Social Media ist was nur für Junge? Falsch. Hier der Beweis!

Letzthin war ich an einer Diskussion beteiligt, in welcher einige Gesprächspartner behaupteten, dass nur die “Dreissiger” und Jünger “Social Media Affinität” besitzen.
Dem ist nicht so, denn die Mitglieder der Community rund um die Johann Sebastian Bach Stiftung sind älter als 45 Jahre im Durchschnitt. Und genau diese Stiftung kam dieses Jahr mit “Bach er lebt” unter die Top 3 bei den Social Media Award Wahlen! Hier gehts auf die Facebookseite des Awards.

Anbei die Pressemitteilung der Bach-Stiftung zum Thema.

Handelszeitung-Artikel: Nichts da mit einem Facebook-Kater. Die effektive Nutzung im Business kommt erst jetzt

Kurz: Facebook & Co nur bei der Werbung und Kundenattraktion zu nutzen ist eine beschränkte Sicht. Die Mechanismen dieser Plattformen können in Bereichen wie Kampagnen, Verkauf, Projektabwicklung, Kundensupport, Personalsuche etc verwendet werden.

 
In der Handelszeitung vom 20.10.2010 hinterfragt Constantin Gillies den Nutzen von Social Media und redet von Erwartungen die nicht erfüllt wurden.

Abgesehen davon, dass es mich sehr wunder nähme, wie alt dieser Mann ist und ob er auch mit (Geschäfts-) Leuten unter 30 darüber gesprochen hat ist die Sichtweise einfach zu eng, siehe hierzu au meinen Post von gestern. Um den Blick zu erweitern möchte ich hier einige Denkbeispiele aufzeigen, die auf realen Cases beruhen – Werbekampagnen, Verkauf, Projektabwicklung, Kundensupport, Personalsuche.

  • Werbekampagne: Konsumgüter-Firma x organisiert flashmobs mit seinen Kunden an zentralen Orten, abgelichtet durch professionelle Photographen. Die Werbewirkung ist erheblich, auch in den klassischen Medien
  •  Marketing: Investitionsgüter Firma Y sammelt Kunden-Ideen, Kunden-Testimonials, Präsentationen von Kunden als zentrales Thema, hauptsächlich gesourced durch Facebook (und JETZT haben wir eine Interaktion mit der Marke….)
  • Verkauf: Kabelfirma ermuntert Ihre Benutzer Neukunden anzuwerben. Die 20 erfolgreichsten Anwerber werden dafür Finanziell entschädigt und öffentlich auf der WebSite gelistet
  • Support: Technologiefirma Z hat für Ihre Produkte KEIN Call-Center mehr! Die Benutzer erledigen den Kundensupport unter sich, Erfolgreiche Supporter werden von der Technologiefirma entschädigt (oder gar angestellt!)
  • Projektmanagement: Wickeln sich doch mal ein Projekt u.A. mit google+ ab, sie werden dieses Tool nie mehr aus der Hand geben wollen
  • Personalrekrutierung: Handelsfirma unterstützt Ihre Personalrerutierung indem Sie in Ihrem elektronischen Newsletter einmal monatlich auch eine „Stellen-Sektion“ vermailt und dort drauf den Click-Stream misst und dann entsprechend handelt. Gleichzeitig rekrutiert diese Firma auch gezielt Ihre Mitarbeiter unter Ihren Facebook-Likers und honoriert Empfehlungen von Facebook-Likers, die auf potentielle neue Mitarbeiter hinweisen.

Also liebe Manager und Journalisten, hört auf, Social Media immer nur aus Sicht des Marketings und der Kommunikaiton anzuschauen. Social Media ist der Tipping Point, der aus dem Internet ein menschengerechtes Medium macht. Da ist eine Revolution im Gange, die am Ende auch das Management umkrempeln wird.

Social Media Revolution: Die 2011er Version

Eines meiner liebsten Videos von 2010 war Eric Qualmans Video Social Media Revolution. Hier ist inzwischen ein Update davon. Nicht so schmissig, aber immer noch interessant. Diejenigen, mit welchen ich heute zu Berge gegangen bin und die die Nachhaltigkeit von Facebook in Frage gestellt haben, sollten sich doch dieses Video mal anschauen.

Was ist Eure Meinung zur Nachhaltigkeit von Facebook? Wird FB von Google+ überrollt oder von jemand Dritten? Ich bin gespannt auf Eure Meinung!

Gruss Palo Stacho