Die dunkle Seite der 2.0 (2) – Negative Auswirkungen von Social Media auf unser Hirn

Milliardenverluste durch abnehmende Aufmerksamkeit – Produktivitätsverluste durch “Multitasking” – Internet und Facebook als effektive Sucht

Durch einen franszösischsprachigen Blog-Post bin ich auf eine interessante Infografik auf buzzom.com gestossen. Dort geht man auf die weniger guten Effekte der Sozialen Netzwerke ein. Kurz:

  • Milliardenverluste (1.3 B£ in UK)  durch abnehmende Aufmerksamkeit – Vor zehn Jahren war dieAufmerksamkeitsspanne 12 Minuten, heute ist Sie 5 Sekunden!?
  • Multitasking 🙁 Massive persönliche Produktivitätsverluste durch Unterbrechungen (Interruptions)
  • Internet und Social Media Sucht ist eine Tatsache – Facebook & Oxytocin / Adrenalin

Stimmt das, was dort geschrieben wird, dann verändern die sozialen Netzwerke die Art wie wir denken und unsere “Verdrahtung im Kopf”, insbesondere wohl bei denjenigen Leuten, welche man den “Digital Natives” zuordnen kann. Was ist Eure Meinung dazu?

6 Eindrucksvolle Social Media Grafiken

Social Network Basics – SoMe Grafiken

Auf Soneba (Social Network Basics) hat es einen Artikel bereits vom letzten August (Aug 2011) aber trotzdem hat’s interessante Sachen drin:

  • Facebook vs Google (Wer war wieviel wo drauf?)
  • Wöchentlicher Anteil des Internet Verkehrs (Facebook/google)
  • FB & Google: Entwicklung Angestellte / Umsatz / Gewinn / Benutzer
  • Preise bei (allfälligem) Going Public
  • Der Erfolg der Anwerbung von Studenten für US-Colleges via Facebook
  • Was ist eigentlich der Inhalt von Tweets (News, Konversationen, Spam, Selbstpromotion, Blabla, etc)
  • Was ist Twitter wert?
  • Zahlen über Twitter: Alter der Nutzer, Einkommen der Nutzer, Geschlecht
  • Die bekanntesten Twitter User / Benutzer
  • Tweets pro Tag, wie lange braucht es für eine Million Tweets, wieviele Tweets pro Sekunde
  • Die besten viralen Brands 2010
  • Die bekanntesten viralen Brands
  • Die meist gesehenen viralen Videos 2010
  • Die meist geshareten viralen Videos
  • Die Zunahme von Werbeausgaben in sozialen Netzwerken

Hoffentlich gibt es nächstens ein 2011er Update 🙂

Schweizer „Digital Marketer of the Year“ und „Digital Pioneer of the Year” 2012 Awards

Der Verband IAB Switzerland hat am Digital Marketing Day vom 16. November 2012 zwei Auszeichungen vergeben:

  • Der „Digital Pioneer of the Year“ ging dieses Jahr an Roger Baur, Gründer und Inhaber von Netprofit
  • Beim „Digital Marketing Award“ ging der Preis an die SBB. Diese scheinen aber kein Federlesens drum zu machen, habe ich doch nichts darüber auf der Webseite der SBB gefunden….

Und ich gratuliere noch unserem Sami Liechti  zu dem Ihm verliehenen “Digital Lifetime Award!”

Der Geschäftsmann 2.0 hat ein neues Lieblingslied – Aus einem viralen Werbespot von P&G!

http://www.youtube.com/watch?v=KSbA_tm7Ntw

So macht man beim Business 2.0 Werbung! Der Song ist von der australischen Band Strange Talk. Das Spezielle daran ist, dass der Song durch eine Werbung bekannt worden ist. Es ist eine “versteckte” Werbung für ein im englischsprachigen Raum bekanntes Waschmittel namens Cheer von Procter & Gamble.

Das Video ist, neben dem Hammer-Song aufgrund eines speziellen Features sonst auch noch aussergewöhnlich! Findet es doch heraus und gebt mir Feedback, reinhören lohnt auf jeden Fall. Mehr dazu werdet Ihr sicher in einem späteren Post von mir hören.

Was “Alles” gehört eigentlich zu Social Media oder Web 2.0? Überblick über die Plattformen im Internet

by Brian Solis and JESS3

Alle reden über die Social Media oder Web 2.0 Plattformen. Doch was alles gehört dazu? Einen guten Überblick darüber liefert by Brian Solis and JESS3

Brian Solis zusammen mit JESS3. Sie  haben hier eine universelle Grafik ausgearbeitet, welche aus meiner Optik das sehr schön aufzeigt. All die darin aufgeführten Plattformen haben gemein, dass sie den entsprechenden Communities eben eine Plattform bieten sich selbstständig zu organisieren, die meisten sind gratis und agieren global. Und trotzdem werfen diese Plattformen irgendwie Gewinn ab oder werden mit schwindelerregenden Werten gehandelt. “Gratis” ist eben in den Zeiten des Internet ein mögliches, erfolgreiches Geschäftsmodell. Man verdient das Geld alternativ, zum Beispiel mit Werbung: Google macht’s möglich.

