Die 2013er Ausgabe des Videoclips, welcher das Leben des Geschäftsmannes 2.0 veränderte – Socialnomics von Eric Qualman

Mit der ersten Version dieses Videos hat alles angefangen: Der Clip und die Lektüre von Erik Qualmans Buch haben das Leben des Geschäftsmannes 2.0 verändert. Nun liegt das Video in einer 2013er Version vor. Es lohnt sich, sich das Video wieder einmal reinzuziehen, es haut einen immer noch um!

Qualman hat sein Standardwerk übrigens ebenfalls überarbeitet, es liegt in einer 2012er Version vor.

2013 kommen die Aktionäre mit eVoting vermehrt an die Macht – Beispiel: GV der Zurich Insurance mit der Sherpany Plattform

Dass sich im Zeitalter des Web 2.0 die Bürger, Käufer und Kunden zu emanzipieren beginnen, hat der Geschäftsmann 2.0 in Dutzenden von Beiträgen auf diesem Kanal be- und umschrieben. Er hat dabei auch erwähnt, dass eine ganz wichtige Wirtschaftsgruppe, nämlich die der Aktionäre und Investoren eine wichtige Rolle bei der Digitalen Revolution und beim Social Business spielen würde (Siehe Aktionäre an die Macht“). Nur war es dem Geschäftsmann 2.0 nicht ganz klar, wie das vonstatten gehen würde.

GV Zurich 2013 - Die Mehrzahl der Teilnehmer stimmte anhand eVoting ab!
GV Zurich 2013 – Die Mehrzahl der Teilnehmer stimmte anhand eVoting ab!

Aber jetzt liegt es auf der Hand. Aktionäre können vorallem oder fast nur an der Generalversammlung Ihre Meinung kundtun. Und bis heute dominierten zwar die Kleinanleger die Redezeit, aber es waren die grossen institutionellen Anleger, welche das Stimmvolumen im Griff hatten. Das könnte jetzt anders werden. Web 2.0- Plattformen erlauben es, dass sich viel grössere Gruppen ohne einen expliziten Führer organisieren können. Der Homo coniunctus lebt ja in digital unterstützten Netzwerkstrukturen, siehe Details hier. Und auch bei den Aktionären hält der Homo coniunctus Einzug. Inzwischen gibt es mehr unter fünfzig jährige Aktionäre, als 50+ Aktionäre, sagt eine Studie der UniZH. Aktionärsgruppierungen können z.B. auf den neuen eVoting-Plattformen für Generalversammlungen entstehen. Diese Plattformen sind für alle Anleger offen. Sie erleichtern u. A. den institutionellen Profianlegern, z.B. Pensionskassen Managern, Ihre Arbeit enorm.

Aber auch Kleinanleger profitieren: “Weisst Du Palo, ich habe jetzt mit dieser neuen Plattform nun alle meine eigenen grossen Direktinvestitionen an einem gemeinsamen Ort im Griff –  Das finde ich Super”  Das hat dem Geschäftsmann gestern ein guter Freund beim gemeinsamen Abendessen gesagt. Die Plattform, von welcher der Freund des Geschäftsmannes 2.0 sprach, ist Sherpany. In kürzester Zeit konnte Sherpany nahmhafte Kunden und Partner für sich gewinnen, so das Firmenblog.

Und die Plattform wird Rege benutzt! Die Zurich Insurance Group hat letzte Woche am 4.4.2013 eVoting zum ersten Mal Ihren Aktionären ermöglicht. Die Beteiligung war beeindruckend: Von den 2232 im Saal anwesenden Aktionären haben 1810 über Sherpany abgestimmt und gegen 37’000 Stimmen vertreten! “Respekt”, meint der Geschäftsmann 2.0. Dass eVoting in der Wirtschaft abgehen würde, das hat er sich schon gedacht, aber gerade so?! Wow!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

 

Disclaimer:  Der Geschäftsmann 2.0 hat seine neue Berufung gerade eben bei dieser Sherpany-Plattform gefunden. Er arbeitet neu für dieses Zürcher Start-Up Unternehmen.

