Wie Gadgets 2.0 Freude machen: Heute hat jeder Zugriff auf den TV, egal ob Android, Mac/iOS oder Windows – Google Chromecast ist ein Knaller

Wenn man zu Hause einen Gemischtwarenladen an Geräten von verschiedenstlicher Provenienz hat, dann ist Google Chromecast für lächerliche 45 CHF / 40 EUR der Knaller, auch wenn der Streaming Stick bei der vom Geschäftsmann 2.0 am meisten gewünschten Funktion (noch) Mängel hat. 

Chromecast: Ausgezeichnete Videoqualität bei Youtube
Chromecast: Ausgezeichnete Videoqualität bei Youtube

Persönlicher Erfahrungsbericht Google Chromecast – Vor einem Monat war der Gmann 2.0 drauf und dran, einen PC für das Wohnzimmer zu kaufen und diesen am grossen TV anzuschliessen. Schlussendlich findet das Familienleben dort statt. Aber in Anbetracht der Technologiedichte in diesem Raum sagte er sich immer “Nein, das ist einfach Overkill” ! Seine Kollegen sagtem Ihm immer “Du brauchst keinen PC, nimm doch AppleTV”. Aber das kam für Ihn nie in Frage, es hat beim Gmann zuviele Windows- und Android Geräte im Haushalt und das wird noch eine Weile so bleiben.

Das Browserfenster auf den Fernseher werfen – Als der Geschäftsmann aber irgendwo mitbekam, dass man mit Hilfe von Google Chromecast ein Browserfenster auf den TV übertragen kann, da wurde er sofort hellhöhrig. Das Gerät wurde rasch gegoogelt und umgehend bestellt, beim Preis von 45 CHF war dabei nicht viel Ueberlegenszeit notwendig.

Streaming eines Browserfensters in Chromecast
Ein Browser-Tab vom PC auf den TV zeigen. Diese Funktion war erst zwei Tage nach der Installation “plötzlich” auf Google Chrome verfügbar!

Brutal einfache Installation und die erste vorläufige Enttäuschung – Nach einigen Tagen kam das Gerät mit der Post. Auspacken, den Chromecast in einen freien HDMI-Port anschliessen und auf der anderen Seite das Micro-USB Kabel für die Stromversorgung anstecken. Google ChromeCast GrössenvergleichAnschliessend konfiguriert man mit mit der auf irgendein Gerät heruntergeladenen ChromeCast-App den Stick. Dank Wifi-Direkt geht das so einfach, dass der Gmann hier nicht darauf eingehen will, man sollte einfach sein WLAN-Passwort kennen und wissen, an welchem HDMI-Port man den Stick angesteckt hat. Zwei Minuten später konnten mit allen Geräten, egal ob Win-Notie, Mac, Ipad oder Android Smartphone Youtube Videos auf den TV gestreamed werden. Super! Anschliessend wollte die Familie prüfen, ob man nun wirklich Browserfenster rüberbeamen konnte. Nur, nirgends konnte man den im obersten Bild gezeigten Button finden, weder auf dem Win-Notebook, dem Mac oder auf den Ipads. Also versuchte man ein Update des Chrome-Browsers beim Windows-Gerät, es half nichts. Auch beim Mac führte man ein Update des Chrome Browsers durch. Auch hier kein Resultat, der Chromecast-Button erschien einfach nicht.  Enttäuschung machte sich breit.

Der ChromeCast-Button ist plötzlich da -Die Überraschung kam einen Tag oder zwei später – Später in der Woche nach dem Abendessen, die Kinder im Bett, wollte sich der Geschäftsmann dem Problem annehmen. Er nahm den Familien-Notebook zur Hand und startete Google Chrome. Und plötzlich war der ChromeCast Button da! “Einfach so”. Seither benutzt die ganze Familie die “Google Tab Streaming Funktion” regelmässig. Sie schaut so z. B. Fernsehsendungen, welche Sie verpasst hat, aus den jeweiligen ‘Mediatheken’ der Fernsehanstalten. Das geht ziemlich gut.

