Was bringen heute noch ICT-Messen, wenn der Kunde heute einen konkreten Mehrwert erwartet? #cno #cnopanel

Heute hat sich der Geschäftsmann 2.0 wieder einmal ein ein “Klassentreffen” begeben, denn heute findet zum 13. Mal das CNO-Panel statt. Dabei hat er sich dieses Jahr einmal zu einem Workshop eingeschrieben, welches ein echtes 1.0er Thema ist: “ICT-Marketing – Wie lässt sich das Beste aus Messen / Kongressen herausholen”.

Icno2013n der Runde wurde recht schnell klar, dass der Nutzen von reinen ICT-Messen breit in Frage gestellt wurde. Bei Kongressen, welche den Kunden einen konkreten Nutzen in Fachreferaten geboten werden kann, sieht das nach wie vor anders aus. Der Geschäftsmann nahm aber wahr, dass die meisten Workshopteilnehmer  nach wie vor Hemmungen haben, von Messen abzulassen! Sie scheuen sich immer noch, die Stände an den Messen aufzugeben und sich physisch nicht mehr zu zeigen, auch wenn sozuagen alle Anbieter im Raum bestätigten, dass an Messen immer wie weniger Leads mehr generiert werden können.

Klar wurde, dass Kongresse und Messen (sofern es solche noch im ICT-Markt geben wird) zukünftig im Marketing-Mix einen schweren Stand haben werden. ABER: Der Geschäftsmann weiss genau, wie z.B Kongresse – mit den richtigen Begleitmassnahmen in der virtuellen Welt – nach wie vor für die Anbieter gewinnbringende Anlässe sein können! Interesse? Dann kontaktieren Sie den Geschäftsmann 2.0, Sie wissen ja, wo und wie Sie ihn finden, oder hinterlassen Sie Ihm im Kontaktformular doch eine Nachricht http://geschaeftsmann20.com/kontakt/ 

Zum Schluss sagt der Geschäftsmann nur noch eins: “Mach nur, was Du messen kannst”, das gilt auch für Messen und Kongresse

Bedient H&M keine Apple Kunden? Die Martin Margiela Kampagne

Heute geht es mal wieder um etwas profaneres: Der Geschäftsmann 2.0 hat sich die Web-Kampagne von H&M zu der gestern am 15.11.2012 gelaunchten Kollektion von Martin Margiela angeschaut. Dabei war er bass darüber erstaunt. dass so ein gosser Modekonzern den Fehler begeht, für diese Kollektion quasi einen komplett auf “Flash” basierenden Webauftritt ins Web zu stellen!

Diese Seite funktioniert weder auf dem Iphone noch auf deim Ipad! Will den H&M mit Besitzern von Apple Geräten kein Business machen? Gemäss Bilanz 18/2012 ist der weltweite Marktanteil an Iphones nach wie vor bei 20%, somit wird ein Fünftel der potentiellen Kundschaft web-marketingmässig nicht – oder fast nicht adressiert….

Was meint Ihr dazu?

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

Übrigens: Der Geschäftsmann meint, dass die Flash-Version der Margiela-Kollektions Page mit Ihrer Verschachtelung und Ihrer tiefen Platzausnutzung auf dem Screen  sowieso nicht über alle Zweifel erhaben ist (Mann, brauchen die vielen Bilder Bandbreite!)! Diese Kampagne fällt im Mobile Advertising Ranking sicher durch 😉

 

22. GFM Marketing-Trend-Tagung – Referat Martin Lindstrom “Sleep with your customer”: Zusammenfassung folgt nächsten Montag

Sleep with your Customer - Marketing-Trend-Tagung

Der Geschäftsmann wurde von verschiedener Seite noch gebeten, für den letzten Beitrag der GfM Marketing-Trend-Tagung “The Future of Marketing” ebenfalls noch eine Zusammenfassung zu publizieren. Dies macht er gerne, nächsten Montag kommt dazu ein detaillierter Beitrag! Kurze Preview des Inhalts:

  • Wir können nicht multitasken (1.3 Tasks schafft der Mensch parallel)
  • Deine Marke muss auch bei mangelnder Aufmerksamkeit (=Multitasking) erkannt werden können
  • Smashables: Deine Marke erkennt man auch wenn man lediglich einem Fragment konfrontiert wird (Splitter einer Colaflasche)
  • Deine Marke (und die Firma dahinter) muss offen, ehrlich, transparent sein

Den ersten Blog-Post zur  Marketing-Trend-Tagung gibt es hier.

Have a nice Weekend! Euer Gmann20

Ooops! 22. GFM Marketing-Trend-Tagung: The Future of Marketing, aber ohne Web 2.0!

Die diesjährige GFM Marketing-Trend-Tagung ging heute in Zürich über die Bühne. Die sehr gut orchestrierte, von der SRF Frau Christine Maier moderierte Konferenz empfing über 600 Teilnehmer, darunter viele CEOs, Chef-Marketeers und sonstige Führungskräfte aus D/CH.