Online-Arbeit und -Outsourcing: Deutsche Auftraggeber sind bei Elance bereits auf Platz 8 (2013)

Elance zieht fŸuer 2012 Bilanz: Immer mehr Unternehmen suchen online nach FachkrŠftenDer Geschäftsmann 2.0 berichtete bereits vor einiger Zeit über Contracting-Plattformen wie Elance oder Twago. Diese haben sich munter weiter entwickelt. Gemäss einer Mitteilung von presseportal.de nimmt insbesondere die Elance-Plattform massig Fahrt auf und zwar auch im Deutschsprachigen Raum. So verzeichnete man im 2012 eine Zunahme von 51% was die Aufträge von Deutschen Kunden anbelangt. Damit ist Deutschland auf den 8. Platz im Umsatzranking aufgerückt.

Auf der Plattform dominieren nach wie vor Auftragsvergaben im Bereich Programmierung, Web, Design und ähnlich. Hier gibt es immer noch starke Zuwachsraten, z.B nahmen die Vergaben im Bereich Web-Design um 205% im Vergleich zum Vorjahr zu. Doch auch Fachkräfte mit Online-Erfahrung im digitalen Segment (+190%) sowie Social Media (+132%) erhöhten ihre Einnahmen in 2012 erheblich. Alle Zahlen können hier nachgelesen werden. Der Geschäftsmann empfiehlt: “Elance einfach ausprobieren!” Wenn man ein Projekt englischsprachig ausschreibt, erhält man preislich viel tiefere Angebote. Trotzdem ist der Geschäftsmann 2.0 bisher immer davor zurückgeschreckt Aufträge z.B nach Indien zu vergeben. Und nicht vergessen: Twago gibt es auch noch….

…So Long, Euer outtaskender Geschäftsmann 2.0

Ich will die Hundeliebhaber meiner Gemeinde bewerben – Der Facebook Graph Search machts möglich

Seit Jahren weisen die Experten in Sachen Internet und Internetmarketing auf das absolute Machtpotential von Facebook hin, vorallem was die Vorrangposition von Google anbelangt. Jeff Jarvis, der Initiant der Dell-Hölle wies bereits 2009 in seinem Klassiker “Was würde Google tun” auf den Unterschied hin, dass Facebook im Gegensatz zu Google genau weiss, was die (Facebook-) Nutzer wollen. Und auch der weltbekannteste Ex-Weinhändler und Videoblogger Gary Vaynerchuk postulierte in seinem Bestseller “The Thank you Economy” die Abkehr von SEO, da diese Technoglogie (da auf Search-Engines ausgerichtet) in naher Zukunft obsolet würde

Facebook Graph Search heisst das Zauberding. Facebook ermöglicht die semantische und die “soziale” Suche nach vordefinierten Kriterien. Damit kann der Schreiner seine Hundehäuschen in der Gemeinde bewerben. Und den Monat später in der Nachbarsgemeinde. Und wieder einen Monat später im Einzugsgebiet des Mitbewerbers.

Gleichzeitig bekommt der Schreiner einen Überblick über den potentiellen Absatzmarkt. Er sieht die Gesichter, er kann die Leute auch direkt angehen. Oder ansprechen, wenn er am Sonntag mit seinem eigenen Hund spazieren geht. Oder sich mit diesen Leuten auf Facebook “anfreunden/verlinken” und dann im Monat drauf eine Direktansprache über Facebook wagen.

