Web 2.0 mal praktisch (23) – Für den KMU war es nie einfacher sich ein eigenes Facebook zu basteln: Social Collaboration inkl Microblogging und Fileablage

Zugegebenermassen: Microsoft Sharepoint ist ein erstklassiges Team-Kollaborationswerkzeug, welches inzwischen ebenfalls “soziale Elemente” beinhaltet.  Und mit den sozusagen auf jeder Windows-Kiste installierbaren “Sharepoint Services” ist davon sogar eine äusserst kostengünstige und schlanke Variante von Sharepoint verfügbar. Aber es ist eben ein Microsoft-Produkt.

Alternativ zu Microsoft gibt es eine Fülle von Services und Produkten. In den letzten Beiträgen auf diesem Kanal wurde

Auf was soll nun der KMU bei der sozialen Kollaboration und bei der Teamarbeit setzen? Der Geschäftsmann sieht folgende Lösungsansätze für den KMU

  1. Eine BuddyPress-Installation basierend auf WordPress
  2. Eine Sharepoint basierte Lösung
  3. Eine integraler Einsatz von Google-Tools (Google+ mit Google-Drive)
  4. Den Einsatz von cloudbasierten Services wie samepage.io oder Socialcast
  5. Einen “patchwork” Einsatz diverser “Teil”-Tools wie snipia, SAP-Streamwork, Yammer, etc

Was soll jetzt genommen werden? BuddyPress kostet nichts und ist schnell installiert, es fehlen jedoch die Filesharing-Funktionalitäten, hier müsste z.B Skydrive, Wuala oder Dropbox hinzugenommen werden müssen. Sharepoint oder der kleine Bruder Sharepoint Services ist stabil, weit verbreitet und es ist eine umfassende Lösung mit allem drin. Es kostet aber meistens und es kann den häufig bereits bestehenden Microsoft Lock-In noch festigen. Google liefert alles aus einer Hand und es ist ebenfalls eine umfassende Lösung mit allem drin, doch hat alles eine eigene Bedienungsphilosophie und ein spezielles Look & Feel. Ein Kompletteinsatz der Google-Tools kann ähnliche Bedenken in Sachen Lock-In schüren, dazu werden alle Dokumente von google indiziert und gescannt. Dazu kommt, dass Google eine US-Firma ist (Auf Basis des Patriot Act verlangen die US-Behörden bei allen Softwareplattformen einen möglichen Zugriff anhand einer Hintertüre). Spezialisierte Anbieter wie samepage.io oder Socialcast bieten gute Services an. Diese sind jedoch in einer Nische und man weiss nicht wie lange diese am Markt bestehen werden.  Und zu guter Letzt kann man “Patchworklösungen” einsetzen: Die einzelnen “Toolchen” sind schnell zusammengestiefelt, aber dadurch manchmal nicht so integriert und Issues in Sachen Sicherheit (x-Passwörter, etc.) sind nicht auszuschliessen.

Es gibt also keine Universal-Lösung. Der KMU oder ganz einfach der Nutzer muss seine eigenen Bedürfnisse analysieren und dann entsprechend disponieren. Fakt ist, dass er heute viel mehr Auswahl hat, als vor 5 Jahren. Kosten tut es bei weitem nicht mehr so viel wie früher und man muss häufig auch nicht mehr ein EDV-Freak sein um die Lösungen (selber) einzurichten.

Übrigens: Der Geschäftsmann 2.0 hilft auch mal gerne bei Evaluation und Analyse von solchen Tools. Oder bei der Marktübersicht, oder ähnlichem.

