Sexismus und der #Aufschrei-Hashtag: Twitter wird auch im Deutschsprachigen Raum langsam Mainstream

In Deutschland hat ein einziger Tweet einer offenbar bekannteren Feministin mit dem Hashtag #aufschrei  eine landesweite Debatte über Sexismus losgetreten. Das nicht nur auf Twitter und im Internet und nicht nur bei IT-Nerds. Das zeigt, dass Twitter inzwischen auch in Deutschland Mainstream wird. Pikant: Die klassischen Medien, allen voran der “Stern” spielen bei der Story mit nicht gerade sauberen Mitteln, meint der Geschäftsmann 2.0. Aber das kennen wir ja auf diesem Kanal aus früheren BlogPosts, guckstu hier

 

Der Geschäftsmann 2.0 hofft und ist überzeugt, dass die neuen Generationen emanzipierter und respektvoller den Frauen gegenüberstehen werden! Dass der Sexismus mit dem “Homo coniunctus” verschwindet ist zwar wünschenswert, aber das wird wohl (leider) nicht so schnell gehen.

Gefahr druch Social Media? Die Angst der Schweizer

Gesellschaftsangst Social Media? Umfrage 2012 von konsum.ch
Gesellschaftsangst Social Media? Umfrage 2012 von konsum.ch

 

 

Bizarr aber wahr: Der Geschäftsmann hat in der Ausgabe von 20 Minuten vom 11.1.2013 doch tatsächlich gelesen, dasss die Leute Angst vor einer Gefahr durch Twitter oder Facebook haben.

Trotzdem: So was ist Ernst zu nehmen. Kopfschütteln bringt nichts. Wir müssen auf die Leute eingehen und mithelfen die Ängste zur neuen Realität abzubauen.

Türkei als Spitzenreiter bei Twitter in Europa: Das ist spür- und sichtbar

Der Geschäftsmann meint, Twitter ist das am meisten unterschätzte Medium (in der Schweiz) und wird beim eCommerce eine brutal wichtige Rolle spielen: Hier die Erklärung:

Türkei: Twitter als ganz normaler Werbekanal, oder noch mehr: Bringing offline to online!

Twitter erlaubt es mit Ihren #Hashtags eine Nachricht oder ein Schlüsselwort im Kopf zu verankern. Wenn das gut gemacht ist, dann bleibt einem dieses Schlüsselwort im Kopf hängen, bis er wieder am Netz hängt! Das ist eigentlich viel bequemer als die QR-Codes, welche man umständlich mit einer App scannen muss. Twitter könnte die “Killer-App” zur Überbrückung offline-online werden. Des weiteren scheint Twitter das mächtigste Nachrichten- und Kommunikationstool überhaupt zu sein, wie es sich wieder bei der US-Wahl 2012 gezeigt hat.

Welches Land ist denn bei Twitter vorne mit dabei? Die Türkei!  Der Geschäftsmann konnte sich sogar vor Ort darüber ein Bild machen. Das in Istanbul geschossene Photo oben zeigt eine Werbung von vielen, die in der Türkei hängen: Twitter als ganz normale Werbekomponente, oder sogar: Als primärer Werbe-Kommunikationskanal – Cool… Sowieso: Die Türkei ist das 6-grösste Land auf Facebook und das 6 grösste Land auf Twitter, mit einer jungen demografischen Struktur (26)

Dazu passt auch eine „Twitter EU+CH“ Statistik, welche der Geschäftsmann 2.0 gesehen hat: Von den Leuten, die einen Internetanschluss besitzen, twittern

8.2% der Schweizer
7.1% der Deutsche
5.5% der Österreicher

Top: Türken 31.7 %, Irland 22.8%, Spanien 20.5%
Flop: Polen 5.2%, Oesterreich 5.5%, Dänemark 6.9%

Quelle: Twitter, Business & IT, So Long, Euer Gmann 2.0

Habt Ihr das gemerkt? Schon wieder bestand eine verschobene “öffentliche” Wahrnehmung bei der US-Präsidentenwahl! Die “unsichtbare” Kraft von Social Media

DEUTLICHER Sieg für Obama, uns hat man im Vorfeld was anderes erzählt

Amerika hat gewählt und Barack Obama ist der klare Sieger. Dem Radio- / Fernseh- und Zeitungskonsumenten in Europa wurde in den letzten Wochen ein ganz anderes Bild vermittelt, nämlich das eines Kopf- an Kopf-Rennens!