Facebook Graph Search ist momentan bei wenigen Pilotkunden im Rollout. Doch das ist klar die Zukunft in Sachen Internetwerbung! Mehr Details gibt es hier: http://t3n.de/news/facebook-graph-search-wissen-437328/

 

Hier noch die Bücher von Jeff Jarvis und von Gary Vaynerchuk:

Web 2.0 mal praktisch (22) – Es war nie einfacher ein Diagramm oder einen Prozess ohne Visio oder Powerpoint zu zeichnen #BPMN

Wenn der Geschäftsmann 2.0 ein Tool beherrscht, dann ist es Powerpoint. Ein anderes Werkzeug, das er (mega) gut im Griff hat(te) ist Visio. Nur – für das Erstellen von Diagrammen oder gar Prozessdiagrammen (nach BPMN 2.0) ist Powerpoint nicht geeignet*. Und Visio hat nicht jeder Kunden-PC installiert. Was tun?  Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Arbeite mit einem Web-basierten Diagrammtool
  2. Installiere ein Open Source Programm lokal auf dem PC oder
  3. quäle Dich weiter mit Visio oder mit Diagrammketten in Powerpoint

Nach jahrzehntelangem Schmerz mit Variante 3. hat der Geschäftsmann 2.0 sich endlich den Optionen 1. und 2. zugewandt. Vorallem die Web-basierten Diagrammtools haben es Ihm angetan. Da er öfters** mit Prozess-Design nach BPMN V2.0 zu tun hat, will er vor allem die in diesem Kontext zur Verfügung stehenden Werkzeuge betrachten.

1.Web-basierte Diagrammtools

Der Knaller: draw.io Open Source Grafik-Tool
Der Knaller: draw.io Open Source Grafik-Tool

Man kann es nicht anders sagen: http://www.diagram.ly oder https://www.draw.io/ sind einfach unglaublich. Lediglich Browser starten und draw.io als URL eingeben und schon kann man mit einem Killer-Werkzeug Diagramme oder Prozesse zeichnen. Die Grafiken kann man dann lokal speichern oder in der Cloud ablegen: Insbesondere die Integration von draw.io mit Google-Drive, dem Dropbox-Konkurrent und Nachfolger von Google-Docs ist beeindruckend.

Integration von draw.io in Google-Drive (ex Google-Docs)
Integration von draw.io in Google-Drive (ex Google-Docs)

Da bei draw.io keine Kommerzialisierung erkennbar ist, kommt man als Geschäftsmann nicht drumrum, sich zu fragen, woher und was das Tool eigentlich ist. Ganz kurz: Es ist ein Open Source Tool, welches weiterbestehen wird und hat seine Ursprünge in der Java-Communitiy (Ein Schweizer hat mal JGraph an der ETH Zürich geschrieben). Draw.io hat einen kompletten Satz von BPMN V2.0 Grafikelementen und man kann damit sehr schnell grosse Diagramme erstellen und bearbeiten. Das Handling mit den Pfeilen (Connectors/Konnektoren) ist umständlicher als beim nächsten Tool, aber dafür ist die Positionierungfunktionalität besser und die Palette von Diagrammelementen lässt keine Wünsche offen.

Ein weiterer reiner Cloud-Anbieter ist Gliffy.com. Auch hier: Lediglich gliffy.com aufrufen (Hier muss man noch einen Account anlegen, wie mühsam 😉 , das muss man bei draw.io nicht…) und Diagramme zeichnen. Bis 5 Diagramme ist es gratis, dann kostet es monatlich einen kleinen Obulus. Bei Gliffy sind aber nicht die Kosten das Problem, sondern die Tatsache, dass kein kompletter BPMN V2.0 Elemente-Satz vorhanden ist.

Gliffy, ein weiteres starkes  Cloud-Grafik-Werkzeug. Super!
Gliffy, ein weiteres starkes Cloud-Grafik-Werkzeug. Super!

