Erstellung eines Manifesto: Was wir Geschäftsleute 2.0 von einem Paar-Therapeuten lernen können

In meinem letzten Post habe ich empfohlen, anstelle einer Unternehmens-Strategie ein Manifesto für die Firma zu erstellen. Bei weiteren Recherchen habe bin ich auf der Seite des australischen Paar-Therapeuten Peter Fox gelandet. Dieser geht auch auf das Thema Manifest ein und zwar mit viel kreativeren Ansätzen als “Man schreibe ein zentrales Dokument...” Reinschauen lohnt sich.

Wer braucht eine Social Media Strategie? Niemand!

Die Unternehmensberatungs-Firmen haben nun jetzt auch Social Media entdeckt. Ernst & Young hat sich zum Beispiel  bei ITACS Training mit einem ganzen Kurs namens Audit & Control of Social Media “eingemietet”. Kernelement scheint neben dem von den Herren Unternehmensberatern entwickelten “Social Media Governance Maturitätsmodel” auch das Element “Social Media Strategie” zu sein. Ich persönlich finde so eine Social Media Strategie einen guten Start, es ist aber lediglich nur ein Anfang. Besser ist eine Unternehmensstrategie, welche inhärent Social Media und deren Mechanismen fördert oder vorgibt. Sprich eine “Social Media enabled Unternehmensstrategie” (man entschuldige mein Neudeutsch), welche die Nutzung von “SoMe” im Business, also in allen Unternehmensbereichen und Unternehmensprozessen, fördert oder vorsieht.

Apropos Strategie: Marcel Bernet beschreibt die Entwicklung in diesem Feld im Detail. Sein Beitrag, wohin die Reise bei Unternehmen in Sachen Social Media  geht , zeigt dies eindrücklich auf. Ein anderer Beitrag geht auf die Studien zur Verankerung von Social Media im Unternehmen anhand einer Strategie (welche besser Abteilungsübergreifend zu sein hat) ein. Wer noch an mehr Studien dazu interessiert ist, der bekommt das hier .

Social Media hat enormes Transformationspotential für die Unternehmung. Es ist aber nicht der einzige Treiber, da kommen weitere neue Themen dazu, wie zB “Mobile Internetnutzung”, “Demographischer Wandel”, “Zunahme von Nischenmärkten” (LongTail), “Clean/Green Tech” , “Neue Arbeitsmodelle” oder “Umgang mit Millenials” um nur Einige zu nennen. Aus meiner bescheidenen Sicht ist dies noch ein Grund mehr dafür, dass eine Social Media Strategie alleine nicht ausreicht, um für die Zukunft, welche uns viele Veränderungen bringen wird, gewappnet zu sein.

Kurz: Erstellen sie nicht eine Social Media Strategie, erarbeiten Sie gleich eine neue Unternehmens-Strategie, oder noch besser ein Manifesto. (Uebrigens: Nur die “Alten” assoziieren diesen Term mit was Negativem….)

So Long, Palo 31.10.2011