Die “öffentliche” Berichtserstattung lag mit den Prognosen falsch – Schon wieder! Der Geschäftsmann 2.0 errinnert sich an die Prognose-Abweichung bei der Minarettinitiative in der Schweiz, da lief das ganze Land mit seinen Vorhersagen ins Leere! Oder er erinnert sich an die Affäre um den ehemaligen Deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff, bei welcher die alten Medien über eine positive Meinung im Volk berichteten, die Internetgemeinde aber bereits schon stark negativ zu Wulff eingestellt war (Artikel hier). Wie bereits gesagt, da “verbirgt” sich eine politisch aktive Internetgemeinde von mehrheitlich jüngeren Bürgern im Netz. Und diese jüngeren Leute sind aktiver! Wer mit dem Internet aufgewachsen ist, der ist bedeutend aktiver als z.B die Generation des Geschäftsmannes 2.0 – die Baby Boomer -, welche durch das Fernsehen dauerhaft sediert worden ist.

Ein sehr interessanter Artikel von Laurence Cruz geht auf die Bedeutung der sozialen Netzwerke für die US-Wahl ein und vergleicht die Wahl 2008 mit der jetzigen im 2012 Wahl. Dabei wird ersichtlich, dass vorallem Twitter massiv an Bedeutung gewonnen hat. Bedenke: Bei der Wahl 2008 hatte Facebook weniger als 100 Millionen Nutzer und Twitter war gerade am entstehen. Heute sieht es ganz anders aus, die ganze (westliche) Welt ist auf Facebook oder Tumblr und Twitter. Diese ist DIE Plattform: 90% der US-Senatoren und 42 der Gourverneure (Es gibt soviele wie die USA Staaten hat) haben heute ein eigenes Twitter Konto. Nur ging die Obama-Seite viel effizienter mit diesen Tools um. Obamas Kampagne machte  4x mehr Postings als Romney, siehe hierzu auch das untenstehende Video.

Auch das Nutzungsverhalten der Kandidaten selber spricht eine deutliche Sprache: Obama = 29 Tweets/Tag versus Romney = 1 Tweet/Tag, auch wenn keiner der Beiden einen wirklichen Dialog mit seiner Community führte (Keiner “retweetete” oder hat Drittcontent aus der Community “geshared”). Klar berichteten Medien über Social Media im US-Wahlkampf 2012: Das Österrreichische Wirtschaftsblatt spricht vom US Wahlkampf 2.0 und der Englische Guardian fragt bereits in einem Artikel, wie die Rolle der Medien (bzw die Überbewertung der alten Medien) bei der US-Präsidentschaftswahl 2012 in die Geschichte eingehen wird.

Fakt ist: Die klassische Berichterstattung ist auf einem Auge blind und führt damit weite Teile der westlichen Gesellschaft in die Irre! Was kann man dagegen tun? Die Analyse von “Big Data” ist die Antwort dazu! Übrigens fallen dem Geschäftsmann 2.0 einige Parallelen auf zu einem älteren Artikel auf: Die CMOs analysieren Ihre Märkte auch noch nach “alt”, genau so wie es die Meinungsforschungsinstitute und die “alten” Medien tun.

Und nicht vergessen:
Social Communities are the armies of the 21st Century! 