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0 – 4. März 2013

Flowboard: Projektmanagement für agile Projekte (SCRUM)

Bp-gtm-system:Team-Taskmanagement für BuddyPress Installationen

WP-Project Manager

Ndizi-Projekt Management

SP Client Document Manager, ist eher ein projektbasiertes Filemanagement, hat aber ein sehr hohes Rating mit 4.6 Sternen

Social Collaboration für den KMU anhand von samepage.io – Minifacebook mit Fileablage, die “private social cloud” von Kerio

In einem der letzten Beiträge ging der Geschäftsmann 2.0 darauf ein, wie man mit “Buddypress” quasi gratis zu einem Firmen-Facebook kommt. Diese Variante benötigt schon einiges IT-Wissen im Betrieb, drängt sich doch damit eine Installation eines für seine Bedürfnisse eingerichteten WordPress-Blogs auf.

Filesharing & Social for Business. Wenn man nun in einem KMU engagiert ist, wenn man man den Aufwand für eine eigene WordPress-Installation ganz einfach scheut oder wenn man noch flexibler sein will, dann ist vielleicht Samepage die richtige Lösung. Samepage vereint salopp gesagt die Funktionen von Dropbox, Yammer, Facebook und die einfache Seitenerstellung für Arbeitsgruppen (analog Sharepoint-Services) zusammen in einer Cloudlösung, welche demnächst auch auf europäischen Servern gehostet werden wird.

Multimediales Filesharing erweitert mit sozialen Funktionen anhand von Samepage
Multimediales Filesharing erweitert mit sozialen Funktionen anhand von Samepage

Man erstellt für eine Aufgabe im Betrieb oder für ein Projekt eine “Page” und lädt die daran beteiligten Kollegen einfach zu dieser Seite ein. Dort kann man dann multimedial alle Objekte und Dokumente zum Thema ablegen und anhand von Feedbacks und Statusupdates die Diskussion zum Thema in sozialen Streams führen. Der Hersteller Kerio spricht von “Filesharing in einer privaten Social Cloud“. Dazu gehört auch die Verlinkung auf externen Content, eine Terminkalenderverwaltung und ebenfalls eine Aktivitätenliste. Leider kann man lediglich Aktivitäten/Pendenzen für sich selbst führen, sprich es besteht kein integriertes Taskmanagement für Arbeitsgruppen oder sonstige Projektmanagementfunktionalität.

Samepage gibt es in einer Gratisvariante (Starterplan, bis max. 10 GB Speicher) und dann in einer Premium-Variante, welche 10$ pro Monat pro User kostet. Das zwanzigminütige deutschsprachige Video untenstehend gibt einen guten Überblick auch wenn der Clip beizeiten langfädig ist: 

samepage.io ist neu, das Offering gibt es lediglich sei Februar 2013, vorher bot Kerio einen ähnlichen Service unter dem Namen “Workspace” an. Hier gibt es von Elise eine interessante Drittmeinung zu samepage und hier einen detaillierten Blogpost von Tony Lawrence. Ach ja: Scheinbar scheint es noch gute Apps für Smartphones geben, aber soweit ist der Gmann 2.0 noch nicht mit durchtesten, er hat bis jetzt lediglich den Web-, wie auch die Windows und Mac-Clients durchgetestet.

Und nun? Soll man BuddyPress oder Samepage.io wählen? Oder gar eine andere Plattform? Dies beantwortet der Geschäftsmann 2.0 in einem der nächsten Beiträge.

So Long, Euer Gmann 2.0

Web 2.0 mal praktisch (20) – Es war nie einfacher, sich von Microsoft Exchange zu lösen

Alle “älteren” Kollegen des Geschäftsmannes 2.0 brauchen Outlook und Exchange. Das ist bei den “jüngeren” Kollegen des Geschäftsmannes gar nicht der Fall. Microsoft ist eine Krake, welche den Benutzer mit seiner Funktionalität umgarnt. Alle Manager schimpfen zwar über SAP und den Lock-in, in welchem sich viele Führungsleute mit dieser “ERP-Software” befinden.  Aber Microsoft ist schlimmer! Viel schlimmer. Wieso? Weil – zumindest ist das die Sicht des Geschäftsmannes 2.0 – durch Microsoft-Produkte die Innovationskraft der Organisation geschmälert wird, die Agilität und die Flexibilität ist tiefer. Bei Microsoft kostet ja fast alles immer etwas. Das ist z.B bei Google nicht der Fall. Die Gegenfrage könnte hier heissen: “Und was ist mit den Lock-in Gefahren bei Google?” Ja – Die gibt es selbstverständlich auch, aber der Geschäftsmann 2.0 ist der Meinung, dass der Vorteil der stärkeren Agilität und Flexibilität bei Google, sowie die dadurch höheren Innovations-Möglichkeiten die Nachteile aufwiegen! Vorallem für KMUs und bei Jungfirmen ist man sofort und unkompliziert operativ.