Die erste Überraschung erfolgte bereits vor der Konferenz. Als der Geschäftsmann 2.0 nach dem Hashtag für den Anlass fragte, bekam er vom Geschäftsführer der GFM die Antwort “Wir haben keinen, wir sind Old School”. Wow. Heavy für einen Anlass mit dem Titel “The Future of Marketing”… Dieses Statement ist umso schwerwiegender, wenn der Key-Note Speaker  Anton Meyer von einem “fundamentalen Wandel beim Marketing” und von “weniger ‘to’ und mehr ‘with’ ” spricht! Nun, zum Inhalt:

Keynote-Speaker Anton Meyer spricht von einer neuen Marketing-Lehre. Seine Thesen:

  • These 1: Weniger “to” und mehr “with” (Co-Creation, Wert entsteht neu aus Nutzung)
  • These 2: Vernetzung der realen mit der digitalen Welt in Echtzeit
  • These 3: Marketing auf Augenhöhe (Die neue Basis -Aufgrund totaler Transparenz, ist Ehrlichkeit, Vertrauen und Verantwortung nötig).

GFM Markteting Trend Tagung 2012Gemäss Meyer, wird das unternehmensgetriebene Outbound Marketing massiv abnehmen, das kundengetriebene Inboud-Marketing dafür zunehmen und neu wird ein integratives und interaktives “With” (-Marketing) –> Dialog-Marketing? entstehen. Die meisten Unternehmen seien davon aber noch meilenweit weg, die meisten Firmen machen immer noch Old-School Marketing, sprich lediglich Inbound.Wer steuert die Kundenbeziehung, ist es neu eher ein Dialog auf Augenöhe? Und was ist eigentlich das Epizentrum der Kundenbeziehung fragt Meyer weiter? Seine Antwort:Es wird nicht mehr Print sein und auch das nicht, was heute unter TV verstanden wird. –> CoCreation ist das Thema (10% der Verbraucher sind aktiv in der Community, 2% sind echte “Aktivisten”) so Meyer. Die zweite These ist die “totale Vernetzung” 24*7 über alle Touchpoints. Das Internet ist das erste Massenmedium, bei dem das Produktionsmittel gleichzeitig das Distributionsmittel und das Konsummittel ist.  Je mehr Touchpoints/Kanäle bestehen, umso stärker ist der Kontollverlust der Anbieter. Das Internet führt zur Waffengleichheit von Anbietern und Nachfragern. Man wird als Anbieter komplett transparent und muss deswegen authentisch sein und dies  erzwingt das Marketing auf Augenhöhe. Wenn man auf gleicher Augenhöhe kommuniziert, dann geht es auch um Glaubwürdigkeit, dabei hat “Jemand wie Du und ich” inzwischen mehr Glaubwürdigkeit als der CEO der Firma, sagte Meyer.

Do you speak digital ? Der zweite Sprecher war Lars Rottschäfer, Brandmanager von AXE. Die Marke gibt es bereits seit 28 Jahren, der Zielkunde ist seit jeher der 16-18 Junge. Diesen erreicht man heute nicht mehr nur mit TV. Die AXE Marken-Kommunikation zielt ganz profan auf “Junge will Mädchen”. Man pusht eher Unterhaltung anstelle Information. Digitaler Content ist sehr wichtig (nicht TV). Beispiel dieses 3-Min TV Video, oder Youtube Adaption des Engel-TV Spots –> Aufgepimpte AXE Spots, viel länger als normale TV-Spots. Ein weiterer Versuch, der aber nicht richtig funktioniert hat, war die AXE “Mach Wach Show” zu einer bestimmten Zeit auf einem Sender. Warum hat es nicht funktioniert? Die Jungen folgen den linearen Medien nicht mehr: “Linear ist tot”. Facebook ist der Kanal (der Zukunft), so Rottschäfer. Eine weitere interessante Kampagne war “Axe Hot Jobs“. Auch der “Digitale Adventskalender” lief gut.   Die Message von Rottschäfer war klar, dass die digitale Welt “der Platz” sei und dass man nicht aufhören soll, herumzuprobieren. Man sei “Always Beta” und “spiele laufend” herum.

Zukunft Marketing – Andreas Steinle vom Zukunftsinstitut ging auf die Megatrendmap ein. Insbesondere die Stränge “Individualisierung“, “Neu-Ökologie” und “Connectivity” hob er hervor (Hier gibt’s das PDF zum Thema). Indidualität triggert “Responsivität” und ist ein menschliches Grundbedürfnis. Die Responsivität, sprich das Feedback wird durch die Connectivity, die Vernetzung gehebelt. Ein schönes Beispiel ist die “Diesel Cam”, einer Kampagne aus Spanien. der Bekleidungsmarke Diesel. Die heutige Connectivity führt ebenfallss eine Explosion von Individualitätsäusserung der Menschen. Diese Individualitätsäusserung generiert enorme Daten, welche für Marketeers sehr interessant sind (Anm. vom Gmann20.: BigData). Direkt kann man diese Individualitätsäusserung hier verfolgen  http://timeu.se/  – Das ist Menscheitsbeobachtung in Echtzeit! Am Ende führe das zu einer Partizipations-Ökonomie so Steinle:  “Shared Value statt Shareholder Value” – Markige Worte…..

