Der Geschäftsmann2.0 wird auch nachhaltig geschäften müssen, sonst hat er weniger Kunden und weniger Mitarbeiter!

Ich habe bereits in mehreren Posts, die Millenials-Generation und deren Zunahme an der arbeitenden Bevölkerung angesprochen. Viele dieser Leute, die heute zT immer noch in den Universitäten hocken, haben ganz andere Erwartungen an Ihre Arbeitgeber und an die Hersteller der Produkte, die sie konsumieren. Viele erwarten, dass die Manager und die Unternehmer sorgfältig und nachhaltig mit den Ressourcen dieser Welt umgehen, dazu gehört auch, dass wir es schaffen, das Bevölkerungswachstum zu stoppen. Zu diesem Thema empfehle ich zwei Videos und ich bitte alle, sich hier auch finanziell zu beteiligen.

Nehmen Sie sich 10 Minuten Zeit und schauen Sie dieses “Basis-Video” zur Bevölkerungszunahme und zur Rolle des Westens in der globalen Zukunft an. Es regt zum Nachdenken an und Hans Rosling bringt einem die Materie sehr unterhaltsam näher

Die im obigen Video gezeigte Software kann übrigens von Jedermann/-Frau downgeloadet und verwendet werden! http://www.gapminder.org/desktop/ (Versucht es, es ist echt spannend)

Inzwischen ist es erwiesen, dass eine nachhaltige und bessere Zukunft der Erde nur bewerkstelligt werden kann, wenn man in die Bildung der Frauen in den Drittweltländern investiert, denn das bringt auch die Geburtenrate runter. Das untenstehende Video gibt einen sehr schönen Ueberblick

Und spenden Sie dafür hier und nicht (nur) bei JRZ (Für Nicht-Schweizer: “Jeder Rappen zaehlt” eine Aktion des Schweizer Radios DRS 3 jeweils im Dezember, welche dazu geführt hat, dass ich inzwischen viel weniger DRS 3 höre, da ich eine Wohltätigkeits-Overdose abbekommen habe)…). Für Facebookler: Girls-Effect auf FB:

Girl-Effect Netzwerk auf Facebook

Spielen-Kaufen-Teilen: Echte Beispiele revolutionärer neuer Werbung dank Social Media

Bereits in einem älteren Post bin ich auf das „spielerische Element“ in unserem Alltag eingegangen. Letzthin durfte ich einem tollen Beitrag von Paul Adams, Head of Digital bei Leo Burnett London beiwohnen, bei welchem er aufgezeigt hat, wie sich dieses „spielerische Element“ als der Grundpfeiler neuer Werbeformen zu etablieren scheint. Dabei erkennt man langsam, wie die neuen, interaktiven und kollaborativen Ansätze von Social Media beginnen, die Werbemechanismen umzuwälzen. In seinem Referat fokussierte zeigte er auf, wie mit den Komponenten

Spielen – Kaufen – Teilen (Play – Buy – Share)

die „Grundanreize“ der Kunden angesprochen werden und somit den Menschen auch mehr Freude machen: Da ist einerseits das „Spielerische Element“,  welches die Bindung zur Marke fördert und den Kauf vorbereitet und anregt. Dann ist da der effektive Kauf, bei welchem eben ein Kauferlebnis entsteht, welches weit über den reinen Mausklick hinausgeht. Schlussendlich besteht die Möglichkeit zu interagieren und seine Story mit Anderen zu teilen, denn jeder Mensch möchte eine Geschichte erzählen. Adams zeigte einige Beispiele, welche alle auf verschiedene Art und Weise es den Kunden erlauben, untereinander oder mit der Marke zu interagieren. Jedes Beispiel verwendet dabei eines oder mehrere der Anreize um die Interaktion untereinander anzuregen (Express/Explore/Compete/Collaborate):

Sich Ausdrücken, sich Messen, Erforschen und Zusammenarbeiten

Es lohnt sich, die Beispiele durchzusehen!