Google – Apps ermöglicht den Aufbau einer kompletten “Büroautomations / Workgroup Infrastruktur” innert Stunden. Auch Nicht-Techniker können das erledigen, Dummy Anleitungen gibt es im Web genug, wie z.B hier. Will man sich nicht sofort komplett von der Microsoft / Windows Welt lösen, dann muss man ja nicht gleich alles von Google verwenden.  Man kann ja mit Gmail und dem Google-Kalender und -Adressbuch starten und daneben Cloud-basierte File-Ablagen wie z.B Dropbox oder Skydrive (Microsoft) verwenden. Gmail erlaubt auch Imap und wenn man diesen Dienst zusammen mit einer Cloud-File Ablage nutzt, dann muss man sich fürs Erste keine Gedanken zum Backup machen (Der Geschäftsmann 2.0 arbeitet mit zwei Notebooks und hat die Daten dazu noch in der Cloud, sprich seine Daten sind redundant auf 3 Systemen vorhanden).

Was dem Geschäftsmann bei Google weiter gefällt: Man kann bei Gmail sofort und einfach seinen Account einrichten. Man kann gratis sogar seinen eigenen Domain-Namen hinterlegen. Bis 10 Nutzer ist der Dienst gratis. Will man die Werbung weg haben oder hat man mehr als 10 Nutzer, dann kostet das ca 5$ pro User und Monat.

Wie löst man sich nun von Exchange und migriert auf Google? Hier ein kurzer Beschrieb:

  1. Man sammelt erste Erfahrungen mit einem einzelnen Gmail Account
  2. Man löst bei Switch oder einen eigenen Domain-Namen
  3. Man richtet über Google-Apps die neue Umgebung ein (Eröffnung der Benutzer und der Mail-Adressen, es können mehrere Adressen pro User, sogenannte Aliase vergeben werden; Einpflegen des Domainnamens wie z.b [email protected] oder so.; etc)
  4. Man passt Gmail seriöser für seine Bedürfnisse an, insbesondere:
    1. Nicht vergessen gleich am Anfang die Labels einzurichten, welche der “Ordner-Ersatz” sind. Gmail kennt keine Ordner, sondern Labels. Das Gute ist, ein Mail kann mit mehreren Labels versehen werden.(Zahnrad –> Einstellungen –> Labels)
    2. Weitere sinnvolle Anfangseinstellungen (Zahnrad–> Einstellungen –> Allgemein)
      • Tastaturkürzel aktivieren
      • Immer https verwenden
      • Konversationssicht deaktiveren (für diejenigen, die gar nicht zschlag damit kommen)
      • Desktopbenachrichtigungen für Chats einschalten
    3. Auch die Signatur gleich am Anfang erstellen. (Ebenfalls Zahnrad–> Einstellungen –> Allgemein: ganz unten)
  5. Adress-Migration: Man hat die Möglichkeit, alles (Mails/Kalender/Adressen/ToDo’s/etc) zu migrieren. Wenn man einen sauberen Schnitt machen will, dann ist es gegebenenfalls besser, per Zeitpunkt X einfach umzuswitchen und die “alten” Elemente einfach auf dem alten Outlook-Client zu belassen.
    Wenn man sich für die zweite Variante entschliesst, dann braucht man trotzdem die Adressen. Das ist der einzige knifflige Teil der Umstellung. Hier das grobe Vorgehen mit Tipps:

    1. Im Outlook (2010) Datei–> Oeffnen–> Importieren–> “In Datei exportieren” wählen
    2. Kommagetrennte Werte (Windows) wählen: Ergibt ein CSV – Format
    3. Den zu exportierenden Kontaktordner wählen. Tipp: Neben dem Standardordner “contacts” gibt es auch den Ordner “Vorgeschlagene Kontakte” , denn sollte man in einem zweiten Schritt ebenfalls exportieren, denn dort sind diejenigen Email-Adressen drin mit welchen man häufig mailt!
    4. Filenamen wählen und – wichtig – anhand “Benutzerdefinierte Felder zuordnen” eine eigene Filestruktur erstellen! Die gruppierten Kontaktfelder wie zb +Name (Dahinter verbergen sich die Einzelfelder Anrede, Vorname, Weitere Vornamen, Nachname, Suffix) sind DIE Fehlerquelle für den nachfolgenden Import.
      Export laufen lassen und nun ist man bereit für den Import in Gmail.
  6. Import der CSV-Datei wie hier beschrieben.  Achtung, der Import läuft sehr schnell durch, nicht erschrecken. Und dann wichtig, wenn die Kontaktübersicht leer bleibt, bitte den Browser aktualisieren (F5) und nicht mehrmals auf den Import-Button klicken, so wie der Geschäftsmann 2.0 es getan hat.

Und schon kann man ohne Microsoft-Exchange / Outlook existieren! Was jetzt noch übrig bleibt ist das einrichten des Offline-Mails entweder anhand Google-Chrome  (Anleitung) oder mit dem ausgezeichneten Mailclient Thunderbird.

So Long, Euer nun exchangefreier Geschäftsmann 2.0 – Palo Stacho

Tag cloud gefällig? Mein Blog als “Tag Cloud” – Tag Cloud Maschinen

Ich versehe jeden Beitrag den ich hier schreibe mit sogenannten “Tags”. Wozu das gut ist? Bis vorhin: Keine Ahnung! Aber jetzt weiss ich es, dank Stefan. Einerseits werden durch diese Tags (zu Deutsch “Schlagwörter”) als Ordnungselement benutzt, andererseits sind dies Hilfen für Blog-Suchmaschinen wie Technorati oder Icerocket. Leider findet man mein Blog weder auf Technorati noch auf Icerocket – schnüff – obschon ich mein Weblog auf beiden Plattformen angemeldet habe (Wenn jemand weiss, was ich da falsch mache: Bitte bei mir melden!) Zurück zu den Tag Clouds: Oben sieht man die Tag Cloud, wie sie die Word Press Plattform basierend auf den Tags meines Blogs generiert hat. Daneben gibt es diverse Plattformen, wie Wordle. Dort kann man eine URL oder einen Text eingeben, und schon hat man seine eigene Tag-Cloud. Ich habe http://www.geschaeftsmann20.com als URL eingegeben und unten sieht man das Resultat in zwei verschiedenen Formatierungen.

Mein Blog als Tag CloudHübsch nicht? Ob das jetzt wahnsinnig aussagekräftig ist…..?

Erstellt doch Eure eigene Tag Cloud, einfach auf http://www.wordle.net gehen. Viel Spass, Euer Gmann20

Mein Blog als Tag Cloud

Web 2.0 mal praktisch (20) – Tipps für Sicherheitsbewusste

Ich persönlich habe kein Problem mit Usernamen & Passwort als Sicherheitsmechanismen, obschon mich letztens der Chef eines der bedeutendsten Security-Unternehmen in der Schweiz vom Gegenteil überzeugen wollte. Aber: Ich verwende bei jedem Anbieter ein anderes Passwort und das Passwort ist stark, sprich es sieht etwa so aus: Grm01PLFpf$15. Zugegebenermassen ist es für mich ein ziemlicher Aufwand und es braucht ziemlich Disziplin. Auf dem PC hilft mir ein Passwortverwaltungsprogramm namens Keepass und sonst habe ich meine (manuellen) Hilfsmittel.

