media Sucht ist eine Tatsache – Facebook & Oxytocin / Adrenalin

Stimmt das, was dort geschrieben wird, dann verändern die sozialen Netzwerke die Art wie wir denken und unsere “Verdrahtung im Kopf”, insbesondere wohl bei denjenigen Leuten, welche man den “Digital Natives” zuordnen kann. Was ist Eure Meinung dazu?

Der Geschäftsmann2.0 wird auch nachhaltig geschäften müssen, sonst hat er weniger Kunden und weniger Mitarbeiter!

Ich habe bereits in mehreren Posts, die Millenials-Generation und deren Zunahme an der arbeitenden Bevölkerung angesprochen. Viele dieser Leute, die heute zT immer noch in den Universitäten hocken, haben ganz andere Erwartungen an Ihre Arbeitgeber und an die Hersteller der Produkte, die sie konsumieren. Viele erwarten, dass die Manager und die Unternehmer sorgfältig und nachhaltig mit den Ressourcen dieser Welt umgehen, dazu gehört auch, dass wir es schaffen, das Bevölkerungswachstum zu stoppen. Zu diesem Thema empfehle ich zwei Videos und ich bitte alle, sich hier auch finanziell zu beteiligen.

Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit und schauen Sie dieses “Basis-Video” zur Bevölkerungszunahme und zur Rolle des Westens in der globalen Zukunft an. Es regt zum Nachdenken an und Hans Rosling bringt einem die Materie sehr unterhaltsam näher

Die im obigen Video gezeigte Software kann übrigens von Jedermann/-Frau downgeloadet und verwendet werden! http://www.gapminder.org/desktop/ (Versucht es, es ist echt spannend)

Inzwischen ist es erwiesen, dass eine nachhaltige und bessere Zukunft der Erde nur bewerkstelligt werden kann, wenn man in die Bildung der Frauen in den Drittweltländern investiert, denn das bringt auch die Geburtenrate runter. Das untenstehende Video gibt einen sehr schönen Ueberblick

Und spenden Sie dafür hier und nicht (nur) bei JRZ (Für Nicht-Schweizer: “Jeder Rappen zaehlt” eine Aktion des Schweizer Radios DRS 3 jeweils im Dezember, welche dazu geführt hat, dass ich inzwischen viel weniger DRS 3 höre, da ich eine Wohltätigkeits-Overdose abbekommen habe)…). Für Facebookler: Girls-Effect auf FB:

Girl-Effect Netzwerk auf Facebook

Fibre to the Home (FTTH) ist die Zukunft und NOETIG, aber da ist die offizielle Schweiz anderer Meinung

In der Schweiz wurden für wohl für Milliarden von Franken Glasfasern verlegt. Dies ist eine der wichtigsten und am meisten verkannten Investitionen hierzulande!!! Irgendwann mal kommt das Kabel (das Koax-Kabel) an seine Grenzen, das Telefon-Kabel ist es bereits. Dann muss auf Glas gewechselt werden, LTE ist hier keine Option.

Kleines Beispiel: Wenn bei mir im Haus meine Kinder, meine Frau und ich gleichzeitig HD-Video (youtube etc) streamen und ich gleichzeitig meine Fotobücher mit Dropbox synchronisiere, dann brauche ich schon Saft. Diese Tendenz wird noch zunehmen! Nur scheinbar ist das keine Grundanforderung, meint das die Eidg. Kommunikations-kommision (ComCom). So steht’s wenigstens in der Netzwoche. Gspunna….
oder besser: Kurzsichtig! Geschäftsleute 2.0 gibt es auch in den Bergregionen, so wie auch breitbandhungrige Millenials!

Wenigstens hat man den Monopol-Bemühungen der Swisscom einen Riegel geschoben, sofern ich die Meldung richtig verstanden habe. Zur Wichtigkeit von Glasfaser, hier noch ein Ausschnitt aus einer Samstagsausgabe der NZZ vom letzten Herbst….

Auch wenn sich grosse Firmen immer noch sträuben: Hier ist ein weiteres Signal, dass Social-Media nicht verschwinden wird – Neuer Lehrgang zum Master „Online Marketing Management“.

Es gibt grosse Schweizer Institutionen, die sich nach wie vor mit Vehemenz gegen Social Media oder gegen die kollaborativen Web 2.0 Plattformen wehren. Heute ist es z.B. den Mitarbeitern einer Schweizer Grossbank nach wie vor nicht vergönnt, diese Plattformen zu verwenden:

  • Facebook – gesperrt,
  • Youtube – gesperrt,
  • Twitter –gesperrt,
  • Xing/LinkedIn – teilweise gesperrt.

Was soll das? Junge Mitarbeiter erwarten Zugriff auf Ihre Community-Tools, auch junge Banker! Hinter diesem Hintergrund erscheint das neue Angebot der FHNW zum Master Online Marketing Management doch ein bisschen befremdent, aber der Schule ist es ernst: Ab 2012 kann man dort lernen, wie man den Marketing-Mix um die Komponenten Social Media und Web 2.0 erweitert. Und sicher lernt man dabei noch viel mehr….