ChromeCast Icon unter dem Bluetooth-Icon
ChromeCast Icon auf Android Smartphone

Erfahrungen und Wissenswertes – Tab Streaming braucht Saft, alles andere nicht. Tablets und Smartphones können aktuell (Okt 2014) immer noch ‘nur’ Youtube. Das kann man sonst noch berichten:

  • Wenn man Youtube Videos mit dem Chromecast schaut, dann belastet das Streaming weder das Wifi des Clients, noch den Prozessor: Es schaut offensichtlich so aus, dass Chromecast die Wiedergabe an den ‘Youtube-Server’ übergibt und dann Youtube direkt auf den Stick streamt und nicht den ‘Umweg’ über das Client Gerät nimmt.
  • Gestreamte Browser Tabs von Google Chrome funktionieren nur auf dem Mac und dem PC
  • Streamt man vom PC her ein Browser Tab mit einem Video, z.B eine Fernsehsendung, dann braucht das starke Ressourcen auf dem Client. Die Bilder ruckeln bei einem Highend Windows Notebook mit Intel Core I5 der ersten Generation (Samsung Series 9x, Jahrgang 2011) doch stark, dagegen hilft zu einem guten Stück eine reduzierte Auflösung z.B. 480p, siehe Bild weiter unten. Leider behebt das das Ruckeln nicht ganz. Das ist schade und ein Mangel.
  • Beim Einsatz eine Macbook Air mit Core I7 Prozessor der dritten Generation (2013) sieht man kein Ruckeln mehr, aber man hört das Gebläse vom Mac. Das Ruckeln liegt übrigens nicht an mangelnder Bandbreite.
  • Google Chrome auf Smartphones, Iphones und Ipads unterstützt gestreamte Browser Tabs nicht
  • Einige Blogs berichten, dass das Google Nexus das einzige Smartphone ist, welches Browserfenster auf den TV übertragen kann
  • Selten, ganz selten kann der ChromeCast Stick nicht angesprochen werden oder wird vom HDMI Port nicht erkannt. Einfach ausstecken und USB-Stromkabel unterbrechen. Nach dem erneuten Einstecken geht es wieder.
  • Wie bereits oben gesagt ist die ChromeCast Funktion ggf nicht sofort auf dem PC verfügbar auch wenn die ‘neueste’ Browserversion von Google Chrome installiert ist.
CPU Usage streaming Browser Tab using ChromeCast from Google
Auslastung bei Streaming eines Videos eines Browser-Tabs
CPU Usage while streaming a Youtube Video on Google ChromeCast
Keine Auslastung beim PC beim Streamen eines Youtube Videos mit Chromecast auf dem TV

Mehr zu Gadgets 2.0 gibt es hier: Die Logitech UE BoomBoxen

Hat jemand von Euch auch das Ding zu Hause? Was sind Eure Erfahrungen?

Wie wichtig ist wohl Youtube für Nike, wenn die Firma den Guy Ritchie für Video-Clips anheuert

Der bekannte Film- und Werberegisseur Guy Ritchie (Snatch, Sherlock) macht Youtube Videos für Nike.

Man kann und darf sich die Fragen stellen, wieviel so ein Spot von Ritchie kostet und wieviel Prozent des Werbebudgets so etwas NIke kostet. Zu beiden Punkten kann der Geschäftsmann 2.0 keine Aussagen machen, ABER: Nike macht Social-Media Marketing und Community-Management inzwischen selber, so wichtig sind die digitalen Netzwerke und Web 2.0 für die Firma. Details kann man hier entnehmen. Die Viralität dieses Clips auf Facebook gibt Nike zumindest hier Recht.

Der 3-minuten Clip hat dem Geschäftsmann 2.0 auf jeden Fall grossen Spass, gemacht, auch wenn er nicht ein grosser Fussball-Fan ist!