Man kann es einfacher haben! Im Web sind erste Anstrengungen zu Single Sign-on erkennbar. Ich möchte hier zwei Konzepte zeigen, die “Internet Single Sign-on” aufgreifen:
1.)  Die Föderierte Identität (Engl. Federated Identity)
2.) Open-ID Provider (Identity Portale)

1.) Föderierte Identität: Man erlaubt einer Plattform, z.B Buildabrand.com, sich mit seinem Facebook-Account einzulösen, siehe untenstehendes Bild mit den Login-Beispielen von buildabfrand.com und SAP-Streamwork (jaja, die erlauben ein Login via google-Account Daten):

Hierzu empfehle ich, für sich selbst oder für seine Company eine ganz einfache Richtlinie aufzustellen: a.) Soll man solche Mechanismen nützen – ja/nein  und b.) Man entscheide sich für eine und nur eine “Masteridentität” z.B man loggt sich überall, wo es geht, nur mit seinem Facebook-Account ein.

2.) OpenID-Provider: Soviel ich begriffen habe, gibt es momentan drei mehr oder minder konkurrenzierende Konzepte/Frameworks/Protokolle in Sachen Sicherheit / Authentifikation. Es sind dies OpenID, SAML und OAuth. Der Begriff OpenID ist mir auf meinem Weg zum Geschäftsmann 2.0 am meisten zu Gesicht gekommen. Mit OpenID kann man heute bei Google, Facebook, Microsoft (WinLive), PayPal, und vielen weiteren Plattformen “sicher” einloggen. Damit man das kann, muss man sich bei einem OpenID-Provider registrieren und bekommt nach dem Beglaubigungsprozedere eine eigene OpenID. Führend ist hier ein Schweizer-Anbieter, nämlich http://www.clavid.ch/

Alternativ kann sowas ebenfalls bei grösseren Playern gemacht werden, wie z.B bei Verisign/Symantec. Nur hätte ich Hemmungen dabei, einerseits weil es ein US-Anbieter ist und das “Beta” ist auch nicht vertrauenserweckend…

Die Migration auf OpenID ist mein übernächstes Projekt auf meinem Weg zum Geschäftsmann 2.0, habe ich doch eine SuisseID, welche mir den Zugang zu meiner persönlichen OpenID bedeutend vereinfacht. Doch mein Freund, der Chef des Security-Unternehmens, hat mir gegenüber bereits den Warnfinger gehoben: “Ist Deine OpenID geknackt, dann hat der Knacker überall Zugriff auf alle Deine Identitäten und Logins…”.

Web 2.0 mal praktisch (19) – Es war nie einfacher, sich mit seinen Mitarbeitern und Partnern auszutauschen (Micro-) Blogging

Huch! Anscheinend sind die Bilder bei der Migration verloren gegangen! Sorry (3.3.2013)

Diejenigen, die mein Blog lesen, die wissen was ein Blog ist, sonst würden Sie ja mein Blog nicht lesen, welches ich auf WordPress (Wiki) schreibe ;-/. Von Twitter haben die meisten ebenfalls gehört, einige brauchen es sogar. Klar ist, dass Twitter sich zur Galionsfigur der Microblogging-Tools (Wiki-Eintrag hier). Blogging-Tools und Microblogging-Tools gehören irgendwie zusammen. Derjenige der bloggt, der twittert auch. Beides sind jedenfalls echt gute Mittel, um sich schnell mit seinen Partnern, Mitarbeitern oder Kunden auszutauschen. Beides sind effiziente Mittel, um die Distanz zwischen Führungskraft 2.0 und seinen Peers zu vermindern. Dies hilft vorallem, wenn die Führungskraft 2.0 und seine Mitarbeiter immer “auf Achse” sind. Es muss immer nicht Twitter, WordPress oder Blogger (gehört google) als Plattform sein. Es gibt anderes und alles liegt wie gewohnt in der Cloud, hier eine Auswahl:

Tumblr
Wie Twitter ohne die 140 Zeichen-Beschränkung, kann zum ausgewachsenen Blog ausgebaut werden. Man kann in sein “Tumblelog” auch Bild, Ton und andere Dateien reintun. Hier gibt’s ein 18-minütiges Tutorial und hier geht’s zum Wiki-Eintrag. Hätte ich Tumblr früher gekannt, dann hätte ich mir überlegt, mein Blog auf Tumblr zu führen, anstelle wie jetzt bei WordPress.

