Würdest Du auf die Strasse gehen, wenn man Dir Youtube, Twitter und Facebook wegnimmt? Der Geschäftsmann 2.0 täte dies!

Abgesehen, von der Tatsache, dass es für den Nutzer Wege und Mittel gibt, staatliche Blockaden im Internet zu umgehen und weiterhin auf z.B Twitter zuzugreifen, stellt die Unterbindung des Zugriffs auf soziale Netzwerke einen einschneidenden und nicht akzeptierbaren Eingriff in die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte dar, für welche es sich lohnt, auch in der realen Welt zu kämpfen. 

Dunkle Wolken über Istanbul und der Türkei (März 2013)
Gesperrte Netzmedien in der Türkei – Dunkle Wolken über dem Land

Im März 2014 wurden die sozialen Medien in der Türkei gesperrt. Doch auf die Dauer kann Herr Erdogan seinen Kampf gegen die digitalen Medien und die sozialen Netzwerke nicht gewinnen. Sein 1.0-Verhalten macht die Sache nur noch schlimmer, zumal er (noch) ein Volk regiert, welches sich rasant in Richtung 2.0 bewegt, wie z.B hier vom Gmann 2.0 beschrieben. Noch hat Herr Erdogan den Rückhalt der ländlichen Bevölkerung, aber in naher Zukunft erreicht das Internet und das Smartphone auch die letzte Ecke in Kapadokien und dann schauen wir mal, was dann passiert. Aber darum geht es in diesem Beitrag eigentlich nicht, sondern um das Aufbegehren, wenn digitale Inhalte beschnitten werden:

Der Geschäftsmann 2.0 würde auf die Strasse gehen, wenn man Ihm Youtube, Flickr & Co. wegnähme. Dabei geht es nicht darum, dass der Geschäftsmann nicht mehr ohne diese Plattformen leben kann. Nein, es geht darum, dass so ein Akt eine zutiefst einschneidende Massnahme bei seinen persönlichen Freiheits- und (Bürger-) Rechten wäre. Die freie Meinungsäusserung findet heute nicht mehr im “Blick” oder im “Bild” statt, nein, sie findet im Web, auf Facebook, Twitter und Co statt! Der Geschäftsmann würde dafür kämpfen und zwar auch auf der Strasse. Was ist mit Euch?

So Long – Euer Geschäftsmann 2.0

PS: Mehr zur Turkei guckstu hier!

Wenn die EinsNuller etwas zu kontrollieren versuchen, was man mit EinsNuller Methoden nicht mehr kontrollieren kann – Erdogan und die Millenials

Generationenbruch: Mit 1.0 Methoden kann man das Aufbegehren der Jungen nicht mehr runternageln
Generationenbruch: Mit 1.0 Methoden kann man das Aufbegehren der Jungen nicht mehr runternageln

Herr Erdogan ist ein EinsNuller (1.0) und “führt” ein Land von Millenials. Diese Art von Staatsführung das kann auf lange Sicht einfach nicht mehr funktionieren und nicht nur in der Türkei, aktuell lässt Brasilien mit seinen Demonstrationen am Confederations Cup grüssen, wobei die dortige Präsidentin Dilma Rousseff es mit einem weniger autokratischen und rigiden Vorgehen angeht.

Dieses Aufbegehren wird noch zunehmen. Was vor  6 Jahren in Thailand begann (wer erinnert sich noch) und dann in Nordafrika seine Fortsetzung fand, das war erst der Anfang! Die Millenials werden älter und kommen in die aktivste Lebensphase als Spätzwanziger und 30er.

Die Politiker werden den direkten Dialog lernen müssen und sollten von Ihren Elfenbeintürmen runtersteigen und zwar schnell. Das gilt übrigens auch für die Führungskräfte in der Wirtschaft!

Türkei: Zustände wie im Krieg? Nein, viel besser Dank disruptiver Technologie und Web 2.0 – #occupygezi

16.06.13 08:39 «Gewalt wie im Krieg» in Istanbul – Titelte das Schweizer Radio und Fernsehen an diesem Tag. Es war der Morgen nach den nächtlichen Gewalteskalationen in Istanbul: Nach der Stürmung des seit Wochen besetzten Gezi-Parks kam es in der Millionenmetropole zu Strassenschlachten. Polizisten verfolgten Menschen. Anwohner öffneten ihre Türen für die Flüchtenden. Für Montag wurde zum Generalstreik aufgerufen http://www.srf.ch/news/p/jagdszenen-in-istanbul-krawalle-nach-park-stuermung. Bei all den Kravallen sollte man aber nicht vergessen, dass Hr. Erdogan ein demokratisch gewählter Ministerpräsident ist und er sein Handeln legitimiert sieht.