So Long, Euer Gmann 2.0

Es muss Video sein: Youtube, dessen Werbeumsätze und der Tod der althergebrachten Zeitungen

Niemand bestreitet mehr den Niedergang der werbefinanzierten Zeitungsindustrie, was aber dabei vielleicht erstaunt, ist die herausstechende Rolle von Youtube und von Online-Video 

Früher wurde bei den Zeitungen und Zeitschriften Content produziert, um möglichst viel Werbeeinnahmen zu generieren und Leser zu gewinnen (Die Verleger werden wohl behaupten, dass es genau umgekehrt war, aber was solls). Heute gilt das nach wie vor, nur einfach im Web und vorallem bei den Online-Videos.

Dem Geschäftsmann 2.0 ist in den letzten Monaten der sprunghafte Anstieg der Werbung bei den Youtube Videos aufgefallen. Das nervige “in …Sek können sie die Werbung überspringen” scheint irgendwie beinahe die Regel von beliebten Clips zu werden. Inzwischen können Werbeeinnahmen bei Online-Videos auf Youtube mehr einbringen als klassische Bannerwerbung (umgerechnet auf 1000er-Views) und sie können sogar noch mehr Werbeinträge als Fernsehwerbung generieren! – Und wer ist das leidtragende Werbemedium. Nicht die Fernsehstationen. sondern die Printmedien.  Denn Fernehen bleibt beliebt: In den USA Haushalten wird pro Tag 4.5 Stunden TV geglotzt und 1 Stunde Online Videos geschaut. Wenn man dies berücksichtigt, dann ist es verständlich, dass inzwischen über 20 % aller Werbeausgaben in den USA auf “Online” fallen. Vor 2 Jahren hat der Geschäftsmann 2.0 noch geschrieben, dass die CMO “es” (Web 2.0 & Co) noch nicht begriffen haben. Das ändert. Und wer ist der Nutzniesser? Fast nur eine Firma: Google! Nur zwei Zahlen dazu: Die Firma macht aktuell 60 Milliarden USD Umsatz und 13 Milliarden Gewinn. Womit? Hauptsächlich mit Werbung).

Garantiert werbefrei, zumindest bei Netflix
Garantiert werbefrei, zumindest bei Netflix

Professionell gemachtes Online-Video wird heute nicht mehr nur dazu ins Web gestellt, um Image zu erhöhen, Werbeeinnahmen zu generieren, einen Webshop zu befeuern oder um Benutzer länger auf der Webseite zu halten. Der Blockbuster “House of Cards” (Beitrag des Gmanns zum Totengräber Netflix ist hier) fällt ebenfalls in die Kategorie Online-Video und der Produzent Netflix will mehr Abnonnenten auf seinem werbefreien Fernseh-Netzwerk. Genau so produziert Microsoft die Pulp-Serie, um mehr Xboxen zu verkaufen….

…so Long, Euer Geschäftsmann 2.0

PS; Das ist nach beinahe einem Monat Pause wieder ein Beitrag des Geschäftsmannes 2.0 – Die Projekte nahmen überhand, Freizeit, Familie und Publikationen fanden nicht statt. Nun sollte das wieder besser werden.

Würdest Du auf die Strasse gehen, wenn man Dir Youtube, Twitter und Facebook wegnimmt? Der Geschäftsmann 2.0 täte dies!

Abgesehen, von der Tatsache, dass es für den Nutzer Wege und Mittel gibt, staatliche Blockaden im Internet zu umgehen und weiterhin auf z.B Twitter zuzugreifen, stellt die Unterbindung des Zugriffs auf soziale Netzwerke einen einschneidenden und nicht akzeptierbaren Eingriff in die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte dar, für welche es sich lohnt, auch in der realen Welt zu kämpfen. 