Gliffy hat eine eigene Dateiablage in der Cloud und man kann die Diagramme in verschiedensten Dateiformaten exportieren. Der Geschäftsmann 2.0 verwendet dieses kommerzielle Werkzeug gerne, weil die Positionierung der Elemente sehr angenehm ist, trotz dem fehlenden BPMN V2.0 Satz (V 1.x ist aber vorhanden und reicht eigentlich vollauf, findet der Gmann)

2. Open Source Programme zur Client Installation

ech_bpm_uebersicht

 

Für eine lokale Installation auf dem PC gibt es das “eCH-0096 BPM-Tool”. Für Prozessberater, welche vermehrt mit der (schweizerischen) öffentlichen Hand zu tun haben, ist dieses eCH-Tool relevant. Das Werkzeug benötigt das Eclipse SDK, sprich fast eine lokale Java-Entwicklungsumgebung, um auf dem PC zu laufen. Die Bedienung ähnelt denn auch eher einer Programmier-Workbench, als einem Endbenutzer freundlichen Modellierungswerkzeug. Aber das ist Geschmackssache. Das Gute an dem eCH-Tool ist, dass es einerseits ein Werkzeug ist und gleichzeitig einen dokumentierten (Schweizer Behörden-) Modellierungsstandart beinhaltet: Den Schweizerischen Standard “eCH-0140 Prozesse”. Mit diesem Werkzeug kann man auch ansprechende Grafiken machen, jedoch ist der Bedienungskomfort nicht wahnsinnig und die zur Verfügung stehenden Grafik-Elemente sind auch begrenzt:

Open Source: eCH-0096 BPM Tool auf Eclipse-SDK Basis.
Open Source: eCH-0096 BPM Tool auf Eclipse-SDK Basis.

Nun, welches Werkzeug würde Geschäftsmann 2.0 empfehlen? Klar draw.io , nur hatte er bei einigen PCs Probleme mit der Integration in sein Google-Drive. Deswegen verwendet er heute Gliffy für Kundenprojekte und das eCH-0096 Tool bei der öffentlichen Hand oder bei der firmeninternen ISO9001:2008 Dokumentation.

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0

*Verschieb und manipulier mal Diagrammketten in Powerpoint ;-(
**Ja, der Geschäftsmann 2.0 ist auch ein Organisations- und Prozessberater  😉

Die dunkle Seite der ZwoNull(3): Im Zweifelsfall GEGEN den Angeklagten und niemand störts…

Es gibt schon einige Sachen, die dem Geschäftsmann 2.0 in den Zeiten des Social Business zu schaffen machen. Es geht – wieder einmal – um die Medien. Aus Langeweile schaut der Geschäftsmann kurz in die 20 Minuten Online-Ausgabe vom 28.12.2012 und trifft auf einen Artikel namens “Ein Bankenplatz geht durchs Fegefeuer“. Unter anderen Katastrophen, wie z.B die Busse für die Schandtaten rund um die Libor-Zinssatzmanipulationen der UBS liest der Geschäftsmann folgenden Untertitel:

“Hildebrand kann Unschuld nicht beweisen”

 Auch wenn es lediglich eine Feststellung im Artikel war: Ein Beschuldigter muss seine Unschuld nicht beweisen!  Aber das gilt scheinbar in den Zeiten der ZwoNull nicht mehr…. …so etwas ist schrecklich, und fragt sich, wohin diese Entwicklung führt,  findet der Geschäftsmann 2.0… …vielleicht werden sich die klassischen Medien (Siehe Transparenz & Medien) mit diesem Verhalten selber demontieren, aber sicher nicht alle und bis es soweit ist, werden viele Menschen persönliche Tragodien erleiden müssen….

Die SBB auf dem Weg zur 2.0 – SBB Connect #sbbconnect

12.12.2012 – Die SBB hat diese Woche eine eigene Social Media App gelauncht. Dank SBB Connect erfährt der Reisende 2.0 ob jemand aus seinem Social Graph (Mit-Twitterer oder Facebook-Freunde) auch im Zug hockt und die SBB scheint dies als weiteren Marketing-Kanal zu nutzen, wieso sonst gibts dann dort Gutscheine zu gewinnen?