Snipia
Quasi Twittern pro Projekt. Projektgruppen anlegen, den Gruppenmitgliedern Aufgaben zuweisen, Statusupdates posten, Dateien gemeinsam mit Teammitgliedern bearbeiten. Kostenlos.

SAP Streamwork
geht in die gleiche Richtung wie Snipia. Es ist eine Microblogging, Produktivitätssteigerungs und „Decision-Support“ Plattform. Ein Mitglied kann zu einem bestimmten Gebiet/Thema/Aufgabe eine „Aktivität“ eröffnen und dann diese Aktivität mit anderen Mitgliedern teilen oder andere Mitglieder einladen (Ein bizzeli analog der Circles auf Google+) Im Informations-Strom zu einer Aktivität können alle Arten von Dokumenten (doc/xls/pdf/ppt/video/etc) hinzugelegt werden. Als zusätzliche Objekte können Elemente wie Timeline, Poll (Umfrage), Pro/Contra Liste mit den Teilnehmern geteilt werden. Abschliessend können die Entschlüsse als Decision Items festgehalten und mit den anderen geteilt werden. Zu Streamwork geht’s hier.

Yammer
Wie Twitter, ist quasi ein Firmentwitter, weil nur diejenigen mit der gleichen xyz.com  Email-Adresse die Meldungen untereinander sehen. Die unadministrierte Lösung ist gratis, die administrierte Version kann bös ins Geld gehen, vorallem wenn viele Mitarbeiter registriert sind. Ich verwende firmenintern Yammer, migriere aber immer wie mehr zu google+

Socialcast
Nachtrag 22.10.2012:Die Firma VMWare hat mit http://www.socialcast.com/ ebenfalls eine Social-Network Plattform in Angebot, welche z.B von der Firma SAS oder von Philips genutzt wird.

Socialtext
Mischung zwischen Wiki , Weblog und FirmenSocialNetwork. Man kann via Browser, Handy oder einer Adobe AIR-Applikation zugreifen. Ebenfalls ist ein Activity Stream integriert. Man kann das als eine echte Knowledgemanagement-Plattform ansehen. Kostenpflichtig, On-Demand beginnt bei 5000 USD/Jahr  für 50 Mitarbeiter. Socialtext ist nach meinem Kenntnissstand die einzige Lösung, die auch lokal, als on-premise Lösung betrieben werden kann.

Google+
Jeder Geschäftsmann sollte sich https://plus.google.com/ anschauen, jeder! Was Facebook für das Privatleben ist, könnte google+ für das Geschäftsleben (und Familienleben) werden. Google+ ist ein Blog, ein Microblog, die Aufmachung mit den Circles ist sehr ansprechend, die Integration mit gmail top und g+ konkurrenziert sogar noch Skype. Bringt man sein Unternehmen auf google+, dann braucht man kein anderes Blogging/Microblogging-Tool oder ähnlich. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass über kurz oder lang g+ der Totengräber für Yammer sein wird. Genau gleich wie Facebook ist google+ gekommen um zu bleiben. Und:Viele Geschäftsleute trauen google mehr als Facebook. Ja, ich bin ein Fan (geworden).

Hier gibt es die Wiki-Einträge zu den Blogplattformen: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Blogger.com http://de.wikipedia.org/wiki/Wordpress
Und hier gibt es noch eine laange Liste von Alternativen: 
http://www.quora.com/Who-are-the-top-competitors-to-Yammer

Führt Ihr ein “Social Business”, dann braucht Ihr sicher so ein Tool wie oben, oder? Danke für Eure Feedbacks!
So long, euer Geschäftsmann20, Palo

 

 

Web 2.0 mal praktisch (12) – Wer braucht noch eine Telefonzentrale?