 

So Long, Euer Gmann 2.0

Schon wieder die Sonntagszeitung: Diese scheint die falsche Publikation für die digitale Community zu sein ;-)

 

Der Geschäftsmann will nicht destruktiv gegenüber der Sonntagszeitung erscheinen, aber in der heutigen Ausgabe vom 12.8.2012 ist im Gegensatz zur letzten Ausgabe (Siehe diesen Post), etwas ziemlich belustigendes drin gewesen. Wenn man diesen Artikel anschaut, dann scheint die SZ nicht die richtige Community zu haben bzw die falsche Community anzuvisieren, bzw mit dem Umgang mit der Netzgemeinde nicht geübt zu sein :-).

Der Geschäftsmann tippt hauptsächtlich auf Letzteres. Dieser Fehler ist ja schon anderen namhafteren Unternehmen unterlaufen….

So Long, Euer Gmann 2.0

(Quelle Sonntagszeitung 12.8.2012, wohl auch das Copyright…)

 

Wir haben wirklich ein Sommerloch: Die Sonntagszeitung zieht über Twitter her (5.8.2012)

Der Geschäftsmann 2.0 liest keine Sonntagszeitungen mehr. Das hat zwei Gründe: Einerseits sind das alle Zürcher Zeitungen (oder im Aargau beheimatet) und zweitens sind die Blätter Ihm immer wie weniger glaubwürdiger erschienen.

Der erste Punkt hat den Geschäftsmann schon lange geärgert. Die Blätter, insbesondere die Sonntagszeitung, nehmen vollmundig “Schweizer xy-Blatt” in den Mund, aber schlussendlich nimmt die Berichtserstattung nach geografischer Ausrichtung MASSIV ab, je weiter westlich man geht. Die Ostschweiz ist interessanterweise gut vertreten, im Winter auch das Bündnerland. Beiträge aus dem Seeland, dem Berner Oberland, dem Wallis oder gar aus der Romandie sind hingegen Mangelware. Wenn mal was kommt, dann sind es häufig negativ gefärbte Artikel zu Filz etc.

Der zweite Punkt ist wohl direkt bei den (Züricher?- / Deutschen?-) Journalisten zu suchen, zuviel vom Gleichen, zu tendenziös, findet der Geschäftsmann. Auch kam beizeiten das Gefühl auf, dass man da noch ein wenig kompetenter hätte schreiben können. Aber das ist nun wirklich nur ein persönliches Empfinden des Geschäftsmannes.

Die Katia Murmann als Verfasserin des Artikels “Die Twitter-Falle” musste einem letzten Sonntag beinahe leid tun. Kurz aus den Ferien zurück, leistete sich der Geschäftsmann 2.0 wieder mal die Sonntagzeitung. Da stiess er beim Lesen im Fokus-Teil des Blatts auf einen riesen Artikel zu Twitter. Da wurde auf anderthalb Seiten u. A.

  • Twitter-Bashing betrieben, über
  • die Entgleisungen eines Sportlers an den olympischen Spielen berichtet, über
  • die englischen Rechtschreibfehler von Fabian Cancellara und über das
  • “rasante Wachstum von Twitter in der Schweiz

geschrieben. Hierzu möchte der Geschäftsmann die Dinge aus seiner (divergierenden) Sicht reflektieren: Was das Twitter-Bashing anbelangt, man mag Twitter oder dann eben nicht. Was aber klar ist, dass es eine Zeit braucht, bis man sich “eingelebt” hat, zumindest war das beim Geschäftsmann so und da reichen nicht einige wenige abgesetzte Tweets, so wie z.B. die knapp über 30 Tweets der Journalistin der SZ. Was die Entgleisungen anbelangt, Entgleisungen finden überall statt und haben überall Folgen, sofern diese erkannt werden. Hört doch damit auf, dass Twitter hier “gefährlicher” sei als andere Medien! Das man auf die Rechtschreibfehler von Fabian Cancellara hinweist, dass findet der Geschäftsmann a.) Geschmacklos und b.) zeigt es überdeutlich, dass die Verfasserin der Artikels “es” nicht begriffen hat. Menschen machen Fehler und Twitter ist eine “User-Generated-Content” Plattform. Wenn der Geschäftsmann auf solchen Plattformen Beiträge ohne Rechschtschreibfehler liest, dann wird er seeehr aufmerksam! Man ist authentischer mit Fehlern. Apropos Authentizität: Hierzu gibt es mehr in einem der nächsten Posts auf diesem Kanal. Und zum “rasanten” Wachstum von Twitter in der Schweiz kann der Geschäftsmann nur sagen, dass auch dieses Statement ein Witz ist. Die im Artikel der Sonntagszeitung erwähnten 60’ooo User in der CH sind marginal. Im Vergleich zu den 2.8 Millionen FB-Usern. Oder auch im Vergleich zu anderen Ländern. Schweizer sind Twittermuffel und die Twitter-Wachstumsrate ist im Gegensatz zu anderen Sozialen Plattformen massiv unter dem Durchschnitt.