Dunkle Wolken über Istanbul und der Türkei (März 2013)
Gesperrte Netzmedien in der Türkei – Dunkle Wolken über dem Land

Im März 2014 wurden die sozialen Medien in der Türkei gesperrt. Doch auf die Dauer kann Herr Erdogan seinen Kampf gegen die digitalen Medien und die sozialen Netzwerke nicht gewinnen. Sein 1.0-Verhalten macht die Sache nur noch schlimmer, zumal er (noch) ein Volk regiert, welches sich rasant in Richtung 2.0 bewegt, wie z.B hier vom Gmann 2.0 beschrieben. Noch hat Herr Erdogan den Rückhalt der ländlichen Bevölkerung, aber in naher Zukunft erreicht das Internet und das Smartphone auch die letzte Ecke in Kapadokien und dann schauen wir mal, was dann passiert. Aber darum geht es in diesem Beitrag eigentlich nicht, sondern um das Aufbegehren, wenn digitale Inhalte beschnitten werden:

Der Geschäftsmann 2.0 würde auf die Strasse gehen, wenn man Ihm Youtube, Flickr & Co. wegnähme. Dabei geht es nicht darum, dass der Geschäftsmann nicht mehr ohne diese Plattformen leben kann. Nein, es geht darum, dass so ein Akt eine zutiefst einschneidende Massnahme bei seinen persönlichen Freiheits- und (Bürger-) Rechten wäre. Die freie Meinungsäusserung findet heute nicht mehr im “Blick” oder im “Bild” statt, nein, sie findet im Web, auf Facebook, Twitter und Co statt! Der Geschäftsmann würde dafür kämpfen und zwar auch auf der Strasse. Was ist mit Euch?

So Long – Euer Geschäftsmann 2.0

PS: Mehr zur Turkei guckstu hier!

Liebe Mitvierziger und älter: Magt Ihr Musik?

…und ist Euch in den letzten zwanzig Jahren auch ein wenig der Überblick über die Musikszene abhanden gekommen, so wie dem Geschäftsmann 2.0? Aber schaut Ihr inzwischen auch ab und an Musikvideos auf Vimeo oder auf Youtube (z.b. diesen Lieblingssong vom Geschäftsmann 2.0, der Künstler hält es übrigens für überflüssig ein Video zu drehen, das machen andere für Ihn) und freut Euch über die frische und junge Musik?

Was haltet Ihr denn von der aktuellen Musik? Gefällt Sie Euch? Gefällt Sie Euch gegebenenfalls besser als der Sound der 90er? (Europop: Milli Vanilli und so…) Dem Geschäftsmann gefällt die heutige Musik viel besser! Und er meint die Qualität der Musiker ist extrem gestiegen! Habt Ihr Euch mal überlegt, warum das so ist? Es ist wegen der digitalen Revolution. Musik kann sehr gut dematerialisiert und digitalisiert und so weltweit transportiert werden. Die Musikindustrie ist ja auch eine der ersten Industrien, welche von der digitalen Transformation erfasst wurde. Der Wettbewerb hat zugenommen, nur die besten Musiker und Entertainer schaffen es. Und nicht mehr ein Frank Farian, welcher das Geld hat, die Vertriebskanäle beherrscht(e) und die Bosse der Plattenfirmen gut kennt).

Apropos Geld: Heutzutage braucht es eben viel weniger Geld, für alles. Man produziert für weniger Geld Musik, man vertrreibt für kein Geld Musik mit Youtube und wenn man es gut macht bewirbt man auch für kein Geld Musik!

Und wer ist der Profiteur am Schluss? Der Kunde. Der hat für viel weniger Geld eine bessere Auswahl, nicht nur eine grössere Auswahl, sondern auch eine höherwertige….

….der Geschäftsmann 2.0 ist froh, dass die 90er durch sind und dass so viele coole und gute junge Bands so guten Sound machen. Dann muss er bei seinen Freunden weniger von diesem ewig gestrigen 80er-Jahre Sound hören, wenn er mal zu Besuch ist. Nicht dass die 80er Musik schlecht wäre. Aber wir hören das Zeug auch schon seit 30 Jahren….

..so long und schönes Wochenende, Euer GM20