Das ganze scheint auf dem Iphone so auszusehen (Danke an Michael Schmid):

SBB Connect App auf Iphone

 

Dazu gibt es schon einige Kommentare auf Twitter (Hier gibts den ganzen Twitterstream dazu):

Erste Kommentare zu SBB Connect auf Twitter

Der Geschäftsmann 2.0 hält es mit dem obersten Tweet: Er arbeitet nämlich sehr gerne und sehr gut im Zug, und deswegen ist er gerne für sich alleine….

Die dunkle Seite der ZwoNull(4): Burnouts nehmen immer noch zu

“Es kann jeden treffen” – So titelt einer der mehreren Beiträge in der Handelszeitung Nr. 48 vom 29.11.2012 zum Thema Burnout. Allways on, allways reply, allways online – Der Geschäftsmann kann von sowas auch ein Lied singen. Er litt neben anderem 😉 auch einige Jahre an diesem Syndrom. Zwei Sachen nimmt der Geschäftsmann aus den Artikeln mit: Einerseits scheint der Schaden enorm zu sein gemäss seco beläuft sich der volkswirtschaftliche Schaden durch Stress auf 4.2 Milliarden Franken pro Jahr! Und zwotens scheint ein durchstandener Burnout kein Karrierekiller zu sein, so Toni Brühlmann Chef der Privatklinik Hohenegg. Man wandle sich durch den Burnout zu einem sinnträchtigeren Menschen mit einem reicheren Leben!

Damit das nicht soweit kommt, hilft Abstand. Verordneter Abstand. Der Geschäftsmann hat bereits vor Jahren die Policy ins Mitarbeiterhandbuch reintun lassen, dass zwischen 1900 und 0800 niemand SMS, Mails, etc beantworten muss. Das Gleiche gilt für das Weekend. Trotzdem machen es die meisten…..

So Long, Euer das Handy am Weekend abschaltende Gmann 2.0

“Ich finde es extrem fahrlässig, wenn sich die Banken nicht in Social Media bewegen” – punktmagazin.ch

Aktuell beschäftigt sich der Geschäftsmann 2.0 ein wenig mit dem Thema “Finanzbranche und 2.0”. In diesem Zusammenhang ist Ihm ein Interview mit Marc Bernegger zur “Zukunft des Bankenwesens” vom Punktmagazin in die Hände gefallen.

Die Erkenntnisse aus diesem interessanten Interview sind schnell zusammengefasst:
Die Banken sind generell hintendrein, was die 2.0 anbelangt
und nach der Krise des Investementbankings käme nun die Krise des Retailbankings, welches wegen Ihres veralteten Geschäftsmodells, Ihrer hohen Gebühren und
u.A auch wegen der hohen Abzügen nicht performende Fonds(manager)
an den Pranger kommt. Anglikanische Institute seien scheinbar weiter.

Dem Geschäftsmann gefiel besonders die Antwort von Marc Bernegger auf das Statement, “dass Banken in den sozialen Kanälen nicht aktiv” seien:

“…Ich finde es extrem fahrlässig, wenn sich ein Institut nicht aktiv in diesen Kanälen bewegt. Nur schon um zu erfahren, welche Themen in der Community diskutiert werden. Social Media bietet sich geradezu an, um Reklamationen aufzufangen und die Bedürfnisse der Kundschaft zu erfahren…”
Genau! Das wäre der erste Schritt, aber wirklich nur der erste Schritt auf dem Weg zur Bank 2.0!

So Long, Euer Gmann 2.0

Den ganzen Artikel von Marc P. Bernegger hier lesen.