#gfm2012Ein weiterer Speaker war Amir Suissa, der CEO von DeinDeal, wahrscheinlich dem am stärksten wachsenden Start-Up Unternehmen in der Schweiz. DeinDeal beschäftigt im Jahr Drei seiner Existenz bereits weit über 100 Angestellte. Die Firma ist übrigens einer der Kunden des Geschäftsmannes 2.0 🙂 . Suissa betont, dass die Kunden der Firma nicht Schnäppchenjäger sind, sondern eher kaufkräftige Personen mit hohem Einkommen und mit einem Frauenanteil von 60%. DeinDeal setzt bei seinen Verkaufsbemühungen auf Performance Marketing, sowie sehr stark auch auf Dialog Marketing (Interaktion mit den Kunden und mit der Community).

Perfomance Marketing: DeinDeal gibt bei Google, Facebook und Affiliates Millionen von Franken Werbegelder aus. Dafür kriegt DeinDeal pro Woche 54 Mio Impressions auf Facebook, bei Google sind es 12 Millionen pro Woche (!). Weiter werden 6 Millionen Mails die Woche versendet. Interessant: 50% der Umsätze werden über die Emails generiert (Sprich ein Email-Newsletter Kunde klickt auf einen Link im besagten Email).

Dialog Marketing: DeinDeal setzt klar auf aktives Dialog-Marketing. Facebook ist da sehr wichtig, Twitter hingegen ist in der Schweiz unbedeutend. Bei Facebook erreicht DeinDeal einen Viertel (!) der Facebook Population in der Schweiz (700K Likers). Wichtig ist dabei, dass man nicht eine Kommunikation über Deals macht, sondern eine Kommunikation über Themen! So bleibt man nah am User. Des Weiteren agiert die Firma in den digitalen Kanälen mit der Direktive “Spiel / Spass / Spannung“, wie zB. mit Wettbewerben oder Kniffelspielen. Dieser Mechanismus ist dem regelmässigen Leser dieses Blogs nicht unbekannt, darüber hat der Geschäftsmann in älteren Posts ja bereits einige Beiträge gebracht.

2011 war DeinDeal auf Rang 10 der schnellstwachsenden Suchbegriffe in der Schweiz! (#1 war DSDS). Die Plattform hat 500K User, welche 1.2M unique Zugriffe auf die Web Site pro Woche generieren. Bis Dato sind 5000 Deals gelaufen (pro Woche werden aktuell 12000 – 20000 Gutscheine verkauft) und die Kunden konnten mit DeinDeal über 70 Millionen CHF sparen.

Wichtig sind für Suissa vorgelebte Werte in der Firma: Fair / Schlagkräftig  / Messbar:

  • Fair: DeinDeal will faire Deals anbieten mit hoher Qualität. Deswegen hat das Unternehmen eine grosse Qualitäts-“Abteilung”, um zu prüfen, dass die Angebote auch wirklich gute, hochstehende Deals sind.
  • Schlagkräftig: Der Markt in der Schweiz ist klein und das bedingt eine echte Agilität des Unternehmens auf dem Marktplatz Schweiz.
  • Messbar: DeinDeal misst alles und hat dafür ein Set von 60 KPIs aufgebaut. Diese KPIs wurden  letztes Jahr in einem sehr schlagkräftigen BI-System implementiert damit diese 60 Kennzahlen laufend gemessen werden können. Details dazu gibt es hier.

Neben den obgenannten Werten arbeitet DeinDeal zusätzlich noch nach folgenden Prämissen: Execution is Key / Focus or Fail / Listen to your Intuition. Diese Prämissen haben gemäss Suissa geholfen, dass DeinDeal mit 70% Marktanteil der absolut grösste Player im Schweizer Markt ist. Einen Knaller präsentierte Suissa noch am Schluss:  Der Deal am nächsten Dienstag (03.04.12) auf DeinDeal ist ein Maserati Grantourismo S für 131 000 anstelle
212 000 CHF!

Suissa machte eine kurze Umfrage in Plenum, wer im Saal denn DeinDeal kenne, ca. 80% hoben die Hand. Auf die Folgefrage, wer denn bereits schon einen Coupon auf der Plattfom erworben habe, hielten immer noch ca 1/3 die Hand hoch.

Finaler Eindruck des Geschäftsmannes 2.0 vom GFM-Trendtag zum Tranformationsstand 2012 der Schweizer Marketing-Gilde: Das Schweizer Marketing ist immer noch irgendwo beim Releasestand 1.x . Bis das neue Marketingverständnis sich im Lande verankert hat, wird das noch einige Zeit dauern und viel Arbeit brauchen! Die Referate stiessen aus meiner Sicht absolut in die richtige Richtung, auch wenn die Präsentationen nicht so visionär waren wie am Europaischen Trend-Tag 2012, der vor 2 Wochen am GDI in Rüschlikon stattfand.

Zu diesem Post erscheint noch ein Nachtrag und zwar vom Referat von Martin Lindstrom “Sleep with your customer”: Die Zusammenfassung folgt nächsten Montag 2.4.2012