Also kein Take-Home Value auf den anderthalb Seiten des Artikels? Doch, man erfährt, dass z.B. die SBB in ihrem Multi Media Guideline Ihre Mitarbeiter anweist, auf  “Ironie, harsche Reaktionen oder Humor auf Kosten des Dialogpartners oder Dritter zu verzichten”. Das macht Sinn, meint der Geschäftsmann, stehts höflich bleiben. Und Ironie, wie auch Sarkasmus werden im Web 2.0 sehr häufig nicht erkannt oder nicht verstanden, das hat der Gmann selber auch schon bemerkt.

So, das wärs mit der Replik und auch Schluss mit Posten in den Ferien, der Geschäftsmann hat jetzt Familienfest(e). So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

22. GFM Marketing-Trend-Tagung – Referat Martin Lindstrom “Sleep with your customer”: Zusammenfassung folgt nächsten Montag

Sleep with your Customer - Marketing-Trend-Tagung

Der Geschäftsmann wurde von verschiedener Seite noch gebeten, für den letzten Beitrag der GfM Marketing-Trend-Tagung “The Future of Marketing” ebenfalls noch eine Zusammenfassung zu publizieren. Dies macht er gerne, nächsten Montag kommt dazu ein detaillierter Beitrag! Kurze Preview des Inhalts:

  • Wir können nicht multitasken (1.3 Tasks schafft der Mensch parallel)
  • Deine Marke muss auch bei mangelnder Aufmerksamkeit (=Multitasking) erkannt werden können
  • Smashables: Deine Marke erkennt man auch wenn man lediglich einem Fragment konfrontiert wird (Splitter einer Colaflasche)
  • Deine Marke (und die Firma dahinter) muss offen, ehrlich, transparent sein

Den ersten Blog-Post zur  Marketing-Trend-Tagung gibt es hier.

Have a nice Weekend! Euer Gmann20

Ooops! 22. GFM Marketing-Trend-Tagung: The Future of Marketing, aber ohne Web 2.0!

Die diesjährige GFM Marketing-Trend-Tagung ging heute in Zürich über die Bühne. Die sehr gut orchestrierte, von der SRF Frau Christine Maier moderierte Konferenz empfing über 600 Teilnehmer, darunter viele CEOs, Chef-Marketeers und sonstige Führungskräfte aus D/CH.

Die erste Überraschung erfolgte bereits vor der Konferenz. Als der Geschäftsmann 2.0 nach dem Hashtag für den Anlass fragte, bekam er vom Geschäftsführer der GFM die Antwort “Wir haben keinen, wir sind Old School”. Wow. Heavy für einen Anlass mit dem Titel “The Future of Marketing”… Dieses Statement ist umso schwerwiegender, wenn der Key-Note Speaker  Anton Meyer von einem “fundamentalen Wandel beim Marketing” und von “weniger ‘to’ und mehr ‘with’ ” spricht! Nun, zum Inhalt:

Keynote-Speaker Anton Meyer spricht von einer neuen Marketing-Lehre. Seine Thesen:

  • These 1: Weniger “to” und mehr “with” (Co-Creation, Wert entsteht neu aus Nutzung)
  • These 2: Vernetzung der realen mit der digitalen Welt in Echtzeit
  • These 3: Marketing auf Augenhöhe (Die neue Basis -Aufgrund totaler Transparenz, ist Ehrlichkeit, Vertrauen und Verantwortung nötig).