Die erfronenen Tomaten des Geschäftsmannes 2.0 – Der Fehler war am Anfang und nicht am Ende

Die erfrorenen Tomaten im Garten – Der Fehler passierte im Frühling und nicht im Herbst. Das gibts auch im Business

Mal was in eigener Sache und etwas nicht allzu ernstes: Beim Laub rechen musste der Geschäftsmann 2.0 feststellen, dass seine Tomaten erfroren sind. Etwas mehr im Garten, das den Wintereinbruch nicht überlebt hat. Hätte man die Tomaten besser schützen können? Ja, aber das ist nicht der Punkt! Der Geschäftsmann hat mit seinen Kindern die Tomaten schlicht und einfach zu spät gesät und angepflanzt. Der Fehler passierte im Frühling und nicht im Herbst.

Unternehmungen oder Business kann man in dieser Hinsicht durchaus mit den Tomaten vergleichen. Startet man ein Geschäft zu früh, dann “krepierts” vorher, startet man es zu spät, ist die Nachfrage nicht mehr da oder jemand anderes hat das Feld bereits besetzt.

Gerade richtig ist im Business heute (2012-2013) z. B. Beispiel der Zeitpunkt für den Cloud-Umstieg im Unternehmen oder zur echten Präsenz der Führungskräfte auf den Social-Media Plattformen, der Einführung von Micro-blogging basierter Kommunikation im Unternehmen oder von der Abkehr von Microsoft Exchange… Time for Change is now!

So Long, Euer Geschäftsmann 2.0 – Der anstelle des Gärtnerns wohl besser bei den Managementhemen bleibt 😉

Web 2.0 mal praktisch (20) – Es war nie einfacher, sich von Microsoft Exchange zu lösen

Alle “älteren” Kollegen des Geschäftsmannes 2.0 brauchen Outlook und Exchange. Das ist bei den “jüngeren” Kollegen des Geschäftsmannes gar nicht der Fall. Microsoft ist eine Krake, welche den Benutzer mit seiner Funktionalität umgarnt. Alle Manager schimpfen zwar über SAP und den Lock-in, in welchem sich viele Führungsleute mit dieser “ERP-Software” befinden.  Aber Microsoft ist schlimmer! Viel schlimmer. Wieso? Weil – zumindest ist das die Sicht des Geschäftsmannes 2.0 – durch Microsoft-Produkte die Innovationskraft der Organisation geschmälert wird, die Agilität und die Flexibilität ist tiefer. Bei Microsoft kostet ja fast alles immer etwas. Das ist z.B bei Google nicht der Fall. Die Gegenfrage könnte hier heissen: “Und was ist mit den Lock-in Gefahren bei Google?” Ja – Die gibt es selbstverständlich auch, aber der Geschäftsmann 2.0 ist der Meinung, dass der Vorteil der stärkeren Agilität und Flexibilität bei Google, sowie die dadurch höheren Innovations-Möglichkeiten die Nachteile aufwiegen! Vorallem für KMUs und bei Jungfirmen ist man sofort und unkompliziert operativ.

Google – Apps ermöglicht den Aufbau einer kompletten “Büroautomations / Workgroup Infrastruktur” innert Stunden. Auch Nicht-Techniker können das erledigen, Dummy Anleitungen gibt es im Web genug, wie z.B hier. Will man sich nicht sofort komplett von der Microsoft / Windows Welt lösen, dann muss man ja nicht gleich alles von Google verwenden.  Man kann ja mit Gmail und dem Google-Kalender und -Adressbuch starten und daneben Cloud-basierte File-Ablagen wie z.B Dropbox oder Skydrive (Microsoft) verwenden. Gmail erlaubt auch Imap und wenn man diesen Dienst zusammen mit einer Cloud-File Ablage nutzt, dann muss man sich fürs Erste keine Gedanken zum Backup machen (Der Geschäftsmann 2.0 arbeitet mit zwei Notebooks und hat die Daten dazu noch in der Cloud, sprich seine Daten sind redundant auf 3 Systemen vorhanden).

Was dem Geschäftsmann bei Google weiter gefällt: Man kann bei Gmail sofort und einfach seinen Account einrichten. Man kann gratis sogar seinen eigenen Domain-Namen hinterlegen. Bis 10 Nutzer ist der Dienst gratis. Will man die Werbung weg haben oder hat man mehr als 10 Nutzer, dann kostet das ca 5$ pro User und Monat.