So Long, Pavel “Palo” Stacho, Euer geschäftsmann20

Handelszeitung-Artikel: Nichts da mit einem Facebook-Kater. Die effektive Nutzung im Business kommt erst jetzt

Kurz: Facebook & Co nur bei der Werbung und Kundenattraktion zu nutzen ist eine beschränkte Sicht. Die Mechanismen dieser Plattformen können in Bereichen wie Kampagnen, Verkauf, Projektabwicklung, Kundensupport, Personalsuche etc verwendet werden.

 
In der Handelszeitung vom 20.10.2010 hinterfragt Constantin Gillies den Nutzen von Social Media und redet von Erwartungen die nicht erfüllt wurden.

Abgesehen davon, dass es mich sehr wunder nähme, wie alt dieser Mann ist und ob er auch mit (Geschäfts-) Leuten unter 30 darüber gesprochen hat ist die Sichtweise einfach zu eng, siehe hierzu au meinen Post von gestern. Um den Blick zu erweitern möchte ich hier einige Denkbeispiele aufzeigen, die auf realen Cases beruhen – Werbekampagnen, Verkauf, Projektabwicklung, Kundensupport, Personalsuche.

  • Werbekampagne: Konsumgüter-Firma x organisiert flashmobs mit seinen Kunden an zentralen Orten, abgelichtet durch professionelle Photographen. Die Werbewirkung ist erheblich, auch in den klassischen Medien
  •  Marketing: Investitionsgüter Firma Y sammelt Kunden-Ideen, Kunden-Testimonials, Präsentationen von Kunden als zentrales Thema, hauptsächlich gesourced durch Facebook (und JETZT haben wir eine Interaktion mit der Marke….)
  • Verkauf: Kabelfirma ermuntert Ihre Benutzer Neukunden anzuwerben. Die 20 erfolgreichsten Anwerber werden dafür Finanziell entschädigt und öffentlich auf der WebSite gelistet
  • Support: Technologiefirma Z hat für Ihre Produkte KEIN Call-Center mehr! Die Benutzer erledigen den Kundensupport unter sich, Erfolgreiche Supporter werden von der Technologiefirma entschädigt (oder gar angestellt!)
  • Projektmanagement: Wickeln sich doch mal ein Projekt u.A. mit google+ ab, sie werden dieses Tool nie mehr aus der Hand geben wollen
  • Personalrekrutierung: Handelsfirma unterstützt Ihre Personalrerutierung indem Sie in Ihrem elektronischen Newsletter einmal monatlich auch eine „Stellen-Sektion“ vermailt und dort drauf den Click-Stream misst und dann entsprechend handelt. Gleichzeitig rekrutiert diese Firma auch gezielt Ihre Mitarbeiter unter Ihren Facebook-Likers und honoriert Empfehlungen von Facebook-Likers, die auf potentielle neue Mitarbeiter hinweisen.

Also liebe Manager und Journalisten, hört auf, Social Media immer nur aus Sicht des Marketings und der Kommunikaiton anzuschauen. Social Media ist der Tipping Point, der aus dem Internet ein menschengerechtes Medium macht. Da ist eine Revolution im Gange, die am Ende auch das Management umkrempeln wird.

Von “Social Media” zu “Social Web” zu “Social Business”

Es ist erschreckend, wieviele Geschäftsleute in den Social Media Plattformen einen reinen Werbekanal ohne quantifizierbaren Nutzen sehen, obschon ich glaube, dass kurzsichtige Journalisten dabei einen beinflussenden Faktor darstellen (Siehe Handelszeitung “Social Müdia” vom 20.10.2011).

Social-Media – und zwar nicht alleine die heute bekannten Plattformen –  sondern vorallem die dort zur Anwendung kommenden Mechanismen werden die Geschäftswelt revolutionieren. Diese Business-Revolution wird alle Bereiche beinflussen oder sogar umkrempeln, nicht nur die Marketing- und Werbe-Prozesse, sondern viel mehr! Was stimmt: Die virale Ausbreitung dieser heute schon im Gange befindlichen Business-Revolution hat Ihren Ursprung in den Marketing & Kommunikationsabteilungen der Unternehmen. Und die lernen offensichtlich dazu:

  • Vor 2010: In den Hype-Zeiten von Social Media war Lead-Generation das Thema
  • 2011:  Heute redet man von “Social Web” und nun ist bei den Marketern: Lead-Conversion das Thema (Aha, plötzlich geht’s irgendwie um Geld)
  • 2012ff: Der richtige Aufwschwung nach der Ernüchterung wird kommen: Social Business / oder “Social Enabled Business Processes” werden wir überall antreffen auch ausserhalb von Marketing & Kommunikation. Mehr zu diesem Thema in einem meiner nächsten Posts.