GFM Markteting Trend Tagung 2012Gemäss Meyer, wird das unternehmensgetriebene Outbound Marketing massiv abnehmen, das kundengetriebene Inboud-Marketing dafür zunehmen und neu wird ein integratives und interaktives “With” (-Marketing) –> Dialog-Marketing? entstehen. Die meisten Unternehmen seien davon aber noch meilenweit weg, die meisten Firmen machen immer noch Old-School Marketing, sprich lediglich Inbound.Wer steuert die Kundenbeziehung, ist es neu eher ein Dialog auf Augenöhe? Und was ist eigentlich das Epizentrum der Kundenbeziehung fragt Meyer weiter? Seine Antwort:Es wird nicht mehr Print sein und auch das nicht, was heute unter TV verstanden wird. –> CoCreation ist das Thema (10% der Verbraucher sind aktiv in der Community, 2% sind echte “Aktivisten”) so Meyer. Die zweite These ist die “totale Vernetzung” 24*7 über alle Touchpoints. Das Internet ist das erste Massenmedium, bei dem das Produktionsmittel gleichzeitig das Distributionsmittel und das Konsummittel ist.  Je mehr Touchpoints/Kanäle bestehen, umso stärker ist der Kontollverlust der Anbieter. Das Internet führt zur Waffengleichheit von Anbietern und Nachfragern. Man wird als Anbieter komplett transparent und muss deswegen authentisch sein und dies  erzwingt das Marketing auf Augenhöhe. Wenn man auf gleicher Augenhöhe kommuniziert, dann geht es auch um Glaubwürdigkeit, dabei hat “Jemand wie Du und ich” inzwischen mehr Glaubwürdigkeit als der CEO der Firma, sagte Meyer.

Do you speak digital ? Der zweite Sprecher war Lars Rottschäfer, Brandmanager von AXE. Die Marke gibt es bereits seit 28 Jahren, der Zielkunde ist seit jeher der 16-18 Junge. Diesen erreicht man heute nicht mehr nur mit TV. Die AXE Marken-Kommunikation zielt ganz profan auf “Junge will Mädchen”. Man pusht eher Unterhaltung anstelle Information. Digitaler Content ist sehr wichtig (nicht TV). Beispiel dieses 3-Min TV Video, oder Youtube Adaption des Engel-TV Spots –> Aufgepimpte AXE Spots, viel länger als normale TV-Spots. Ein weiterer Versuch, der aber nicht richtig funktioniert hat, war die AXE “Mach Wach Show” zu einer bestimmten Zeit auf einem Sender. Warum hat es nicht funktioniert? Die Jungen folgen den linearen Medien nicht mehr: “Linear ist tot”. Facebook ist der Kanal (der Zukunft), so Rottschäfer. Eine weitere interessante Kampagne war “Axe Hot Jobs“. Auch der “Digitale Adventskalender” lief gut.   Die Message von Rottschäfer war klar, dass die digitale Welt “der Platz” sei und dass man nicht aufhören soll, herumzuprobieren. Man sei “Always Beta” und “spiele laufend” herum.

Zukunft Marketing – Andreas Steinle vom Zukunftsinstitut ging auf die Megatrendmap ein. Insbesondere die Stränge “Individualisierung“, “Neu-Ökologie” und “Connectivity” hob er hervor (Hier gibt’s das PDF zum Thema). Indidualität triggert “Responsivität” und ist ein menschliches Grundbedürfnis. Die Responsivität, sprich das Feedback wird durch die Connectivity, die Vernetzung gehebelt. Ein schönes Beispiel ist die “Diesel Cam”, einer Kampagne aus Spanien. der Bekleidungsmarke Diesel. Die heutige Connectivity führt ebenfallss eine Explosion von Individualitätsäusserung der Menschen. Diese Individualitätsäusserung generiert enorme Daten, welche für Marketeers sehr interessant sind (Anm. vom Gmann20.: BigData). Direkt kann man diese Individualitätsäusserung hier verfolgen  http://timeu.se/  – Das ist Menscheitsbeobachtung in Echtzeit! Am Ende führe das zu einer Partizipations-Ökonomie so Steinle:  “Shared Value statt Shareholder Value” – Markige Worte…..