Wie löst man sich nun von Exchange und migriert auf Google? Hier ein kurzer Beschrieb:

  1. Man sammelt erste Erfahrungen mit einem einzelnen Gmail Account
  2. Man löst bei Switch oder einen eigenen Domain-Namen
  3. Man richtet über Google-Apps die neue Umgebung ein (Eröffnung der Benutzer und der Mail-Adressen, es können mehrere Adressen pro User, sogenannte Aliase vergeben werden; Einpflegen des Domainnamens wie z.b [email protected] oder so.; etc)
  4. Man passt Gmail seriöser für seine Bedürfnisse an, insbesondere:
    1. Nicht vergessen gleich am Anfang die Labels einzurichten, welche der “Ordner-Ersatz” sind. Gmail kennt keine Ordner, sondern Labels. Das Gute ist, ein Mail kann mit mehreren Labels versehen werden.(Zahnrad –> Einstellungen –> Labels)
    2. Weitere sinnvolle Anfangseinstellungen (Zahnrad–> Einstellungen –> Allgemein)
      • Tastaturkürzel aktivieren
      • Immer https verwenden
      • Konversationssicht deaktiveren (für diejenigen, die gar nicht zschlag damit kommen)
      • Desktopbenachrichtigungen für Chats einschalten
    3. Auch die Signatur gleich am Anfang erstellen. (Ebenfalls Zahnrad–> Einstellungen –> Allgemein: ganz unten)
  5. Adress-Migration: Man hat die Möglichkeit, alles (Mails/Kalender/Adressen/ToDo’s/etc) zu migrieren. Wenn man einen sauberen Schnitt machen will, dann ist es gegebenenfalls besser, per Zeitpunkt X einfach umzuswitchen und die “alten” Elemente einfach auf dem alten Outlook-Client zu belassen.
    Wenn man sich für die zweite Variante entschliesst, dann braucht man trotzdem die Adressen. Das ist der einzige knifflige Teil der Umstellung. Hier das grobe Vorgehen mit Tipps:

    1. Im Outlook (2010) Datei–> Oeffnen–> Importieren–> “In Datei exportieren” wählen
    2. Kommagetrennte Werte (Windows) wählen: Ergibt ein CSV – Format
    3. Den zu exportierenden Kontaktordner wählen. Tipp: Neben dem Standardordner “contacts” gibt es auch den Ordner “Vorgeschlagene Kontakte” , denn sollte man in einem zweiten Schritt ebenfalls exportieren, denn dort sind diejenigen Email-Adressen drin mit welchen man häufig mailt!
    4. Filenamen wählen und – wichtig – anhand “Benutzerdefinierte Felder zuordnen” eine eigene Filestruktur erstellen! Die gruppierten Kontaktfelder wie zb +Name (Dahinter verbergen sich die Einzelfelder Anrede, Vorname, Weitere Vornamen, Nachname, Suffix) sind DIE Fehlerquelle für den nachfolgenden Import.
      Export laufen lassen und nun ist man bereit für den Import in Gmail.
  6. Import der CSV-Datei wie hier beschrieben.  Achtung, der Import läuft sehr schnell durch, nicht erschrecken. Und dann wichtig, wenn die Kontaktübersicht leer bleibt, bitte den Browser aktualisieren (F5) und nicht mehrmals auf den Import-Button klicken, so wie der Geschäftsmann 2.0 es getan hat.

Und schon kann man ohne Microsoft-Exchange / Outlook existieren! Was jetzt noch übrig bleibt ist das einrichten des Offline-Mails entweder anhand Google-Chrome  (Anleitung) oder mit dem ausgezeichneten Mailclient Thunderbird.

So Long, Euer nun exchangefreier Geschäftsmann 2.0 – Palo Stacho