  • Heineken hat eine Wettspiel-App für Fussball entwickelt, da geht es klar um den Wettbewerb (leider nur auf IOS von Apple, Itunes-Link), hab auch schon damit gespielt (Beim letzten Champions League Spiel vom FCB)
  • Birchbox zielt auf die Entdeckerin in der Frau (Das Geschäftsmodellscheint mir top! Wer klont wohl dies für die Schweiz?) Wenn man auf Youtube Birchbox eingibt kommen 7000 Videos! Hier kann man sich das Geschäftsmodell anschauen:
  • Das Waschmittel Cheers  mit einem TopSong: Dig it-get-it zielt auf Statements (Express yourself). Die 40’000 Kleidungsstücke, die man gewinnen konnte waren innert kürzerster Zeit vergeben! (Man konnte im Video auf die Klammotten klicken!). Details hier, und hier gehts zur FB-Homepage mit 70K FB-Likes!
  • Canon mit Ihrer Photo-Chain Plattform hat gleich alle Elemente adressiert: Kollaboration, das sich „Ausdrücken“, die Kollaboration anhand von Workshops/PodCasts und schlussendlich auch die Wettbewerbskomponente

Das ist coole Werbung, oder? Was ist Eure Meinung? Liebe Grüsse Pavel “Palo” Stacho

Kleinanzeigen in der Zeitung, das war Gestern

Wer schaltet heute noch Kleinanzeigen in einem Printmedium? Wohl niemand mehr, dafür gibt es ja diverse Plattformen, geordnet nach Themengebieten. Die Auktionsplattformen www.ricardo.ch und www.ebay.ch kennt wohl inzwischen jeder, aber es gibt mehr und viele Plattformen bieten heute auch eine Smartphone-App an:

Kleinanzeigenportale: Hervorzuheben ist hier sicher http://www.kleinanzeigen.ch und deren Facebook-Seite http://apps.facebook.com/kleinanzeigen/?ref=ts bis heute hat diese Page 1000 Likers

http://www.piazza.ch oder http://www.tutti.ch oder http://www.tradus.ch oder http://www.craigslist.org (Craigslist ist DIE revolutionäre Kleinanzeigen-Plattform aus den USA, auch nach Jahren kommt diese in einem spartanischen Outfit daher)

Tauschbörsenhttp://www.exsila.ch

Autoshttp://www.autoscout24.ch oder http://www.auto.ricardo.ch oder http://www.car4you.ch

Immobilien: http://www.nzzdomizil.ch oder http://www.immostreet.ch oder http://www.immoscout24.ch oder http://www.homegate.ch oder http://www.newhome.ch oder  http://www.immoclick.ch. Will man diese Portale nicht einzeln abklappern, dann empfiehlt es sich bei „Aggregatoren“ vorbeizusurfen, wie z.B. http://www.comparis.ch. Letzthin haben wir in der Familie gerade eine Anzeige auf homegate.ch geschaltet. Die Annonce war zwei Wochen geschaltet und kostete uns gegen 150 Franken, vermittelt wurde die Immobilie, die wir ausgeschrieben hatten, aber dann doch über ein Inserat auf der Kleinanzeigentafel des lokalen Coop-Geschäfts 😉

Die obige Auflistung hat keinen Anspruch an Vollständigkeit aber die Menge der für die Schweiz verfügbaren Services zeigt, dass der Markt beachtlich ist und Fakt ist, dass diese Plattformen allesamt zu den Sargnägeln der Zeitungs- und Zeitschriftenindustrie gehören!

Schweizer „Digital Marketer of the Year“ und „Digital Pioneer of the Year” 2012 Awards

Der Verband IAB Switzerland hat am Digital Marketing Day vom 16. November 2012 zwei Auszeichungen vergeben:

  • Der „Digital Pioneer of the Year“ ging dieses Jahr an Roger Baur, Gründer und Inhaber von Netprofit
  • Beim „Digital Marketing Award“ ging der Preis an die SBB. Diese scheinen aber kein Federlesens drum zu machen, habe ich doch nichts darüber auf der Webseite der SBB gefunden….

Und ich gratuliere noch unserem Sami Liechti  zu dem Ihm verliehenen “Digital Lifetime Award!”

Social Media ist was nur für Junge? Falsch. Hier der Beweis!

Letzthin war ich an einer Diskussion beteiligt, in welcher einige Gesprächspartner behaupteten, dass nur die “Dreissiger” und Jünger “Social Media Affinität” besitzen.
Dem ist nicht so, denn die Mitglieder der Community rund um die Johann Sebastian Bach Stiftung sind älter als 45 Jahre im Durchschnitt. Und genau diese Stiftung kam dieses Jahr mit “Bach er lebt” unter die Top 3 bei den Social Media Award Wahlen! Hier gehts auf die Facebookseite des Awards.