#gfm2012Ein weiterer Speaker war Amir Suissa, der CEO von DeinDeal, wahrscheinlich dem am stärksten wachsenden Start-Up Unternehmen in der Schweiz. DeinDeal beschäftigt im Jahr Drei seiner Existenz bereits weit über 100 Angestellte. Die Firma ist übrigens einer der Kunden des Geschäftsmannes 2.0 🙂 . Suissa betont, dass die Kunden der Firma nicht Schnäppchenjäger sind, sondern eher kaufkräftige Personen mit hohem Einkommen und mit einem Frauenanteil von 60%. DeinDeal setzt bei seinen Verkaufsbemühungen auf Performance Marketing, sowie sehr stark auch auf Dialog Marketing (Interaktion mit den Kunden und mit der Community).

Perfomance Marketing: DeinDeal gibt bei Google, Facebook und Affiliates Millionen von Franken Werbegelder aus. Dafür kriegt DeinDeal pro Woche 54 Mio Impressions auf Facebook, bei Google sind es 12 Millionen pro Woche (!). Weiter werden 6 Millionen Mails die Woche versendet. Interessant: 50% der Umsätze werden über die Emails generiert (Sprich ein Email-Newsletter Kunde klickt auf einen Link im besagten Email).

Dialog Marketing: DeinDeal setzt klar auf aktives Dialog-Marketing. Facebook ist da sehr wichtig, Twitter hingegen ist in der Schweiz unbedeutend. Bei Facebook erreicht DeinDeal einen Viertel (!) der Facebook Population in der Schweiz (700K Likers). Wichtig ist dabei, dass man nicht eine Kommunikation über Deals macht, sondern eine Kommunikation über Themen! So bleibt man nah am User. Des Weiteren agiert die Firma in den digitalen Kanälen mit der Direktive “Spiel / Spass / Spannung“, wie zB. mit Wettbewerben oder Kniffelspielen. Dieser Mechanismus ist dem regelmässigen Leser dieses Blogs nicht unbekannt, darüber hat der Geschäftsmann in älteren Posts ja bereits einige Beiträge gebracht.

2011 war DeinDeal auf Rang 10 der schnellstwachsenden Suchbegriffe in der Schweiz! (#1 war DSDS). Die Plattform hat 500K User, welche 1.2M unique Zugriffe auf die Web Site pro Woche generieren. Bis Dato sind 5000 Deals gelaufen (pro Woche werden aktuell 12000 – 20000 Gutscheine verkauft) und die Kunden konnten mit DeinDeal über 70 Millionen CHF sparen.

Wichtig sind für Suissa vorgelebte Werte in der Firma: Fair / Schlagkräftig  / Messbar:

  • Fair: DeinDeal will faire Deals anbieten mit hoher Qualität. Deswegen hat das Unternehmen eine grosse Qualitäts-“Abteilung”, um zu prüfen, dass die Angebote auch wirklich gute, hochstehende Deals sind.
  • Schlagkräftig: Der Markt in der Schweiz ist klein und das bedingt eine echte Agilität des Unternehmens auf dem Marktplatz Schweiz.
  • Messbar: DeinDeal misst alles und hat dafür ein Set von 60 KPIs aufgebaut. Diese KPIs wurden  letztes Jahr in einem sehr schlagkräftigen BI-System implementiert damit diese 60 Kennzahlen laufend gemessen werden können. Details dazu gibt es hier.