Krieg? Nein, von Krieg kann keine Rede sein, heutzutage sind wir besser dran.  Dank disruptiver Technologie: Smartphone und Web 2.0 machen die Welt besser – oder zumindest weniger schlimm: Wieviele Demonstranten hätte man im schlimmsten Fall – wirklich im schlimmsten Fall – früher verschleppt, gefoltert und gar ‘liquidiert’? Heute landen Sie ‘nur’ auf Tumblr, Flickr oder Facebook.

direngezi

 

“Revolution does not happen, when society adapts new technology, revolution happens when society changes behaviours” (Wer hat das schon wieder gesagt?) – Ist doch ein ziemlicher Verhaltenswechsel, wenn man nicht mehr verschleppt, foltert und erschiesst, oder?  Meint der Geschäftsmann 2.0

Die jungen türkischen Unzufriedenen und das Web 2.0 sind mehr als die Summe Ihrer Teile – United Communities

occupgygezi

 

In der Türkei gibt es viele Unzufriedene. Der Geschäftsmann 2.0 konnte Anfangs dieses Monats einige Tage mit jungen Führungskräften verbringen: “Wir wehren uns gegen die zunehmenden Restriktionen in unserem Leben, Palo“, sagte mir ein junger Unternehmensleiter, welcher durchaus einiges zu verlieren hat, wenn er sich gegen die -demokratisch gewählte – Führungspartei Erdogans stellt. Trotzdem leistet auch dieser junge Mann passiven Widerstand gegen die aktive Diskrimination. Diskriminiert werden Schwule, Armenier, Atheisten, Mitglieder der islamischen – aber liberalen Alevi-Minderheit und die Säkularisten fühlen sich gegängelt durch die Einschränkung des Alkoholkonsums. Bei den Liberalen ist die Rage über die erschreckende Menge der Journalisten hinter Gittern gross und die Kurden wurden ebenfalls aufgrund der vagen Antiterror Gesetze zuhauf eingesperrt. 

Komplett verschiedene Gruppierungen mit verschiedenen Anliegen, verschiedenen Religionen und sogar mit verschiedenen Muttersprachen – aber alle unzufrieden – tun sich zusammen, einfach so, über Facebook, Tumblr, und Flickr. Es sind eben alles türkische Millenials.

Jede Gruppe für sich alleine stellt noch keine Revolution auf die Beine, aber zusammen ist das durchaus möglich. Was früher undenkbar schien gehört zur neuen Realität der Millenials – “Social communities are the armies of the 21st Century” – Und in der Türkei haben wir aktuell ‘United Communities!’

Occupy auf Türkisch – Mit blutigen Bandagen: Der blutige Freitag in Istanbul 31.5.2013

Schreckliche Bilder vom 31.5.2013 aus Istanbul, siehe Tumblr
Schreckliche Bilder vom 31.5.2013 aus Istanbul, siehe Tumblr

Offensichtlich geht es aktuell in der Türkei sehr blutig zu. Der Geschäftsmann 2.0 bedauert die Vorkommnisse in Istanbul. Bekommen nun die Türken auch Ihre 99%?  Auf jeden Fall zahlen Sie einen bedeutend höheren Blutzoll. Man stelle sich vor, wenn die Polizei in Bern letzten Samstag auch so gegen die Tanz Dich Frei bzw. den “schwarzen Block” vorgegangen wäre. Vergessen wir nie, in welcher wundervollen Demokratie wir leben!

Hier gehts zur Occupy-Seite auf Tumblr, Aktueller Stand (1.6.2013) auf Zeit Online. Schweiz Magazin berichtet von eingeschränkten Mobile-Netzen und eingeschränktem Internetzugang, dabei sind die Fakten bereits überall auf dem Globus schon verteilt worden (Siehe Tumblr-Site, welche bereits 40’000 mal geteilt wurde, seit gestern). In den türkischen Medien sind aktuell keine solche Bilder zu sehen!

 

bloody_friday_31052013

Mehr Beiträge des Geschäftsmannes zum Thema 99% gibt es hier

 

Türkei als Spitzenreiter bei Twitter in Europa: Das ist spür- und sichtbar

Der Geschäftsmann meint, Twitter ist das am meisten unterschätzte Medium (in der Schweiz) und wird beim eCommerce eine brutal wichtige Rolle spielen: Hier die Erklärung:

Türkei: Twitter als ganz normaler Werbekanal, oder noch mehr: Bringing offline to online!

Twitter erlaubt es mit Ihren #Hashtags eine Nachricht oder ein Schlüsselwort im Kopf zu verankern. Wenn das gut gemacht ist, dann bleibt einem dieses Schlüsselwort im Kopf hängen, bis er wieder am Netz hängt! Das ist eigentlich viel bequemer als die QR-Codes, welche man umständlich mit einer App scannen muss. Twitter könnte die “Killer-App” zur Überbrückung offline-online werden. Des weiteren scheint Twitter das mächtigste Nachrichten- und Kommunikationstool überhaupt zu sein, wie es sich wieder bei der US-Wahl 2012 gezeigt hat.

Welches Land ist denn bei Twitter vorne mit dabei? Die Türkei!  Der Geschäftsmann konnte sich sogar vor Ort darüber ein Bild machen. Das in Istanbul geschossene Photo oben zeigt eine Werbung von vielen, die in der Türkei hängen: Twitter als ganz normale Werbekomponente, oder sogar: Als primärer Werbe-Kommunikationskanal – Cool… Sowieso: Die Türkei ist das 6-grösste Land auf Facebook und das 6 grösste Land auf Twitter, mit einer jungen demografischen Struktur (26)

Dazu passt auch eine „Twitter EU+CH“ Statistik, welche der Geschäftsmann 2.0 gesehen hat: Von den Leuten, die einen Internetanschluss besitzen, twittern

8.2% der Schweizer
7.1% der Deutsche
5.5% der Österreicher

Top: Türken 31.7 %, Irland 22.8%, Spanien 20.5%
Flop: Polen 5.2%, Oesterreich 5.5%, Dänemark 6.9%

Quelle: Twitter, Business & IT, So Long, Euer Gmann 2.0