Anbei die Pressemitteilung der Bach-Stiftung zum Thema.

Erstellung eines Manifesto: Was wir Geschäftsleute 2.0 von einem Paar-Therapeuten lernen können

In meinem letzten Post habe ich empfohlen, anstelle einer Unternehmens-Strategie ein Manifesto für die Firma zu erstellen. Bei weiteren Recherchen habe bin ich auf der Seite des australischen Paar-Therapeuten Peter Fox gelandet. Dieser geht auch auf das Thema Manifest ein und zwar mit viel kreativeren Ansätzen als “Man schreibe ein zentrales Dokument...” Reinschauen lohnt sich.

Wer braucht eine Social Media Strategie? Niemand!

Die Unternehmensberatungs-Firmen haben nun jetzt auch Social Media entdeckt. Ernst & Young hat sich zum Beispiel  bei ITACS Training mit einem ganzen Kurs namens Audit & Control of Social Media “eingemietet”. Kernelement scheint neben dem von den Herren Unternehmensberatern entwickelten “Social Media Governance Maturitätsmodel” auch das Element “Social Media Strategie” zu sein. Ich persönlich finde so eine Social Media Strategie einen guten Start, es ist aber lediglich nur ein Anfang. Besser ist eine Unternehmensstrategie, welche inhärent Social Media und deren Mechanismen fördert oder vorgibt. Sprich eine “Social Media enabled Unternehmensstrategie” (man entschuldige mein Neudeutsch), welche die Nutzung von “SoMe” im Business, also in allen Unternehmensbereichen und Unternehmensprozessen, fördert oder vorsieht.

Apropos Strategie: Marcel Bernet beschreibt die Entwicklung in diesem Feld im Detail. Sein Beitrag, wohin die Reise bei Unternehmen in Sachen Social Media  geht , zeigt dies eindrücklich auf. Ein anderer Beitrag geht auf die Studien zur Verankerung von Social Media im Unternehmen anhand einer Strategie (welche besser Abteilungsübergreifend zu sein hat) ein. Wer noch an mehr Studien dazu interessiert ist, der bekommt das hier .

Social Media hat enormes Transformationspotential für die Unternehmung. Es ist aber nicht der einzige Treiber, da kommen weitere neue Themen dazu, wie zB “Mobile Internetnutzung”, “Demographischer Wandel”, “Zunahme von Nischenmärkten” (LongTail), “Clean/Green Tech” , “Neue Arbeitsmodelle” oder “Umgang mit Millenials” um nur Einige zu nennen. Aus meiner bescheidenen Sicht ist dies noch ein Grund mehr dafür, dass eine Social Media Strategie alleine nicht ausreicht, um für die Zukunft, welche uns viele Veränderungen bringen wird, gewappnet zu sein.

Kurz: Erstellen sie nicht eine Social Media Strategie, erarbeiten Sie gleich eine neue Unternehmens-Strategie, oder noch besser ein Manifesto. (Uebrigens: Nur die “Alten” assoziieren diesen Term mit was Negativem….)

So Long, Palo 31.10.2011

Handelszeitung-Artikel: Nichts da mit einem Facebook-Kater. Die effektive Nutzung im Business kommt erst jetzt

Kurz: Facebook & Co nur bei der Werbung und Kundenattraktion zu nutzen ist eine beschränkte Sicht. Die Mechanismen dieser Plattformen können in Bereichen wie Kampagnen, Verkauf, Projektabwicklung, Kundensupport, Personalsuche etc verwendet werden.

 
In der Handelszeitung vom 20.10.2010 hinterfragt Constantin Gillies den Nutzen von Social Media und redet von Erwartungen die nicht erfüllt wurden.

Abgesehen davon, dass es mich sehr wunder nähme, wie alt dieser Mann ist und ob er auch mit (Geschäfts-) Leuten unter 30 darüber gesprochen hat ist die Sichtweise einfach zu eng, siehe hierzu au meinen Post von gestern. Um den Blick zu erweitern möchte ich hier einige Denkbeispiele aufzeigen, die auf realen Cases beruhen – Werbekampagnen, Verkauf, Projektabwicklung, Kundensupport, Personalsuche.