Neben den obgenannten Werten arbeitet DeinDeal zusätzlich noch nach folgenden Prämissen: Execution is Key / Focus or Fail / Listen to your Intuition. Diese Prämissen haben gemäss Suissa geholfen, dass DeinDeal mit 70% Marktanteil der absolut grösste Player im Schweizer Markt ist. Einen Knaller präsentierte Suissa noch am Schluss:  Der Deal am nächsten Dienstag (03.04.12) auf DeinDeal ist ein Maserati Grantourismo S für 131 000 anstelle
212 000 CHF!

Suissa machte eine kurze Umfrage in Plenum, wer im Saal denn DeinDeal kenne, ca. 80% hoben die Hand. Auf die Folgefrage, wer denn bereits schon einen Coupon auf der Plattfom erworben habe, hielten immer noch ca 1/3 die Hand hoch.

Finaler Eindruck des Geschäftsmannes 2.0 vom GFM-Trendtag zum Tranformationsstand 2012 der Schweizer Marketing-Gilde: Das Schweizer Marketing ist immer noch irgendwo beim Releasestand 1.x . Bis das neue Marketingverständnis sich im Lande verankert hat, wird das noch einige Zeit dauern und viel Arbeit brauchen! Die Referate stiessen aus meiner Sicht absolut in die richtige Richtung, auch wenn die Präsentationen nicht so visionär waren wie am Europaischen Trend-Tag 2012, der vor 2 Wochen am GDI in Rüschlikon stattfand.

Zu diesem Post erscheint noch ein Nachtrag und zwar vom Referat von Martin Lindstrom “Sleep with your customer”: Die Zusammenfassung folgt nächsten Montag 2.4.2012

Skurriles aus der Netzwelt – J Lo’s Nippel und Angelinas rechtes Bein mit Tausenden von Twitter Followern

An der diesjährigen Oscar-Preisverleihung scheinen zwei unbestrittenermassen attraktive Frauen nicht mit Ihren weiblichen Reizen gegeizt zu haben. Kurz nachdem Jenifer Lopez und wenig später auch Angelina Jolie sich am 27.2.2012 präsentiert hatten, “erschienen” auf Twitter zwei neue Benutzer, welche brutal schnell eine Unmenge Followers um sich scharen konnten, schreibt das Online-Magazin Business-Insider. Heute haben

@JLosNipple 6000 Follower und @AngiesRightLeg 49000 Follower auf Twitter. Wahnsinn, nicht? Findet der Geschäftsmann 2.0

Web 2.0 mal praktisch (19) – Es war nie einfacher, sich mit seinen Mitarbeitern und Partnern auszutauschen (Micro-) Blogging

Huch! Anscheinend sind die Bilder bei der Migration verloren gegangen! Sorry (3.3.2013)

Diejenigen, die mein Blog lesen, die wissen was ein Blog ist, sonst würden Sie ja mein Blog nicht lesen, welches ich auf WordPress (Wiki) schreibe ;-/. Von Twitter haben die meisten ebenfalls gehört, einige brauchen es sogar. Klar ist, dass Twitter sich zur Galionsfigur der Microblogging-Tools (Wiki-Eintrag hier). Blogging-Tools und Microblogging-Tools gehören irgendwie zusammen. Derjenige der bloggt, der twittert auch. Beides sind jedenfalls echt gute Mittel, um sich schnell mit seinen Partnern, Mitarbeitern oder Kunden auszutauschen. Beides sind effiziente Mittel, um die Distanz zwischen Führungskraft 2.0 und seinen Peers zu vermindern. Dies hilft vorallem, wenn die Führungskraft 2.0 und seine Mitarbeiter immer “auf Achse” sind. Es muss immer nicht Twitter, WordPress oder Blogger (gehört google) als Plattform sein. Es gibt anderes und alles liegt wie gewohnt in der Cloud, hier eine Auswahl:

Tumblr
Wie Twitter ohne die 140 Zeichen-Beschränkung, kann zum ausgewachsenen Blog ausgebaut werden. Man kann in sein “Tumblelog” auch Bild, Ton und andere Dateien reintun. Hier gibt’s ein 18-minütiges Tutorial und hier geht’s zum Wiki-Eintrag. Hätte ich Tumblr früher gekannt, dann hätte ich mir überlegt, mein Blog auf Tumblr zu führen, anstelle wie jetzt bei WordPress.

