Überdenken Sie Ihre Organisation in Ihrem Unternehmen: Passende Firmenstrukturen für Millenials

In meinem letzten Post habe ich einige Überlegungen zur Führung der jungen Generationen angestellt. Jede Führung ist aber in eine Struktur eingebetttet, meine Generation ist mit Linien-, Stablinien, Matrix oder Projekt- Aufbauorganisationen in den Firmen aufgewachsen. Die Millenials hingegen sind in einer vernetzten Welt mit schwammigen Grenzen aufgewachsen und haben wohl deswegen ein nicht wirklich ausgeprägtes Hierarchiedenken. Wenn man diese Leute optimal einsetzen will, dann sollte sich die Führungskraft auch einige Gedanken über die Firmenstruktur machen. Welche dieser zwei Organisationsmodelle ist wohl besser für die jüngeren Mitarbeiter gedacht?

old fashioned organizational model 1.0

millenial friendly organizational model 2.0

Ich selber muss zugeben, dass das obig gezeigte, “vernetzte Modell” mir heute auch besser gefällt. Vor einigen Jahren war das anders, da war mir die vermeintliche Ordnung, die das hierarchische Modell vorgaukelt, lieber. Aber die Zeiten und die Bedürfnisse ändern sich!

So Long,  Palo Stacho

Der Geschäftsmann / Die Führungskraft und die Millenials: Führen der Generation Millenials / Y / NetGen

In einem früheren Blog bin ich bereits auf die Zunahme der Millenials in der Arbeitswelt eingegangen. Anhand eines kurzen provokativen Essays möchte ich die Führungsoptik in Bezug auf die Generation, welche zwischen 1980 – 2000 geboren ist, ausleuchten:

Was der Geschäftsmann 1.0 von den Millenials hält:
Das sind doch von Ihren Eltern verhätschelte, sprunghafte, junge Leute, ohne Konsequenz und Durchaltevermögen. Bei der Bequemlichkeit, welche sie an den Tag legen, sind sie viel zu ehrgeizig, haben keinen Respekt vor dem Alter und wollen immer mehr. Dazu sind sie unzuverlässig;  Sie halten sich nicht an die Bürozeiten, auf Telefonate antworten Sie spät und kommunizieren nur mit SMS. Sie haben immer den MP3-Player „im Ohr“ und haben laufend den Browser mit Facebook offen. Und Sie wollen immer wieder Feedback, „Ja das hast Du gut gemacht…“. Wenn man dann offen ist und mal Kritik übt, dann muss man stundenlang erklären wieso „es“ wirklich nicht gut war. Im Betrieb kann man solche Leute sowieso nicht halten, die sind spätestens nach zwei Jahren wieder weg!

Was die Millenials über den Geschäftsmann 1.0 halten:
Das sind doch alte engstirnige auf Pünktlichkeit versessene Patriarchen, die Denken dass Dienstalter wichtig sei. Die haben kein Verständnis für meine Fortbildungswünsche im Ausland. Klar freuen wir uns auch auf die Parties dort mit den ausländischen Freunden, die wir in unserem sozialen Netzwerk pflegen. Generell hocken die Alten nur im Büro und es ist ihnen egal, was sonst in der Welt passiert. Sehen die denn nicht , welche sozialen Missstände und Umweltkatastrophen sie verursachen, die es jetzt zu beheben gilt? Und dann dürfen wir unsere Tablets nicht einmal im Geschäft gebrauchen, aber das ist ja klar, „die“ können ja nicht mal ein SMS schreiben, geschweige denn beherrschen sie eine Programmiersprache!

Der Geschäftsmann 2.0 macht’s besser, seine Sicht auf die Millenials:
Er schätzt Ihre Beweglichkeit und Flexibilität und Ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen und neue Chancen zu ergreifen. Damit seine jungen Mitarbeiter die richtige Anleitung bekommen, führt er Mentoringprogramme ein und ermöglicht in den HR-Prozessen spontane Feedbackschlaufen, die von beiden Seiten angestossen werden können. Er plant mindestens quartalsweise ein lockeres, aber formelles Kurz-Mitarbeitergespräch und plant proaktiv mit Ihnen die Ausbildungen und allfällige Auszeiten. Er weiss, dass die Landesgrenzen je länger wie weniger Bedeutung haben. Deshalb baut er auf ein internationales Geschäftsmodell. Er unterstützt mobile Arbeitsplätze, gleichzeitig hilft er aber seinen jungen Mitarbeitern zur Einsicht zu gelangen, dass Face-to-Face Gespräche immer wichtig bleiben werden. Er hat kein Problem mit der paralellen Arbeitsweise der Jungen, doch er weist diese ständig darauf hin, dass einerseits Aufmerksamkeit unteilbar ist, wie auch die Konzentration auf eine einzige Sache in der Regel bessere Resultate bringt. Er hat sich auch daran gewöhnt, dass er sich beizeiten als Babysitter vorkommt, denn das gehört eben dazu!

Die Sicht der Millenials auf den Geschäftsmann 2.0:
Er gibt uns am Anfang den kollegialen Rückhalt, den wir von Zuhause her gewöhnt sind. Er ist ein Vorbild und er kommuniziert mit uns auf gleicher Augenhöhe. Er ermöglicht es uns mit Leuten in einem Team zusammenzuarbeiten, die wir mögen und welche von überall her kommen. Dabei lässt er uns entsprechende Freiräume, er lässt Flexibilität zu und nicht nur bei den Arbeitszeiten.  Das Unternehmen, welches er führt, zeigt nicht nur Respekt gegenüber den jungen Generationen sondern es übernimmt auch soziale Verantwortung ausserhalb der Firma und trägt Sorge zur Umwelt. Das macht die Firma zusätzlich zu den guten Fortbildungsmöglichkeiten noch attraktiver für uns!

Social Media ist was nur für Junge? Falsch. Hier der Beweis!

Letzthin war ich an einer Diskussion beteiligt, in welcher einige Gesprächspartner behaupteten, dass nur die “Dreissiger” und Jünger “Social Media Affinität” besitzen.
Dem ist nicht so, denn die Mitglieder der Community rund um die Johann Sebastian Bach Stiftung sind älter als 45 Jahre im Durchschnitt. Und genau diese Stiftung kam dieses Jahr mit “Bach er lebt” unter die Top 3 bei den Social Media Award Wahlen! Hier gehts auf die Facebookseite des Awards.

Anbei die Pressemitteilung der Bach-Stiftung zum Thema.