  • Werbekampagne: Konsumgüter-Firma x organisiert flashmobs mit seinen Kunden an zentralen Orten, abgelichtet durch professionelle Photographen. Die Werbewirkung ist erheblich, auch in den klassischen Medien
  •  Marketing: Investitionsgüter Firma Y sammelt Kunden-Ideen, Kunden-Testimonials, Präsentationen von Kunden als zentrales Thema, hauptsächlich gesourced durch Facebook (und JETZT haben wir eine Interaktion mit der Marke….)
  • Verkauf: Kabelfirma ermuntert Ihre Benutzer Neukunden anzuwerben. Die 20 erfolgreichsten Anwerber werden dafür Finanziell entschädigt und öffentlich auf der WebSite gelistet
  • Support: Technologiefirma Z hat für Ihre Produkte KEIN Call-Center mehr! Die Benutzer erledigen den Kundensupport unter sich, Erfolgreiche Supporter werden von der Technologiefirma entschädigt (oder gar angestellt!)
  • Projektmanagement: Wickeln sich doch mal ein Projekt u.A. mit google+ ab, sie werden dieses Tool nie mehr aus der Hand geben wollen
  • Personalrekrutierung: Handelsfirma unterstützt Ihre Personalrerutierung indem Sie in Ihrem elektronischen Newsletter einmal monatlich auch eine „Stellen-Sektion“ vermailt und dort drauf den Click-Stream misst und dann entsprechend handelt. Gleichzeitig rekrutiert diese Firma auch gezielt Ihre Mitarbeiter unter Ihren Facebook-Likers und honoriert Empfehlungen von Facebook-Likers, die auf potentielle neue Mitarbeiter hinweisen.

Also liebe Manager und Journalisten, hört auf, Social Media immer nur aus Sicht des Marketings und der Kommunikaiton anzuschauen. Social Media ist der Tipping Point, der aus dem Internet ein menschengerechtes Medium macht. Da ist eine Revolution im Gange, die am Ende auch das Management umkrempeln wird.

Von “Social Media” zu “Social Web” zu “Social Business”

Es ist erschreckend, wieviele Geschäftsleute in den Social Media Plattformen einen reinen Werbekanal ohne quantifizierbaren Nutzen sehen, obschon ich glaube, dass kurzsichtige Journalisten dabei einen beinflussenden Faktor darstellen (Siehe Handelszeitung “Social Müdia” vom 20.10.2011).

Social-Media – und zwar nicht alleine die heute bekannten Plattformen –  sondern vorallem die dort zur Anwendung kommenden Mechanismen werden die Geschäftswelt revolutionieren. Diese Business-Revolution wird alle Bereiche beinflussen oder sogar umkrempeln, nicht nur die Marketing- und Werbe-Prozesse, sondern viel mehr! Was stimmt: Die virale Ausbreitung dieser heute schon im Gange befindlichen Business-Revolution hat Ihren Ursprung in den Marketing & Kommunikationsabteilungen der Unternehmen. Und die lernen offensichtlich dazu:

  • Vor 2010: In den Hype-Zeiten von Social Media war Lead-Generation das Thema
  • 2011:  Heute redet man von “Social Web” und nun ist bei den Marketern: Lead-Conversion das Thema (Aha, plötzlich geht’s irgendwie um Geld)
  • 2012ff: Der richtige Aufwschwung nach der Ernüchterung wird kommen: Social Business / oder “Social Enabled Business Processes” werden wir überall antreffen auch ausserhalb von Marketing & Kommunikation. Mehr zu diesem Thema in einem meiner nächsten Posts.

Social Media Revolution: Die 2011er Version

Eines meiner liebsten Videos von 2010 war Eric Qualmans Video Social Media Revolution. Hier ist inzwischen ein Update davon. Nicht so schmissig, aber immer noch interessant. Diejenigen, mit welchen ich heute zu Berge gegangen bin und die die Nachhaltigkeit von Facebook in Frage gestellt haben, sollten sich doch dieses Video mal anschauen.

Was ist Eure Meinung zur Nachhaltigkeit von Facebook? Wird FB von Google+ überrollt oder von jemand Dritten? Ich bin gespannt auf Eure Meinung!

Gruss Palo Stacho