Snipia
Quasi Twittern pro Projekt. Projektgruppen anlegen, den Gruppenmitgliedern Aufgaben zuweisen, Statusupdates posten, Dateien gemeinsam mit Teammitgliedern bearbeiten. Kostenlos.

SAP Streamwork
geht in die gleiche Richtung wie Snipia. Es ist eine Microblogging, Produktivitätssteigerungs und „Decision-Support“ Plattform. Ein Mitglied kann zu einem bestimmten Gebiet/Thema/Aufgabe eine „Aktivität“ eröffnen und dann diese Aktivität mit anderen Mitgliedern teilen oder andere Mitglieder einladen (Ein bizzeli analog der Circles auf Google+) Im Informations-Strom zu einer Aktivität können alle Arten von Dokumenten (doc/xls/pdf/ppt/video/etc) hinzugelegt werden. Als zusätzliche Objekte können Elemente wie Timeline, Poll (Umfrage), Pro/Contra Liste mit den Teilnehmern geteilt werden. Abschliessend können die Entschlüsse als Decision Items festgehalten und mit den anderen geteilt werden. Zu Streamwork geht’s hier.

Yammer
Wie Twitter, ist quasi ein Firmentwitter, weil nur diejenigen mit der gleichen xyz.com  Email-Adresse die Meldungen untereinander sehen. Die unadministrierte Lösung ist gratis, die administrierte Version kann bös ins Geld gehen, vorallem wenn viele Mitarbeiter registriert sind. Ich verwende firmenintern Yammer, migriere aber immer wie mehr zu google+

Socialcast
Nachtrag 22.10.2012:Die Firma VMWare hat mit http://www.socialcast.com/ ebenfalls eine Social-Network Plattform in Angebot, welche z.B von der Firma SAS oder von Philips genutzt wird.

Socialtext
Mischung zwischen Wiki , Weblog und FirmenSocialNetwork. Man kann via Browser, Handy oder einer Adobe AIR-Applikation zugreifen. Ebenfalls ist ein Activity Stream integriert. Man kann das als eine echte Knowledgemanagement-Plattform ansehen. Kostenpflichtig, On-Demand beginnt bei 5000 USD/Jahr  für 50 Mitarbeiter. Socialtext ist nach meinem Kenntnissstand die einzige Lösung, die auch lokal, als on-premise Lösung betrieben werden kann.

Google+
Jeder Geschäftsmann sollte sich https://plus.google.com/ anschauen, jeder! Was Facebook für das Privatleben ist, könnte google+ für das Geschäftsleben (und Familienleben) werden. Google+ ist ein Blog, ein Microblog, die Aufmachung mit den Circles ist sehr ansprechend, die Integration mit gmail top und g+ konkurrenziert sogar noch Skype. Bringt man sein Unternehmen auf google+, dann braucht man kein anderes Blogging/Microblogging-Tool oder ähnlich. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass über kurz oder lang g+ der Totengräber für Yammer sein wird. Genau gleich wie Facebook ist google+ gekommen um zu bleiben. Und:Viele Geschäftsleute trauen google mehr als Facebook. Ja, ich bin ein Fan (geworden).

Hier gibt es die Wiki-Einträge zu den Blogplattformen: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Blogger.com http://de.wikipedia.org/wiki/Wordpress
Und hier gibt es noch eine laange Liste von Alternativen: 
http://www.quora.com/Who-are-the-top-competitors-to-Yammer

Führt Ihr ein “Social Business”, dann braucht Ihr sicher so ein Tool wie oben, oder? Danke für Eure Feedbacks!
So long, euer Geschäftsmann20, Palo