“Ich brauche noch ein Telefon zu Hause, alles andere ist mir viel zu unzuverlässig!” – Denken Sie so was? Dann hören Sie doch bitte mit so veralteten Ansichten auf! Wenn mich meine inzwischen über 70-jährigen Eltern zu Hause nicht erwischen, dann versuchen sie es auf meinem Mobile, wenn das nicht funktioniert, dann versuchen Sie es auf dem Mobile meiner Frau. Zum Glück sind Sie (noch) nicht auf Facebook, denn sonst bekäme ich dort auch noch nen “Post auf meiner Wall”.

Was ich damit sagen will: Heute ist Jeder über mehrere Kanäle erreichbar und auf die Zuverlässigkeit der Fix-Telefon Leitung muss nicht mehr so ein hoher Wert gelegt werden wie früher. Es gibt Alternativen zum Fixleitungs-Telefon zu Hause oder im Büro. Eine ist sicher Skype. Jeder kennt Skype. Die meisten brauchen es zu wenig. Auch Sie?

Ich verwende Skype immer wie mehr, vorallem seit Teile meiner engeren Freunde angefangen haben, Ihren Skype-Account auf das Mobile umzuleiten, wenn diese nicht online sind.

Mit Skype kann man ebenfalls eine eigene Schweizer-Telefonnummer haben. Das geht momentan in 23 Ländern, Deutschland und die ganzen skandinavischen Länder sind natürlich auch dabei. Dieser Service kostet, aber nicht allzuviel, in der Schweiz geht die Nummer-Aktivierung über die Cablecom. Dabei können Sie zwischen einer Thuner/Züricher/Genfer Vorwahl auswählen und der Spass kostet Ihnen 15€ Grundgebühr für 3 Monate oder 50€ im Jahr.

Natürlich gibt es Gründe gegen den Gebrauch von Skype als Büro- oder Hausleitung: Es ist nicht abhörsicher, Anrufe in die Vereinigten Arabischen Emirate werden gesperrt, der Technologie-Stack ist nicht SIP-kompatibel, für Notrufe ist das System nur bedingt geeignet… …oder es ist immer noch eine alte Telefonzentrale im Haus…

So Long, Pavel “Palo” Stacho

Web 2.0 mal praktisch (11) – Für Projektmananager 2.0: Von diesen Tools sollte man Kenntnis haben

Basecamp / Trello

Heute geht es um Projektmanagement-Plattformen, um echte Projektmanagement-Plattformen. Natürlich kann man Micro-Blogging Werkzeuge wie Twitter, Tumblr oder SAP-Streamwork auch als Hilfe für Projektabwicklung brauchen. Aber um die geht’s nicht, die kommen glaube ich, erst in Folge 19. Aber jetzt zur Sache:

Ich stelle kurz  Trello und Basecamp vor. Beide Plattformen laufen wie alle anderen bereits vorgestellten Plattformen in der Cloud, als ein “Software as a Service” (SaaS). Ich will die Plattformen aber so wenig wie möglich vergleichen, denn Beide sind doch verschieden. Klar, jedes Werkzeug zur Projektabwicklung braucht Milestones und To-Do’ s und irgendwelche Dashboards (=Instrumententafeln), Gruppenmember und Activities.

Basecamp ist eine der arrivierten Plattformen. Die Gratisversion ist nicht wirklich für die Abwicklung von Projekten, die ich gewöhnt bin, geeignet, zum Ausprobieren reicht Sie allemal. Ab 49$/Mt bekommt man dann wirklich genügend Ressourcen (Speicherplatz, Anzahl Projekte, etc).  Die Grundlagen eines Projekte sind wirklich schnell angelegt, Projektdefinition erstellen–>Auf die ToDo-Liste gehen und ToDo’s anlegen–>Auf dem Kalender Milestones anlegen. Gruppenzuordnungen, Zuweisungen von ToDo’s an Dritte und die ganzen Benachrichtigungsmechanismen (zB. Message Posting bei Milestone-Erreichung oder -Ueberschreitung) sind auch drin.

Trello überrascht mich zunächst positiv mit nicht-funktionalen Features: Der Zugriff ist per se via https und somit gesichert. Einloggen kann man sich ebenfalls mit seinem google-Account, was auch in so einem Setup häufig Sinn macht, denn wenn man so eine Plattform verwendet, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man ebenfalls mit google-Docs oder mit Gmail  arbeitet. Eine Preiskomponente konnte ich nirgends finden.  Die Projekte werden hier über “Pendenzenlisten” gemanagt, man kann x-Listen nebeneinander auf dem Screen anlegen. Sprich: Man definiere ein Board–> Auf dem Board mache man eine Liste(n)–> Auf die Liste kommen Card(s) –> und die Cards werden Membern zugeteilt (bzw. die Member “nehmen” sich eine Card und arbeiten diese ab.)  Der Aufbau ähnelt ein bizzeli dem aktuellen Facebook-Client, sprich man sieht rechts, was die “Anderen” machen und was gerade so “Läuft”.  Trello kann vielfältig eingesetzt werden, stark ist es sicher als PM-Tool bei der agilen Software-Entwicklung.

Wenn Ihr mehr SEHEN wollt, schaut Euch die Clips hier an, beide dauern ca 6. Minuten:

trello: http://www.youtube.com/watch?v=aaDf1RqeLfo&hd=1
basecamp:http://www.youtube.com/watch?v=p-GIZ5sFak4

Auf die Frage,  was ich momentan brauche, muss ich leider sagen, keines der obigen Tools (trello wird beim nächsten Scrum-Projekt bei mir zum Einsatz kommen, glaube ich). Ich arbeite aktuell mit einer inzwischen wohl 30-jährigen Methode mit Wasserfall-Prinzip namens “Hermes“, aber auch die haben, was die Unterstützung anbelangt wirklich vorwärts gemacht! Der Hermes Power-User hilft mir bei der Projektinitialisierung und beim Projekt-Dokumente-Management ungemein! Zwar läuft dieses Tool nicht in der Cloud, sondern auf meinem PC, dankbar für die Erleichterung bin ich trotzdem 🙂

Hermes Power-User downloaden: http://www.hermes.admin.ch/ikt_projektfuehrung/poweruser/hermes-power-user-release-2.0

Web 2.0 mal praktisch – (9) Tradeshift: Es war nie einfacher, Rechnungen zu erstellen und zu versenden

Tradeshift wird die (Business-) Welt regieren! Diejenigen, die mich schon länger kennen, wissen, dass ich ein angefressener Tradeshift Fan bin. Wieso? Weil Tradeshift genau gleich funktioniert wie z.B Facebook. Im Gegensatz zu Facebook verfolgt man aber auf Tradeshift den Aufbau seines Netzwerks zu einem ganz klaren Zweck: Dem der Rechnungsstellung. Auf Tradeshift können sich Geschäftspartner gegenseitig Rechnungen austauschen, ganz einfach. Bestehen Fragen oder Beanstandungen zu einer Rechnung, dann können diese sehr schnell und sehr effizient direkt in einem Chat zur konkreten Rechnung bereinigt werden. Die Funktionalität geht sogar noch weiter. Die Instant-Payment Funktionalität erlaubt es einem sogar, sein Geld schneller zu bekommen, auf welches man Anspruch hat. Schlicht und einfach revolutionär.

Uebersicht über bekommene und versendete Rechnungen

Tradeshift hat im Jahr zwei seiner Existenz über 60 000 User in  160 Ländern und wird 2012 den Branchenprimus Ariba überholen, was das Wachstum anbelangt. Tradeshift hier auf Wikipedia.